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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: So 6. Apr 2014, 20:59 
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Wichtel
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11. Oktober 2937

System: Argon Prime
Planet: Argon Prime
Ort: Auf dem Weg nach Argonia City

Nachdem wir uns im Argon-System materialisierten, war die erste Reaktion Neetans eine grüne Welle einer halbflüssigen Substanz, die er in das Waschbecken in der Küche der Messe schleuderte.
"Ich hasse Reisen durch diese höllischen Ringe!", hustete er und wischte sich mit dem Tuch, welches ich ihm gab.
"Das kommt davon, wenn man langsam hindurchfliegt. Ich werde nachher dem Copiloten erst einmal meine Meinung geigen. Das macht er nämlich ständig!", sagte ich und lachte, als ich Neetans Blick auffing. Er schaute mich an, als hätte ich ihm gerade gesagt, dass wir versuchen würden mal ohne Trägheitsdämpfer einen Hurrikan zu durchfliegen. Der Effekt war für den Magen derselbe. "Naja, ich muss jetzt wieder ins Cockpit", sagte ich und klopfte dem Doktor freundschaftlich auf die Schulter.
Captain Segawa verließ gerade das Cockpit, als ich es betreten wollte. "Ich hoffe mal, unser kleiner Plan geht auch auf", sagte er und runzelte bedenklich die Stirn."
"Was macht der ID-Code?", fragte ich Gerald und setzte mich hinter das Steuer.
"Hm, laut Neetan ist das ein durchschnittlicher Code eines Frachters der Express-Klasse. Ich hoffe, sie scannen nicht allzu detailliert das Schiff. Wir dürfen dem Planeten allerdings nicht zu nah kommen, sonst werden wir entweder gescannt oder man beobachtet uns durch das Teleskop. Dann würden sie feststellen, dass das Schiff nicht ganz so argonsich aussieht. Wir sollten allerdings Neetan an das Steuer lassen, wenn wir gerufen werden", sagte Gerald und setzte einen Kurs zu einem Asteroiden.
"Und der Grund für unser Erscheinen?"
"Wir schürfen Erz für einen Privatmann. Dieser Asteroid wurde von argonischen Sensoren allerdings noch nicht entdeckt. Dafür gibt es die Regel: Wer es findet, darf es behalten! Leider ist Neetans Schiff kein Schürfer. Wir hoffen, dass sie der Sache nicht allzu genau auf den Grund gehen."
"Okay, so wie ich das verstehe, verstecken wir uns also hinter einem Asteroiden, um in Argonia City Mel Porksons Raumschiff zu stehlen, das vermutlich schon längst beschlagnahmt wurde. Zudem gibt es zwischen dem Planeten und dem Asteroiden noch etwa zehn Millionen Kilometer Weltraum. Wie sollen wir denn dann den Planeten unentdeckt betreten?", fragte ich mit einem großen Fragezeichen im Gesicht.
"Dafür haben wir eine Lösung, die dir aber keineswegs gefallen wird. Leider haben wir kein Shuttle, mit dem wir dahinfliegen können. Aber wir haben mehrere gutfunktionierende Raumanzüge und jeder von ihnen hat ein Plasmatriebwerk mit Notfallschirmsystem ..."
"Du meinst doch nicht ...!"
"Oh doch, ich meine genau das. Argon Prime befindet sich genau zwischen dem Asteroiden und unserer jetzigen Position. Wir werden den Planeten auf dem Weg auf etwa einer halben Million Kilometer passieren, wo wir euch dann abwerfen werden. Ihr sucht nach dem Jäger und kehrt dann zurück zum Asteroiden", beschrieb Gerald den Plan und klopfte mir auf die Schulter, als ich hörbar auskeuchte. "Und das ist noch nicht der schwierigste Teil. Danach müssen wir versuchen an den ganzen Patrouillenschiffen, Jägerstaffeln und vor allem Raumkreuzern vorbeizukommen. Wenn es schief gehen sollte, können wir dann den FTL-Antrieb zünden, der uns dann außer Reichweite bringt."
"Und die Kobayashi Maru?"
"Mit ihr werden wir uns treffen. Aber im Falle eines schnellen Verschwindens, wird sie Kurs auf das nächste Sprungtor nehmen."
"Das ist ein bescheuerter Plan! Wenn auch sie auffliegt, kann sie nicht verschwinden, bevor der Sprungantrieb vollständig geladen ist!", sagte ich und konzentrierte mich wieder auf das Fliegen.
"Sie wird nicht auffliegen. Sie wird die ganze Zeit die Lage mit den Sensoren beobachten und im Falle einer schnellen Flucht wird sich niemand um ein einzelnes, argonisches Frachtschiff kümmern ... das hoffen wir jedenfalls. Und jetzt solltest du dir besser einen Raumanzug anlegen, wir werden in zehn Minuten den Planeten passieren", sagte Gerald.
"Und wer wird mich begleiten? Du verlangst doch nicht etwa, dass ich das alleine mache!"
"Um Gottes willen! Natürlich nicht! Niemand verlangt es von dir. Ich werde dich begleiten. Aber es wäre hilfreicher, wenn du mitkommen würdest, denn du bist unsere Pilotin. Niemand weiß sich besser in ein Schiff reinzuversetzen als du! Deshalb komme auch ich mit, um dich zu unterstützen."

Bei dieser Sache war mir nicht wohl. Wir sollten einen Orbitalsprung aus etwa fünfhunderttausend Kilometer Entfernung mit einer Geschwindigkeit von rund zweihunderttausend Kilometer pro Stunde - mehr gaben die Triebwerke der Anzüge nicht her - überwinden. Und das, ohne von Mikroasteroiden durchlöchert zu werden. Aber detaillierte Scans durch Gerald zeigten, dass sich bloß zwei Mikroasteroiden in der Umgebung befanden. Und da waren noch ein paar Trümmer von vergangenen Raumschlachten, die noch nicht aufgeräumt wurden.
Gerald gab mir eine Plasmahandfeuerwaffe, die ich in ihren Holster steckte und fixierte. Dann konnte der Spaß ja beginnen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: So 6. Apr 2014, 21:18 
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Irrlicht
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11. Oktober 2937

