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Verfasst: So 7. Okt 2012, 18:05 
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Irrlicht
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Ich gestehe, es stellte sich mir die Frage, während die Ballerei losging, ob es wirklich eine so weise Entscheidung von mir gewesen war, mich in die Hände dieses Spaniers zu begeben. Immerhin - so war mir klar, weil Englisch und nicht Spanisch die Sprache war, in der ich dachte - standen wir, was Politik betraf, nicht auf einer Seite. Er schoss auf meine Landsleute! Das gefiel mir nicht, wenngleich ich keinerlei Loyalität für sie empfand und inzwischen nun auch wusste, warum es besser war, nicht in ihre Hände zu fallen. Und dann verhaftete er sie auch noch! Die höher gestellten unter ihnen zumindest.
Was würde er nun mit mir tun?
Ganz sicher hatte ich mehr Dreck am Stecken, wenngleich mein Gedächtnis immer noch Lücken aufwies. Wenn er diese unbescholtenen Offiziere in die Bilge packen würde, deren Verbrechen lediglich darin bestand, der falschen Nationalität anzugehören, welches Schicksal wäre dann einem Piraten wie mir beschieden? Würde er mir eine Leine um die Körpermitte binden und mich im Heckwasser seines Schiffes hinter sich herziehen lassen? In diesem Fall wäre am Ende unserer Reise vermutlich nicht mehr viel von mir übrig.

Ich wartete, bis Captain Fernando wieder an Bord und fertig mit seinen Anweisungen war. Dann näherte ich mich ihm, während ein paar seiner Leute die steif vor sich hinstarrenden Offiziere unter Deck schafften, räusperte mich und hob mit schmeichelnder Stimme an: "Äh ... Señor Capitán ... wenn Ihr erlaubt ...?!"
Captain Fernando, der sich mittschiffs stehend Bo'sun zugewandt hatte, welcher mich wiederum mit finsterem Blick betrachtete, drehte sich mit einem abwartend-fragenden Gesichtsausdruck zu mir um, seine Daumen in seinen Waffengurt eingehakt - ich wertete das als ein gutes Zeichen, denn er hätte seine Hände genauso gut an den Griff seiner Pistole oder den seines Degens legen können.
"Ich habe mich gefragt, wie ich mich nützlich machen kann - quasi als Dank dafür, dass Ihr mich von diesem öden Eiland befreit habt und mich mitnehmt, wohin auch immer die Winde uns wehen mögen."
Mich als Hilfskraft anzubieten, entsprang nicht etwa einem merkwürdigen Drang zur Arbeit, den ich ohnehin nie empfand. Ich hielt es jedoch für klug, dem Captain aufzuzeigen, dass ich einen gewissen Wert für ihn besaß, den er vergeuden würde, sperrte er mich ebenfalls ein. Lieber schrubbte ich das Deck an frischer Luft, als im Mief der Bilge langsam vor mich hinzurotten. Inzwischen wusste ich, dass ich letzteres schon viel zu oft in meinem Leben getan hatte und dass eine Wiederholung nicht empfehlenswert wäre.

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Verfasst: So 7. Okt 2012, 19:34 
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Es war schon recht merkwürdig, dass die Independence kurz nach Captain Sparrows Auftreten auftauchte. Hoffentlich tat das nichts zur Sache. Aber nachdem ich den spanischen Überläufer endlich festgenommen hatte, verschwand das mulmige Gefühl in meinem Magen ein wenig. Dafür war ja noch Cortés da, der sich uns langsam näherte, und mir ein bisschen mehr Bauchschmerzen verursachte.
Ich schaute an meinem pechschwarzen Arm herunter, der langsam wieder zu schmerzen begann. Mehrere Male erwischte ich unsere beiden Gäste dabei, wie sie angeekelt meinen Arm begutachteten. Jedesmal versteckte ich ihn, indem ich die Arme verschränkte. Keiner der beiden sollte etwas mitbekommen, denn was ich gerade gar nicht gebrauchen konnte, war eine angezettelte Meuterei. Die Laune der Matrosen sank schon sowieso jeden Tag. Und ich musste jeden Tag den Gehalt hochschrauben, damit eben das nicht passierte. Aber zwei Briten auf einem spanischen Schiff ... es hätte mich gewundert, wenn sie sich nicht wie Gefangene gefühlt hätten. Aber das waren sie natürlich nicht. Keiner wurde wegen seiner Nationalität hingerichtet ... oder wegen seines Glaubens! Aber ob die beiden das auch so sahen, wusste ich nicht. Vielleicht warteten sie auf die beste Gelegenheit, die schlechte Laune meiner Mannschaft auszunutzen und mich an der Vorrah baumeln zu lassen.
"Fernando? Wir bringen gerade die Matrosen an Land und die Offiziere unter Deck. Was machen wir eigentlich mit dem Schiff?", fragte mich Bo'sun.
"Leider sind wir viel zu wenig Mann, um beide Schiffe gleichzeitig zu segeln. Wir müssen es leider sprengen. Aber schafft vorher den Proviant des Schiffes an Land und übergebt ihn den Matrosen."
"Captain ...?"
"Tu es! Wir haben in unserem Laderaum keinen Platz für mehr Ladung. Außerdem bekommen selbst Gefangene Essen. Im Prinzip musst du diese Insel als ein Gefängnis sehen", antwortete ich.
Einer unserer Gäste, der sich Jack Sparrow nannte, huschte fast lautlos an meine Seite und grinste mich an. In meinem Magen regte sich wieder etwas. Es war entweder die Verdauung oder das ungute Gefühl, das ich auch schon bei Cortés' Gegenwart gehabt hatte.
"Äh ... Señor Capitán ... wenn Ihr erlaubt ...?!"
Tief einatmend drehte ich mich zu Sparrow und wartete auf seine Frage.
"Ich habe mich gefragt, wie ich mich nützlich machen kann - quasi als Dank dafür, dass Ihr mich von diesem öden Eiland befreit habt und mich mitnehmt, wohin auch immer die Winde uns wehen mögen."
Hilfskraft? Konnte ich ihn als einen Matrosen gebrauchen? Immerhin war er Captain. Ob er wohl auch in diesem Bereich seine Arbeit gut erledigen konnte? Naja, vielleicht schon. Vielleicht konnten es beide.
"Ja, allerdings. Señor Sparrow, es gäbe da einen Posten, den Ihr belegen könntet. Meldet Euch bei Teniente Reyes. Er leitet die erste Wache von vierundzwanzig Uhr bis vier Uhr und von zwölf Uhr bis sechzehn Uhr. In den restlichen Stunden habt Ihr Freiwache. Ihr sagtet, dass Eure "Freundin" eine gute Köchin sei? Sie kann sich bei João da Costa, unserem Chefkoch, melden. ¿De acuerdo?"

