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 Betreff des Beitrags: Space Pirates Teil I
Verfasst: Mi 17. Mai 2006, 20:11 
DS9 - Quartiere

Es ist bereits früher Abend laut Stationszeit, und Frank brütet mit Whitford und Turner immer noch über den Passagierlisten und diversen Akten verdächtiger Personen, als sein Comterminal anfängt zu blinken und eine Nachricht für ihn eintrifft.
Frank ruft sie ab und schon beim Anblick des Absenders muss er leicht lächeln.
Jetzt ist er aber mal gespannt.
Mit jedem Wort, dass er liest wird sein Lächeln breiter, und schon schmeißt er sein Padd auf den Tisch und sieht hoch zu Whitford und Turner.
„Genug mit Überstunden, den Rest sehen wir morgen weiter durch.“
Whitford und Turner atmen sichtlich erleichtert auf, und Frank grinst und bedankt sich bei beiden für ihre Unterstützung, und beide verschwinden so schnell, als wenn der Teufel hinter ihnen her wäre. Wohl darauf bedacht, schneller weg zu sein als dass er es sich vielleicht noch anders überlegen könnte.
Frank grinst und wendet sich noch einmal seinem Terminal zu und gibt eine kurze Antwort ein.

Hallo spanische Prinzessin….

Der Pirat wird sich alle Mühe geben, den hohen Anforderungen Eurer Person gerecht zu werden und wird um 19.30 Uhr bei Euch sein, um Euch in eine fremde Welt zu entführen. Lasst Euch überraschen, Prinzessin.

Und er verbleibt mit einer zärtlichen Gratisprobe, der Pirat!


Frank grinst breiter und schickt die Nachricht ab, und ohne auf Antwort zu warten, verlässt er sein Büro und überlässt Foster alles weitere für die Nacht.
Jetzt ist Dienstschluss, und er hat vor, Carmen in ein nettes kleines Restaurant zu entführen, dass er letztens auf der Promenade entdeckt hat.
Ein kleines arabisches Restaurant, sehr gemütlich eingerichtet, mit Bauchtanz und jeder Menge kullinarischer Köstlichkeiten der arabischen Welt im Angebot.
Das „Effendi“ liegt auf der unteren Promenade ein bisschen versteckt, weiter hinten im etwas unbelebteren Teil der Promenade. Wie in tausend und einer Nacht sitzt man dort nicht auf Stühlen an langweiligen Tischen, sondern in kleinen Nischen auf weichen Kissen auf dem Boden. Alles sehr nostalgisch gehalten, aber urgemütlich.

Er sieht auf seine Uhr, während er sich auf den Weg zum Lift macht und stellt fest, dass er nicht mehr sehr viel Zeit hat. Es ist bereits 19.00 Uhr, und er wird die halbe Stunde damit vertreiben, sich noch schnell zu duschen und sich umzuziehen.
Ca. fünfundzwanzig Minuten später steht er in seinem Schlafraum fertig angezogen und legt gerade seine Ringe an. Er hat sich wie so oft für ein legeres Outfit entschieden. Eine dunkelblaue Jeans, ein weißes T-Shirt, darüber ein blaues Hemd, dass er offen lässt, dazu dunkle Slipper, seine Kette, Uhr, Armband und zuletzt seine Ringe. Seine Haare hat er lediglich mit einem Band lose im Nacken zusammengebunden, und bereits jetzt lösen sich schon wieder einzelne widerspenstige Haarsträhnen, aber er ignoriert es geflissentlich.

Ein Blick auf seine Uhr, und er zieht beide Augenbrauen hoch. Das schafft er pünktlich nicht mehr, wenn er den Weg mit dem Lift zurück legt, und eigentlich missbraucht er ungerne seine Privilegien als Sicherheitsleiter, aber manchmal muss man eben Prioritäten setzen und das tut er jetzt auch.
Ein kurzer Griff zu seinem Communicator, und er lässt sich in einem Ort-zu-Ort-Transport direkt vor Carmen Estebans Quartier beamen. Er verstaut den Communicator in seiner Hosentasche und sieht auf seine Uhr. 19.30 Uhr, perfekt.
Mit einem charmanten Lächeln und funkelnden Augen und jede Menge Kribbeln im Bauch betätigt er den Türsummer zu Carmens Quartier und verdrängt entschieden den Gedanken, dass es passieren könnte, dass sie ihm vielleicht doch noch einen Korb gibt.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 17. Mai 2006, 20:13 
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Zerrissenes Herzchen
Zerrissenes Herzchen
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Registriert: Mi 17. Mai 2006, 19:56
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DS9 - Quartiere

Das Duschen spart sie sich jetzt mal. Nach einem halben Tag am Meer und ausgiebigem Abbrausen im Anschluss hält Carmen es für unnötig, sich jetzt noch einmal unter den heißen Wasserstrahl zu stellen. Man kann auch alles übertreiben. Nachher wachsen dir noch Schwimmhäute zwischen den Fingern, chica!
So belässt sie es also dabei, sich am Waschbecken frisch zu machen und löst ihren Zopf, um sich das Haar ausgiebig zu bürsten. Dabei schweifen ihre Gedanken wieder zu Frank Cunningham und seiner Botschaft, und mit einem leichten Lächeln beißt sie sich auf die Lippen.

Sie kann nicht leugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Natürlich nicht zuletzt, weil er blendend aussieht. Aber das ist es nicht allein. Carmen kennt viele schöne Männer – Enrique ist ganz gewiss einer davon – aber eigentlich lassen sie sie alle kalt.
Bei Frank jedoch ist es anders. Er hat etwas an sich, das sie fesselt. Unruhig werden lässt. Jedesmal, wenn sie seinem funkelnden Blick begegnet, meint sie, ein Prickeln auf ihrer Haut zu verspüren, ganz so, als befände sie sich in der Nähe eines großen Stromgenerators, der ein statisches Feld um sie herum erzeugt und jedes einzelne Härchen an ihrem Körper summend und vibrierend dazu bringt, sich aufzurichten.
Amüsiert über diesen Gedanken, hält Carmen mit dem Striegeln inne und mustert sich im Spiegel. Der Vergleich mit dem Stromgenerator scheint ihr gerade treffend, denn durch die energischen Bürstenstriche haben sich einige Strähnen ihres langen Haares knisternd aufgerichtet und stehen jetzt von ihrem Kopf ab wie die langen Beine einer schwarzen Spinne.

Ein wirklich reizender Anblick!

Schmunzelnd nimmt sie ihr Parfum von der Ablage, verteilt ein wenig in ihren Handflächen und fährt sich mit ihnen über die dunkle Flut, die seidig schimmernd ihr Gesicht umrahmt und ihr bis tief in den Rücken hineinfällt. Das statische Fliegen hört auf, und ein warmer, fruchtiger Duft steigt ihr in die Nase, eine Mischung aus Orange und Vanille, ihr Lieblingsduft. Für den Moment versöhnt mit sich und der Welt verlässt Carmen das Bad, um sich umzuziehen. Dabei fällt ihr Blick durch die geöffnete Schlafzimmertür auf das Com-Terminal im Wohnzimmer, und es durchzuckt sie.
Es blinkt!

Carmen verschiebt das Umziehen auf später und beeilt sich, die Nachricht abzurufen. Und deaktiviert das Terminal einen Augenblick später wieder mit einem verschmitzten Lächeln.
“.. und er verbleibt mit einer zärtlichen Gratisprobe ..“ – Lieutenant, Sie sind eindeutig zu süß!
Carmens Lächeln verbreitert sich, doch dann durchzuckt es sie erneut. Neunzehn Uhr dreißig! Ruckartig reißt sie ihren Arm hoch und starrt auf die Uhr.
Ach du Schreck!!!
Nur noch zehn Minuten, und sie ist noch nicht einmal umgezogen!!!
Wie der Wind fliegt sie ins Schlafzimmer und reißt die Kleiderschranktüren auf. Und überlegt fieberhaft, was sie bloß anziehen soll.
Kleid? Rock und Bluse? Hose? – Kleid! .. Die Farbe, die Farbe .. Schwarz? Nein, hattest du schon. Rot? Hattest du auch schon .. Weiß?, Carmens Blick fällt auf ihr ruiniertes, cremefarbenes Strickkleid, dass sie tags zuvor getragen hat, als sie Miguel gefolgt ist. Warum zur Hölle hat sie es wieder in den Schrank gehängt und nicht sofort weggeworfen? Entschlossen, das jetzt nachzuholen, zerrt sie es heraus und wirft es mit plötzlich aufkeimender Wut durch die geöffnete Badezimmertür in Richtung Müllschlucker. Dann atmet sie befreit durch und richtet ihren prüfenden Blick wieder auf ihr Kleidersortiment. Ein leuchtend rotes sticht ihr ins Auge, ein oberschenkelkurzes, eng anliegendes Stretchkleid, vorne züchtig hoch geschlossen, dafür aber in einem tiefen, gewagten Rückenausschnitt beinahe ihre gesamte Kehrseite freilassend.
Was hast du denn vor, Carmenita? Du legst es doch nicht etwa darauf an, ihn zu verführen? Außerdem hattest du rot doch schon!
Mit einem kleinen Lächeln schiebt sie ihre gedanklichen Einwände einfach beiseite und zieht das Kleid heraus. Einige Augenblicke später umschmeichelt es ihre schlanke Figur aufs vorteilhafteste, und als sie sich, die dazu passenden hohen Sandalen an den nackten Füßen, schließlich im Spiegel betrachtet, nickt sie zufrieden. Er kann kommen, sie ist fertig.