System: 12854
Planet: PT-12854-c
Ort: Ikarus-Basis

"Können wir der Spur folgen?", fragte ich und schaute mir die Karte in der Offiziersmesse an.
"Ja, sie ist aber nur noch für einige Tage messbar. Anscheinend wird nicht nur Plasma ausgestoßen, sondern auch noch eine Vielzahl an anderen Elementen, unter anderem eines, welches ich nicht kenne", antwortete Colonel Sato und deutete auf eine gelbe Linie, die zu einem Sprungtor führt. "Sie sind doch der Waffenoffizier der La Esperanza. Haben Sie schon eine Idee, wie wir die Mannschaft befreien können?"
"Als erstes muss ich erfahren, was Sie über dieses Volk wissen. Haben Sie schon einmal Kontakt mit denen gehabt?", fragte ich.
"Nein, leider nicht. Aber sie besuchten dieses System schon zweimal zuvor. Es gelang uns einige Scans durchzuführen, die Informationen über die Struktur der Schiffe gaben. Leider haben wir nicht mehr. Ach ja! Es sind Menschen wie wir. Das ergaben einige Bioscans."
"Na gut! Dann folgen wir dem Schiff zu seiner Heimatwelt und schauen dann weiter. Sind Sie ihnen nicht schon vorher gefolgt, Sir?"
"Wie denn?! Wir sind doch erst seit einer Woche hier und mussten erst einmal alles Logistische abschließen, bevor wir Bekanntschaft mit den Nachbarn machen konnten. Das wäre unser nächstes Ziel gewesen. Wir werden die USC Katana und die USC Libertad mit einbeziehen. Es ist wichtig, dass wir uns nicht als Zielscheibe darbieten, wenn wir in die Höhle des Löwen steuern."
"Gut, ich werde jetzt auf mein Schiff zurückkehren und bei den Reparaturen helfen. Es liegt noch einiges vor uns, was wir zu reparieren haben", sagte ich und salutierte kurz vor dem Colonel.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Mi 17. Dez 2014, 23:18 
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11. Oktober 2937

System: Kansuke
Planet: Kansuke
Ort: Yamamotos Haus

"Herzlich Willkommen in meinem Heim, meine Herren!", sagte Yamamoto strahlend und öffnete die Tür. Sofort wurden wir von seiner Frau Akina empfangen, die zuerst die Augen weit aufriss. Anscheinend war sie etwas verwirrt, denn schließlich hatte sie noch nie Menschen in solch komischer Kleidung gesehen, wie die schwarzen Uniformen der ATF. "Meine Familie und ich würden uns geehrt fühlen, wenn Sie heute mit uns gemeinsam zu Mittag speisen würden.
"Nun, wir fühlen uns auch sehr geehrt, aber wie Sie vielleicht wissen, werden wir zur Zeit von unserem Schiff gesucht, da wir "entführt" wurden", erwiderte Hiro.
Ich erkannte die Scham in Yamamotos Gesicht. Es tat ihm sehr Leid, dass er zu diesem Mittel greifen musste. Aber er hatte nicht gewusst, dass wir vertrauenswürdig wären. Um genau zu sein, dachte ich, dass er nach wie vor noch nicht sicher gewesen wäre. Auf der anderen Seite wollte ich unsere neuen Freunde auch nicht mit einer Ablehnung beleidigen, weshalb ich vorschlug unser Schiff zu kontaktieren. Es gab tatsächlich eine Funkstation, die ein Funksignal durch die Sprungtore schicken konnte. Das Signal würde zwar sehr lange brauchen, weshalb eine fließende Konversation nicht möglich war. Aber die Nachricht musste ja nur aus "Uns geht's gut, Colonel Lopéra" und den Koordinaten des Planeten bestehen.
Yamamoto willigte ein und führte uns zu der Funkstation.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Mi 17. Dez 2014, 23:51 
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Irrlicht
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"Sir, wir erhalten gerade eine schriftliche Botschaft aus dem Sprungtor!", sagte Lieutenant Narayan.
Ich befahl dem jungen Offizier diese Nachricht auf den Holobildschirm projezieren zu lassen. Es war keine lange Nachricht. Sie setzte sich bloß aus einem kurzen Text und Koordinaten zusammen. Im Text stand geschrieben:
Colonel Lopéra hier! Rettungsanstrengungen unterlassen! Diesen Koordinaten folgen und hier landen! Rücksenden einer Antwort nicht möglich, da Empfänger keine komplexen Signale empfängt!


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Sa 21. Mär 2015, 01:55 
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12. Oktober 2937

System: Kansuke
Planet: Kansuke
Ort: Yamamotos Haus

"Das ist wirklich unvorstellbar!", sagte Sato und kratzte sich nachdenklich am Kopf. "Sie haben also vor dieser Himiko, die, wenn ich das richtig verstanden habe, schon seit ... mehr als 2.000 Jahren lebt, in den Hintern zu treten?"
"Merkwürdige Ausdrucksweise, aber ja. Wir haben es geschafft uns ihrer Macht zu entziehen und unser eigenes Reich aufzubauen", erwiderte Kansukes Frau.
"Wie groß ist Ihr Reich?", fragte ich mit der Hoffnung, es würde sich über mehrere Systeme erstrecken.
"Es ist nur dieser Planet und eine Basis auf unserem Mond. Die anderen Planeten in diesem System sind leider unbewohnbar, aber wir unterhalten eine kleine Flotte von Kriegsschiffen, die es sehr gut mit Himikos aufnehmen kann. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet, falls sie hier eintreffen wird. Zudem ist unsere Zahl an Bodentruppen für die Truppentransporter in den vergangenen Jahrhunderten beachtlich gestiegen. Sie müssen wissen, dass Kansuke einer der bevölkerungsreichsten Planeten im Umkreis von mehreren hundert Lichtjahren ist. Obwohl wir noch lange nicht auf dem technischen Stand wie Himiko sind, ist die Größe unserer Armee riesig. Eigentlich operieren wir in verdeckten Operationen, da wir ihre Armeen nicht auf dem offenen Schlachtfeld besiegen können. Dazu ... naja ... fehlen uns doch noch einige Soldaten."
In den folgenden Stunden lernten wir viel von den Kansukeanern und diese auch viel von uns. Es war sicher, dass wir einen neuen Verbündeten gefunden hatten, da wir uns sowieso als Zielscheibe durch unsere bloße Existenz dargestellt haben. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Himiko mit ihrer Flotte das irdische Sonnensystem überfallen würde.
So unerwartet eine solche Situation eintreten konnte, ergänzte plötzlich eine Nachrichtendrohne mit einer Botschaft von General McLean unser Magazin. Eine Videoaufzeichnung teilte mir mit, als ich gerade in meinem Quartier war, dass ich sofort das Hauptquartier des USC aufsuchen sollte. Es gab da wohl einiges über mein Schiff zu besprechen.
Ich ging nicht näher darauf ein, sendete eine Bestätigungsbotschaft per Drohne zurück und gab den Befehl für den Heimatkurs.


