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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 13:45 
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Irrlicht
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Ian blieb leider nicht lange alleine. Irgendwie hätte er sich das an diesem Tag gewünscht, aber Wünsche gingen leider nicht immer in Erfüllung. Allerdings hätte es auch schlimmer kommen können. Immerhin war Nechayev eine von der hübscheren Sorte Offizier. Es hätte ihn auch in Form von Bishop treffen können, was Ian ganz sicher vertrieben hätte. Ein Schmunzeln huschte über sein Gesicht, als er sein Glas hob und Nechayev zuprostete und dann einen großen Schluck vom schottischen Malt trank. Der Alkohol brannte gewohnt heiß in der Kehle und bahnte sich auf dieselbe Art und Weise seinen Weg in den Magen. Noch ein leises wohliges Aufseufzen, dann heftete Ian seinen Blick wieder auf Nechayev.
„Schlimm?“
Ian schmunzelte erneut und machte eine wage Handbewegung.
„Wenn es schlimm wäre, hätte ich jetzt zwei von der Sorte hier stehen.“
Er deutete auf sein Glas und stellte es wieder auf die Theke. Dann deutete er auf Nechayevs Glas und grinste auf einmal.
„Bei Ihnen hätte ich jetzt jedoch etwas klareres erwartet.“
Nechayev kam nicht dazu, zu antworten, denn ein weiterer Gast näherte sich der Theke und setzte sich an ihre andere Seite. Ian verzog kurz schmerzlich das Gesicht und seufzte leise auf. Es hätte schlimmer kommen können? Es kam gerade schlimmer, denn Bishop hatte sich zu ihnen gesellt. Ian geriet fast in die Versuchung noch einen Doppelten hinterher zu bestellen.
„Sieh einer an, der Commander.“
Ian fiel gerade auf, dass er den Commander das allererste Mal hier in Zehn Vorne sah. Da war sich wohl einer zu schade, um mit dem gemeinen Fußvolk Kontakt aufzunehmen. Typisch Engländer. Blasiert, arrogant und dachten immer, dass sie was besseres wären. Bishop bedachte ihn mit einem spöttischen Lächeln und begrüßte jedoch zuerst die blonde Offizierin.
„Lieutenant …“ nickte er leicht und richtete seinen Blick wieder auf Ian. Sofort war das spöttische Lächeln wieder da, von dem Ian hätte schwören können, dass es bei der Begrüßung der hübschen Lieutenant verschwunden gewesen war. „Commander … welch nette Gesellschaft.“
Ian verdrehte die Augen und murmelte was in seinen kurz gestutzten Bart, was sich wie „…schon klar …“ anhörte. Dann nahm er noch einen großen Schluck aus seinem Glas. Ja, jetzt brauchte er das wirklich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 14:38 
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Irrlicht
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MacKinnon hatte recht mit seiner Feststellung, dass Ryan das erste Mal Zehn Vorne betrat. Er hatte sich die letzten Tage davor gescheut, dort aufzutauchen. Nicht weil er Angst vor den anderen Crewmitgliedern hatte, sondern weil er erstens extrem beschäftigt gewesen war und zweitens generell den engeren Kontakt zu anderen Kollegen meidete. Ryan war eher ein introvertierter Mensch, was ihm nicht selten den Ruf der Arroganz eingebracht hatte. Aber das hatte er stets ignoriert. Jetzt jedoch verrichtete er als Erster Offizier seinen Dienst auf einem Schiff und hatte sich gedacht, dass er sich hier nicht vor gesellschaftlichen Kontakt drücken konnte. Doch er hatte es immer wieder vor sich her geschoben.
Die letzten Tage hatte er sämtliche Akten seiner Kollegen durch gearbeitet und sich mit allen Spezifikationen der Enterprise vertraut gemacht. Er hatte jeden Tag noch lange nach seiner Schicht auf der Brücke gearbeitet, bis er sicher war, dass er gut vorbereitet war.