Sie ist noch nicht fertig!!!!
Mit entsetztem Blick auf ihr Gesicht stellt Carmen fest, dass sie ganz vergessen hat, Miguels „Gunstbezeugungen“ wegzuschminken.
Unten hui, oben pfui, hm?
Was nützt ein schönes Kleid, wenn sie im Gesicht aussieht, als wäre sie vor die Wand gelaufen?

Eilig flitzt Carmen zurück ins Bad, dabei einen erschrockenen Blick auf ihre Armbanduhr werfend – zwei vor halb, verfllixt!! – und beginnt, hektisch in ihrem Schränkchen zu wühlen. Das Make-Up hat sie doch vorhin noch gehabt, carajo! – verdammt! Wo hat sie es nur hingesteckt?
Sie findet es in ihrem Zahnputzbecher. Wie zur Hölle ...?
Egal! Mit fliegenden Fingern verteilt sie es im Gesicht und bedenkt die farbenfrohen Stellen an Wange und Kinn mit einer großzügigeren Portion. Dann legt sie, wo sie gerade dabei ist, noch etwas Lippenstift auf, und da summt es auch schon an ihrer Tür.
Geschafft .. puh!
Ein letzter Blick in den Spiegel, dann eilt sie durch ihr Quartier hindurch zur Tür – zumindest so schnell, wie ihre hohen Schuhe es erlauben – streicht sich das Kleid glatt und atmet tief durch. Und öffnet.

Buenos tardes, Señor Pirat. Die Fregatte ist aufgetakelt und bereit zum Ablegen!“, erklärt sie Frank Cunningham mit einem fröhlichen Lächeln und versinkt dabei gleichzeitig wieder im Funkeln seiner goldbraunen Augen.
Wolltest du nicht auf Abstand gegangen sein, chica?

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 17. Mai 2006, 20:14 
DS9 – Quartiere / Efendi (arabisches Restaurant)

Die Türe zischt vor ihm auf und Frank schluckt beim Anblick der sich ihm da präsentiert, dass er ihre Worte kaum mitbekommt.
Sie sieht einfach göttlich aus. Wie eine Erscheinung. Keine spanische Prinzessin, ein Engel.
Frank schmunzelt dann doch, denn ihre Worte sind doch irgendwie zu ihm durchgedrungen.
„Also Fregatte würde ich jetzt nicht sagen, es handelt sich wohl eher um eine königliche Yacht.“
Sein Lächeln gerät verwegen, als er ihr seinen Arm hinhält und sie sich bei ihm einhakt.
„Bereit für einen Abend in tausend und einer Nacht, Prinzessin?“
Sie lächelt und er will verdammt sein, aber er hat noch kein süßeres Lächeln gesehen.
„Si, Señor Pirat, ich bin bereit.“

Frank lächelt und führt sie galant zum Turbolift und als er ihr den Vortritt überlässt, dass sie den Lift betreten kann, stockt ihm bei dem Anblick der sich ihm jetzt präsentiert noch mehr der Atem. Sein Mund wird ihm trocken und er blickt fasziniert auf ihren bloßen Rücken. Hat sich das Kleid und ihr Aussehen ihm von vorne schon als Knaller erwiesen, haut es ihn jetzt glatt um.
Er schluckt noch einmal und betritt hinter ihr den Lift und weist ihn an auf die untere Promenade zu fahren.

Die Fahrt dauert leider viel zu kurz und der Weg zum Efendi gestaltet sich ebenso viel zu kurz. Im Moment hätte er nichts dagegen gehabt, wenn es noch einmal einen stationsweiten Energieausfall gegeben hätte. Mit einem innerlichen Grinsen über sich selbst, stellt er fest, dass er beim letzten Mal schon genau denselben Gedanken gehabt hat und er fragt sich gerade, wer hier eigentlich wen überrennt.
Sie gehen vorbei an diversen Geschäften und kleineren Restaurants und Frank sieht sich mit aufmerksamen Blick um. Irgendwie kann er diese Gewohnheit nie so ganz lassen.

Dann jedoch ist der Eingang des arabischen Restaurants erreicht und Frank hält Carmen galant die Türe auf, lässt sie voran hinein gehen und folgt ihr auf dem Fuß. Es ist wirklich so, als würden sie in eine andere Welt eintreten, denn als sie eines der seidenen Tücher beiseite schieben, die den Eingang zusätzlich verdecken präsentiert sich ihnen Arabien wie es leibt und lebt.
Kleine Nischen mit vielen dicken einladenden Kissen und überall seidene und durchsichtige Tücher in den so typischen bunten arabischen Farben die diese Nischen voneinander trennen. An den Wänden sieht man Gemälde mit Motiven aus der Wüste oder von Basaren und überall verteilt hängen kleine Lampen von der Decke und verbreiten ein angenehmes warmes Licht. Ein Kellner kommt ihnen sofort entgegen und selbst er hat sich seiner Umgebung vollkommen angepasst, denn er trägt das für diese Welt so typische weite Gewand der Araber. Fehlt nur noch der Turban auf dem Kopf und er würde glatt als Scheich durchgehen.

Frank grinst und spricht leise mit dem Kellner und dieser betrachtet Carmen daraufhin äußerst interessiert und fast schon ehrfürchtig und bittet die beiden ihm zu folgen. Frank schmunzelt und nimmt die Hand von Carmen und zieht sie mit sich hinter dem Kellner her.
Ihren fragenden Blick ignoriert er fürs erste und gelangt an eine der wenigen etwas versteckteren Nischen, die nicht nur durch Tücher von den anderen getrennt ist, sondern auch zusätzlich noch durch viele grüne Pflanzen zusätzlich abgeschottet ist.
Es riecht nach fremden Düften hier und Frank weiß, dass es von den vielen einzelnen Räucherstäbchen kommt, die verteilt überall an den Wänden angebracht sind und dort vor sich hinschmoren und ihren angenehmen Duft im ganzen Restaurant verbreiten.

Noch bevor er sich auf eines der vielen Kissen niederlässt hält Carmen ihn an seinem Arm fest und fragt ihn das, was ihr wohl die ganze Zeit schon auf den Lippen gelegen hat.
„Was hast du ihm gesagt?“
„Ich habe ihm gesagt, dass du eine Prinzessin bist und dass ich den besten Platz haben möchte. Er hat mich gefragt, wieviele Kamele ich wohl für eine Prinzessin wie dich gegeben hätte. Ich sagte ihm drei ganze Herden.“
Frank bricht in schallendes Gelächter aus und lässt sich auf eines der Kissen sinken und sieht sie auffordernd an.


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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:04 
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Irrlicht
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DS9 - Quartiere / Kontrollraum

Zum wahrscheinlich hundertsten Mal an diesem Tag lässt Cavan sich die Stationszeit sagen.
„Es ist neunzehn Uhr und dreißig Minuten.“
Endlich! Es kann losgehen!
Aufatmend drückt er sich aus dem Sessel hoch, in dem er sich langsam den Hintern platt gesessen hat und hängt sich die kleine Tasche mit seinen Arbeitsutensilien über die Schulter. Dann holt er seinen Emitter aus der Hosentasche und überprüft noch einmal die Koordinaten, die Quark und Kamilah ihm genannt haben. Drei sind eingegeben – der Kontrollraum, das Sicherheitsbüro und das Shuttle, welches Lady Stuart für die Weiterreise organisiert hat. So weit, so gut. Fehlen noch der Zugang für die Umweltkontrollen und das Sedativum, und hier hofft Cavan einfach mal auf die Zuverlässigkeit des Ferengi, der ihm bislang noch keinen Grund gegeben hat, sie anzuzweifeln.
Hoffen wir für dich, dass es so bleibt, du Schlitzohr!
Cavans letzter Griff gilt seinem Phaser. Er kontrolliert die Energiezellen und die Einstellung, dann zögert er nicht länger und aktiviert den Emitter, eingestellt auf die Koordinaten des Kontrollraums. In einem bläulichsilbernen Wirbel entmaterialisiert er sich ...