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Verfasst: So 7. Okt 2012, 21:06 
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Irrlicht
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Was immer "De acuerdo" auch heißen mochte, ich nickte strahlend, denn ich wurde nicht verhaftet, erdolcht oder erschossen.
"Aye, Captain!"
Gut gelaunt drehte ich mich um und richtete meinen Blick auf die rote Lola. Schüchtern ob der zahlreichen, männlichen Gesellschaft und womöglich auch, weil die Luft bis gerade eben ein wenig bleihaltig gewesen war, drückte sie sich an der Backbord-Reling herum und rieb sich fröstelnd die Arme. Ganz sicher jedoch nicht vor Kälte.
Beschwingten Schrittes ging ich auf sie zu und streckte ihr meine Hand entgegen.
"Kommt, Liebchen. Man hat eine Aufgabe für Euch!"
Lola schien nicht gerade begeistert. Aber nach Jahren der Einsamkeit, die sie auf dieser kleinen Insel durchlebt hatte, war ich im Vergleich zur restlichen, überaus interessiert dreinschauenden Mannschaft wohl das kleinere Übel. So ergriff sie meine dargebotene Hand und ließ sich von mir fortführen. Noch während ich die ausgetretenen, knarzenden Stufen des hölzernen Niedergangs hinabstieg, hörte ich Bo'suns Bass übers Deck bellen. Ein nostalgisches Gefühl streifte mich, da ich mich für einen Moment in die Vergangenheit versetzt fühlte. Ach ja, die guten, alten Zeiten, als ich noch Captain auf der Pearl war!

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Verfasst: Mi 31. Okt 2012, 04:05 
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War es überhaupt eine weise Entscheidung gewesen den spanischen Überläufer mitzunehmen? Ich war mir nicht sicher. Immerhin war der nächste spanische Hafen ganze fünftausend Meilen entfernt. Er war nur unnötiger Balast und außerdem hatte er nichts erfahren, was unser Reiseziel anging.
Die Offiziere und der Überläufer durften also traditioneller Weise über die Planke gehen. Da wir uns eine Insel indirekt näherten, war also die Gefahr eines Haiangriffes sehr gering, sofern sich die Briten beim Springen nicht verletzten. Aber das konnte man schon als Eigenschuld bezeichnen.
Nachdem die zehn Mann es endlich an Land geschafft hatten, und sich y López mit einem "Das werdet Ihr bitter bereuen!" verabschiedet hatte, setzte Bo'sun endlich Kurs auf die offene See und dann auf Indien ...

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Verfasst: Fr 21. Dez 2012, 00:01 
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In der Nähe der Lakkadiven, 4. Februar 1751

Es gab verschiedene Gründe für mein spätes, zu spätes, Aufsein. Es war zwar noch dunkel, aber laut meiner Uhr schon halb fünf. Ich hing über einigen Seekarten und versuchte mich mit der Umgebung vertraut zu machen. Im Indischen Ozean wimmelte es nur so von Untiefen und Schiffswracks. Was uns aber entfallen war, war, dass es etwa 500 Meilen südlich unserer Position einen britischen Marinestützpunkt gab, an dem wir einfach vorbeigesegelt waren. Es war einfach nur Glück, dass wir keinem der Schiffe begegnet waren. Das einzige Schiff, welches von unserer Position wusste, war die Mephisto. Ich konnte Cortés' fauligen Atem schon in meinem Nacken spüren und in meiner Nase riechen. Oder war das der Seetang, der so roch. Immerhin waren die Fenster offen, da es so warm war.
Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten meine Nase und ich musste wieder niesen. Das Wasser hatte einen gewöhnlich hohen Kontrast bekommen. Teilweise wurde es von der Sonne bestrahlt, teilweise war nur Schatten zu sehen. Es hatte eine blaugraue Farbe, welche sich prima vom orange-blauen Himmel abhob. Zu meiner Erleichterung konnte ich keinen schwarzen Punkt am Horizont erkennen.
Ich wandte mich wieder meiner Navigation zu und versuchte eine passende Anlegestelle an der Küste zu finden. Aber wie sollte man eine Ansammlung von Objekten finden, wenn man nicht wusste wo man suchen sollte. Und Indien ist ein sehr großes Land. Deshalb würden wir wohl auf die Hilfe der Einheimischen bestehen müssen.
Ich legte das Navigationsbesteckt wieder zur Seite und lehnte mich zurück, als es an der Tür klopfte.
"¡Entre, por favor!", rief ich dem Klopfenden entgegen. Die Tür öffnete sich und im Rahmen stand Guillermo.
"Fernando, ich habe eine wunderbare Nachricht! Wir haben die gute, alte Santa Esmeralda gefunden!"
Mit einem Ruck stand ich auf meinen Füßen. Jedes Zeichen von Müdigkeit war aufeinmal verschwunden.
"Was erzählst du da?! Wo?! Wann?! Wie?!"
"Als die Sonne aufgegangen ist, also vor zwei Minuten. Sie ist etwa zwei Meilen nordwestlich von uns und rückt näher", antwortete mein zweiter Offizier. Ich schob mich am Tisch vorbei und folgte ihm auf das Hauptdeck. Bo'sun stand an der Reling und schaute mit einem Fernglas in Richtung Backbord. Und da war sie! Es war ein kleiner Zweimaster, das erkannte ich, und anscheinend sogar eine Brigg! Ich schaute durch mein fernglas und erkannte die britische Flagge, die am Gaffelsegel wehte. Auf dem Heckspiegel stand der Name HMS Wind Child. Der Rumpf war in den typischen Farben der East India Company gestrichen: blau-gelb.
Plötzlich veränderte der Segler den kurs und hisste weitere Segel.
"Sie haben uns anscheinend auch entdeckt. Sie fliehen!", meldete Bo'sun und klappte sein Fernrohr zusammen.
"Hehe, nicht bei mir. Setzt Abfangkurs, Teniente!", befahl ich Reyes, der meinen Befehl bestätigte. "Wieso haben wir sie so spät bemerkt?"
"Da sowohl diese Brigg, als auch wir die Lampen gelöscht hatten, fielen wir uns erst kürzlich gegenseitig auf, mi Capitán. Zudem haben sie sich vor dieser Wolke versteckt", sagte Reyes und zeigte auf eine Gewitterwolke die gemütlich in Richtung Süden zog. Sie war nicht von Bedeutung für uns, da sie uns nie erreichen würde. Allerdings hatte sie dieselbe Farbe wie die kleine Brigg.
Der Wind hatte in wenig gedreht, sodass er auf unserer Seite war. Die Brigg versuchte hilflos mit einigen Manövern uns abzuhängen, was ihr aber nicht gelang. Nach einer halben Stunde waren wir endlich in Reichweite der Geschütze. Eine der beiden Bugkanonen feuerte einen Warnschuss in die Nähe der Brigg ins Wasser. Bo'sun holte kurz kräftig Luft und brüllte hinüber: "Dreht sofort bei und holt die Segel ein, oder wir werden das mit Gewalt tun! Ihr habt keine Chance!"
Da die Brigg wohl ein Frachtschiff mit Bewaffnung war, die besser war, als zu der Zeit, als ich noch der Kommandant gewesen war, konnte sie sich zwar wehren, was am Ende aber doch sinnlos wäre. Deshalb kam der britische Kommandant dem Befehl meines Bootsmannes nach. Die Gardisten waren bereit eine Musketensalve auf das Deck zu feuern und die Kanonen zielten auf den kleinen, schmächtigen Rumpf des Schiffes.