13. Oktober 2937

System: Sol
Planet: Erde
Ort: USC-Hauptquartier, Milano, Italien

General McLean saß mit verkniffenem Lächeln am langen Tisch und schaute zu General Ishiyama, der nachdenklich am Fenster stand und über die Skyline von Milano blickte. Er schien wirklich nicht glücklich zu sein.
"Colonel, Sie wissen hoffentlich, dass ich ... wirklich kein großer Fan von Menschen bin, die sich Befehlen widersetzen! Ich drücke mich mal anders aus: Ich verabscheue sie! Wenn die Entscheidung alleine in meiner Hand läge, würden Sie als Spaceman Toiletten putzen! Haben Sie das verinnerlicht?!", fragte mich Ishiyama, ohne dabei den Blick von der Skyline anzuwenden.
Ich konnte wirklich von Glück reden, dass Ishiyama nicht mein direkter Vorgesetzter war, sondern McLean.
"Das verstehe ich, Sir!", erwiderte ich.
"Dann verstehen Sie auch, dass es Menschen im Generalstab gibt, die längst ihren Glauben an Sie verloren haben? Nun, Sie können von Glück reden, dass der Präsident anderer Meinung ist. Er hält sehr viel von Ihnen, gerade deswegen, weil Sie mit wertvollen Informationen über eine gewisse Himiko nach Hause gekommen sind. In dem Fall haben Sie gute Arbeit geleistet, auch wenn das ... diplomatische Gespräch mit dieser Frau auf dem Planeten recht unklug war. Wie dem auch sei. Die USC La Esperanza wird außer Dienst gestellt. Der Stab ist der Ansicht, dass Sie ein neueres Modell erhalten sollen. Dafür, dass Sie unserem Sonnensystem so gut gedient haben", sagte Ishiyama und drückte sich dabei so aus, als ob er sich darüber lustig machen wollte. "Sie erhalten das Kommando über eine Fregatte, ein Schiff der neuen Endurance-Klasse. Es trägt noch keinen Namen, deshalb obliegt Ihnen auch die Ehre die Taufe zu leiten", sagte der General mit einer derart nicht vorhandenen Begeisterung. Ich war schlicht weg begeistert über diese Nachricht und General McLean klopfte mir freundschaftlich auf die Schulter mit den Worten: "Herzlichen Glückwunsch, mein Junge! Dein Vater wäre jetzt sehr stolz auf dich."
"Danke sehr, Sir. Aber was wird eigentlich aus meinem alten Schiff? Die La Esperanza ist ein sehr gutes Schiff."
"Ein recht altes Schiff, finden Sie nicht?", bemerkte der General und lachte. "Café?"
"Kakao, Sir. Ich bin in der Wahl meiner Getränke ein wenig wählerisch, wie Sie wissen."
"In der Tat", erwiderte McLean und stellte eine Tasse unter den Getränkemultiplikator. "Oh, warten Sie!" Der General drückte auf seinen Kommunikator, der auf dem Tisch lag, und nahm somit das Gespräch an. "McLean?"
"General, ich sollte Sie informieren, wenn das Gespräch mit der konsukeanischen Delegation beendet ist. Das Volk der Konsukeaner ist bereit uns Informationen über diese ... Himiko zu geben", sagte ein Mitarbeiter des Generalstabs.
Er bestätigte und bedankte sich und legte auf. "Kehren Sie zurück zum Torus. Sie können sich ja mal ein Bild von Ihrem neuen Schiff machen. Ich versichere Ihnen, Sie werden höchst beeindruckt sein", sagte der General und lächelte.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Di 24. Mär 2015, 21:38 
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Irrlicht
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13. Oktober 2937

System: Sol
Planet: Erde
Ort: Torus

Die Endurance war ein gewaltiges Schiff. Der General erwähnte die tatsächliche Länge, als ich davorstand und es ehrfürchtig betrachtete. Es waren etwa 240 Meter in der Länge, 130 Meter in der Breite und 50 Meter in der Höhe. Da dieses Schiff noch keinen Namen hatte - Endurance war nur der Name der Klasse - war das große Feld hinter dem Schriftzug "USC" noch unbemalt, ansonsten war das Schiff in den Standardfarben des USC gestrichen. Es musste mehr Platz auf diesem Schiff als auf der La Esperanza sein. Es bewegte mich zu einem Rundgang durch das neue, nahezu unberührte Schiff.
Innerlich war es sehr an alle anderen Schiffe gehalten, aber durch genaueres Hinsehen erkannte ich die Verfeinerungen. Neue Plasmaleitungen, die auf einen erstaunlichen Minimaldurchmesser von fünf Zentimetern geschrumpft waren, ein viel angenehmerer Boden, auf dem es sich wunderbar laufen ließ, verbessertes Metallglas, das jedem Plasmabeschuss standhalten konnte, und die neuartigen Waffensysteme, dich ich gleich auf der Brücke unter die Lupe nahm: Ein Multiraketenstarter am Bug und einer am Heck, links, rechts unten und hinten jeweils eine Revolverkanzel für drei Waffentypen, mehrere Täuschkörperstarter und am Bug ein riesiges, doppelläufiges Anti-Schiff-Geschütz. Aber am interessantesten war die Brücke, aus der man fast den ganzen Sternenhimmel betrachten konnte. Sie bot Platz für zehn Personen, aber das gesamte Schiff war für siebzig Besatzungsmitglieder ausgelegt, zudem gab es noch Quartiere für Gäste. Dieser Schiffstyp besaß wider meinen Erwartungen einen Hangar für insgesamt sechs Jäger, allerdings wurde er auf diesem Schiff verkleinert, dass nur noch ein Shuttle oder ein Jäger Platz hatte, damit das Schiff um Labore und Quartiere erweitert werden konnte. Die primäre Mission dieses Schiffs war nicht der Schutz eines größeren Schiffs, sondern die Erforschung und Aufklärung fremder Bereiche im Weltall. Deshalb erweiterte man auch die Crewkapazität von fünfzig auf siebzig.
"Schon eingelebt?", fragte eine vertraute Stimme hinter mir.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Mi 25. Mär 2015, 22:57 
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Wichtel
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Ich erwischte ihn dabei, wie er wie ein Spieljunge die Systeme des Schiffs durchforstete. Es war schon ein beachtliches Schiff, wenn man bedachte, dass es für seinen Typ nur unwesentlich größer war als die La Esperanza. Die Bezeichnung "Fregatte" verlieh man ihr nur deshalb, weil dieses Schiff Stärke zeigen sollte. Dabei war es bloß eine Korvette.
Fernando schnellte herum und schaute mich etwas irritiert an.
"Tolles Schiff, nicht?", fragte ich.
"Da haben sich die Konstrukteure mal was einfallen lassen. Ich bin beeindruckt."
"Ja, ja. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, es sei eine weitere Militärbüchse ohne Platz für Labore und Spielplätze meiner Art."
Der Colonel lachte. "Mel, ich versichere Ihnen, dieses Schiff wird all Ihren und meinen Erwartungen entsprechen. Es besitzt ähnliche Konfigurationen wie mein altes Schiff. Gleiche Waffen, leistungsstärkerer Antrieb, Labore für Ihresgleichen und so viel Komfort, dass jedes Besatzungsmitglied sein Quartier zwar mit vier weiteren Mitgliedern teilen muss, allerdings dort auch seine Privatsphäre hat. Dafür wurde extra der Hangar verkleinert", schwärmte Fernando und zeigte mir den Grundriss des Schiffes auf dem Bildschirm.
"Schon einen Namen für den Dampfer?"
"Hm, das ist schwierig, aber ich habe mir schon einen überlegt. Wie wäre es mit ... USC ... Encantada?"
"Wen wollen Sie denn verzaubern?"
"Ich hoffe alle, die den Frieden nicht wollen", sagte er und begann zu lachen.
"Also schön. Haben Sie schon Ihr neues Quartier gesehen? Ich bin sicher, die Konstrukteure haben für den großen Colonel Lopéra Ihren allerbesten Bleistift rausgekramt", sagte ich und zeigte auf eine Tür am hinteren Ende der Brücke. Im Gegenzug zur La Esperanza musste der Kommandant nicht mehr quer durch das Schiff rennen, wenn er die Brücke erreichen wollte. Sie war nun wenige Schritte entfernt.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Mi 25. Mär 2015, 23:35 
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Irrlicht
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Das machte mich nun neugierig. Das Quartier war das einzige, an das ich noch nichtmal gedacht hatte. Ich folgte meiner Neugier und durchquerte die Brücke in Richtung Heck zu der besagten Tür, die sich durch Knopfdruck öffnen ließ. Das Quartier ähnelte einer Pfeilspitze, die sich zum Heck des Schiffes zuspitzte. Es bestand aus drei Räumen, an meiner rechten Seite war das Schlafquartier, dessen Möbel nobel mit Holz verfeinert waren, an meiner linken Seite befand sich der Waschraum samt Toilette, Pool und Dusche und geradeaus war eine weitere Tür, die in den Wohnbereich des Quartiers führte, der die Spitze des Pfeils darstellte. Das große Fenster, welches den gesamten Raum umrahmte, konnte nach Belieben durch einen Metallschutzschild verdeckt werden, um die Gefahr einer Dekompression zu verhindern. Auffallend waren das runde Fenster in der Decke, das ebenfalls verdeckt werden konnte, und die Glasscheibe in der Mitte des Raums, die längs zum Schiff den Boden mit der Decke verband und die als Brunnen diente, denn an ihr lief Wasser hinunter zu einem Sockel, welches einige Pflanzen am Boden bewässerte.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: So 29. Mär 2015, 01:25 
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Wichtel
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11. Oktober 2937