... um sich Sekunden später am angepeilten Ziel Nummer eins wieder sammenzusetzen. Eilig sieht er sich um, die Waffe schussbereit erhoben. Doch seine Vorsicht erweist sich als unbegründet, es ist niemand zu sehen. Er ist allein.
Zufrieden steckt er den Phaser in seinen Gürtel und blickt sich suchend nach Quarks Hinterlassenschaft um. Der Raum ist nicht groß, und so muss er nicht lange suchen, bis er ein kleines Fläschchen und ein Padd mit dem Sicherheitscode und – wie freundlich – einer kurzen Beschreibung, wie man das Sedativum gezielt in das Sicherheitsbüro leitet, findet. Cavan ist sich sicher, dass er letzteres zwar auch so herausgefunden hätte, aber es erleichtert ihm die Arbeit dennoch und verschafft ihm etwas mehr Zeit, was in seinem knapp gehaltenen Terminplan nur von Vorteil sein kann.
Er schnappt sich Padd und Sedativum und begibt sich mit zügigen Schritten zur ständig aktivierten Kontrollkonsole, um sich Zugang zu verschaffen. Wie erwartet, leuchtet daraufhin ein Eingabefeld mit der Überschrift „Security Code“ auf, und er tippt den Code von Quarks Padd ab.
Wenn der Barmann ihn jetzt gelinkt hat, hat er ein Problem.
Und Quark bald keine Ohren mehr!!
Aber der Code wird akzeptiert, und ein Menü tut sich vor Cavans Augen auf, in dem die verschiedensten Bereiche der Station aufgeführt werden. Zielstrebig wählt er das Sicherheitsbüro und lässt sich das entsprechende Kontrollschema dafür anzeigen. So weit, so gut. Jetzt gilt es, das Sedativum ins System einzuführen, dass es genau am gewünschten Ort in die Luft geblasen wird. Und dazu sind zwei Dinge vonnöten: zum einen der reale Zugang zur Belüftung, den er mit Hilfe von Quarks Informationen schnell finden müsste und zum anderen eine Anweisung an das Kontrollsystem, dass die manuell eingefügte Komponente exakt im Sicherheitsbüro zur Anwendung kommt. Und die dürfte nicht allzu schwer zu geben sein, jetzt, wo er das entsprechende Kontrollschema schon aufgerufen hat.
Aber zuerst das Sedativum!
Die kleine Flasche in seiner Rechten, wirft er einen kurzen Blick auf seine Armbanduhr – neunzehn Uhr und sechsunddreißig Minuten – dann überfliegt er Quarks Instruktionen und steuert schließlich eine kleine aufklappbare Wandtafel an. Er öffnet sie und sieht sich mit mehreren Leitungen konfrontiert, die allesamt im Irgendwo verschwinden, die aber an diesem Knotenpunkt eine Zugangsstelle haben, wie mehrere, nebeneinander liegende und völlig gleich aussehende Ventile verdeutlichen. Cavan checkt das Padd, dann entscheidet er sich für das linke, äußere Ventil und steckt die Flasche mit dem Sedativum in eine Schnappvorrichtung, dass sie an der Leitung anliegt und mit der passenden Öffnung gegen das Ventil gedrückt wird. Ein leises Zischen erfolgt, dann ein Klacken, als das Ventil sich wieder geschlossen hat, und Cavan nimmt die nun leere Flasche wieder aus der Schnappvorrichtung und steckt sie in seine Tasche. Nur nicht mehr zurücklassen als unbedingt notwendig – so lautet stets seine Devise.
Im Anschluss daran wendet er sich wieder dem Terminal zu, und siehe da, das System hat kapiert, was Cavan von ihm will und von selbst die Frage gestellt, ob die manuell eingeführte Komponente am markierten Bereich „Sicherheit“ aktiviert werden soll. Er antwortet mit einem „Ja“.
Eine Zeit wird ihm daraufhin angegeben – zwei weitere Minuten, die er warten muss, bis das Gas sich an Ort und Stelle verbreitet, und, wie Quark ihm mitgeteilt hat, eine weitere, bis es seine Wirkung tut. Cavan programmiert seinen Emitter also darauf, die zweiten Koordinaten in genau drei Minuten anzuvisieren.
Und um genau neunzehn Uhr und fünfundvierzig Minuten entmaterialisiert er sich.
Aufgepasst, Spatz! Dein Pirat ist im Anmarsch!


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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:05 
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Zerrissenes Herzchen
Zerrissenes Herzchen
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DS9 - Efendi

Erstaunt über sich selbst stellt Carmen fest, dass ihr Herz ein paar Takte schneller klopft, während sie in Franks Begleitung ihrem unbekannten Ziel entgegen streben. Der Moment, in dem sie ihm die Tür geöffnet hat, ist wieder einmal ein knisternder gewesen, und jetzt, wo sie bei ihm eingehakt die Promenade entlang spaziert, spürt sie die Wärme seines Körpers nur zu deutlich an ihrem. Bewusst vermeidet sie es, ihn in diesem Augenblick anzusehen, denn sie weiß, dass sie über einiges verfügt, aber nicht gerade über schauspielerisches Talent, und würde er in diesem Moment einen Blick in ihre Augen werfen, wüsste er sofort, wie es um sie bestellt ist.
Meine Güte, du führst dich auf wie ein schüchternes Schulmädchen! Ich denk, du bist unglücklich in Cavan verliebt? Da sollte der Mann an deiner Seite dir doch eigentlich egal sein!

Aber Frank Cunningham ist ihr nicht egal, soviel zumindest weiß Carmen. Egal sind ihr auch nicht die interessierten Blicke, die diverse weibliche Passanten ihm zuwerfen und die sie an seiner Stelle – er scheint sie noch nicht einmal mitzubekommen - unwillig erwidert. In der Tat, sie nimmt bereits viel zu viel Anteil an dem, was Señor Pirat betrifft. Und fragt sich gerade, ob die Sache mit Cavan wirklich so schlimm ist. Ob sie wirklich in den Schotten verliebt ist.
Es hilft nur eines, um sich Klarheit zu verschaffen: Für einen Moment lang schiebt sie Franks Präsenz entschieden beiseite und ruft sich Cavans Bild ins Gedächtnis zurück. Sein Gesicht, seine schwarzfunkelnden Augen, seine zärtlichen, fordernden Hände .. die atemberaubend leidenschaftlichen Stunden, die sie mit ihm verbracht hat .. der Moment, wo er sie zurückgewiesen und ihr erklärt hat, dass er alleine geht .. der andere Moment, wo sie erfahren hat, dass er eben nicht alleine geht, sondern eine Frau mitnimmt, allerdings nicht sie ..
Glühend durchfährt es Carmen, als sie sich all dessen wieder bewusst wird, und sie hat Mühe, nicht aufzukeuchen und im Schritt zu verharren.
Es tut weh.
Gut!!
Dann ist sie jetzt wenigstens nicht dabei, den gleichen Fehler noch einmal zu machen und sich Hals über Kopf in den falschen Mann zu verlieben.
Der Leiter der Sicherheit .. bloß nicht!
Alles nur körperliche Anziehung, chica! Nichts ernstes.
Sie fährt auf Frank Cunningham ab, oh ja. Sie ist nicht so naiv, sich etwas anderes einzureden, dafür sind die Signale ihres Körpers einfach zu eindeutig. Er reizt sie, er verwirrt ihre Sinne, und sie hat überhaupt keine Schwierigkeiten damit, sich vorzustellen, wie es mit ihm im Bett wäre. Aber sie ist nicht dabei, sich in ihn zu verlieben. Und das wird auch so bleiben!
Zufrieden mit dieser Erkenntnis schiebt sie alle störenden Gedanken an Cavan fort von sich und konzentriert sich lieber auf die charismatische Begleitung an ihrer Seite. Und auf ihr Ziel, das sie gerade erreichen, ein arabisches Restaurant, wie sie erfreut und mit großem Interesse feststellt. Sie hat schon vielerlei fremdländische Gerichte zu sich genommen – auf einer Station wie dieser bleibt sowas gar nicht aus – aber arabisch gegessen hat sie noch nie!
Mit Neugier im Blick und einem kleinen Lächeln in den Mundwinkeln betritt sie vor Frank das Etablissement und sieht sich aufmerksam um.

Behagliches Dämmerlicht umfängt sie, hervorgerufen durch zahlreiche von den Decken hängenden und an den Wänden befestigten Öllampen, und ein intensiver Duft nach aromatischen Gewürzen hängt in der Luft sowie leise, fremdartige, leicht disharmonisch anmutende Klänge – die typischen Klänge arabischer Musik. Es gibt keine Tische, wie sie mit einem kleinen Schreck feststellt – wie um alles in der Welt soll sie sich mit diesem kurzen Kleid sittsam auf den Boden setzen? – sondern gemütlich aussehende, mit bunten Tüchern verhangene und dicken Kissen ausstaffierte Nischen, die zum Verweilen einladen. Und beinahe allesamt besetzt sind.