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Verfasst: Fr 21. Dez 2012, 21:52 
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Irrlicht
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Es war wiedermal soweit. Ich hatte versagt! Die Reparaturen an meinem Schiff haten Wochen in Anspruch genommen. Und dann ist dieser ... dieser del Castillo auch noch ins Unbekannte entwischt. Ich war stocksauer. Der Captain der HMS Belette und ich waren auf dem Weg nach London, um wiedermal dem König zu erklären, dass man mich hereingelegt hatte. Ich hatte ehrlich gedacht, dass ich mit einem schlauen Trick den o so großen Capitán del Castillo fangen könnte. Stattdessen hatte er einfach mein Schiff überfallen und mich vor den Offizieren des königlichen Schlachtschiffes blamiert. Ich wusste nicht, wie meine Leute die spanische Fregatte namens Santa Cecilia nicht sehen konnten, als del Castillo angegriffen hatte. Allerdings mussten diese guten Menschen mit dem Leben bezahlen.
Vor den Toren des St. James's Palace wartete ich auf den Menschen, der mich einlassen sollte. Dieser tauchte dann nach einer halben Stunde wieder auf.
"Ich bitte um Verzeihung für die Verspätung, werter Lord. Ihr dürft eintreten", sagte der Mann und öffnete das Tor.
Mit einem Nicken huschte ich an dem in Rot gekleideten Mann vorbei und an den Wachen am Eingang.
Auf dem Weg in den Tronsaal überlegte ich mir wirklich genau, was ich meinem Herren wohl sagen würde. Es war nicht leicht. Und schon gar nicht, als ich den Sall betrat, weil King George schon sauer war, bevor ich ihm mitteilen konnte, was vorgefallen war. Als ich mich verbeugte, zog er sein typisches Grinsen auf.
"Ah, Lord Cunningham! Ich hoffe, Ihr habt endlich diesen Tunichtgut von del Castillo geschnappt und die Stadt gefunden!", sagte der König und bot mir an mich zu setzen. Mit einer Handbewegung verneinte ich.
"Mein König, es ist ... Ich bedauere zutiefst, aber es ist del Castillo gelungen wieder zu entwischen." Während ich das sagte, schaute ich eingeschüchtert auf den Boden.
"So? Es ist ihm wieder gelungen, hm? Ich habe mich schon gestern gefragt, ob es vielleicht klüger gewesen wäre einen Affen aus der Enklave Gibraltar mit dieser so schweren Aufgabe zu betrauen. Anscheinend habe ich Recht gehabt! Seid Ihr eigentlich zu irgendetwas fähig?! Erst erfahre ich, dass ein Freibeuter unter meinen Diensten nur ein dummer Pirat war, der mich so betrogen hat und mein Schiff, die Providence, untergehen gelassen hat, und jetzt soetwas! Ich bin schwer enttäuscht von Euch, Lord! Eigentlich müsste ich Euch zu einem Bauern degradieren lassen! Wie wäre das für Euch, hm?!"
"Mein König, ich bin mir meines Fehlers voll bewusst. Aber darf ich bemerken, dass die HMS Independence sich auf den Weg gemacht hat, um del Castillo zu verfolgen? Allerdings weiß ich nicht, was aus den beiden Schiffen geworden ist, und ob es y López geschafft hat del Castillo gefangenzunehmen", versuchte ich mich zu wehren, um meinen Posten als Lord zu behalten.
"Haha! Mein lieber Lord Cunningham! Wenn dieser ... dieser Spanier von del Castillo es geschafft hat Euch zweimal abzuwimmeln, dann wird er den anderen Spanier, der erster Offizier auf einem Handelsschiff war, zu Kleinholz verarbeiten! Und wie sieht es mit der Karte aus, die y López bei sich hatte? Habt Ihr sie denn?"
"My Lord, welche Karte?", fragte ich. Der König vergrub sein Gesicht in seinen Händen und stöhnte lauthals auf.
"Eine Karte, die die Route des spanischen Handelsschiffes angibt! Ihr wisst doch noch, dass y López die Stadt bereits gesehen hat! Sie liegt in einer Schublade in y López' Haus auf Montserrat in der Karibik!"
"Hat Euch das etwa y López gesagt? Ich war in seinem Haus. Das einzige, was ich gefunden habe, war Blut auf dem Boden. Ein Offizier verriet mir, dass es zwei Wachen waren, die erschossen und aufgeschlitzt wurden ... von del Castillo!", antwortete ich jetzt etwas lauter.
"Mäßigt Euren Ton, Lord Cunningham! Ihr vergesst, dass Ihr mit dem König von Großbritannien redet! Dann hat also del Castillo diese Karte, ja?! Und dann weiß auch er, wo die Stadt der Azteken ist, ja?! Ich will, dass Ihr sofort aufbrecht, jedes Schiff der Marine damit beauftragt diesen Spanier zu fangen, um dann die Karte zu nehmen!", befahl mir der König.
"My Lord, Ihr vergesst, dass gewisse Gegenstände nötig sind um in die Stadt zu kommen. Wir brauchen del Castillo noch. Dieses Gespräch hatten wir bereits bei meinem letzten Besuch bei Euch. Ich werde die Stadt finden, das schwöre ich Euch, my Lord!", antwortete ich und verließ somit den Saal und auch den Palast. Auf dem Weg zu meiner Kutsche verfluchte ich mich selber den Auftrag damals angenommen zu haben.