System: Argon Prime
Planet: Argon Prime
Ort: Weltraum

Das Licht ging aus und die Schleuse wurde versiegelt.
"Alles klar?", fragte mich Gerald mit beruhigender Stimme. Ich nickte fast unmerklich und atmete tief durch. Der blaue Planet schien durch das kleine Fenster so groß wie eine Erbse, kleiner als die Erde vom Mond aus gesehen erscheint.
'Das wird der mit Abstand längste Sprung, den ich je gemacht habe', dachte ich und blinzelte mehrmals mit den Augen um meinen Angstschweiß wegzuspülen.
"Denke immer daran einen konstanten Abstand zu mir einzuhalten. Wir dürfen nicht zu nah aneinander fliegen, weil wir sonst auf deren Radar auftauchen. Wenn wir mit größerem Abstand fliegen, können sie nicht so leicht unsere Biowerte erfassen. Wir würden wir Asteroiden erscheinen. Der Eintritt in die Atmosphäre muss sehr steil erfolgen, vorzugsweise neunzig Grad, und du darfst dich auf keinen Fall bewegen, da du sonst ins Trudeln geraten könntest. Ab etwa dreihundert Kilometern über der Erde zünden wir die Bremstriebwerke und ab zehn Kilometern fahren wir die Tragflächen aus. Wenn wir das Landefeld mit der F-50 lokalisiert haben, öffnen wir den Fallschirm und landen anschließend. Es ist wichtig kein Licht anzumachen, denn es ist gerade Nacht in Argonia City. Wir würden unnötig auffallen. Alles verstanden?", sagte Gerald und hob den Daumen. Ich nickte erneut und hob den Daumen ebenfalls. "Dann los! Countdown T-10 ... 9 ... 8 ... mit dem Countdown steigerte sich mein Respekt vor dem Weltall und vor dem gnadenlosen Tod, der dort wartete ... 7 ... 6 ... 5 ... die künstliche Schwerkraft schaltete sich ab und wir schwebten in die waagerechte Position ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ... Knall! ... oder auch nicht. Ich hatte einen ohrenbetäubenden Knall erwartet, stattdessen öffnete sich die Luftschleuse geräuschlos und wir wurden mit einer ungewöhnlich hohen Beschleunigung aus dem Schiff gerissen. Ich fühlte an meiner kleinen Konsole in meiner Hand und betätigte den Knopf, um die Manövrierdüsen zu aktivieren, die mich auf eine irrwitzige Geschwindigkeit brachten, die ich aber bloß mit meinem Head-up-Display betrachten konnte, da mir das Geschwindigkeitsgefühl völlig fehlte. Der blaue Planet wurde sehr langsam größer. Ich korrigierte meine Flugbahn etwas nach links um mich von Gerald zu entfernen, der das gleiche tat. Er hob nochmal den Daumen, was ich durch ein leises Lachen durch das Komm-System bestätigte. Es machte fast Spaß das zu erleben und ich merkte auch meinen Angstschweiß nicht mehr, was vielleicht daran lag, dass er durch die immense Beschleunigung zum meinen Füßen getropft war und sich dort ansammelte. Das eigentliche Problem sollte eigentlich noch mit dem Eintritt in die Atmosphäre kommen, aber Gerald versicherte mir, dass diese Anzüge extrem hitzebeständig wären.
Nach etwas mehr als zwei Stunden war es schließlich so weit. Die blaue Kugel war zur Hälfte schwarz, aber mit einigen gelben Lichtern gespickt. Der Höhenmesser zeigte eine Höhe von 600.000 Fuß an, was bedeutete die Bremsaggregate zu zünden. Sofort wurde ich extrem abgebremst, was allerdings durch die kleinen Trägheitsdämpfer angenehmer gestaltet wurde. Nun berührten wir die oberste Schicht der Atmosphäre und es begann leicht zu rauschen, was von Minute zu Minute verstärkt wurde. Wir erreichten unsere vorgegebene Höhe von 30.000 Fuß und Gerald gab mir Bescheid die Tragflächen auszufahren.
"Jamila, jetzt sind deine Ortskenntnisse gefragt! Kannst du dich genau an den Standort erinnern?", fragte Gerald durch den Funk.
"Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, es war dort", sagte ich und lenkte mich ein wenig nach links. Wir wählten einen flacheren Sinkwinkel, bis wir schließlich die Horizontale erreichten. De Gebäude wurden größer und stachen nun mehrere Kilometer vom Boden, den man nicht mehr sehen konnte, in die Höhe. Wir näherten uns dem Stadtzentrum. Plötzlich kam mir ein Gedanke, als wir uns dem Fluggelände näherten: 'Würde die argonische Raumsicherung vielleicht doch zwei merkwürdige Objekte im Anflug auf ihren Landeplatz bemerken?' Abrupt öffnete ich meinen Schirm und lenkte mich auf einen Vorsprung eines Gebäudes in einer entlegenen Ecke der Stadt. Gerald tat es ebenfalls und landete direkt neben mir.
"Sag bloß, es ist hier!", bemerkte er irritiert und blickte sich um. Die Dunkelheit war durch leuchtende Werbetafeln verscheucht und mehrere dubiose Bars erstreckten sich etwa eine Meile am Gebäudevorsprung entlang. Wir befanden uns auf einer relativ niedrig liegenden Ebene, von der man nur die anderen Häuserwände sehen konnte. Ich hatte die Vermutung, dass mit sinkender Etage die Armut und die Illegalität in der Bevölkerung zunahmen. "Sind wir hier richtig?"
"Nein, aber ich habe die Vermutung, dass wir nicht weit gekommen wären, wenn wir weitergeflogen wären", sagte ich und schaute mich nochmals um. Einige Gestalten blickten uns merkwürdig an, darunter einige finster aussehende Teladi und Split.
"Ja, mir kam dieser Gedanke auch schon. Lass uns weiter zu Fuß gehen. Wir fallen gar nicht auf, wenn wir uns normal verhalten", sagte Gerald, dem ich gerade glauben wollte, als allerdings ein Polizeibeamter mir einen Strich durch die Rechnung machte. Er zeigte auf uns und wies uns an stehen zu bleiben. "Wir haben keine Zeit!", sagte Gerald, zog seine Waffe und betäubte den Polizisten kurzerhand. "Komm!"
Das schien einigen Menschen auf der Straße gefallen zu haben, denn sie klatschten nur und ließen uns passieren, als ob wir gerade eine Revolution gewonnen hätten. Wir flüchteten in eine Gasse, die von noch finsteren Gestalten heimgesucht wurde. Es hatte vermutlich jemand gemeldet, dass zwei Verbrecher auf der Flucht gewesen wären, aber das kümmerte uns nicht sonderlich, da es in dieser Straße recht dunkel gewesen war, was eine Identifikation schwierig gemacht hätte, zumal wir ja zu keiner argonischen Akte passten. Mir gefiel der Gedanke trotzdem nicht, dass wir nun Gesuchte waren, aber damit hatte ich schon von Anfang an gerechnet.