Immer noch darüber nachgrübelnd, welche unverfängliche Sitzposition wohl die beste sein wird, bekommt Carmen nur am Rande mit, wie ihr charmanter Begleiter mit dem Kellner spricht. Dann legt sich auf einmal Franks Hand um ihre, warm und fest – ein unbestreitbar gutes Gefühl – und er zieht sie mit einem kleinen, süßen Schmunzeln in den Mundwinkeln hinter sich her zu einer noch freien, etwas verdeckteren Nische, um sich dort mit ihr niederzulassen. Der Kellner, der sie in diese Ecke geführt hat, entfernt sich wieder von ihnen, doch nicht, ohne Carmen mit einem seltsamen Blick gemustert und sich mehrere Male vor ihr verbeugt zu haben, und mit verdutztem Blick sieht sie ihm nach und von ihm dann zu Frank und hält diesen davon ab, sich zu setzen.
„Was hast du ihm gesagt?“, fragt sie ihn, zu überrascht, um ihre vertraute Anrede zu bemerken.
Er grinst sie an und erwidert verschmitzt: „Ich habe ihm gesagt, dass du eine Prinzessin bist und dass ich den besten Platz haben möchte. Er hat mich gefragt, wieviele Kamele ich wohl für eine Prinzessin wie dich gegeben hätte. Ich sagte ihm, drei ganze Herden.“ Und damit lässt er sich in die Kissen plumpsen und lacht so herzhaft über seinen Spruch, dass Carmen gar nicht anders kann als kopfschüttelnd mitzulachen.
Sie sieht sich noch einmal nach dem Kellner um, der gerade neben einem weiteren steht und eindringlich auf diesen einredet, während sein Kollege sie mit größer werdenden Augen mustert, und sie beißt sich auf die Lippen, um nicht noch einmal aufzulachen.
„Möchtest du dich nicht setzen?“, hört sie Franks immer noch amüsiert klingende, warme Stimme, und zur gleichen Zeit fühlt sie eine sanfte Berührung an ihren nackten Unterschenkeln. Ein wohliger Schauer durchrieselt sie, und sie sieht mit klopfendem Herzen nach unten, in der Annahme, Franks Hand dabei zu erblicken, wie sie sachte über ihre bloße Haut streichelt. Aber statt seiner Hand begegnet ihr Blick zwei schrägen, grünen Augen, die zu einer hübschen schwarzen Katze gehören, welcher es offenbar gerade gefällt, ihr um die Beine zu streichen. Carmens Herzklopfen lässt nach, und sie begegnet Franks immer noch fragendem Blick – und wünscht sich für einen Moment, es wäre nicht die Katze gewesen, deren zarte Berührung sie gespürt hat!
Unwillkürlich bückt sie sich und nimmt den kleinen Vierbeiner hoch, um ihre Verlegenheit zu überspielen. Und immer noch sieht Frank sie abwartend an, jetzt mit einem unwiderstehlichen Lächeln auf den Lippen, das seine Augen noch intensiver funkeln lässt als sie es ohnehin schon tun.
Carmen räuspert sich und gibt der Katze einen kleinen Nasenstüber, ehe sie sie wieder auf dem Boden absetzt. Und sich zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit fragt, wie um alles in der Welt sie sich jetzt einigermaßen anständig vor ihrem unverschämt charmanten Begleiter niederlassen soll.
Frank selbst hat einem halben Schneidersitz den Vorzug gegeben, ein Bein dabei aufgestellt und einen Arm lässig übers Knie gelegt. Vollkommen ausgeschlossen, dass sie sich auch so hinsetzt. Beide Beine aufzustellen und mit ihren Armen zu umfassen, fällt ebenfalls weg. Bei beiden Varianten würde sie ihm einen derart unzüchtigen Blick unter ihr Kleid gewähren, dass ihr allein der Gedanke daran die Röte ins Gesicht treibt. Und das, wo sie normalerweise alles andere als schüchtern ist!
Aber im Stehen essen kann sie ja auch schlecht. Und je länger sie zögert, um so lächerlicher macht sie sich. Franks Lächeln wird ja jetzt schon zu einem breiten Grinsen – er hat ihr Dilemma natürlich durchschaut, macht aber nicht die geringsten Anstalten, ihr die Situation zu erleichtern, sondern scheint im Gegenteil seinen Spaß daran zu haben.
Ein schöner Kavalier bist du, Francisco!
Entschlossen, jetzt irgendetwas zu tun, nur nicht länger wie bestellt und nicht abgeholt herumzustehen, streift sie ihre hohen Sandalen ab und betritt mit ihren nackten Füßen die dicken, weichen Kissen. Dann kniet sie sich mit fast schon trotzigem Blick hin und setzt sich geishamäßig auf die Fersen – und muss doch lächeln, als sie das amüsierte Aufblitzen in Franks hübschen Augen sieht. Mit zuckenden Mundwinkeln sieht sie auf den Saum ihres Kleides, der nun noch nicht einmal mehr bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reicht und zupft erfolglos daran.
„Hättest du mir verraten, wo es hingeht, hätte ich mir etwas anderes angezogen, Francisco“, erklärt sie ihm in bemüht tadelndem Ton, lächelt dann aber offen, als die Katze von eben auf leisen Pfoten auf sie zugeschlichen kommt und dann auf ihren Schoß springt. „Ich habe nämlich eine Pluderhose in meinem Schrank, weißt du?“, fügt sie hinzu, den Blick jetzt auf das warme, pelzige Fellknäuel geheftet, das sich einmal um sich selbst dreht und sich dann schnurrend auf ihren Beinen zusammenrollt. Instinktiv hebt sie die Hand und krault das hübsche Tier hinter den Ohren.
Dann sieht sie wieder zu Frank auf und erschauert leicht unter seinem eindringlich musternden Blick.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:06 
DS9 - Efendi

Frank hat sichtlichen Spaß daran zuzusehen wie Carmen das Problem des Sitzens löst, oder des Hinkniens, wie sie ihm zeigt, als sie vor ihm Platz nimmt.
Er schmunzelt und sofort kommt das kleine Fellbündel von eben wieder zurück und springt auf ihren Schoß.
Das muss ein Kater sein. Sie fängt die männlichen Wesen mit ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung ein, wie das Spinnennetz die Fliegen.
Der Kellner kommt zurück, und Frank lächelt, als dieser sich schon wieder mindestens dreimal gegenüber Carmen und auch ihm verneigt, und insgheim nimmt er sich vor, irgendwann seinen Scherz aufzuklären. Aber noch nicht.
Er bestellt Wein und zwei der typischen arabischen Vorspeisen, die es hier zu genießen gibt. Weinblätter gefüllt mit Schafskäse und gebratene Auberginen mit einer Knoblauchquarkcreme, dazu Fladenbrot.
Sein Blick wandert aber wieder augenblicklich zu Carmen hinüber und mustert sie forschend. Er spürt es auch, das Knistern, die Spannung, die sich aufbaut, wenn ihre Blicke sich treffen und ineinander verharren.

Jetzt ist es wieder so weit, und Frank beugt sich lächelnd vor und streichelt den Kater mit einer Hand über dessen Rücken und dieser fängt laut an zu schnurren.
Ein amüsiertes Schmunzeln legt sich in Franks Mundwinkel und sein Blick wandert zu Carmens Augen.
„Du magst es wohl, wenn die Männer dir zu Füßen liegen, oder besser gesagt im Schoß“, sagt er leise mit einem verschmitzten Aufblitzen in den Augen und in diesem Moment berührt sein Finger zufällig die nackte, warme Haut an ihrem Oberschenkel, weil der Rücken des Katers zu Ende gewesen ist.
Es ist, als würde ein Funken überspringen und er einen kleinen Stromschlag bekommen, und Frank lächelt leicht und nimmt seine Hand wieder zurück.
Was er aber innerlich genießt, ist der kleine Schauer, der ihn durchrieselt hat und das Kribbeln in seinem Bauch verstärkt hat.
Er ist dankbar, dass im gleichen Moment der Kellner wieder zurück kommt und den Wein und die beiden Vorspeisen bringt.
Er stellt alles vor ihnen beiden ab und scheucht den Kater aus dem Schoß der Prinzessin fort und verbeugt sich dreimal entschuldigend mit den Worten, dass dieser schlimme Kater jedes Mal versucht hier zu naschen und die Gäste belästigt. Dann entfernt er sich wieder und lässt die beiden Gäste alleine zurück.

Frank schmunzelt und nimmt sein Glas Wein und sieht Carmen direkt in ihre dunklen, funkelnden Augen.
„Auf die Prinzessin aus tausend und einer Nacht und darauf, dass sie mir ihre Gunst gewährt hat mit ihr hier speisen zu dürfen.“
Wieder ein schelmisches Funkeln in seinen Augen, als er einen Schluck von seinem Wein trinkt.
Er stellt das Glas wieder ab und nimmt eine der gerollten und gefüllten Weinblätter auf.
„Du wirst es mögen, es schmeckt wirklich vorzüglich“, sagt er leise und hält es ihr auffordernd entgegen.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:09 
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Zerrissenes Herzchen
Zerrissenes Herzchen
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Registriert: Mi 17. Mai 2006, 19:56
Beiträge: 527
DS9 - Efendi

¡Santa Maria, madre de Dios, hágalo otra vez! – Heilige Maria Mutter Gottes! Mach das nochmal!!!