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Verfasst: Mo 24. Dez 2012, 17:41 
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Nun war nur das stille Pfeifen des Windes zu hören. Die Besatzung meines alten Schiffes, welche nur aus alten Matrosen und ein paar Soldaten bestand, eilte ahnungslos umher. Alleine die Soldaten waren sich der auswegslosen Situation bewusst. Sie schauten uns grimmig an. Keiner war im Begriff das Feuer zu eröffnen. Aber meine Soldaten standen bereit an der Reling. Der britische Kapitän des kleinen Schiffes der East India Trading Company war ebenfalls erzürnt. Er flüsterte einem Matrosen etwas zu, welcher sich sofort an den Hauptmast begab und die britische Flagge einholte. Die Matrosen folgten dem Befehl des Bootsmannes und refften die Segel, der Steuermannsmaat steuerte das Schiff gegen den Wind.
Auch meine Matrosen refften die Segel und warfen eine Planke hinüber.
"Welch Abschaum! Ihr befindet Euch hier in britischen Gewässern! Ihr habt nicht das Recht ein Schiff der königlichen Marine zu überfallen!", rief der Kapitän des Schiffes mir entgegen, während ich über die Planke ging, um mit diesem Herren zu sprechen. Meine Soldaten folgten mir und entwaffneten die britische Besatzung.
"Ach, ehrlich? Nun, ich kann dem nur zustimmen. Wie Ihr mit Sicherheit wisst, war diese Brigg mal Eigentum der Spanier. Es wurde genau von dieser Fregatte hier geentert und erobert. Nun bin ich hier um mir mein Eigentum zurückzuholen!", sagte ich und grinste zufrieden.
"Das ist doch unmöglich! Man hat mir gesagt, dass dieser Kapitän und seine Mannschaft tot sei, die auf dieser Brigg dienten", antwortete der Mann verwundert.
"Hehe, nein! Der ehemalige Kapitän der Fregatte HMS Independence war ein draufgängerischer Narr! Deshalb musste er sein Leben lassen. Nun, Kapitän, wenn Ihr nun die Freundlichkeit hättet diesen braven Männern die Bilge meines Schiffes zu folgen, dann wäre ich Euch sehr verbunden", sagte ich und wies dem Kapitän den Weg. Der Mann schnaufte und folgte dann mit seinen Offizieren Teniente Reyes auf mein Schiff.
"Bo'sun?!" Mein erster Maat kam sofort herbeigestreift.
"Ja, Captain?"
"Du hast in den letzten Jahren mir treue Dienste erwiesen. Wir haben Seite an Seite gegen die Briten gekämpft und haben dem Tode ins Auge gesehen und ins Gesicht gespuckt. Ich biete dir die Gelegenheit das Kommando über die Esmeralda zu erhalten ... als Antwort von mir auf deine guten Dienste."
"Ist das dein Ernst? Ich werde nun mein eigenes Schiff kommandieren?", fragte Bo'sun noch einmal nach, aber er klang nicht sehr erfreut über diese Beförderung.
"Lass dir Zeit mit deiner Entscheidung bis heute Abend. Dann möchte ich aber eine Antwort wissen, ansonsten wandert das Schiff an unseren zweiten Offizier weiter", sagte ich und klopfte meinem Freund auf die Schulter.

Nun, ich konnte nicht behaupten, dass es Zufall war, dass die Esmeralda vor unserer Nase auftauchte. Immerhin wussten wir ja, dass es sich um ein Schiff handelte, das zwischen Großbritannien und Indien hin- und herpendelte. Wir hatten es einfach zum richtigen Zeitpunkt abgefangen.
Mein Bootsmann, der zugleich noch erster Offizier, Steuermann und Navigator war, tat sich mit der Entscheidung sehr schwer. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es eine lohnenswerte Beförderung sei, aber sehr glücklich wirkte er nicht. Das teilte er mir am selben Abend auch mit.
Ich war gerade im Lager des Kommandanten und kramte nach einer Flasche guten Weines. Ich hatte mir vorgenommen diese zu besonderen Anlässen zu öffnen, wie Geburtstage, Hochzeiten, Weihnachtsfeste oder erfolgreiche und verlustlose Schiffsaufbringung. Als ich die Flasche gefunden hatte und mich wieder in die Offiziersmesse begeben wollte, stand der Große auch schon im Türrahmen.
"Ah, kann ich dir helfen?", fragte ich und stolperte über einen Stapel Bücher.
"Nein, das kannst du nicht. Aber ich kann dir helfen, und zwar noch solange, bis ich entweder tot bin oder gefangen genommen werde."
"Wie darf ich das denn jetzt verstehen?"
"Also, ich habe mich entschieden auf der Santa Cecilia zu bleiben. Ich werde dir weiterhin zur Seite stehen ... und wir werden auch gemeinsam den Tempel finden", antwortete er und klopfte dieses Mal mir auf die Schulter.
"Also, das ist eine tolle Nachricht. Ich freue mich, dass du dich so entschieden hast. Allerdings wärst du als Capitán ziemlich gut besetzt. Meines Erachtens nach bräuchtest du nichtmal einen ersten Offizier, geschweige denn einen Navigator ... Dann werde ich wohl meinen zweiten Offizier, Teniente Torres, beauftragen. Ich denke, er wird dir dankbar sein. Und nun trinken wir erstmal den Wein!", sagte ich, schloss die Tür meines Lagers und ging mit Bo'sun den Niedergang hinauf.
In der Offiziersmesse warteten schon die Offiziere und Yasmine auf den Wein. Alle saßen mit Gläsern bewaffnet um den Tisch herum und schauten gebannt auf die Flasche. Bevor ich allerdings den Wein öffnete, klopfte ich nochmal mit der Faust leicht auf den Tisch, damit Ruhe einkehrte.
"Nun, meine Dame und Herren. Ich habe etwas anzukündigen. Da wir endlich nach jahrekanger indirekter Suche unsere geliebte, kleine Brigg Santa Esmeralda wiedergefunden haben und dieses Schiff ohne Kapitähn ist, wollte ich unseren werten Bo'sun zum Kapitän dieses Schiffes erklären. Er reichte mir allerdings die Abdankung ein, deshalb bleibt mir nichts anderes übrig als unseren geschätzten Teniente Guillermo Torres, unseren zweiten Offizier, zu fragen." Während ich das sagte, breitete sich auf seinem Gesicht eine Mischung aus Überraschung und Freude aus. "Zweiter Offizier Teniente Guillermo Torres, seid Ihr bereit das Kommando über die königlich spanische Brigg Santa Esmeralda zu übernehmen und somit den britischen Kapitän, dessen Name mir leider nicht einfällt, abzulösen?"
Guillermo stellte sich gerade vor mich hin, salutierte und sagte: "Ja, das bin ich!"
"Und seid Ihr auch bereit weiterhin unter meinem Kommando zu dienen als Teil einer gerade gegründeten Flotte?"
"Ja, das bin ich auch!"
"Nun, da Ihr den von mir geschriebenen Schwur ausgesprochen habt, erhaltet Ihr das Kommando über die königlich spanische Brigg Santa Esmeralda." In der Offiziersmesse brach ein tosendes Geklatsche aus und die Offiziere hielten ihre Gläser wieder hoch, um auf den neuen Kapitän zu trinken. "¡Momento! Ich bin doch noch nicht fertig!" Die Männer und Yasmine sackten wieder auf ihre Stühle, hielten aber ihre Gläser fest in den Händen. "Da ich jetzt keinen zweiten Offizier mehr habe, erhebe ich Teniente Horacio Reyes, unseren dritten Offizier, in den Rang eines zweiten Offiziers."
Auch dieser freute sich über seinen neuen Posten, war aber nicht sonderlich überrascht, denn er hatte es sich schon quasi ausgerechnet. Reyes stand auf, salutierte, lächelte und bedankte sich. Beide Offiziere erhielten auf ihren Uniformen die nötige Anzahl an Sternen, die zeigten, welchen Rang die Person hatte.
Nun hoben alle wieder ihre Gläser und ich schenkte den Wein aus. An dem Abend wurde wieder sehr viel gelacht und gefeiert, obwohl nur die Offiziere unter sich waren. Aber wir hörten auch, dass auf dem Hauptdeck eine Feier stattfand. Die wachhabenden Offiziere bewegten sich nach dem Schluck Wein wieder auf ihre Posten, um die Mannschaft und die Umgebung im Auge zu behalten. Während wir aber feierten und nur Spaß im Kopf hatten, dachten wir nicht an die Mephisto und ihren höllischen Capitán, der langsam immer näherrückte.