Meinen Erwartungen entsprechend wurden vier Polizisten auf uns aufmerksam, als wir versuchten auf eine Ebene tiefer zu gelangen. Es sah wohl so aus, als ob diese Ebene die tiefste war, denn zwischen den einzelnen Häusern, die im Vergleich zu den mächtigen Wolkenkratzern winzig waren, führte ein schmaler Kanal, ähnlich wie in Venedig auf der Erde, nur, dass dieser Kanal um Längen dreckiger war, als jedes Gewässer, welches ich jemals gesehen hatte. Die kleinen dreistöckigen Häuser waren geschmückt mit den buntesten und hellsten Werbetafeln, die die trübe Stimmung dieses Viertels in eine noch unheimlichere Stimmung versetzte, da hier unten ein recht bedrückender Nebel zwischen den Dächern hing.
Prostituierte musterten uns abstoßend und Dealer versuchten ihre Waren an uns zu verkaufen, was wir ablehnen mussten, da immer noch die Gruppe an Polizisten hinter uns her war, die sich aber anscheinend keine große Mühe gab uns zu jagen. Vermutlich wollten sie gar nicht in dieser Etage bleiben und meinten uns unserem Schicksal hier zu überlassen, was mir etwas Unbehagen bereitete. Die Menschen hatten nun das Endstadium von Finsternis erreicht, aber trotzdem besuchten wir eine Bar, um uns vor den Polizisten zu verstecken, da diese uns trotz ihrer Lustlosigkeit verfolgten.
In dieser Bar stank es nach Qualm und Alkohol, was mir ein leichtes Schwindelgefühl gab.
"Was darf's sein?", grunzte uns ein sehr dicker Mann hinter der Theke an.
"Äh ... wir möchten nur wissen, wo das Landefeld ist. Könnten Sie uns behilflich sein?", fragte ich höflich.
"Ob ich dir behilflich sein kann?! Ha, natürlich, Süße! Da bist du genau am richtigen Ort!", grölte der Mann und kam hinter der Theke vor. "Wenn ich dir das aber sage, erwarte ich dafür entsprechende ... Gegenleistungen." Sein Grinsen wurde immer widerwärtiger, was mich dazu veranlagte einige Schritte zurückzuweichen. Ich suchte an meiner Hüfte nach meiner Waffe, die ich fest umklammerte.
"Lassen Sie sie in Ruhe!", befahl Gerald und packte dem Mann an die Schulter. Dieser aber stieß ihn zurück und wandte sich wieder mir zu. ich zog meine Waffe und richtete sie auf ihn, bereit abzudrücken, aber er ließ sich davon nicht beirren, bis mich plötzlich ein elektrischer Schlag durchschüttelte und mich zu Boden warf. Danach war alles schwarz ...


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Fr 24. Apr 2015, 23:47 
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Irrlicht
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"Besser als jede Besenkammer auf der La Esperanza, nicht?", sagte General McLean, der hinter mir auftauchte.
"Sir, ich weiß nicht, ob mir dieser ganze Luxus überhaupt zusteht. Aber ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen", sagte ich und lächelte. "Was wird eigentlich aus Zak, Adonas und Amelia? Wie lange müssen sie sich noch den Verhören unterziehen?"
"Naja, da es noch keine konkreten Vorschriften für Außerirdische gibt, tut man alles, um sie so respektvoll zu behandeln wie es geht. Aber Sie kennen ja die Geschichte: Wenn eine Seite etwas Wertvolles hat, will die andere es auch. Ich nehme an, Sie haben schon einmal von der Interplanetary Security Task Force, kurz ISTF, gehört." Ich nickte zustimmend und ahnte schon, was der General sagen würde. "Natürlich versuchen Sie zurzeit an unsere Gäste heranzukommen, aber noch hat der Stab die Entscheidungsgewalt. Wir hoffen dabei, dass sich das nicht ändert."
"Da stimme ich Ihnen zu! Wenn die ISTF den Präsidenten umstimmen kann, können wir gleich eine Kriegserklärung an alle außerirdischen Völker unterschreiben. Wenn es nach ihr ginge, würde man das Tor einfach zerstören, und ein eventuelles Bündnis zwischen den Argonen und uns Terranern käme nicht mehr in Frage. Wir haben uns in den letzten Monaten nicht wirklich viele Freunde gemacht, General", sagte ich und setzte mich auf die Couch. "Kaffee?"
Der General schüttelte dankend den Kopf und setzte sich mir gegenüber.
"Leider teilen einige Generäle im Stab nicht Ihre Auffassung. Sie wollen aber auch nicht ins Bett der ISTF kriechen, allerdings ist das schon schlimm genug. Sie sind der Überzeugung, dass der Konflikt mit allen Feinden endet, wenn wir das Tor zerstören und alles vergessen, was geschehen ist."
"Die wissen genau, dass unsere Feinde andere Möglichkeiten haben unser Sonnensystem zu betreten. Deshalb halte ich es für richtig so viele Freunde wie möglich zu gewinnen, um gegen unseren gemeinsamen Feind, die Xenon oder Terraformer, vorzugehen. Wir dürfen da auch nicht die Kha'ak und Himiko vergessen. Wenn sie erst mitkriegt, wie viele fortgeschrittene Völker es im Universum gibt, wird es zum größten Krieg in der Geschichte des Universums kommen."
"Leider können wir wenig ausrichten. Aber ich habe einige Freunde in höheren Führungspositionen, die Gott sei Dank unsere Ansicht teilen. Der Präsident ist nur in einigen Punkten auf unserer Seite, und wir haben fast keine Möglichkeit uns dem zu widersetzen, ohne die Vorschriften zu verletzen. Das wird ein sehr steiniger Weg. Aber kommen wir zum nächsten Thema. Ihre neue Mission: Um genau zu sein, gibt es noch keine, weshalb Sie in Bereitschaft stehen bleiben. Bilden Sie Ihre Besatzung für dieses neue Schiff aus. Ich bin sicher, Sie werden Ihre Aufgabe genauso gut absolvieren, wie vorher auch ... nur ... mit nicht so häufigen Zwischenfällen, in denen ich wieder meinen Kopf für Sie hinhalten muss", sagte der General und zwinkerte mir zu, obwohl sein Gesichtsausdruck recht besorgt erschien.