Die hauchzarte Berührung seiner Hand an ihrem nackten Oberschenkel hat Carmen glattweg den Atem geraubt, und nicht fähig, auch nur irgendetwas auf seine Worte zu erwidern, starrt sie Frank aus dunkel schimmernden Augen an. Beredtes Schweigen macht sich zwischen ihnen breit, in dem ihre Blicke mehr sagen als jedes gesprochene Wort es könnte, und Carmen, immer noch unter Strom stehend durch die Flut der Gefühle, die er soeben in ihr hervorgerufen hat, hat Mühe, die Fassung nicht zu verlieren.

Der Kellner kommt und bringt ihr Essen. Carmen beachtet es nicht.
Er verscheucht die Katze, aber Carmen ist es egal.
Ihre Augen haften mit unverminderter Intensität auf Frank, und sie nimmt jede Facette seines Gesichts in sich auf, jede Nuance seines Blicks. Mit klopfendem Herzen und dem verrückten Wunsch, jetzt allein mit ihm zu sein, sich einfach vorzubeugen und ihn in die Kissen zu drücken und seine brennenden Küsse nicht nur auf ihren Lippen zu spüren, sondern am gesamten Körper.
„Auf die Prinzessin aus Tausend und einer Nacht und darauf, dass sie mir ihre Gunst gewährt hat, mit ihr hier speisen zu dürfen“, holt er Carmen in die Realität zurück und prostet ihr lächelnd zu. Dann nimmt er eines der gefüllten Weinblätter auf und hält es ihr hin. „Du wirst es mögen, es schmeckt wirklich vorzüglich“, erklärt er ihr mit leiser Stimme, und sein funkelnder Blick beinhaltet eine stumme Aufforderung.
Das Herzklopfen verstärkt sich wieder und ihr Atem geht schneller. Sie kommt seiner Aufforderung nach und probiert das Weinblatt. Aber sie nimmt es nicht etwa entgegen, sondern lehnt sich vor und stützt sich mit beiden Händen vor seinen Knien ab. Dann umschließen ihre Lippen sachte das Weinblatt, und ihre weißen Zähne graben sich langsam hinein, während sie ihren Blick keinen Moment lang von ihm nimmt.
Er hat Recht, es schmeckt vorzüglich.
Sie kaut ohne Eile, immer noch auf Händen und Knien vor ihm und ihm nah, so nah. Es ist ihr egal, ob der Kellner jetzt vielleicht zurückkommt oder nicht. Ob die kniende Pose einen verfänglichen Eindruck macht und sie vollkommen unprinzessinnenhaft aussehen lässt. Ihr Blick schweift zu Franks lächelndem Mund, und sie beißt noch einmal vom Weinblatt ab. Und weiß genau, dass es etwas gibt, das noch besser schmecken würde als das, womit er ihr gerade in einer erneuten Aufforderung sachte über die Lippen streift.
Carmen ignoriert die Aufforderung diesmal, beachtet das Weinblatt nicht länger, sondern schiebt sich mit ihren Knien vorsichtig durch die zwischen ihnen stehenden Teller hindurch, bis sie ihm so nah ist, dass die Wärme seines Körpers gegen ihren strahlt und sie seinen Atem an ihren Lippen spürt.
Und dann küsst sie ihn. Zärtlich und sinnlich zugleich, schmeckt den fruchtigen Wein, den er soeben getrunken hat und der sich mit dem Geschmack des Weinblatts vermischt, und sie schmeckt mehr. Ihn! Und es berauscht sie.
Weich und warm liegen seine Lippen auf ihren, sanft neckt seine Zunge sie, umspielt die ihre und ruft ein prickelndes Erschauern in Carmen hervor, das ihren Körper mit einer leichten Gänsehaut überzieht. Sie könnte ihn ewig so weiterküssen, und doch löst sie sich von ihm, beißt sich lächelnd auf die Lippen und sieht ihn mit einer Mischung aus Laszivität und Verlegenheit an. „Du hast Recht, Francisco“, raunt sie leise und streichelt ihn mit ihrem dunkel glänzenden Blick, „es schmeckt wirklich vorzüglich.“ Ihr Lächeln vertieft sich etwas, doch dann zieht sie sich von ihm zurück, mit den langsamen, geschmeidigen Bewegungen einer schleichenden Katze, bis sie wieder auf ihren Fersen sitzt und der Abstand zwischen ihm und ihr ein schicklicher ist. Schließlich greift sie ebenfalls nach einem der Weinblätter und beginnt zu essen, als ob nichts gewesen wäre.
Doch der Ausdruck ihrer Augen, die nach wie vor schimmernd auf Frank Cunninghams attraktivem Gesicht ruhen, spricht eine andere Sprache.

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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:10 
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Irrlicht
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DS9 - Sicherheitsbüro

Stille umfängt Cavan, als er sich, die Hand am Phaser, im Sicherheitsbüro materialisiert. Sofort fällt sein Blick auf zwei wie leblos auf die Platte ihrer Schreibtische niedergesunkene Offiziere, die, wenn Quarks Aussagen zutreffen, für die nächste halbe Stunde außer Gefecht sein dürften. Cavan vertraut dem Ferengi. Das hat er in dem Moment beschlossen, in dem er sich ohne zusätzliches Atemgerät hierher gebeamt hat, denn – ebenfalls gemäß Quarks Aussagen – zersetzt sich das Gas innerhalb kürzester Zeit in einer Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre. Zu schnell, um Cavan jetzt noch zu schaden, nicht schnell genug, um die Offiziere schadlos davon kommen zu lassen.
Und Cavan hat Recht gehabt, seinen Instinkten und dem Barmann zu vertrauen. Er verspürt keinerlei Benommenheit oder Schwindel, die Luft ist im wahrsten Sinne des Wortes rein.
Also los!
Prüfend wirft er einen Blick auf die teils gläserne, teils metallene Tür, die zur Promenade führt. Ihm bleibt nicht nur aufgrund der kurzen Wirkungszeit des Gases und Kamilahs knappem Abflugtermin wenig Zeit für seine Aufgabe. Es besteht durchaus die Gefahr, dass jemand von draußen auf die Vorgänge im Büro aufmerksam wird. Zwar müsste dieser Jemand schon gezielt einen Blick hineinwerfen, aber wenn Cavan eins gelernt hat in seinem Leben, dann, dass solche Zufälle immer in den ungeeignetsten Momenten geschehen. Es gilt also, sich in mehr als einer Hinsicht zu beeilen!

Flugs packt er seine CUU aus und knackt den Code an der Tür zum Arrestzellenblock. Es dauert keine Minute, bis das kleine Gerät ihm die Zahlenkombination anzeigt, und keine weitere Minute ist vergangen, bis er Jackies Zelle gefunden hat. Sein Herz zieht sich für einen Moment krampfhaft zusammen, als er sie in sich zusammengesunken auf der Pritsche liegen sieht, das Gesicht von ihren Haaren begraben und ein Arm zu Boden hängend.
Sie ist nur bewusstlos, lad!! Kein Grund, sich jetzt Sorgen zu machen. Hol sie raus und mach, dass du wegkommst mit ihr, ehe jemand etwas bemerkt!
Mit drei großen Schritten ist Cavan an ihrer Zelle und legt die CUU an der Schalttafel für das Kraftfeld an. Zum keine Ahnung wievielten Mal beglückwünscht er sich dazu, sich dieses nützliche, wenngleich schweineteure Teil angeschafft zu haben. Zumindest in solchen Fällen öffnet es Tür und Tor.
Und gibt dir die Frau zurück, die dir so viel bedeutet!
Mit einem leisen Summen deaktiviert das Energiefeld sich und gewährt ihm Zugang zu Jackie. Cavan verstaut die CUU in seiner Hosentasche und kniet sich eilig vor sie, um ihr das Haar aus dem Gesicht zu streichen und mit zwei Fingern nach ihrem Puls zu fühlen. Stark und regelmäßig. Es geht ihr gut.
Durchatmend steht er auf und nimmt sie auf seinen Arm. Erst mal raus aus der Zelle. Dann zum zweiten Teil seines Vorhabens, denn Jackie zu befreien, ist nicht sein alleiniges Ziel gewesen. Er trägt die süße Last in seinen Armen in den Gang hinaus, vergewissert sich dort mit einem schnellen Blick in Richtung Büro, dass noch alles beim alten ist, dann geht er in die entgegengesetzte Richtung und betritt die nächste Zelle.
Wie er erwartet hat! Zelle Nummer zwei beherbergt einen ganz besonderen Freund von ihm, Mister Miguel Sanchez, und um den wird er sich jetzt ebenfalls kümmern.

Wenn Cavan auch wegen Jackie mit Carmen gebrochen hat, so heißt das noch lange nicht, dass die kleine, spanische lass ihm nichts bedeutet. Im Gegenteil, er mag sie sehr, immer noch, und er ist sich sicher, wäre ihm nicht der Spatz dazwischen gekommen, hätte es durchaus funktionieren können zwischen ihnen beiden. Sie haben harmoniert miteinander, in vielen Dingen gut zueinander gepasst.
Doch letztlich hat sich alles anders entwickelt, und Cavan bedauert es nicht. Einzig die Tatsache, dass er Carmen weh getan hat, läuft ihm nach. Das und die Schweinerei, die Sanchez mit ihr abgezogen hat. Aber um das zumindest im Ansatz ein wenig wiedergutzumachen, ist er jetzt hier. Er wird Miguel Sanchez aus dem Arrest herausholen. Nicht etwa, um ihn freizulassen, sondern um ihm einen gehörigen Denkzettel zu verpassen. Der Dreckskerl wird sich noch wünschen, nie seine Hände an Carmen Esteban gelegt zu haben! Und um genau das zu erreichen, hat Cavan sich etwas ganz Spezielles für diese Mistratte einfallen lassen.