Aushilfsweise
Er hatte nicht vergessen, dass er eigentlich nicht für diesen Job vorgesehen war, aber er hatte beschlossen, den Captain davon zu überzeugen, dass er der richtige dafür war und nicht Miller. Miller war viel zu eingefahren in seiner Art und Bishop war sich sicher, dass Miller kein guter Menschenführer war. Er konnte es einfach nicht. Sicher hatte er seine Qualitäten, aber Ryan wusste jetzt schon, dass er es war, der auf dieses Schiff gehörte. Und so musste er doppelt so hart, wie alle anderen arbeiten, damit der Captain nach dieser Mission nicht beschloss, ihn wieder auf Terra Nova zurück zu lassen und doch Miller für diesen Posten zu nehmen. Die harte Arbeit war für Ryan nichts ungewöhnliches. Er arbeitete gerne und er fühlte sich gut dabei, wenn er genau über alles Bescheid wusste. Die Zusammenarbeit mit dem Captain hatte Ryan schon beeindruckt. Muldoon war ein guter Captain und trotz seiner ihm anhaftenden Autorität ließ er dennoch auch Spielraum für die Meinungen seiner Offiziere. Er hörte sich jeden Vorschlag an, um dann zu entscheiden.
Heute hatte Ryan beschlossen, dass es an der Zeit war, Zehn Vorne einen Besuch abzustatten. Doch kaum hatte Ryan den Raum betreten, als sein Blick auf die Theke und die davor sitzenden Besucher gefallen war. MacKinnon … Auf ihn wäre Ryan irgendwie lieber nicht getroffen, aber jetzt wieder zu gehen, war auch keine Alternative. Außerdem hatte Ryan nicht vor, vor MacKinnon zu kneifen. Ein Engländer kniff nicht vor einem Schotten.
Und es bestätigte sich, dass es eine gute Idee gewesen war, nicht zu kneifen.

Das leise „schon klar“ war seine Bestätigung und Ryan konnte sich ein breites Lächeln nicht verkneifen. Es ärgerte MacKinnon, dass Ryan hier aufgetaucht war und das alleine war es schon wert gewesen. Ryan sah auf, als der Barmann wieder hinter die Theke kam. Jeremiah, genannt Jerry, erinnerte Ryan sich, gelesen zu haben und so nickte er auch dem Barmann grüßend zu und bestellte sich einen Drink.
„Guten Abend Commander. Was darf’s denn sein?“
Ryan überlegte kurz und entschied sich schließlich für ein Guinness. Leider kam das hier nur aus dem Replikator, aber es war besser als gar nichts. Jerry nickte die Bestellung ab und wenig später stand ein großes Glas Guinness vor Ryan. Was gäbe er jetzt dafür, wenn es ein frisch gezapftes wäre. Er nahm einen großen Schluck und atmete tief durch, wendete sich dann wieder Lieutenant Nechayev zu.
„Wie gefällt es Ihnen hier auf der Enterprise, Lieutenant? Haben Sie sich schon eingewöhnt?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 15:18 
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Irrlicht
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Wie wohl jedem Brückenoffizier, so war es auch Sascha nicht entgangen, dass es zwischen MacKinnon und Bishop eine gewisse Unstimmigkeit gab, die unausgesprochen zwischen den beiden in der Luft hing. Sascha hatte sich darüber gewundert, bis sie in einem Gespräch mit Fähnrich Beta erfahren hatte, dass es zwischen Schotten und Engländern bereits seit Jahrhunderten eine gewisse Feindschaft gab, die man früher sogar mit Waffen ausgetragen hatte. Ähnlich wie zwischen den Russen und den Amerikanern. Sascha hatte geglaubt, dass es derartige Befindlichkeiten unter den Erdenbürgern im 24. Jahrhundert nicht mehr gab, aber da hatte sie wohl falsch gelegen.

"Von eingewöhnt kann man wohl noch nicht reden", antwortete sie dem Ersten Offizier auf dessen Frage hin höflich und ignorierte das unangenehme Gefühl, die Neutrale Zone zwischen den beiden Kontrahenten zu sein. "Aber das wird schon noch. Die Enterprise ist ein gutes Schiff. Das beste."
Worte, die aus tiefstem Herzen kamen. Sie hatte sich ordentlich ins Zeug gelegt, um auf diesem Schiff Dienst tun zu dürfen. Sie hatte die Akademie als Jahrgangsbeste abgeschlossen, sie hatte diverse Zusatzausbildungen durchlaufen und acht Jahre lang Erfahrungen auf den renommiertesten Schiffen der Sternenflotte gesammelt. Kurz, sie hatte eine Vorzeigeakte und konnte mit Fug und Recht sagen, dass sie sich den Posten an der Operation Station der Enterprise verdient hatte - und das Beste an der ganzen Sache war, dass sie das alles allein geschafft hatte, ohne die Fürsprache ihrer einflussreichen Mutter. Darauf war Sascha ganz besonders stolz. Jetzt war sie dort, wo sie immer hingewollt hatte. Aber eingewöhnt? Nein, dafür konnte sie ihr Glück noch gar nicht fassen. Die Zeit hatte dazu noch nicht ausgereicht.