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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Sa 25. Apr 2015, 00:41 
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Wichtel
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"F-50, bitte kommen! F-50, bitte kommen!", summte es in meinem Ohr.
Ich öffnete langsam die Augen, was mir unheimlich schwer fiel. Mein Kopf tat so weh, als hätte ein Elefant darauf Salsa getanzt. Ich erhob mich langsam, was aber noch schwerer viel. Sofort kippte ich wieder zurück. "Gerald? Ich heiße nicht F-50", murmelte ich und tastete nach etwas haltbarem. Alles um mich herum tanzte und ich schien in einem Strudel gefangen zu sein, bis einige Wassertropfen mich wieder ins Leben zurückbrachten.
"F-50, bitte kommen!" Langsam realisierte ich, was damit gemeint war. Ich horchte an meinem Funkgerät in meinem Ohr.
"Hallo?", sagte ich und richtete mich erneut auf. Ich befand mich anscheinend in einer Wohnung, welche aber wasserundicht war, denn es tropfte überall.
"Jamila?! Oh, ich hätte nicht gedacht, dass du den Jäger hast. Schön von dir zu hören"
Nun erkannte ich auch die Stimme. "Antonio? Wo bist du?"
"Im Solara-System. Hör zu, wir brauchen deine Hilfe. Kannst du den Jäger hierher fliegen? Die Sprungboje müsste noch aktiv sein. Du kannst also ihre Koordinaten anpeilen. Wir brauchen den FTL-Antrieb"
"Aber ... ich bin nicht im Jäger. Ich bin gerade dabei ihn von Argon Prime zu stehlen. Sag, wie können wir uns überhaupt einfach so unterhalten? Du bist doch mehrere Hundert Lichtjahre entfernt?"
"Muss wohl am Jäger liegen. Anscheinend sendet dieser unseren Funkverkehr durch den Subraum und leitet die Signale zu dir weiter. Bist du noch weit weg vom Jäger?"
"Ich habe keine Ahnung! Ich bin gerade in einem Haus aufgewacht. Jemand hat uns überwältigt! Aber ... warte! Ich höre jemanden! Ich muss abbrechen!", sagte ich und schaltete das Funkgerät ab. Die Tür öffnete sich und ich versteckte mich schnell hinter dem Sofa. "Gerald!" Ich rüttelte am leblos erscheinenden Körper meines Vorgesetzten, doch dieser rührte sich nicht. Ich suchte nach etwas, was ich als Waffe missbrauchen konnte, aber es war zu spät. Eine Silhouette stand schon neben mir und starrte auf mich herab. Ich wollte gerade anfangen zu protestieren, doch der Mann hielt mir den Mund zu.
"Psst! Ich bin General Ban Danna, ein Bekannter von Colonel Lopéra! Wenn ich mich nicht täusche, müssen Sie Jamila Selek sein, nicht wahr?", flüsterte der Mann und kniete sich neben mich. Ich war noch vom Elektroschock benommen und musste scharf nachdenken. Fernando hatte mal einen Ban Danna erwähnt und auch ein Vorhaben, die Kha'ak zu bekämpfen, was aber nie stattfand.
"Ich erinnere mich! Aber warum werde ich hier festgehalten?"
"Keine Sorge, Sie werden nicht festgehalten. Ich lasse Sie frei, aber Sie dürfen keine Aufmerksamkeit erregen. Ich weiß, weshalb Sie hier sind. Ihr Schiff befindet sich nicht mehr da, wo es war. Man hat es in einen Forschungshangar in einer geheimen Militäreinrichtung verlegt. Er befindet sich nur wenige hundert Kilometer außerhalb der Stadt", sagte er und gab mir meinen Blaster zurück.
"Warum helfen Sie uns? Begehen Sie nicht Hochverrat an Ihrer Regierung?"
"Nun ... ich habe mich schon mehrmals, wenn Sie mich fragen, sogar viel zu oft, außerhalb des Gesetzes bewegt, um den Frieden zu wahren. Das ist mit unserer Regierung aber gar nicht so einfach. Mehr kann ich nicht sagen. Wecken Sie Ihren Freund, bevor die Polizei dieses Versteck hier ausfindig macht!", sagte er und stand auf. "Dass ich Sie betäubt habe, tut mir übrigens sehr Leid. Ich hatte keine Wahl. Sie sind nun offiziell gesuchte Personen im ganzen System. Man hat schon angefangen Ihr Schiff zu suchen, mit dem Sie hier angelangt sind."
Das war keine gute Nachricht. Ich wollte das so schnell wie möglich hinter mich bringen. Nun wachte auch Gerald langsam auf, der anscheinend ebenso benommen war wie ich. Ich erklärte ihm die Situation und gab ihm seine Waffe.
Die Wohnung, in der wir uns versteckten, war, laut dem General, die seines Sohnes, der in den Slums als Sicherheitskraft arbeitete. Geoffrey Danna kam gerade zur Tür rein. "Die Luft ist rein. Ich habe den Gleiter mit den nötigen Sicherheitscodes ausgestattet. Es müsste kein Problem sein den Hangar zu erreichen. Allerdings dürfte die Flucht ein Problem darstellen", sagte er und reichte uns die Hand. "Viel Glück!"
Wir bedankten uns und verließen die Wohnung durch den Hauptausgang. Es regnete, allerdings war die Sonne noch nicht aufgegangen. Wir waren wohl nicht lange bewusstlos gewesen. Ich erkannte die Bar, in der wir belästigt wurden. Sie war nur einen Block von der Wohnung entfernt. Auf der Straße stand der Gleiter schon abflugbereit. Wir stiegen ein und Ban Danna klopfte nochmal am Fenster, welches ich herunterließ. "Noch wurden keine detaillierten Profilbilder von Ihnen ausgegeben. Ziehen Sie sich diese hier an, damit Sie nicht mit Ihren Druckanzügen auffallen", sagte General Danna und drückte uns symbolisch die Daumen. Es waren gewöhnliche, argonische Jacken, die wir uns für später aufhoben. Nun ging es schon los. Bans Sohn hatte schon die Koordinaten vorprogrammiert. Wir hatten es also nicht schwer den Stützpunkt zu finden.
Es war tatsächlich kein langer Flug und wir erreichten den Stützpunkt unbeschadet. Als wir ausstiegen, mussten wir unsere Ausweise vorzeigen, die von Geoffrey gefälscht wurden.
"Sicherheitsstufe 5? Was bewegt zwei Geheimdienstagenten denn dazu unsere kleine Basis zu besuchen?", fragte der verantwortliche General.
"Wir kommen im Auftrag von General Danna. Es geht um eine Verlegung des Raumers der Terraner in den Hangar der Argon Eins. Dürfen wir ihn uns ansehen?"
"Wenn ich mir mal Ihren Befehl ansehen darf, dann können Sie ihn gerne sehen."
Das war nicht gut. Ein schriftlicher Befehl war genau das, was wir nicht hatten. Anscheinend war Danna in dieser kurzen Zeit dazu nicht in der Lage. Ich öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, doch Gerald war schneller. Er zog seinen Blaster und betäubte den General und die beiden Soldaten, die den Hangareingang bewachten. Ein dritter versuchte das Tor zu schließen, doch wir waren schneller. Es gelang uns da hineinzuhechten und den dritten Soldaten zu betäuben. Dieser Hangar war leer, weshalb wir in den nächsten liefen. Dort hatten sich etwa zehn Mechaniker versammelt, die uns schräg anschauten, als wir den Hangar betraten. Es geschah innerhalb von Sekundenbruchteilen: Jeder versuchte Schutz hinter einem Objekt zu finden - wir versteckten uns hinter drei Kisten Ersatzteile und erwiderten das Feuer mit unseren immer noch auf Betäubung gestellten Handfeuerwaffen. Meine Waffe war anscheinend nicht so effektiv, wie die von Gerald, denn sie schaltete einen Gegner erst beim dritten Schuss so aus, dass er sich nicht mehr bewegte. Die konzentrierten Ionenladungen lösten leichte Schmerzen aus und konnten den Gegner für mehrere Stunden betäuben, sofern er denn richtig funktionierte.
