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 Betreff des Beitrags: Re: Space Pirates Teil III
Verfasst: Mo 19. Sep 2011, 17:20 
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Leiter der Sicherheit
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Ja, es hatte ihr gefallen und irgendwie sah ihr die kleine Stoffhexe sogar ähnlich. Ich sagte das jetzt besser nicht, denn dann würde sie mich garantiert malträtieren. Bei diesem Gedanken musste ich schmunzeln, ergriff Gillys Hand und legte ihren Arm in meine Armbeuge. Händchenhalten wollte ich nicht. Irgendwie war es jetzt anders, seit ich mit Carmen gesprochen hatte und ich wollte Carmens Vertrauen in mich, nicht verlieren. Und da man hier auf der Station schneller im Buschfunktratsch landete, als einem lieb war, beließ ich es bei Gillys Arm in meiner Armbeuge. Sie zog mich freudestrahlend mit sich in den Turbolift hinein und wir fuhren zur unteren Promenade. Dort angekommen zog sie mich direkt zum Quarks und ich zog eine Augenbraue hoch. Aha, eine Holosuite also. Jetzt war ich noch mehr gespannt, was Gilly vorhatte und meine Geduld wurde immer weniger. Aber wir brauchten nicht lange zu warten, denn Quark wusste wohl schon Bescheid und gab Gilly den Code für Holosuite zwei. Oben angelangt blieb Gilly mit mir vor Holosuite zwei stehen, aber sie öffnete sich nicht. Fragend sah ich sie an und gewahrte ihren verschmitzten Blick.
„Augen zu!“ kommandierte sie mich herum und ich tat ihr den Gefallen und schloss meine Augen. Ich hörte, wie sie den Code eingab und die Tür aufzischte. Und schon zog mich Gilly auch schon in die Holosuite hinein. Sofort nahm ich den Meeresgeruch wahr, hörte Möwen kreischen und das Rauschen der Brandung. Ich schmunzelte und konnte mir fast denken, was sie vorhatte.
„Moooment noch …“ kam es wieder von ihr und sie zog mich noch ein Stück zur Seite, bevor sie den Befehl gab, dass der Ausgang verschwinden sollte.
„Und jetzt die Augen aufmachen, Überraschung!!!“
Ich öffnete meine Augen und obwohl ich schon eine leise Ahnung gehabt hatte, war ich doch überrascht. Es war tatsächlich der Leuchtturm und die Klippen davor. Mit einem Funkeln in den Augen sah ich mich um und sofort strömten Erinnerungen auf mich ein. Das war damals ein toller Urlaub gewesen und hier hatte ich Gilly das erste Mal geküsst. Ich war damals stolz gewesen, dass sie mich Mike vorgezogen hatte, denn der hatte es bei ihr auch versucht. Aber sie hatte mich gewollt und so waren wir auf den Leuchtturm gestiegen und …
Ich drehte mich zu Gilly herum und zog sie fest in meine Arme, um sie zu drücken.
„Das ist super. Wie hast du das nur geschafft? Komm lass uns sofort rauf steigen und sehen, ob alles genau wie damals ist.“
Ich ergriff ihre Hand und begann mit ihr die Klippen zu erklimmen. Hier war ich in meinem Element. Fehlte nur noch die Galeone, aber die gehörte nur meiner Prinzessin und keiner anderen Frau. Nicht einmal Gilly, die meine beste Freundin war, konnte ich mit auf dieses Schiff nehmen, weil es einfach zu besonders für mich war.
Am Fuß des Leuchtturms angekommen, saugte ich die Luft in meine Lungen und sah mich um.
„Es ist genau so, wie es damals war. Wunderschön und ursprünglich. Ich wollte immer mal wieder hierher zurück fliegen, aber irgendwie hat es nie mehr geklappt.“
Ich lächelte, als ich Gilly ansah und küsste sie auf ihre Wange.
„Danke, Gil, das ist wirklich toll.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Space Pirates Teil III
Verfasst: Mo 19. Sep 2011, 20:38 
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Söldner
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Registriert: Fr 18. Apr 2008, 20:20
Beiträge: 77
Jetzt hatte ich den Salat! Schakal hatte die Oberhand und sah es überhaupt nicht ein, mich an Jocey heran zu lassen. Sie wusste jetzt, was sie war, und sie hatte beschlossen, ihre Existenz dauerhaft zu manifestieren. Wie sollte ich Joce nur erreichen? Wenn es stimmte, was Schakal sagte und Joce zwar zu mir durchkommen wollte, es aber nicht konnte, hatte ich da denn eine Chance, ihr doch noch irgendwie zu helfen?