"Wie steht es mit Ihnen, Commander?", fragte sie Bishop zurück und musterte ihn dabei neugierig von der Seite. Wie alle, so wusste auch sie natürlich, dass zuerst ein anderer Offizier für den Posten der Nummer Eins vorgesehen war und dass Bishop zweite Wahl war. Was ihn in Saschas Augen nicht schlechter machte - man wurde nicht Erster Offizier auf der Enterprise, wenn man nicht ganz hervorragende Leistungen erbracht hatte. Völlig egal, ob man an erster, zweiter oder dritter Stelle der Besetzungsliste des Ersten Offiziers stand. Doch sie vermutete, dass genau dieser Umstand Bishop zu schaffen machte - ihr selbst hätte es zu schaffen gemacht - und darum vermied sie es, die Angelegenheit auch nur ansatzweise zu erwähnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 16:12 
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Irrlicht
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Ja, das war wohl eine ziemlich blöde Frage von ihm gewesen. Immerhin hatte er selbst sich auch noch nicht richtig eingelebt, weil er viel zu sehr eingespannt gewesen war. Aber das war das Los der Offiziere. Sich schnell an einen neuen Ort zu gewöhnen und ihren Job zu machen. Nechayev machte einen sehr guten Job und er war von ihrer Akte beeindruckt gewesen. Offensichtlich war sie genau so ein akribisches Arbeitstier, wie er selbst. Was er allerdings nur vermuten und nicht wissen konnte.
„Sie haben vollkommen recht, Lieutenant. Von eingewöhnt sein kann eigentlich gar nicht die Rede sein. Ich hatte einiges aufzuholen und bin im Grunde genommen noch nicht damit fertig.“
Ryan schmunzelte leicht schief und prostete der Offizierin zu.
„Aber, hier zu sein, macht das um ein tausendfaches wieder wett.“
Nechayev erwiderte sein Zuprosten und Ryan nahm einen großen Schluck von seinem Bier. War doch gar nicht so schwer, soziale Kontakte zu pflegen. Wenn man davon überhaupt schon reden konnte, nach zwei oder drei Sätzen. Es wurde Ryan bewusst, dass nicht nur seine viele Arbeit der Grund dafür war, dass er es bislang vermieden hatte, weitere Kontakte zu knüpfen. Der Umstand, dass die Offiziere hier an Bord wussten, dass er nicht die erste Wahl gewesen war, machte ihm in gewisser Weise immer noch zu schaffen, denn er konnte nicht wissen, wie die einzelnen Offiziere daraufhin mit ihm umgehen würden. Warteten sie nur darauf, dass endlich Miller seinen Posten hier antreten konnte, weil sie dachten, dass Ryan nicht gut genug dafür war, zu jung war, zu wenig Erfahrung hatte? Immerhin hatte der Captain ihn nicht direkt wieder nach Terra Nova zurück geschickt. Ryan wusste, dass er derlei Gedanken verdrängen musste, denn sie würden ihn daran hindern, seinen Job richtig zu machen. In schwierigen Situationen würde er sich sonst davon beeinflussen lassen. Also wischte er auch jetzt diese Gedanken beiseite und nahm noch einen Schluck von seinem Bier.
„Ist es so, wie Sie es sich vorgestellt haben, Lieutenant? Der Dienst auf dem wohl berühmtesten Schiff der Föderation?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 18:10 
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Irrlicht
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Sascha nippte an ihrem Black Hole, ehe sie antwortete.
"Tja, bis jetzt ist der Dienst wie jeder andere. Finden Sie nicht? Es war noch nicht wirklich aufregend. Und die Frage ist, ob es das überhaupt werden wird bei unserer aktuellen Mission. Einen Botschafter von A nach B kutschieren ...", sie verzog das Gesicht und rollte mit den Augen - bis ihr bewusst wurde, dass sie sich gerade beim Stellvertreter des Captains über die Langeweile ihres Auftrags beschwerte. Und das direkt am dritten Tag. Als ob es nicht allein schon aufregend genug wäre, überhaupt zur Crew der Enterprise zu gehören! Die Röte schoss ihr ins Gesicht.