Gerald verließ unsere Deckung und rollte sich geschickt über den Boden näher an den Raumer heran, um den Rest des Widerstands zu erwischen. Ich hatte meine Deckung nicht verlassen und wollte auch kein großes Risiko eingehen, denn unsere Feinde schossen scharf. Als schließlich keiner mehr feuerte, kroch ich aus meiner Deckung hervor und Gerald prüfte, ob auch keiner mehr das Bewusstsein hatte.
"Sind wir außer Gefahr?", flüsterte ich, ohne mich richtig zu hören.
"Ja, lassen Sie uns verschwinden."
Doch ehe wir den Flieger öffnen konnten ertönte ein unerträgliches Signal und ein rotes Licht flutete den gesamten Hangar. Nun wusste der ganze Planet von unseren Machenschaften und wir beeilten unser Vorhaben. Die kleine Frachtluke öffnete sich, nachdem ich den Code eingetippt hatte, der die simple Kombination von 1234 hatte. Mel hatte wahrscheinlich diesen Code ausgewählt, weil er selber sehr vergesslich war.
Als wir gerade uns im Cockpit breit machten, kam schon ein schwer bewaffnetes Kommando herein und zielte auf unser Schiff, doch ich aktivierte die Schutzschilde. Sie begannen zu feuern, doch das kümmerte uns nicht besonders. Gerald feuerte einen Schuss mit den Bordgeschützen auf die Hangartore ab, um uns einen Fluchtweg zu bereiten. Der Jäger beschleunigte rapide und wir verließen die Basis innerhalb von Sekunden. Allerdings sollte das nicht so leicht werden, denn auf unserem Gravidarbildschirm tauchten mehrere Kampfjäger und Lenkgeschosse auf, die uns verfolgten.
"Kobayashi Maru! Kobayashi Maru, bitte kommen! Wir haben den Jäger und verschwinden jetzt vom Planeten", sprach ich durch das Funkgerät. Anscheinend hatte man das terranische Frachtschiff im Orbit noch nicht entdeckt, denn der Blip war einsam auf dem Bildschirm.
"Freut mich das zu hören! Unsere Sensoren zeigen allerdings mehrere Geschwader an, die euch im Nacken sind. Wir fahren den Sprungantrieb schon hoch. Wenn Ihr an Bord seid, starten wir!", sagte Yulins Stimme.
Es war nicht leicht den Schüssen der Argonen auszuweichen, aber wir schafften es ohne Kratzer in den Weltraum. Unser Jäger war sehr schnell, weshalb wir nach einigen Minuten außer Reichweite waren. Die Raketen aber verfolgten uns noch weiter, doch diese konnten wir mit Täuschkörpern abwenden.
Unser Schiff kam immer näher und öffnete seinen Frachtraum, um uns hineinzulassen. Bevor die Großkampfschiffe in diesem System überhaupt erst bemerkt hatten, was geschehen war, waren wir verschwunden.
"Das war ja ein Zuckerschlecken!", bemerkte Gerald und stupste mich freundschaftlich an und stand auf, um den Raumer zu verlassen.
"Sie waren nicht immer Frachterpilot, nicht wahr?", sagte ich und ignorierte seine Aussage. "Sie waren anscheinend beim USC ... oder dergleichen."
"Ha! Wie kommen Sie darauf, dass ich beim USC gearbeitet hätte?"
"Ich kenne recht wenig Frachterpiloten, die auf eigene Faust unbemerkt einen fremden Planeten betreten können. Und Ihre Waffe ... wenn ich mich nicht täusche, hat Fernando die gleiche."
"Die habe ich als Belohnung bekommen, als ich ... einen Beryll-Spion zufällig ergriffen habe und ..."
"Das glaube ich Ihnen nicht. Also! Wer sind Sie wirklich?!", hakte ich nach und griff nach meinem Blaster. Gerald rollte die Augen, machte aber keine Anstalten sich zu wehren.
"Also gut, wenn Sie so darauf beharren, dann kann ich es Ihnen auch sagen. Ich bin Special Agent der ISTF. Mein Auftrag lautet den Jäger mit dem FTL-Antrieb zurückzubringen, um diesen zu multiplizieren. Ich habe keine bösen Absichten", sagte er und hob langsam die Hände.
Ich schritt ein paar Schritte zurück und hielt sicheren Abstand. "Sie wollen den FTL-Antrieb für militärische Zwecke einsetzen, nicht wahr?", fragte ich entsetzt. Er nickte. "Ich dachte ihr seid so scharf drauf das Tor zu zerstören und alles zu vergessen, was jenseits dessen liegt."
"Das Tor zerstören? Ja! Aber nur um die Gefahr eines Angriffs durch Argonen und Terraformer abzuwehren. Wir wären das einzige Volk, welches unvorhergesehen überall auftauchen könnte. Selbst die Argonen sind nicht dazu im Stande. Wie klingt das für Sie? Wir wären das mächtigste Volk im ganzen Universum!" In seiner Stimme war eine Art von Stolz zu hören.
"Gehen Sie zurück!", sagte ich mit bestimmtem Ton. Er gehorchte und verließ den Raumer rückwärts, wobei er mir seine Waffe gab, nachdem ich ihn dazu aufgefordert hatte.
"Sie machen einen Fehler, glauben Sie mir! Wir werden den Krieg verlieren!"
"Wenn ich Ihr Vorhaben verhindere, wird es keinen Krieg geben", antwortete ich und fixierte ihn mit extrastarkem Klebeband, welches in einer Werkzeugkiste lag.
In diesem Moment betrat die Besatzung der Kobayashi Maru den Frachtraum und staunte nicht schlecht über das Schauspiel, das sich ihr bot.
"Jamilaaa?", fragte Yulin verwirrt.
"Er ist ein Agent des ISTF und möchte den Antrieb des Jägers dazu verwenden den Krieg zwischen Argon Prime und der Erde zu gewinnen. Ich werde nicht zulassen, dass es zu einem solchen Krieg kommt! Ich werde ihn jetzt in sein Quartier sperren. Wer meint, sich ihm anzuschließen, darf ihn gerne begleiten!"
"Das werde ich nicht zulassen!!!", protestierte Tadashi und zog seine Waffe. "Nehmen Sie die Waffe runter, legen Sie sich auf den Bauch und Hände über den Kopf!"
Damit hätte ich rechnen müssen! Captain Segawa war anscheinend ebenfalls ein ISTF-Agent. Ich hatte leider keine Wahl als seinem Willen entgegenzukommen. Langsam senkte ich meine Waffe und legte sie auf den Boden. Ein kalter Schauer durchfuhr meinen Körper. Ich wagte es nicht einem von ihnen ins Gesicht zu blicken. Vermutlich war das gesamte Schiff gefüllt mit Agenten. Mich zu wehren hätte bei weitem nichts gebracht. Ich wäre wahrscheinlich getötet worden. Meine einzige Chance lag darin auszuharren. Vielleicht konnte mich Fernando da irgendwie rausboxen, obwohl ich dem auch skeptisch gegenüber stand. Vielleicht würde er auch nichts davon erfahren. Vielleicht gibt es für solche Strolche wie mich eine Extrazelle in einem Hochsicherheitsgefängnis auf irgendeinem Asteroiden. Es war hoffnungslos! Das dachte ich jedenfalls, bis zwei Schüsse fielen. Ich hob langsam meinen Kopf und erkannte zwei Körper vor mir lagen. Was war geschehen? ich traute mich gar nicht genauer nachzusehen, aber ich riskierte es. Da stand Yulin mit gehobener Waffe und starrte auf seinen Kommandanten, den er betäubt hatte.
Ich schaute unseren ersten Offizier fragend an, der dann betroffen antwortete: "Ich hörte, ein Freund braucht diesen Antrieb mehr, als die ISTF ..." Er lächelte.
"Woher wissen Sie ...?"
"Wir waren auf der gleichen Frequenz, wie Sie. Wir haben alles mitgehört. Begeben Sie sich zur Brücke und nehmen Sie Kurs zu den Koordinaten der Sprungboje von Aldrin!", befahl nun Captain Zhang.


