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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Fr 2. Okt 2015, 01:22 
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Irrlicht
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Registriert: So 29. Apr 2012, 17:07
Beiträge: 7
Wohnort: Paranid Prime
"Lordkapitän?", raschelte ein Wesen, das von weiter Ferne zu sprechen wirkte. Nachdem er sich wiederholte fielen wir wieder zurück ins Licht. Eines Unserer Augen blickte zum Eingang Unseres Quartiers und fixierten das Wesen scharf. Es war mein ehrenwerter Navigator Bocklanckserett.
"Was wollte Ihr?", pfeifte ich.
"Ihr befahlt Uns das Schiff so weit es geht unauffällig zu verfolgen, doch die Menschenfrau drang in Argon-Territorium ein und verschwand kurz darauf in ein System, das seit Kurzem zugänglich ist. Seine Bewohner bezeichnen es als Aldrin."
"Nun, Ihr werdet das Schiff mit seiner heiligen Mission mit allen nötigen Mitteln in dieses System transferieren, um unseren Ziel so bald wie möglich zu erreichen!"
Der Paranide verbeugte sich augenblicklich und verschwand in Richtung Brücke. Unsere Kalkulationen ergaben, dass es einfacher gewesen wäre die Menschenfrau zu töten, als Wir die Gelegenheit dazu hatten. Aber nun war sie nicht mehr weit, und weit war auch nicht mehr das terranische Ungetüm, welches unsere Existenz beschmutzte. Und wenn Wir dafür fremdes Terrain erreichen mussten, und wenn Wir es dafür illegal betreten mussten ... Der heilige Pontifex will in jedem Fall die Vernichtung des Schiffes, völlig gleich, welchen Zorn er sich durch andere Völker aufladen müsste. Wir mussten unbedingt Erfolg haben, aonsonsten dürften Wir nie wieder paranidisches Territorium betreten. Weder zu Lande, noch zu All.
Solche Bedenken dauerten bei Uns nie lange, höchstens eine Zehntelnanosekunde.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: So 8. Nov 2015, 00:45 
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Irrlicht
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Registriert: Mo 25. Mai 2015, 04:20
Beiträge: 2
Es war ein wunderschöner Tag! Unser Volk feierte das neue Jahr gebührend mit einem prächtigen Aufgebot an Feuerwerk, Musik und Gelächter. Es bereitete mir Freude mein Volk zufrieden zu sehen. Mein erster General ließ eine Parade an Soldaten durch die Stadt ziehen und einige Schaukämpfe austragen. Auf meinem Balkon hatte ich freie Sicht auf den großen Platz vor dem Palast und freie Sicht auf die gesamte Stadt mit ihren achtzehn Millionen Einwohnern. Ganze zwei Millionen hatten sich auf dem Platz versammelt und schauten begeistert den Artisten zu, wie sie kunstvolle Figuren mittels ihrer eigen gefertigten Kostüme formten. Es erzeugte in mir ein Gefühl der Ruhe, ein Gefühl der Zufriedenheit, welches allerdings sofort wieder verschwand, als einer meiner treusten Offiziere hinter mir auftauchte und sich verbeugte.
"Meine Königin, dürfte ich um Euer Gehör beten? Es ist dringend!", sagte der Soldat und blickte dabei stets zu Boden.
Ich drehte mich herum und ging wieder zurück in meinen Schlafsaal. "Was ist denn geschehen?", fragte ich ihn nun etwas besorgt. Der Mann erhob sich wieder und eilte direkt vor meine Füße; erneut auf den Knien.
"Meine Königin, das Langstreckenobservatorium hat ein Signal aufgefangen. Es handelt sich um ein Notsignal von einer unserer Bioforschungsstationen im Suizei-Sektor. Ich bin bereit mit meinem Schiff dorthin zu fliegen, um Euch Auskunft zu geben!"
Ich war sehr überrascht. Bei dieser Forschungsstation handelte es sich um eine vor drei Jahren verlassene Station, da die Kreaturen auf diesem Planeten für uns sehr gefährlich wurden. Ich stimmte dem Offizier zu und er verließ mich augenblicklich, um zu seinem Schiff zu marschieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Do 7. Jan 2016, 21:12 
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Irrlicht
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Beiträge: 7
21. November 2937