"Verzeihen Sie, Sir ... ich wollte nicht unzufrieden klingen oder abenteuerlustig. Natürlich weiß ich das Glück zu schätzen, das mich auf dieses Schiff gebracht hat und bin froh, dass die Enterprise sich auf einer ruhigen, gefahrlosen Mission befindet."
Aus den Augenwinkeln bekam sie mit, wie der Barkeeper in sich hinein schmunzelte, als er nach MacKinnons leerem Glas griff.
"Noch etwas, Commander?"
Offenbar hatten noch mehr Leute ihren Tritt in den Fettnapf mitbekommen. Ein wirklich guter Start auf diesem Schiff.
"Tja, ich ... ein Bier wäre nicht schlecht", antwortete der Sicherheitschef neben ihr. "Aber ein schottisches!"
Wäre Sascha gerade nicht so betreten, hätte sie sich wohl darüber amüsiert, dass der Lieutenant Commander in Anwesenheit des Ersten Offiziers lieber darauf verzichtete, weiter richtigen Alkohol zu trinken. Oder dass er darauf bestand, ein schottisches Bier zu bekommen. Aber Sascha hatte gerade mehr mit sich und ihrem Fauxpas zu tun. Verlegen griff sie nach ihrem Cocktail und nahm einen Schluck.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 18:17 
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Irrlicht
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Ian kam Bishop zuvor, als er Nechayev antwortete.
„Seien Sie beruhigt, Lieutenant. Wenn einer einen Grund hat beunruhigt zu sein über diese Mission, dann bin das wohl ich. Oder wer glauben Sie wird dazu auserkoren werden, diesen ach so wichtigen Botschafter zu seiner Konferenz zu begleiten und sich ellenlange, überaus spannende Vorträge von ebenso überaus spannenden Botschaftern anhören zu müssen?“
Im Gegensatz zu seinen Worten grinste Ian breit in Richtung Offizierin und prostete ihr mit seinem soeben erhaltenen Bier zu. Dann fiel sein Blick auf Jerry, der ebenfalls grinste und Ian war sich sicher, dass dies eines der schadenfrohen Art war.
„Vielleicht sollte ich Sie mitnehmen.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 18:30 
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Irrlicht
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Ryan lachte leise auf, als MacKinnon sich über seinen möglichen Einsatz aufregte. Aber wo er recht hatte, hatte er recht. Es würde seine Aufgabe sein, den Botschafter zu begleiten und zu beschützen. Wobei Ryan sich fragte, wieso man für so eine Konferenz einen Beschützer brauchte. Aber das würden sie sicherlich noch erfahren. Er beobachtete Nechayevs Reaktion auf Ians Worte und hatte vorher schon bemerkt, dass sie ihre Reaktion etwas bereute. Aber da konnte er sie gerne beruhigen.
„Keine Sorge, Lieutenant. Ich glaube jeder auf diesem Schiff hätte sich für die erste Mission etwas aufregenderes gewünscht. Immerhin ist das hier die Enterprise, aber ich bin sicher, dass es auch früher nicht nur aufregendes unter Captain Picard zu erleben gab.“
Ryan schmunzelte, als MacKinnon leise schnaubte.
„Die Schotten hingegen sind für ihr Temperament und Ungeduld bekannt. Von daher hat MacKinnon recht. Er hat das härtere Los gezogen.“
„Wohingegen die Engländer lieber auf ihren Hintern sitzen und ihren Fünf-Uhr-Tee zu sich nehmen“ kam es postwendend von MacKinnon zurück. Ryan lachte leise auf und entgegen seiner ersten Befürchtungen fühlte er sich im Augenblick doch sehr wohl hier. Wenn man von MacKinnon einmal absah. Aber ihm würde er schon den Wind aus den Segeln nehmen.
„Wo ich dem Commander beipflichten muss. Engländer sind schrecklich langweilige Teetrinker … die meisten zumindest.“
Er konnte MacKinnons verblüfften Blick beinahe körperlich spüren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 19:14 
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Irrlicht
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Es war ziemlich beruhigend zu wissen, dass auch ihre vorgesetzten Offiziere über den aktuellen Auftrag nicht in Jubel ausbrachen. Und dass Commander Bishop ihr ihre unbedachte Äußerung nicht übel nahm - eine ausgesprochen gelassene Reaktion für jemanden, der mit Sicherheit jünger war als sie.