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Verfasst: Mi 2. Jan 2013, 02:56 
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Da war er nun. ¡El día grande! - Mein großer Tag! Ich stand in meiner Kajüte auf dem Unterdeck vor einem Spiegel und betrachtete meine neue Uniform. Ich war sehr aufgeregt endlich mein eigenes Kommando haben zu dürfen. Aber trotzdem unterstand ich noch meinem treuen Freund Fernando, der sich somit selbst zum Kommodore gemacht hatte.
Um drei Glasen nach dem Beginn der Nachtwache, also um 17 Uhr 30, sollte ich mich bei ihm in der Offiziersmesse melden, um meine Befehle zu erhalten. Und das war in ein paar Minuten so. Ich verließ meine Kajüte und machte mich auf den Weg zum Oberdeck. Ich klopfte kurz an der Tür zur Offiziersmesse, trat, nach der Bitte zum Eintreten, ein und setzte meinen Dreispitz ab.
"Ah, Capitán Torres! Kommt herein! Nun, ich möchte Euch nochmals sagen, dass es eine sehr angenehme Freude war mit Euch an der Seite auf diesem Schiff zu dienen. Ihr wart ein sehr fähiger Teniente und Kanonenoffizier. Aber ich habe Euch diesen Posten angeboten, da ich weiß, was in Euch steckt", lobte er mich und klopfte mir dabei freundschaftlich auf die Schulter, wobei er dieses Mal die Höflichkeitsform verwendete.
"Ich kann nur dasselbe behaupten. Ich danke Euch für das neue Kommando und dafür einen solchen Freund wie Euch zu haben", sagte ich und salutierte nochmal.
Fernando nickte mir freundschaftlich zu, drehte sich halb und griff nach zwei Briefumschlägen. Der eine Brief war die Beförderung zum Capitán der Santa Esmeralda und der andere meine Befehle.
"Achtet gut auf unser Schiff!", sagte er und lächelte nochmal. "Nun zu den Befehlen. Ihr werdet wenden, Kurs in Richtung Süden nehmen, wieder um das Kap der Guten Hoffnung herum segeln und nach Cádiz kehren. Dort heuert Ihr den Rest der Besatzung an, der noch fehlt um das Schiff zu vervollständigen. Wir werden uns dann in einem halben Jahr in Cádiz wieder treffen", sagte er und gab mir die beiden Briefe.
"Zu Befehl, mi Admiral!" Ich nickte ebenfalls und drehte mich herum, um mich zu meiner neuen Besatzung zu begeben, die ich erst kürzlich zusammengestellt hatte und die bereits auf dem Hauptdeck auf meinem Schiff wartete. Ich verließ mit Fernando die Offiziersmesse und kletterte den Niedergang hoch.
Auf dem Hauptdeck der Santa Cecilia standen die Gardisten, die ihre Gewehre präsentierten, die Offiziere mit ihren Offiziersdegen, die sie in die Höhe streckten und die Matrosen stramm und gegliedert. Ich bewegte mich durch einen extra angelegten Tunnel aus Gewehren, die in die Höhe ragten, und somit meinen Weg auf mein neues Schiff zeigten. Ein Soldat hob eine Trompete und begann zu spielen, während ich über die Planke schritt um mein neues, beziehungsweise unser altes Schiff, zu begutachten. Es hatte noch die typischen marinefarben der Royal Navy - blau-gelb-blau. Ich nahm mir vor den Rumpf wieder in den alten Farben streichen zu lassen - schwarz-rot-blau-gelb-schwarz-weiß-rot.
Aber eines musste man den Briten lassen. Dafür, dass es ein Küstenkreuzer war, hatten sie ihn sehr gut bewaffnet. Zuvor besaß es bloß vier 8-Pfünder-Kanonen; jeweils zwei an Back- und Steuerbord. Sie fügten einfach mehr Kanonen hinzu und ersetzten die alten. Nun waren es 18 Kanonen, acht an jeder Breitseite und zwei am Heck. Für ein solch kleines Schiff waren 18- und 12-Pfünder ziemliche Bleigewichte und sie verlangsamten das Schiff sehr, aber trotzdem war es noch schnell.

Nach einer kurzen Ansprache an meine Besatzung und Offiziere, zu denen ich Teniente Sánchez als meinen ersten Offizier zählen konnte, gab ich den Befehl zum Segelsetzen mit Kurs in Richtung Osten.
Während ich mich in meine Kajüte bewegte, in der sich zwei Geschütze mit jeweiliger Ausrichtung nach Back- und Steuerbord vor meiner Hängematte und meinem Schreibtisch befanden, wurde ich von meinem ersten Offizier aufgehalten.
"Señor Capitán, verzeiht bitte, wenn ich frage. Aber darf ich Euch an den ausdrücklichen Befehl von Capitán del Castillo erinnern nach Süden zu segeln?", fragte Teniente Sánchez.
"Nun, macht Euch daraum keine Sorgen, Teniente. Ich werde diesen auch befolgen. Aber vorerst werden wir Kurs auf Sri Lanka nehmen um Nahrungsmittel und frisches Wasser aufzunehmen. Die Briten haben nämlich fast alles aufgefressen. Außerdem will ich Cortés ausweichen, der immernoch die Santa Cecilia verfolgt. Habe ich Euch genügend aufgeklärt, Teniente Sánchez?", fragte ich. Mein erster Offizier nickte mit dem Kopf. "Dann tretet bitte weg!" Der Mann salutierte und verschwand.
Aus dem Fenster blickend, das sich am Heck befand, konnte ich noch die Santa Cecilia erkennen, die vor der untergehenden Sonne die Segel setzte und in Richtung Nordosten segelte. Aber was war das? Ich öffnete das Fenster um mehr zu sehen. Am Horizont zeichnete sich ein schwarzer Punkt ab. Mit dem Blick durch das Fernrohr erkannte ich verkohlte Segel und den verbrannten Rumpf der Mephisto. Mir lief es kalt den Rücken herunter, als ich an unsere erste Begegnung dachte.
Möge Gott Fernando und seiner Besatzung beistehen und möge er Cortés und dieses Höllenschiff wieder in die Hölle schießen, wo sie herkommen!