System: Unbekanntes System
Ort: Unbekannter Ort

Major Bellays Bedenken veranlassten uns - wie sagte man so schön - einen Gang runterzuschalten. Das Problem lag in der Intensität der Strahlung, die laut dem Major so gewaltig war, da wir ständig mit hoher Leistung unterwegs waren. Wir hatten uns alle vom Doktor untersuchen lassen. Jedes Mitglied der Besatzung war durch einen kleinen Teil der Hyperraumstrahlung kontaminiert, doch das war innerhalb des akzeptablen Bereichs. Größer war allerdings das technische System. Doktor Porkson fiel auf, dass sein Wunderwerk, der FTL-Antrieb, gar nicht für solche Geschwindigkeiten ausgelegt war. Nach einer tiefgrabenden Computerdiagnosestellte sich eine winzige Anomalie im FTL-Reaktor heraus. Sie enstand wohl durch den Überfluss an Strahlung. Durch eine Welle von Antimaterie konnte sie aber wieder neutralisiert werden.
In meinem Quartier saß ich an einem schriftlichen Bericht, den ich an das Oberkommando schicken wollte, doch mein Bildschirm präsentierte mir eine Nachricht von General McLean, die von der neuen Horchstation in der Jupiter-Umlaufbahn gesendet wurde. Diese Horchstationen dienten der nahezu störungsfreien und nahezu zeitverlustfreien Kommunikation und der Überwachung des Raums in einem Bereich von etwa einhundert Lichtjahren. Leider war die Übermittlung von Video- oder Audiodateien sehr unzuverlässig, deshalb dauerte es sehr lange, bis unser Computer etwas aus den Datenschnipseln eines Videos basteln konnte. Die Verbindung war ab 150 Lichtjahren immer sehr schlecht. Texte konnten allerdings problemlos innerhalb kürzester Zeit versandt werden und hatten sogar eine Reichweite von bis zu 800 Lichtjahren - und das ohne die Hilfe eines Sprungtores. Somit wurden Nachrichtendrohnen nur verwendet, wenn es sich um gewaltige Datenmengen handelte - Voraussetzung dafür war natürlich ein Sprungtor.
Diese Nachricht war nichts anderes als ein allgemeiner Statusbericht der Flotte, ihre Bewegungen, Siege und Verluste. Dieser Status hatte sich allerdings seit dem letzten Mal nicht verändert. Es klingelte an der Tür. Nachdem ich hereingebeten hatte, kamen Mel und Phillipe mit dem Statusbericht herein.
"Der Antrieb läuft wieder störungsfrei, nachdem wir die Anomalie eliminiert haben. Allerdings können wir, wie bereits gesagt nie wieder mit solcher Geschiwindigkeit für längere Zeit fliegen", sagte der Major und legte mir den Bericht auf den Tisch.
"Dafür haben wir eine bessere Nachricht, Colonel!", sagte Mel und grinste. Ich erhob gespannt meinen Kopf. "Die Sensoren haben eine Art Notsignal aufgeschnappt. Wir konnten es dechiffrieren und der Computer spuckte japanische Schriftzeichen aus. Es handelt sich wohl um einen Hilferuf. Und laut der ständigen Positionsveränderung des Senders befindet sich dieser wohl auf einem Himmelskörper, der einen Stern umkreist, höchstwahrscheinlich ein Planet. Das System ist etwa vier Lichtjahre entfernt. Das sollten wir in einem halben Tag erreicht haben, wenn wir von unserer jetzt möglichen Höchstgeschwindigkeit ausgehen."
Das waren in der Tat tolle Nachrichten. Ich meldete der Brücke meinen Befehl Kurs auf das besagte System zu nehmen und einen Oberflächenscan durchzuführen.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Do 7. Jan 2016, 22:26 
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Wichtel
Wichtel
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Registriert: So 30. Okt 2011, 16:10
Beiträge: 32
Wohnort: Barcelona, Bombay
22. November 2937