Sascha entspannte sich. Und lachte schließlich leise bei Bishops Bemerkung über die langweiligen englischen Teetrinker. Wenn sie eines mochte, dann Selbstironie.
"Nun, Sie sollten froh sein, dass sie aus England stammen und nicht aus Russland, Commander. Denn die Russen sind noch langweiligere Wodka-Trinker!"
"Wodka? Hat hier jemand einen Wodka bestellt?", schaltete der Barkeeper sich mit fragendem Blick dazwischen.
"Nein, nein", Sascha winkte lachend ab. "Da haben Sie nicht richtig gelauscht, Mister."
"Jerry ... oder Jeremiah, ganz wie Sie möchten", korrigierte der Barkeeper sie lächelnd, griff nach ihrer Hand und deutete einen Handkuss an. Verdutzt über diese doch recht altertümliche Geste, die sie bei einem Kerl wie Jeremiah - groß, breitschultrig, mit langen Haaren und rauem Fünf-Tage-Bart - nicht erwartet hätte, reagierte Sascha erst einmal gar nicht. Dann schüttelte sie lächelnd den Kopf. "Also gut ... hallo Jerry."
Ein neuer Gast, der sich an die Theke setzte, forderte die Aufmerksamkeit des Barmanns. Mit einem Zwinkern verabschiedete er sich von Sascha, um den Bolianer nach seinen Wünschen zu fragen.
"Sieh einer an, so viel Manieren hätte ich hier ja gar nicht erwartet", bemerkte sie schmunzelnd, den Blick noch auf Jeremiah geheftet. "Ich meine", schob sie hinterher, als sie sich bewusst wurde, zwischen wem sie saß und dass ihr Kommentar wieder einmal falsch verstanden werden konnte, "... von ihm."
"Lieutenant MaS an Lieutenant Nechayev, könnten Sie bitte in den Maschinenraum kommen? Laut Fähnrich Galwick weisen die Langstreckensensoren eine ungewöhnliche Phasenvarianz auf."
Es gab doch einen Gott! Genau im richtigen Moment befreite die halbklingonische Chefingenieurin der Enterprise sie aus der Peinlichkeit. Und Galwick, der momentan die Schicht an der Operation Station hatte und offenbar die Unstimmigkeit in den Sensoren bemerkt hatte.
"Nechayev hier. Ich komme sofort!", antwortete sie dem Maschinenraum. Und an den Ersten Offizier und den Leiter der Sicherheit gewandt: "Entschuldigen Sie mich, meine Herren. Die Pflicht ruft."
Sie glitt vom Hocker, schenkte MacKinnon und Bishop ein kleines Lächeln und verließ daraufhin aufatmend Zehn Vorne. An ihrer Kommunikation mit ihren Vorgesetzten musste sie noch dringend arbeiten!

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufbruch
Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 19:29 
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Irrlicht
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Ian grinste so breit, dass man meinen konnte, er hätte zu viel getrunken.
„Sie hat angebissen.“
Bishop antwortete schmunzelnd.
„Jerry hat wohl seinen eigenen Charme.“
„Klar, auf sowas stehen anscheinend die Frauen, nicht auf Hühnerbrüste.“
Bishop lachte leise auf, als Ian dabei mal kurz seinen Oberarm anspannte, um zu zeigen, dass er einen recht ordentlichen Bizeps besaß.
„Also meiner Meinung nach hat Jerry auch da seine Vorteile.“
Ian sah Bishop fast schon beleidigt an, ließ seinen Blick dann zum Barkeeper schweifen und musterte ihn einen Augenblick lang.
„Implantate, garantiert“ raunte er Bishop leise zu und grinste dann wieder breit.
Der Commander hatte ja Humor. Das hatte Ian so nicht erwartet. Vielleicht war ja doch noch nicht Hopfen und Malz verloren.
Bishop schmunzelte und sah noch einmal mit einem forschenden Blick zum Barkeeper, schüttelte aber dann seinen Kopf.
„Nein, ich glaube, von dem können selbst Sie noch viel lernen, Commander.“
Mit diesen Worten stand er auf, nickte Ian und auch Jerry noch einmal zu und verließ ebenfalls Zehn Vorne.
Ok, den halben Minuspunkt hatte er damit wieder verspielt. Wäre ja noch schöner gewesen.

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