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 Betreff des Beitrags: Re: X-plorers
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 02:13 
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Wichtel
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Ort: Weltraum

Aileen hatte mich zu einem Kaffee auf ihr Schiff gebeten, um weitere Details zu besprechen, während wir auf das Schiff von Doktor Porkson warteten. Wir erzählten uns einige Geschichten und spannende Ereignisse, die in den letzten paar Jahrhunderten passiert waren. Sie war überaus beeindruckt von der Tatsache, dass es einem unserer Wissenschaftler gelungen war einen Überlichtantrieb zu bauen, der ähnlich wie ein Wurmloch funktioniert. Allerdings war die Dauer der Reise mit dem FTL-Antrieb von der zu überwindenden Entfernung abhängig, während sie bei einer Durchquerung eines Wurmlochs immer drei Sekunden betrug. Allerdings kam eine solche Reise für jedes Lebewesen wie ein kurzer Moment vor, da bei der Entmaterialisierung des Körpers das Lebewesen keine Zeit erfahren konnte.
Die Erklärung des FTL-Antriebs und die Tatsache, nicht mehr von Sprungtoren abhängig zu sein, faszinierten den Captain so sehr, dass es an diesem Morgen kein anderes Gesprächsthema gab.
"Wissen Sie, mit den Forschungsergebnissen, die wir in den letzten paar Tagen gewonnen haben, steht uns bestimmt ein Orden zu", sagte Aileen und rollte machte einen recht fantasierenden Eindruck.
"Ich habe nie gedacht, dass ich Frachterkapitäne so für Astrophysik interessieren!", erwiderte ich und setzte mich ihr gegenüber.
"Witzig! Das gleiche habe ich gerade über Militärs gedacht. Sie müssen wissen, dass die meisten Raumschiffe im Solarasystem mehrere Funktionen haben. Die einen sind Fracht- und Forschungsschiffe, die anderen sind Militär- und Vermessungsschiffe. Dann gibt es noch welche, die alles sind. Diese Springblossoms sind wirklich wundervolle Schiffe. Sie vereinen einfach alles und sind in nahezu jedem Bereich einsetzbar!"
"Ich weiß! naja, vielleicht nicht als Luxusyacht. Das Platzangebot ist auch bei Ihren Schiffen so gut wie in einer Garage." Wir mussten beide lachen. "Hatten Sie nie Probleme mit den Terraformern?", fragte ich neugierig.
"Nein ... doch! Einmal gab es ein Problem mit der Energieversorgung einer Subeinheit von #deca. Aber das hatten wir schnell im Griff!", antwortete sie und lächelte.
Ich vergrub schmunzelnd mein Gesicht in meine Hände. "Sehr witzig! Ich rede von Konflikten."
"Nein, anscheinend haben die Terraformer das Interesse an den von Aldrin kontrollierten Systemen verloren. Zudem ist das Tor abgeschaltet, was eine Ankunft noch schwerer macht. Wir ..." Sie unterbrach, als ein Besatzungsmitglied mittels des Intercoms meldete. Wir wurden auf die Brücke gerufen, um Jamila zu empfangen, die wohl die Koordinaten erreicht hatte.


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