System: Unbekanntes System
Ort: Unbekannter Eisplanet

"Jamila?", sagte Mic und stupste mich an. Ich stand vor einem breiten Fenster, welches freie Sicht auf die Umgebung bot. Der Sturm hatte sich zwar schon verzogen, allerdings war die Sicht noch beschränkt. Die Anlage der alten japanischen Hoheit befand sich an einem Hang eines Berges, an dem viele Felsbrocken frei herumlagen. Ich reagierte nicht auf Mic, denn etwas hatte mich zum Nachdenken angeregt. Ich konnte den Blick von einem dieser Felsbrocken nicht nehmen, denn dieser schien sich immer wieder mal kurz zu bewegen. Es war kaum auffällig, aber dennoch merkwürdig. Erst nachdem mich Mic erneut angestupst hatte, bemerkte ich ihn. Ich drehte mich zu ihm.
"Ich habe hier etwas über die Kreaturen gefunden, die hier leben. Anscheinend werden sie als Lastentiere für Himiko eingesetzt ... und als Wächter!", sagte Mic und kratzte sich kurz am Hinterkopf.
"Hast du eine Ahnung, wie die aussehen?", fragte ich und warf nochmal einen kurzen Blick aus dem Fenster. Der Brocken hatte sich wieder beruhigt.
"Ich kann hier leider keine Bilder finden ... aber dafür habe ich etwas anderes gefunden!", erschrak er plötzlich und schaltete auf dem Bildschirm zu den Sensoren. Es war ein gelber Punkt zu erkennen, der schematisch neben dem Stern dieses Systems blinkte.
"Wenn ich jetzt noch herausfinden könnte, wie ich ...", murmelte er, "dann könnten wir ... hab's!" Mic schien erfolg zu haben, denn aus den Lautsprechern drang Rauschen. "Hallo?! Hallo? Hier spricht Mic Valentine! Kann mich jemand hören? Wir befinden uns auf der Planetenoberfläche und haben ein Notsignal gesendet!", sprach er durch das Mikrofon und setzte sich abwartend hin.
"Hier spricht Colonel Fernando Lopéra! Mic?! Darf das denn möglich sein?!", lachte er. "Ist Jamila bei Ihnen?"
"Oh Gott sei Dank!", entfuhr es Mic und vergrub sein Gesicht freudestrahlend in seine Hände.
"Ja, Schatz! Ich bin hier! Ich bin überglücklich, dass du uns holen kommst!", antwortete ich. War das zu fassen? Ich wusste, dass Fernando uns nicht aufgeben würde.
Fernando kam persönlich mit einem Trupp Soldaten und Wissenschaftlern auf den Planeten, darunter auch Doktor Porkson, der so fsziniert von dieser Anlage war. Ebenfalls Doktor Katenga und Watanabe waren da, allerdings aufgrund der ungewöhnlichen Lebewesen. Fernando verlor keine Sekunde als er mich sah und umarmte mich sofort. Ich spürte ein tiefes Erleichtern in ihm. Es war unfassbar schön ihn wieder zu sehen. Die drei Wochen, die wir auf diesem Schneeball verbracht hatten, waren viel zu lange, als dass ich es als einfachen Skiurlaub in den Alpen hätte tarnen können, um nicht ständig an die übermäßigen Gefahren auf diesem Planeten denken zu müssen: Himiko, die wiederkommen könnte; die extreme Kälte, sobald wir den Komplex verlassen hatten, um an unsere Vorräte im Jäger gelangen zu können, und die riesigen Bewohner des Planeten. Auf Fernandos Anordnung sollten wir noch einige Tage hier verbringen, um Kontakt zu den Einwohnern aufzunehmen, denn aufgrund der Beschreibung in Himikos Datenbank waren sie wohl intelligent. Zudem erhofften wir uns noch einiges über die verehrte Königin herauszufinden.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Sa 9. Jan 2016, 00:44 
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Irrlicht
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Beiträge: 7
"Doc? Was meinen Sie?", fragte ich Doktor Katenga, die zwar unsere Botanikerin war, allerdings auch im Gebiet der Exobiologie bewandert war. Sie sah sich fachkundig die Daten über die Lebewesen an und meinte anschließend, dass es sich um ogerähnliche Geschöpfe handelte.
"Oger?!", wiederholte Mel und schaute ungläubig drein. "Das ist wirklich sehr interessant! Oh ja! Wir haben einen Ogerhort gefunden! Ich meine, das ist Zeitverschwenung! Wir sollten aufbrechen,bevor ... eines dieser Dinger ..."
"Nein, wir bleiben!", erwiderte ich und setzte meine Mütze wieder auf.
"Und was haben Sie nun vor? Wollen Sie mit denen Kaffee trinken gehen?", meine Mel und verschränkte die Arme vor seiner Brust.
"Ganz recht! Diese Wesen erhielten anscheinend sämtliche Aufmerksamkeit von Himiko. Sie werden auch unsere bekommen! Auf geht's!"

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