Entschlossen legt er Jackie vor Sanchez’ Zelle ab und deaktiviert mit Hilfe seiner CUU auch dieses Kraftfeld. Dann packt er den Bewusstlosen am Kragen und schleift ihn hinaus, seine Sinne dabei ständig auf die Tür und den Gang davor gerichtet, um nicht noch zu guter Letzt böse überrascht zu werden. Er legt den Spanier neben Jackie ab – mit einem Anflug von Widerwillen, denn am liebsten sähe er ihn so weit weg von seinem Mädchen wie möglich. Aber für den Beamvorgang ist es unerlässlich, dass sie dicht beeinander bleiben, also achtet Cavan lediglich darauf, dass er mit Jackie nicht in Berührung kommt. Dann schiebt er die CUU in seine Tasche zurück und holt den Emitter heraus, um Ziel Nummer drei anzupeilen: die vorprogrammierten Koordinaten von Kamilah Stuarts Shuttle.
Mit einem letzten Blick zur Tür aktiviert Cavan den Emitter. Und um neunzehn Uhr und sechsundfünfzig Minuten entmaterialisiert er sich gemeinsam mit zwei ahnungslos schlummernden Begleitern.

Genau zehn Minuten, bevor man die Flucht zweier Gefangener entdeckt und der Alarm losgeht.


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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:12 
DS9 - Efendi

Am liebsten hätte er sie gepackt und in die Kissen gedrückt und nie mehr aufgehört sie zu küssen.
Leise Schauer rieseln durch ihn hindurch und er bereut es gerade sehr, dass sie nicht auf einem Holodeck sind, oder in einem Quartier, denn dann könnte er seinen Wunsch wahr machen und würde sie die ganze Nacht so küssen.
Ihr so nahe sein. Ihre Nähe ist es, die ihn dermaßen berauscht und die von ihm jede Menge Selbstbeherrschung abverlangt, vor allem, als sie sich wieder von ihm löst und sich zurück an ihren Platz begibt.
Ihre Augen jedoch sprechen eine deutliche Sprache und sein Blick ist nicht minder intensiv und sagt deutlich aus, dass es ihm gefallen hat, was sie getan hat.
Du bist hier, um mit ihr zu essen und nicht sie zu vernaschen, Frank
Frank muss schmunzeln und lehnt sich ein wenig in die Kissen zurück, als wenn dies den Sicherheitsabstand vergrößern würde und ihn davon abhält sie noch einmal zu berühren.

„In der Tat war das äußerst köstlich ...“ sagt er mit leiser Stimme „... und ich werde gerne bei Gelegenheit mehr davon probieren...“ fügt er noch leiser hinzu mit einem deutlichen Funkeln in den Augen.
Vergessen sind die Vorspeisen, das einzige was gerade zählt sind ihre Augen, die seinen Blick gefangen halten und er hat gerade das Gefühl, dass sie sich unterhalten ohne auch nur ein Wort zu wechseln.
Eine eindeutige Sprache halt.

Und in diesem Moment verflucht er seinen Job wirklich, denn sein Communicator piepst eindringlich in die knisternde Atmosphäre und sofort ist er ernüchtert. Wenn man ihn stört, muss es wichtig sein und mit einem entschuldigenden Blick zu Carmen tippt er auf sein kleines Gerät und meldet sich.
„Cunningham hier, was gibt es Lt. Foster?“
“Es hat einen Einbruch in den Arrestblock gegeben, zwei Gefangene sind entflohen, Sir.“
Frank versteift sich und sofort wird der Ausdruck in seinem Gesicht sachlich und unnahbar.
„Ich komme sofort, Cunningham, Ende.“
Er beendet die Verbindung und sieht Carmen zerknirscht an.
„Ich hätte mir gewünscht, dass gerade heute Abend einmal nichts passiert. Aber du hast es selbst gehört.“
Aufseufzend winkt er dem Kellner und begleicht die Rechnung und steht auf, sieht auf Carmen hinunter und hält ihr seine Hand hin.
„Ich bringe dich noch zu deinem Quartier zurück, wenn du möchtest.“
Carmen jedoch schüttelt den Kopf und sieht lächelnd zu ihm hoch.
„Geh ruhig, Francisco. Ich werde noch in meine Bar gehen.”
Frank zögert noch einen Moment, doch dann nickt er leicht, zieht sie jedoch an sich und küsst sie lange und zärtlich.
Und wieder berauscht es ihn und es fällt ihm schwer sich von ihr zu lösen, weil das Kribbeln in seinem Bauch einfach zu wohltuend ist und die Gänsehaut auf seinem Körper ihres dazu beiträgt.
Aber er tut es, löst sich von ihren Lippen und lächelt mit funkelnden Augen auf sie hinunter.
„Der Pirat braucht etwas, dass ihn an das hier erinnert und das ihm die nächsten einsamen Stunden erleichtern wird. Ich werde mich bei dir melden, Prinzessin....“
Nach seinen letzten Worten dreht er sich herum und verlässt das Restaurant und begibt sich in Richtung Sicherheitsbüro.

Gerade als er es betritt kommt Lt. Whitford angerannt und hätte ihn fast umgerannt in ihrem Eifer und Frank muss trotz der schwierigen und ernsten Situation schmunzeln.
„Na, wer ist denn da so übereifrig?!“
Whitford grinst ihn an und beide betreten sie das Büro, in dem helle Aufregung herrscht.
Die zwei Offiziere, die heute Dienst im Zellentrakt hatten sitzen auf zwei Stühlen und werden gerade von Lt. Foster befragt. Es hat sich wohl herausgestellt, dass man ein betäubendes Gas durch die Umweltkontrolle direkt in den Zellentrakt eingeschleust hat und dass dann jemand die zwei Gefangenen befreit hat.
Frank runzelt die Stirn und sieht Foster ernst an.
„Welche Schiffe haben heute Abend abgedockt?“
„Drei Sir, ein Shuttle, dass jedoch vor dem Abflug durchsucht und gescannt wurde und zwei Passagierschiffe. Eines in Richtung Erde, das andere mit Ziel Risa.“
„Rufen Sie die Schiffe und informieren sie sie, dass sie vermutlich entflohene Sträflinge an Bord haben. Sie sollen die Schiffe durchsuchen und sofort Meldung erstatten.“
„Das Shuttle. Ist der Flug autorisiert worden? Und wer ist an Bord des Shuttles?“
Foster dreht sich zu Frank herum und hat soeben die Anweisung an die beiden Passagierschiffe herausgegeben.
„Lady Kamilah Stuart mit persönlicher Genehmigung von Captain Sisko. Sie fliegt nach Bajor und wird in ein paar Tagen wieder zurückkommen, Sir.“

Frank nickt und klammert das Shuttle aus. Es wurde durchsucht und gescannt, also dürfte es clean sein.
Bleiben die beiden anderen Schiffe. Aber Frank hat so eine Ahnung, dass diese Durchsuchungen nichts ergeben werden.
Grübelnd setzt er sich an seinen Schreibtisch und weist an, dass man die Station wieder einmal systematisch durchsucht, dass man nach den Biosignaturen von Sanchez und Sparrow scannen soll.
Donegal!
Der einzige Name der ihm durch den Kopf fährt, der ein Interesse daran haben könnte, dass Sparrow frei kommt.
Was er allerdings mit Sanchez vorhat ist Frank schleierhaft, denn immerhin ist Sanchez der Mann, der versucht hat ihn umzubringen. Ein Racheakt womöglich, aber warum sollte er ihn dann mitnehmen?
Frank hat gerade den Eindruck, dass es eine verdammt lange Nacht werden wird und verabschiedet sich von dem Gedanken einen netten und ruhigen Abend verbringen zu können in überaus netter und prickelnder Begleitung.


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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:13 
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Irrlicht
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DS9 – Shuttle nahe bei der Station

Das erste, was Cavan macht, als er sich mit Jackie und Sanchez auf Kamilahs Shuttle materialisiert: Er atmet tief durch.