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Verfasst: Do 3. Jan 2013, 00:02 
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Vor Indiens Küste, 6. Februar 1751

Es war ein recht regnerischer Morgen. Das Deck war rutschig und der Teil der Besatzung, der Freiwache hatte, war unter Deck. Obwohl es recht nass war wehte dennoch nur wenig Wind und wir machten nur lumpige vier Knoten. Die Sicht war zwar gut genug, dass ein Matrose auf der Rah, der gerade im Begriff war das Segel auszureffen, Indiens Festland sehen konnte, aber schlecht genug um Cortés auszumachen. Nach unseren Berechnungen müsste er keine zwanzig Meilen hinter uns sein. Wir hatten schon viel zu oft angehalten.
In einer kleinen, abgelegenen Bucht in der indischen Region Karnatik warfen wir den Anker. Mittlerweile hatten wir die britische Ostindienflagge gehisst und den Namen in HMS Vanguard umbenannt.
Alleine Yasmin, Bo'sun und ich ruderten an Land um uns etwas umzusehen. Am Strand begegneten wir einem Einheimischen, der gerade fischte.
"Guten Tag, Mister. Nun, wir suchen ein Dorf. Gibt es hier in der Nähe eines?", fragte ich den Mann auf Englisch. Der Mann schaute mich mit einem ausdruckslosen Gesicht an. "Versteht Ihr mich?"
"Nein, er versteht dich nicht. Lass mich mal", sagte sie und sagte dem Mann etwas. Vermutlich war es Indisch, denn er verstand es. Er lachte kurz auf, sagte auch etwas, was ich nicht deuten konnte, und ging voraus.
"Sag, woher sprichst du denn Indisch?", fragte ich sie.
"Drei Jahre habe ich in Indien verbracht. Allerdings spricht man hier einen völlig anderen Dialekt, als in Bombay. Aber das Gute ist, dass er weiß wo ein Dorf ist", sagte sie und lief dem Mann hinterher.
Das Dorf war ein ziemlicher Fußmarsch entfernt, etwa vier Meilen. Aber dafür hatte es sich gelohnt. Wir wurden von den Einheimischen zum Teil mit Neugierde, zum Teil mit Gastfreundlichkeit und zum Teil mit Angst begrüßt. Unser kleiner Botschafter brachte uns zu einem etwas angealterten Mann mit Krückstock, dem er etwas zuflüsterte. Er wirkte recht sympatisch.
"Wir haben unsere Steuern doch schon gestern bezahlt. Was wollt ihr denn noch?", fragte der alte Mann.
"Steuern?! Wir wollen keine Steuern!", antwortete ich empört.
"Dann unsere Frauen?! Das könnt ihr gleich vergessen, ihr Lustbo...", er verstummte, als er Yasmine erblickte. "Also auch keine Frauen, hm?"
"Nein, wie kommt Ihr denn darauf? Wir möchten Euch um Hilfe bitten. Wir suchen nämlich etwas", antwortete ich.
"Suchen? Vielleicht ... unsere Schätze und Nahrungsmittel?! Ich kenne Euch Briten doch!"
Plötzlich traf es mich, als hätte mir jemand auf die Nase geschlagen. "Also, ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Wir sind keine Briten. Wir sind Spanier."
"Bist du dir da sicher? Mein Freund sah das britische Schiff. Aber gut, wenn du behauptest kein Brite zu sein, dann seid du und deine Freunde hier willkommen", sagte der Mann und bot uns Plätze an einem Tisch an. "Dann möchte ich mich für meine Unfreundlichkeit entschuldigen. Du musst wissen, dass Abhran ein Schiff mit britischer Flagge gesehen hat. Und danach seid ihr am Strand aufgekreuzt."
"Also, das ist zwar unser Schiff, aber wir haben nur die britische Flagge gehisst um nicht zu sehr aufzufallen. Wir sind mit Großbritannien im Krieg und ich möchte das Leben meiner Besatzung nicht gefährden. Ich kann Euch versichern, dass wir keine bösen Absichten haben und dass wir sofort wieder weg sind, wenn wir gefunden haben, was wir suchen."
"Darf ich deinen Namen erfahren, Spanier?", fragte der Mann. "Dann verrate ich dir auch meinen."
"Ich heiße Fernando del Castillo. Und das sind Yasmine Reza und Bo'sun." Beide nickten lächelnd dem Mann zu.
"Ich heiße Acharyanandana und bin der Dorfälteste. Was genau suchst du denn, Fernando del Castillo?", fragte mich der Mann.
"Es handelt sich um einen Haufen Knochen, den man in einer Gruft hier in Indien versteckt hat. Er ..." Ich hielt inne. Acharyanandana war wie vom Blitz getroffen und rührte sich kein bisschen mehr. "Habe ich was falsches gesagt?"
"Wenn ihr danach sucht, seid ihr alle verflucht!", sagte er, stand auf und wollte weglaufen, doch ich hielt ihn auf.
"Was meint Ihr damit?"
"Zeig mir deinen Arm!", befahl er. Ich zögerte. Uns dreien viel es plötzlich wieder ein. Es wunderte mich, denn ich hatte seit mehreren Tagen keine Schmerzen mehr in diesem Arm gehabt.
Ich schob meinen Ärmel hoch und offenbarte meinen pechschwarzen Arm. Die Farbe hatte sich schon bis zur Schulter ausgebreitet. Die Bewohner des Dorfes schraken zurück und rannten wieder in ihre Häuser. Einzig alleine Acharyanandana blieb stehen, schaute mich aber entsetzt an. Ich fühlte mich fürchterlich. Es war keine besonders kluge Idee in dieses Dorf zu kehren, wenn mich ein Geisterschiff verfolgte.

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Verfasst: Do 3. Jan 2013, 04:49 
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Irrlicht
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Vor Sri Lanka, 5. Februar 1751

