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 Betreff des Beitrags: Glossar
Verfasst: So 8. Jan 2012, 23:42 
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Zwerg
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Registriert: Do 24. Nov 2011, 19:14
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Wohnort: Santa Cecilia
Alférez: Alférez ist die spanische Bezeichnung für Fähnrich.
Besanmast: Der Besanmast ist der hinterste Mast des Schiffes. An ihm sind meist Gaffel- und Rahsegel gehisst.
Bilge: Die Bilge ist der unterste Raum eines Schiffes. Bei hölzernen Seglern ist bei hohen Lufttemperaturen die Bilge auch der kühlste Ort auf dem Schiff.
Bombe: Bomben unterscheiden sich nur in einem Merkmal von Kanonenkugeln: Sie sind vollgestopft mit Schießpulver. Vor dem Abfeuern der Kanone wird eine Lunte an der Munition angezündet. Die Bombe explodiert dann nach einer gewissen Zeit auf dem feindlichen Schiff, nachdem sie die Bordwand durchschlagen hat. Aufgrund ihrer Wirksamkeit und ihrem Aufbau ist sie im Vergleich zur Kanonenkugel recht teuer und wird weniger verwendet.
Bramsegel: Das Bramsegel ist das oberste Rahsegel am Groß- und Vormast.
Fieren: Fieren ist das Losgeben oder Nachlassen einer Leine. Es ist das Gegenteil vom Dichtholen.
Gaffelsegel: Das Gaffelsegel ist ein unregelmäßig viereckiges Segel, das am Besanmast betakelt ist. Im Gegensatz zum Rahsegel ist es längs gehisst. Bei Schonern sind am Groß-, am Besan- und am Vormast Gaffelsegel gehisst.
Großmast: Der Großmast ist bei Dreimastern der mittlere und der längste Mast. An ihm sind meist Rahsegel und Schratsegel gehisst.
Kanone: Eine Kanone ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptbewaffnung eines Kriegs- oder Handelsschiffes oder einer Festung. Sie wird erst mit Schießpulver, dann mit der gewünschten Munition (Kanonenkugel, Bombe, Kartätschen oder Kettenkugeln) geladen. Anschließend wird mit einer glühenden Lunte das Schießpulver entzündet. Durch die darauffolgende Explosion schießt die Munition auf das gewünschte Ziel.
Kanonenkugel: Die Kanonenkugel war die Standartmunition vom 15.- bis zum 19. Jahrhundert. Sie ist eine einfache Eisen- oder Steinkugel und wird von Vorderladerkanonen abgefeuert. Sie ist die billigste Bewaffnung eines Kriegsschiffes.
Kartätsche: Kartätschen sind kleine Eisenkugeln, die als Munition für Kanonen verwendet werden. Mit dieser Munition hat die Kanone zwar eine geringe Reichweite, aber sie richtet bei der gegnerischen Mannschaft sehr viel Schaden an. Vor jedem Entervorgang wird eine Breitseite mit Kartätschen abgefeuert, um die Anzahl der feindlichen Matrosen zu verringern. Sie haben etwa einen Durchmesser von zwanzig bis dreißig Milimetern.
Kettenkugeln: Eine Kettenkugel ist eine Munition für Kanonen, die aus zwei eisernen Kugeln besteht, die mit einer Kette verbunden sind. Besonders wirksam ist diese Munition beim Zerstören der Takelage (Mast, Segel und Tauwerk).
Kiel: Der Kiel ist ein mittschiffs angerichteter Längsverband, der das Schiff davon abhält, den Kurs durch Drücken des Windes unwillig zu ändern. Das Schiff fährt in einer geraden Linie.
Klüverbaum: Ein Klüverbaum ist ein Baum, der aus dem Bug des Schiffes, in einem Spitzen Winkel zu den Masten, ragt. An ihm können die dreieckigen Klüversegel getakelt werden.
Lateinersegel: Ein Lateinersegel ist ein dreieckiges Segel, das an einer Rah befestigt ist, die längs und mittig am Mast angeschlagen ist. Es ist ähnlich eines Gaffelsegels, nur dass es größer ist.
Linienschiff: Linienschiffe waren die Standardkriegsschiffe vom 17.- bis zum 19. Jahrhundert. Die Formation der Flotten war eine lange gerade Linie, die mehrere Kilometer lang sein konnte. Das Flaggschiff segelte an der Spitze des Konvois, deshalb musste die gesamte Flotte mit derselben Geschwindigkeit segeln, wie ihr Flaggschiff. Sie wurden in ihre Anzahl der Kanonen eingeteilt:
1. Klasse: 100 - 130 Kanonen
2. Klasse: 80 - 100 Kanonen
3. Klasse: 64 - 74 Kanonen
4. Klasse: 40 - 50 Kanonen
5. Klasse: 28 - 38 Kanonen
6. Klasse: 16 - 24 Kanonen
7. Klasse: unter 16 Kanonen
Mephisto: Mephisto wird in der Literatur als einen Teufel dargestellt. In Faust von Johann Wolfgang von Goethe wurde er vollständig als Mephistopheles bezeichnet, der mit dem Doktor Faust die Wette einging. Schon Shakespeare nannte in seinen Werken den Teufel Mephistophilus. Er hat in vielen Werken ein Auftreten und wird gerne benutzt.
Mictlancihuatl: Mictlancihuatl ist die aztekische Totengöttin und die Gemalin von Mictlantecuhtli, dem Herrscher der Unterwelt Mictlan.
Royalsegel: Ein Royalsegel ist ein Rahsegel, das über das Bramsegel gefahren ist. Im Falle der Santa Cecilia ist dieses Segel nicht Standart der Betaklung, sondern wird nur bei schwachem Wind gehisst.
Schebecke: Eine Schebecke ist ein Dreimaster, der mit Lateinersegeln betakelt ist. Sie wird häufig von arabischen Seefahrern und Korsaren eingesetzt.
Sombrero Cordobés: Dieser Hut (Sombrero: span.: Hut) hat eine 8 Zentimeter breite und flache Krempe und einen 12 Zentimeter hohen konischen Kopf. Er wird hauptsächlich von andalusischen Reitern benutzt und ist im 19. Jahrhundert Bestandteil der meisten Flamenco-Tänzer. Schon im 17.- und im 18. Jahrundert wurde er von einfachen Bauern und gewöhnlichen Bürgern in Spanien getragen. Zu früher Zeit war er aber meist unregelmäßig und die Krempe leicht gewellt. Ab dem 18. Jahrhundert wurden die Hüte gerader.
Stag: Die Stag ist das Seil, das den Klüverbaum mit dem Vormast verbindet. An ihr werden Focksegel gehisst.
Stagsegel: Stagsegel sind dreieckige Segel, die zwischen Masten, aber auch zwischen Vormast und Klüverbaum gehisst werden können. In dem Fall heißen sie Klüversegel.
Taverne: Eine Taverne (Taverne: lat.: Gasthaus) ist eine Schenke mit Unterkunftsmöglichkeiten.
Teniente: Teniente ist die spanische Bezeichnung für Leutnant.
Wanten: Die Wanten sind Seile, die einen Mast an der linken und rechten Seite stützen, damit dieser nicht vom Wind umgeknickt werden kann. Auf Rahseglern und großen Gaffelschonern sind an den Wanten noch Webleinen angeknotet, damit die Matrosen den Mast hinaufklettern können, um Reparaturen durchzuführen, die Segel setzen oder einholen können.

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