Geschafft!
Zumindest der wichtigste Teil seines Vorhabens. Jetzt gilt es noch, abzulegen und möglichst schnell möglichst weit weg zu kommen, ehe das Verschwinden der beiden Gefangenen bemerkt wird.
Sein Blick heftet sich auf die beiden zu seinen Füßen liegenden Bewusstlosen, und so gerne er sich erst einmal um Jackie kümmern würde, Sanchez geht jetzt eindeutig vor. Cavan streift seine Tasche von der Schulter und öffnet sie. Nach kurzem Wühlen findet er, was er gesucht hat – ein Paar elektronischer Handfesseln.
Er kniet sich neben Sanchez hin und zieht dessen schlaffe Arme zu sich. Einen Augenblick später ist der Spanier zumindest im Groben gesichert. Um ihn aber auch von den letzten Unüberlegtheiten abzuhalten, wuchtet Cavan den zu seinem Leidwesen recht großen und schweren Mann aufs Bett und fixiert ihn dort mit einigen zusätzlichen Riemen, die er sich vor seinem Coup genau für diesen Zweck repliziert hat.
Fertig!
Er richtet sich auf und sieht eine Weile finster auf den Ohnmächtigen hinab.
Du wirst keine Hand mehr an ein Mädchen legen, mo caraid – Kumpel! Und an meinen Bauch auch nicht!

Dann wendet er sich von dem Schweinehund ab und kniet sich neben sein Mädchen. Und erst jetzt, wo er sich die Zeit nehmen kann, sie näher zu betrachten, bemerkt Cavan, wie schlecht sie in Wahrheit dran ist. Ihr regloses Gesicht ist kalkweiß und von einem leichten Schweißfilm überzogen, und dunkle Ringe umgeben ihre geschlossenen Augen. Außerdem meint er, zwei bittere Linien zu erkennen, die sich in ihre Mundwinkel eingegraben haben. Sie ist nicht lange im Arrest gewesen, eine Nacht und einen Tag – aber es scheint sie fertig gemacht zu haben.

Cavans Kiefer mahlen, und er darf es sich gerade nicht bildlich vorstellen, wie sehr ihre Klaustrophobie ihr zu schaffen gemacht haben muss.
Verdammte Schweine! Verdammter Cunningham!! Sie hätten sie auf die Krankenstation bringen müssen!!
„Du bist jetzt bei mir, Sporag“, murmelt er mit leiser, dunkler Stimme und streicht ihr zärtlich das Haar aus dem Gesicht. „Niemand wird dich mehr einsperren, so lange ich an deiner Seite bin!“
Er zieht sie vom Boden hoch, in seinen Arm, und kurz schweift sein Blick zum Bett. Besetzt! Natürlich.
Während Cavan noch überlegt, wo er Jackie am besten unterbringen kann, bis sie wieder wach wird, hört er Kamilahs laute Stimme: „Kannst rauskommen, Donegal! Wir sind clean!“
Gut, besser Jackie wacht im Cockpit auf als hier bei diesem Mistkerl. Er steht auf mit ihr, dann trägt er sie zur Tür hinaus und ins Cockpit hinein, um sie dort vorsichtig auf dem Copilotensessel abzusetzen.

„Was wird denn das jetzt?“, ranzt Lady Stuart ihn prompt an, und Cavan wappnet sich innerlich gegen die Auseinandersetzung, die unweigerlich folgen wird. „Warum legst du sie nicht aufs Bett, Donegal? Eindeutig bequemer - für sie wie für mich!“
„Das Bett ist besetzt“, gibt er knapp zur Antwort, ohne Kamilah dabei weiter zu beachten, denn im gleichen Moment regt sich etwas in Jackies Gesicht. Ihre Augen beginnen zu flattern. Dann stöhnt sie leise und dreht ihren Kopf in seine Richtung. Schließlich schlägt sie die Augen auf, langsam und offenbar unter großer Mühe. Und lächelt matt. „Hi Pirat. Wo zur Hölle hast du so lange gesteckt?“


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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:14 
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Zerrissenes Herzchen
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DS9 – Efendi

Mit einem nicht zu unterdrückenden Aufseufzen und einem Anfall von Wut sieht Carmen Frank nach, bis er durch die Restauranttür verschwunden ist.
iQué vaina!! iMenuda hostia! Por qué, carajo ..? - So ein Mist! Eine schöne Scheiße! Warum nur, verdammt ..?
Sie ist nicht sauer auf Frank. Wie könnte sie auch? Er macht seinen Job, und sie ist sich sicher, dass er ihn gut macht.
Aber warum bei allen Engeln und Heiligen konnte dieser Job ihn ausgerechnet heute nicht mal in Ruhe lassen? Es fing doch gerade an, sich gut zu entwickeln zwischen ihnen!! Es hat ordentlich geknistert und gefunkt, und immer noch spürt Carmen ein warmes Vibrieren in ihrer Magengegend und das Brennen seines zärtlichen Kusses auf ihren Lippen. Es hat so sehr nach mehr geschmeckt, und jetzt steht sie alleine hier, voll unerfülltem Verlangen und weiß noch nicht mal, wie sie den angebrochenen Abend totschlagen soll. Sie wird wohl wirklich ins „El Flamenco“ gehen, wie sie es Frank gesagt hat. Eigentlich hat sie es nicht vorgehabt, sondern nur vermeiden wollen, dass sie ihm mit der Verpflichtung, sie zurückbegleiten zu müssen, zusätzlich zur Last fällt. Aber in Ermangelung einer wirklich besseren Alternative – und allein im Quartier hocken und sich nach dem einen .. oder anderen? .. Mann zu verzehren, ist für sie keine – beschließt sie, ihrer spontanen Eingebung Folge zu leisten und Manolo noch ein wenig unter die Arme zu greifen. Nur an der Theke, kein Tanz mehr. Aber es wird sie ablenken von dem jetzt so unwillkommenen Kribbeln, das ihren Körper von den Zehen- bis zu den Haarspitzen erfasst hat und sie gerade vollkommen verrückt macht.

Sie seufzt erneut und nickt ihren Entschluss ab. Mit zwei Griffen hat sie ihre Sandalen wieder übergestreift, dann begibt sie sich ebenfalls zum Ausgang. Als der Kellner und sein Kollege sich allerdings kratzbuckelnd von ihr verabschieden und der „Prinzessin“ zum Abschied eine langstielige rote Rose überreichen und noch einen Korb voller arabischer Leckereien – wovon die meisten Süßigkeiten sind, wie sie mit einem Blick feststellt - verfliegt Carmens Wut so schnell, wie sie gekommen ist. Mit huldvollem Lächeln, innerlich jedoch breit grinsend, nimmt sie die Geschenke entgegen und beschließt gleichzeitig, Frank dafür bei nächster Gelegenheit die Ohren langzuziehen.
Dann schließt die Tür sich endlich hinter ihr, sperrt orientalische Musik und Düfte aus sowie die Frage, was aus dem Abend geworden wäre, wenn .. und die futuristischer anmutende Exotik des Promenadendecks hat sie wieder.
Das Gefühl des Bedauerns entschlossen abstreifend, reiht Carmen sich in den Strom der Passanten ein, ignoriert die Pfiffe und eindeutigen Bemerkungen der Männer, die offenbar Gefallen finden an der dunkelhaarigen Erscheinung in dem roten, rückenfreien Kleid und steuert mit zielstrebigen Schritten die nächste Wendeltreppe zur oberen Promenade an.
Vielleicht ist es ja heute voll in der Bar und sie kann sich in die Arbeit stürzen. Das scheint Carmen im Augenblick das einzige Mittel der Wahl zu sein, um nicht mehr an gewisse Dinge zu denken. Und ihren Hormonhaushalt wieder auf ein normales Level zu bekommen.

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Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:17 
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DS9 – El Flamenco (spanische Flamenco-Bar)

Enrique ist mal wieder auf dem „El Flamenco“-Trip. Eine ganze Zeitlang ist er es nicht gewesen, weil er mit der Bar auch Carmen hat meiden wollen, denn nicht jede ihrer Abfuhren hat er mit Leichtigkeit weggesteckt, auch wenn er es sich ihr gegenüber nie hat anmerken lassen.
Aber nach dem heutigen Tag, findet er, stehen seine Chancen wieder gut, und er hat beschlossen, wieder auf Enterkurs zu gehen. Und da er Carmen in ihrem Quartier nicht angetroffen hat, hat er sich vorgenommen, in ihrer Bar auf sie zu warten und darauf zu hoffen, dass sie hier auch auftauchen wird.
Was sie wohl noch vorgehabt hat heute abend? Er wäre wirklich noch gerne mit ihr essen gegangen, das hätte den Tag perfekt abgerundet.
Vielleicht hatte sie nach neun Stunden Enrique Gonzales einfach die Nase voll von dir, amigo!, gibt er sich selbst in einem kleinen Anfall von Zynismus zu bedenken, während er sich an Manolos Zigarillos bedient. Könnte er ihr wirklich nicht übel nehmen, obwohl er nicht den Eindruck gehabt hat, dass sie sich unwohl an seiner Seite gefühlt hat. Nun ja, warum auch immer sie nicht noch mit ihm hat ausgehen wollen, sie wird ihre Gründe gehabt haben. Dass er sie heute hat auf andere Gedanken bringen können, ist ihm schon viel wert gewesen. Und wenn sie nichts dagegen hat, wird er das auch in den nächsten Tagen versuchen. Immerhin ist er ihr Freund, wenn sie im Moment auch nicht mehr zulässt. Aber gerade letzteres könnte sich ja doch irgendwann mal ändern.