Eigentlich ging doch nichts über ein spannendes Buch über historische Seeschlachten abends in der Hängematte nach all dem Stress mit einem altertümlichen Spanier. Zwischendurch dachte ich über die Besatzung der Santa Cecilia nach, die vermutlich gerade vom Teufel überfallen wurde. Aber ich kannte Fernando und seine Taktiken.
Nachdem ich ein Kapitel beendet hatte beschloss ich mich auf Deck zu blicken um nach dem Rechten zu sehen. Ich legte das Buch zur Seite, stieg aus meiner Hängematte, zog meine Uniform an und verließ meine Kajüte.
Nun, man konnte nicht gerade von einem Sturm reden. Der Wind war auf bis sechs Knoten abgeflaut. Aber immerhin machten wir noch drei Knoten. Ich wusste allerdings, dass dieses Schiff sehr viel schneller segeln konnte.
Teniente Sánchez, der selber am Steuer stand, begrüßte mich salutierend. "Guten Abend, Capitán!"
"Teniente, guten Abend, aber was tut Ihr da? Überlasst doch die Arbeit jemandem, der dafür eingestellt wurde ... nämlich dem Steuermannsmaat", antwortete ich grinsend. Ich hatte ehrlich nichts dagegen, dass mein erster Offizier selbst das Steuer übernahm, allerdings hatte somit der Steuermann nichts zu tun.
"Señor, der Rudergänger liegt im Lazarett. Er hat sich vor einem Glasen den Kopf am Gaffelbaum gestoßen und ist ohnmächtig geworden", antwortete Sánchez.
"Hm, ist sonst noch etwas aufregendes passiert?", fragte ich ihn.
"Doch, Señor. Vor kurzem ist uns ein indischer Kutter begegnet. Er segelte unter französischer Flagge und kam aus der Karnatikregion", antwortete Sánchez.
"Nun denn. Ich habe nochmal unsere Position bestimmt, da wir ja keinen direkten Navigator haben. Wenn es mit dem Tempo weitergeht erreichen wir die Küste von Sri Lanka in sechs Stunden."
"Wir haben einen Navigator. Señor Jiménez, der Steuermann", antwortete Sánchez.
"Nein. Er sagt, auf diesem Gebiet sei er gar nicht ausgebildet worden. Nur in der Steuerung des Schiffes. Die einzigen Personen die des Navigieren mächtig sind, sind wir beide. Bei Zeiten werde ich ihn aber ausbilden", sagte ich und blickte dem Horizont entgegen. Die Nacht war klar und keine Wolke war zu sehen. Mann konnte sehr gut die Milchstraße erkennen, was man eigentlich ziemlich häufig konnte, denn seitdem wir das Kap der Guten Hoffnung passiert hatten, gab es zum größten Teil klaren Himmel.
Das einzige, was noch leuchtete, waren die beiden, erst kürzlich angebrachten Laternen am Heck. Tief einatmend sog ich den frischen Duft der süßen Luft Indiens, der von den Wäldern ausging. Wir streiften praktisch die südliche Spitze der Halbinsel. Am Horizont zu unserer Linken konnten wir die Lichter der britischen Städte erkennen. Wie gut, dass es Nacht war und dass wir so weit weg waren. Ich wollte auf jeden Fall keine Begegnung mit einem britischen Linienschiff haben.


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Verfasst: Do 3. Jan 2013, 20:46 
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Der Raum war dunkel und ein Dunst hing in der Luft. Bloß eine Kerze vermochte es den Raum in ein trübes, aber nicht allzu helles Licht zu tauchen. Der Raum war gefüllt mit den seltsamsten Dingen, die ich je gesehen hatte ... das konnte ich gerade noch erkennen. Hinter der Kerze saß eine sehr alte Dame und hatte einen Becher in der Hand. Ich fragte mich was wohl darin enthalten sein mochte, aber das stellte sich heraus, als sie den Inhalt über ihre Hände kippte. Es war entweder Wein oder Blut, aber nach dem eisenhaltigen Geruch, der den Geruch ... oder eher Gestank ... der anderen Objekte im Raum nur leicht übertraf, schloss ich, dass es Blut war.
"Setz dich!", sagte die Dame mit fast akzentfreiem Englisch.
"Was ist das hier all..."
"Hinsetzen!", fuhr sie mich wieder an.
Ich gehorchte und schob den Stuhl zurecht. Sie murmelte etwas sehr unverständliches; selbst für die Sprache der Einheimischen war sie sehr ungewöhnlich.
"Was sagt sie da?", fragte ich an Acharyanandana gewandt.
"Sie spricht die Sprache, die man im Reich der Toten spricht", antwortete dieser.
"Im Reich der Toten. Von sowas habe ich im Buddhismus noch nicht gehört."
"Nun, Icnoyotl kommt nicht von hier. Ihre Vorfahren wohnten einst auf dem südlichen Kontinent im Westen, bis Hernán Cortés kam und sie als Sklaven an die Portugiesen verkauft hat. Diese brachten sie hierher nach Indien. Icnoyotl bittet Mictlancihuatl um Vergebung und bittet sie den Fluch, der auf dir lastet, wegzunehmen."
Plötzlich ergriff die alte Frau meine Hand und wischte das Blut, welches sie vorher über ihre Hände gegossen hatte, an meinem schwarzen Arm ab. ungewöhnlicherweise war es nach der Zeit immer noch flüssig.
"Und nun, Fernando, ergreife diesen Krug. Halte deine schwarze Hand hinein und deine linke soll meine Hand ergreifen." Ich tat wie mir geheißen und wieder murmelte sie etwas auf Mictlanesisch. Ich merkte wie mein Arm leichter wurde und langsam an Farbe gewann. Jedoch füllt sich der Krug mit pechschwarzer Flüssig, welche anscheinend aus meinem Mittelfinger kommend ind den Krug floss. Nach einer Minute war es vorbei. Icnoyotl nahm den Krug und trug ihn in die Ecke. Der Fischer, der uns am Strand empfangen hatte, kam mit einer Fackel hinein und zündete die Flüssigkeit an. Sie brannte wie Schwarzpulver.
Ich hatte die ganze Zeit nicht bemerkt, dass rechter Arm schwerer war, als der Linke. Aber wenigstens war der Schmerz, der langsam wieder angefangen hatte, weg. Ich bedankte mich bei der Dame, doch als ich den Raum verlassen wollte, hielt sie mich fest.
"Die Knochen, die ihr sucht ..."
"Ja?! Wisst Ihr etwas darüber?", fragte ich sie.
"Ihr müsst Cortés aufhalten! In dem Tempel befindet sich eine Waffe, mit der er die Fähigkeit haben kann jeden zu vernichten, der sich ihm in den Weg stellt!"
"Ihr meint den Kristall! Nun, wir arbeiten daran. Aber sagt mir, Ihr indischer Freund sagte, dass man Euch vom südlichen Kontinent des Westens gestohlen hat? Soweit ich weiß hatten sich die Azteken nur in Mittelamerika angesiedelt."
"Das ist wahr! Wir lebten als Verbannte auf dem südlichen Kontinent. Der Tempel befindet sich aber ..."
"Ja? Ja?!", hakte ich nach. Icnoyotl stotterte und schaute zur Decke.
"Er befindet sich südlich von Yucatán, im Dschungel."
"Und die Knochen?", fragte ich.
"Hier in Karnatik ... in einer Höhle im Landesinneren, aber ... ihr müsst euch beeilen. Cortés ist auf dem Weg!", antwortete sie. Sie wirkte, als stünde sie unter dem Einfluss von ziemlich viel Drogen. Einige Male hustete sie sich die Lunge aus dem Leib.
Na das war doch mal was! Endlich hatten wir einen Anhaltspunkt. Aber Karnatik war groß und gefüllt mit Briten und Franzosen. Unbemerkt eine Expedition durch die Region zu veranstalten war beinahe unmöglich.