„Was meinst du, wieviel Sanchez kriegen wird?“, fragt er Manolo Tequila trinkend und spricht damit das aus, was ihn nach Carmens Gemütszustand am meisten beschäftigt. Allein der Gedanke an diese Mistratte lässt in ihm die Galle hochkochen. Sanchez kann froh sein, dass die Sicherheit ihn geschnappt hat. Hätte er ihn in die Finger bekommen, dann ...
„Wenn es nach mir ginge, bräuchten sie ihn gar nicht mehr rauszulassen!!“, erwidert Carmens Bruder barsch und mit einem Ausdruck blanken Hasses in den Augen, den Enrique nur zu gut nachvollziehen kann, weil er ebenso empfindet. „Ich hoffe, dass er zumindest ein paar Jahre in den Bau wandert“, fügt Manolo finster hinzu. „Für die versuchte Vergewaltigung wird er ja nicht allzu viel kriegen, aber für den Mordversuch an Donegal sicher einiges!“
„Mordversuch an Donegal? Wer ist Donegal?“, echot Enrique stirnrunzelnd.
Und dann erfährt er endlich ein paar Zusammenhänge, die Licht in Carmens lückenhafte Erzählung bringen. Und die ihm überhaupt nicht gefallen.
Sie ist in einen anderen verliebt, und darüber hat es offenbar Ärger mit Sanchez gegeben, was in dem Mordversuch an diesem Donegal und dem Vergewaltigungsversuch an Carmen gegipfelt ist.
Carmenita, was machst du nur für Sachen?
In einem Anflug von Resignation drückt Enrique den gerade eben erst angezündeten Zigarillo wieder aus und bestellt sich noch einen Tequila. Diese Frau bringt ihn noch um den Verstand!
„Ist sie noch mit Donegal zusammen?“, fragt er Manolo frustriert, nachdem er das nächste Glas gekippt hat, und er rechnet fest mit einem „Ja“. Den ganzen Tag über hat er gefühlt, wie sie mit ihren Gedanken und ihrem Herzen woanders gewesen ist. Er kennt sie inzwischen so gut, seine kleine niña, sie kann ihm nicht viel vormachen. Aber Manolo überrascht ihn dann doch, als er antwortet: „No, sie sind nicht mehr zusammen. Donegal ist wie vom Erdboden verschluckt, und ich hab das Gefühl, dass das auch so bleiben wird.“ Carmens Bruder wischt sich die Hände an einem Handtuch ab, dann schenkt er sich auch einen Tequila ein und lehnt sich über den Tresen zu Enrique hinüber, um mit nachdenklichem Blick fortzufahren: „Weißt du, ich glaube, er hängt in der Drehkörpersache mit drin. Du hast doch sicher auch davon gehört, dass den Bajoranern so ein heiliges Ding geklaut worden ist!“
Wer hat nicht davon gehört? Seitdem der Drehkörper verschwunden ist, steht die gesamte Station Kopf, und Enrique kann froh sein, dass es zumindest auf den Hunger seiner Gäste keinen Einfluss zu nehmen scheint, denn seine Haifischbar ist nach wie vor gut besucht.
„Si, naturalmente – Ja, natürlich“, antwortet er Manolo mit einem Nicken. Dieser Donegal hat also den Drehkörper gestohlen? Irgendwie ist Enrique das jetzt nur recht, denn das mindert die Wahrscheinlichkeit, dass er und Carmen noch einmal zusammen kommen könnten, doch sehr. „Und du meinst, er hat sich das Ding gekrallt und ist abgetaucht?“, hakt er nach, um ganz sicher zu gehen.
Manolo zuckt die Schultern. „Ich nehme es an. Carmen hat gesagt, man hätte sie eingehend nach ihm verhört. Ich hab keine Ahnung, ob sie wirklich was weiß. Sie erzählt ja nie etwas. Fakt ist aber, dass ich Donegal seit Miguels Messerangriff nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. Und früher war er regelmäßig hier. Denke schon, dass er in der Sache mit drinhängen könnte.“
Dann hat sie deshalb heute einen so niedergeschlagenen Eindruck beim Frühstück gemacht? Weil Donegal mit dem Drehteil abgehauen ist und sie sitzen gelassen hat?
Mitgefühl gesellt sich zu Enriques Erleichterung hinzu, einen Konkurrenten mehr aus dem Feld geschlagen zu sehen. Sie verliebt sich aber auch ständig in die Falschen!
Du solltest es wirklich mal mit mir probieren, mi conejito! – mein Häschen! Glaub mir, ich würde dich besser behandeln!
Als hätten seine Gedanken sie herbeigerufen, sieht er sie plötzlich durch den Eingang kommen, und sein Herz klopft ein paar Takte schneller bei ihrem Anblick. Wie schön sie ist! Mit einem weiß aufblitzenden Lächeln ihrer sinnlichen Lippen begrüßt sie Bekannte und Freunde, und ihr Lächeln vertieft sich, als ihr Blick auf Enrique fällt. Er erwidert es warm und lässt sie nicht mehr aus den Augen, bis sie ihm gegenüber steht – leider getrennt durch die Theke, aber immerhin wieder näher als noch Minuten zuvor.
„Dich werde ich heute wohl überhaupt nicht mehr los, hm?“, lächelt sie ihn so zuckersüß an, dass er ihr die frechen Worte beim besten Willen nicht übel nehmen kann. Enrique erwidert ihr Lächeln mit einem unschuldigen Blick und einem verräterischen Zucken in den Mundwinkeln. „Glaubst du, ich bin wegen dir hier, chica?“, heuchelt er gespielt entrüstet. „Das bin ich nicht! Ich bin gekommen, weil mir im „El Tiburón“ der Tequila ausgegangen ist“, erzählt er ihr das erstbeste, was ihm gerade einfällt. Natürlich gelogen. Und Carmen weiß das auch.
„Ach, der Tequila ist dir ausgegangen?“, fragt sie mit spöttisch hochgezogenen Augenbrauen nach und lässt ihn nicht im geringsten Zweifel darüber, dass sie da schon besserer Ausreden gehört hat. „Und jetzt sitzt du hier und sorgst dafür, dass er uns auch ausgeht, oder wie?“ Lächelnd lehnt sie sich ihm ein Stück entgegen, und Enrique muss schwer an sich halten, um sich nicht vorzubeugen und einfach seine Lippen auf ihre zu legen. Zu sehr schmeckt er noch ihren Kuss vom Nachmittag. Den ersten, seit sie sich kennen. Und das sind jetzt immerhin schon acht lange Jahre.
„Exactamente!“, erwidert er grinsend und bleibt auf Abstand. „Beschwer dich noch, bei den horrenden Preisen, die du deinen Kunden hier abverlangst! Würde ich es mir zur Gewohnheit machen, jeden Tag bei euch einzukehren, müsste ich mir bald einen zweiten Job besorgen!“
Sie lächelt immer noch, verführerisch und so nah. „Dann bleib doch einfach weg, Enrique“, säuselt sie ihm zu – so weit will er dann doch nicht gehen – und dreht sich mit einem veschmitzten Zwinkern um, um ihr langes Haar aufzustecken.
Und Enrique vergisst für einen Moment zu atmen.
Jesús Christo, chica – wärst du mit mir zusammen, dürftest du dieses Kleid nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit tragen!
Langsam fährt sein Blick über ihren bloßen, seidig schimmernden Rücken hinweg, ihre leicht gebogene Wirbelsäule entlang bis zur sanften Senke des unteren Rückgrats, der Stelle, an der anschmiegsamer, roter Stoff den Ansatz ihrer sich deutlich unter dem Kleid abzeichnenden, runden Pobacken verdeckt – ein Anblick, der ihm vom Nachmittag her noch vertraut sein müsste, und doch wirkt er jetzt, im Ausschnitt dieses sinnenverwirrenden Kleides, in dieser Umgebung, völlig anders. Weitaus erotischer.
Mit einem leisen Aufseufzen verfolgt er ihr unbewusst graziöses Tun, sieht zu, wie sie ihr Haar ein paarmal eindreht und dann leger mit einem Bleistift fixiert, und für einen Moment lang wünscht er sich, diesen verlockenden, schönen Rücken berühren zu dürfen. Streicheln zu dürfen.
„Tanzen wir, Carmen?“, fragt er sie deshalb spontan, weil das gerade die einzige Möglichkeit ist, die ihm einfällt, wie er ihr auf anständige Art und Weise näher kommen kann.
Und warum auch nicht? Sie ist nicht länger verlobt und Donegal auch nicht mehr aktuell. Sie ist frei und ungebunden. Und er wäre bescheuert, wenn er die Gelegenheit nicht nutzen würde.
„Tanzen, chico“, dreht sie sich mit einem spöttischen Lächeln zu ihm herum und krault ihn dann verschmitzt am Kinn. „Aber du kannst doch gar nicht tanzen!“
Enrique grinst. „Du darfst es mir gerne beibringen, Carmenita!“


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