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Verfasst: Sa 5. Jan 2013, 03:14 
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Irrlicht
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Sri Lanka, 6. Februar 1751

Señor Rodríguez, der uns, mich und Teniente Sánchez, gütigerweise das Frühstück gemacht hatte, verließ gerade meine Kajüte, als mein werter erster Offizier herein kam.
"Wir haben den Anker geworfen und die Männer sind an Land gegangen um Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen. Wir haben sogar einen Seemann der fließend Tamil spricht."
Nun, anders als auf der La Esperanza befand sich unter dem Quarterdeck nicht die Offiziersmesse, sondern die Kajüten von mir und Teniente Sánchez. Eine richtige Offiziersmesse gab es hier nicht.
"Und was haben wir ihnen zu bieten?", fragte ich.
"Einen Brennofen und drei Tonnen Eisen", entgegnete Sánchez und setzte sich mir gegenüber. Wir saßen an meinem Schreibtisch.
"Wir werden sehr viele Früchte erhalten. Allerdings sollten wir schnell wieder aufbrechen, denn ein Einheimischer hat berichtet, dass eine Fregatte unterwegs ist. Sie fährt hier wöchendlich vorbei."
"Das ist keine gute Nachricht. Wie weit ist sie entfernt?"
"Vielleicht drei Stunden", antwortete er und aß etwas vom Spiegelei.
"Hat sie uns schon entdeckt?", fragte ich.
"Nein, sonst hätte ich die Männer zurückgerufen und Gefechtsbereitschaft ausgerufen. Aber wir nehmen an, dass wir hier fertig sein werden, bevor die Fregatte hier ist. Immerhin weht der Wind gegen sie.
Ich nickte bestätigend. Nach dem Frühstück begab ich mich ebenfalls an Deck. Wir ankerten vor einem Strand, wo mehrere Hütten der Einheimischen standen. Am Horizont konnte ich mehrere Schiffe entdecken, die anscheinend zwischen Sri Lanka und Indien pendelten. Es waren hauptsächlich kleine Segelboote. Doch plötzlich, als die Matrosen eine Ladung Nahrungsmittel an Bord nahmen, meldete einer von ihnen: "Señor Capitán, der Wind dreht!"
Das war überhaupt nicht gut. Ich schaute Teniente Sánchez entgeistert an und er wusste meine Besorgnis zu deuten.
"Brecht die Geschäfte ab und kommt wieder an Bord! Wir setzen die Segel!", befahl er. Die Männer gehorchten und hieften die letzte Ladung mit dem Kran an Bord.
Ich schaute in Richtung Horizont die Küste entlang, doch konnte ich noch kein Segel erkennen.
Die Segeltücher fielen herab und der Wind drehte das Schiff mithilfe des Focksegels um die eigene Achse, sodass wir sofort Kurs in Richtung Süden nehmen konnten.
"Señor Jiménez, setzt Kurs auf Madagaskar!", befahl ich dem Steuermannsmaat, der wieder auf den Beinen war. Auf eine Schlacht waren wir zwar vorbereitet, aber nicht mit einer Fregatte, die uns ziemlich überlegen sein konnte. Aber meine schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich. Als wir gerade mal fünf Meilen von der Küste entfernt waren, kam sie auf uns zu! Sie hatte uns entdeckt und sofort den Kurs geändert.
Es schien sinnlos zu sein, denn sie waren einfach schneller. Obwohl es nur eine leichte Fregatte war, waren wir im Nachteil. Das war das Ende ...
Ich sah mich schon in einem britischen Gefängnis sitzen, um auf den Galgen zu warten. Und meiner Besatzung würde dasselbe wiederfahren. Mein erstes Kommando sollte ein riesiges ...
"Capitán! Seht!", rief Señor Jiménez, der sich eigentlich auf das Steuern des Schiffes konzentrieren sollte. Ich schaute durch mein Fernrohr zur Fregatte. Aber was sah ich da? Es war keine britische Fregatte, sondern eine französische! Noch nie in meinem Leben war ich so glücklich einen Franzosen zu sehen. Obwohl das Schiff keine Meile mehr entfernt war hatten wir wohl erst zu diesem Zeitpunkt die Flagge der Französischen Kolonien gesichtet.
"Rahsegel einholen und Gaffel- und Stagsegel backstellen!", befahl Sánchez. Nachdem das geschehen war, warteten wir auf das französische Schiff, welches sich schnell näherte. In einem Abstand von fünfzig Yards segelte es gegen den Wind und kam zum Stillstand. "Macht eine Pinasse für den Capitán bereit!"
Zusammen mit vier Matrosen ruderten wir zu dem französischen Schiff, dessen Besatzung uns an Bord half.
"Ah, darf ich mich vorstellen? Ich bin Captaine Mathieu de Sault, Kommandant der königlich französischen Fregatte Fleur d'Inde aus Karnatik", stellte sich ein in blau gekleideter Mann vor. Er hatte tiefschwarze Haare und ein schmales Gesicht. Vermutlich kam er aus Südfrankreich, denn er könnte auch nach seinem Aussehen Spanier sein.
"Und wenn ich mich vorstellen darf, ich bin Capitán Guillermo Torres, Kommandant der Santa Esmeralda. Und das ist mein erster Offizier Teniente Rodrigo Sánchez", antwortete ich und deutete auf den Offizier, der neben mir stand. Dieser verbeugte sich kurz.
"Das freut mich, mes Seigneurs. Aber gestatt mir die Frage. Was hat eine spanische Brigg denn, so weit von seiner Heimat entfernt, ganz alleine hier im indischen Ozean verloren? Die nächste spanische Kolonie ist doch noch ein gutes Stück entfernt."
"Nun, wir waren ursprünglich alle Besatzungsmitglieder der Fregatte Santa Cecilia, als wir diese Brigg gesehen und geentert haben. Sie gehörte ursprünglich dem Capitán der Fregatte", antwortete ich und grinste stolz.
"Santa Cecilia?!"
"Ihr kennt sie?"
"Oh, oui! Man hat in Frankreich schon viel über dieses Schiff gehört ... auch in den meisten französischen Kolonien. Verzeiht bitte meine Neugierde, aber liege ich da richtig, dass ich behaupte, dass dieses Schiff die britische Flotte schon dreimal abgehängt?", fragte er lächelnd.
"Nun, Ihr liegt da nicht ganz richtig. Es war bloß zweimal. Einmal haben wir die Belette geentert."
"Das ist wirklich farmos! Man erzählt sich schon die verrücktesten Geschichten über diesen ... Moment ... Captaine del Castillo! Er ist bei einigen Seefahren zu einer Art Legende geworden. Aber ... Ich bitte um Verzeihung, ich belästige Euch mit unnützen Informationen. Kommen wir nun zum Geschäftlichen. Folgt mir in die Offiziersmesse, bitte!", bat uns der de Sault und ging voraus.


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