Und helfen wollte ich ihr. Ungeachtet dessen, dass wir nicht mehr zusammen waren. Über die Frage, ob sie nun irgendwie Schuld an dem Seitensprung trug oder nicht und ob ich ihr letztlich doch noch verzeihen konnte, wollte ich später nachdenken. Nachdem wir das Problem Schakal gelöst hatten. Doch so einfach würde die Sache wohl nicht werden. Was bei Quarks großen Ohren sollte ich jetzt tun?
"Du solltest eigentlich wissen, dass ich nur noch super und kein Offizier mehr bin", antwortete ich sarkastisch. "Und nein, wenn du mir nicht die Gelegenheit gibst, mit Jocelyn zu reden, werde ich ganz sicher nicht Parrish und Collins zur Hilfe holen." Ich zog meinen Phaser und richtete ihn auf Schakals Brust - wobei die Waffe natürlich auf Betäuben eingestellt war und nicht auf Töten. "Ich werde dich dann einfach ins Traumland schicken, dich mir über die Schulter werfen und dich persönlich zur Independence schleppen. Wo Browning es schon gelingen wird, dich so klein zu kriegen, dass es keinen mehr interessiert, ob du weiter in Joce existierst oder nicht. - Na? Was hältst du davon?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Space Pirates Teil III
Verfasst: Mo 19. Sep 2011, 21:22 
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Irrlicht
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Registriert: Mo 18. Mai 2009, 20:19
Beiträge: 10
Ich war so aufgeregt gewesen auf dem Weg in die Holosuite. Und jetzt, wo ich sah, wie sehr Frank sich freute und er mir auch noch einen Kuss auf die Wange gab, war ich einfach nur happy. Ohne Ende glücklich!
Für einen kurzen Moment war ich versucht gewesen, ihm mein Gesicht zuzudrehen, während er mich küsste, um seine schönen Lippen endlich wieder auf meinen zu fühlen. Aber es war klar, dass er mir das nicht gestattet hätte. Ich kannte ihn wie meine Westentasche. Früher, zu Akademiezeiten, da war er anders gestrickt gewesen. Konnte von den Mädels gar nicht genug bekommen, sehr zu meinem Leidwesen. Und die Mädels waren noch viel verrückter nach ihm - weshalb es nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis ich ihm nicht mehr genügte. Ein richtiger Schürzenjäger eben. Und nie wirklich mit dem ganzen Herzen bei der Sache.
Bei dieser Carmen war das anderes ... Gott allein wusste, warum. Sicher, sie war eine schöne Frau, wenn auch etwas klein geraten. Aber in meinen Augen war das alles. Sie war unzuverlässig, launisch und eine nachlässige Mutter. Sie hatte einen Dickkopf, sie hielt Frank unterm Pantoffel und sie setzte komische Prioritäten. Alles in allem keine Frau, mit der ich hätte befreundet sein wollen. Und noch viel weniger eine, die zu meinem Räuber passte. Das Dumme war nur, dass Frank das anders sah als ich. Irgendwie hatte diese kleine, spanische Hexe ihn an sich gebunden, und nun war er völlig auf sie fixiert. Weshalb es überhaupt keinen Sinn hatte, wenn ich versuchte, ihn anzumachen ... obwohl dieser Gedanke mir oft genug durchs Hirn flatterte. Das einzige, das mich ihm näher bringen konnte, war, für ihn da zu sein. Seine Sorgen mit ihm zu teilen, ihm zuzuhören, wenn er wieder einmal von seiner Frau an den Rand eines Herzinfarkts getrieben worden war, ihm ein Freund zu sein. Und um das noch eben klarzustellen, es war keine Berechnung, die mich dazu trieb, das alles für ihn zu tun. Auch wenn sich das gerade vielleicht so angehört haben mag. Ich liebte ihn. Schon seit dem Sandkasten. Und sein Glück war für mich wichtiger als mein eigenes. Darum wollte ich für ihn da sein. Ihm helfen und ihn beschützen. Vor den vielen kleinen und größeren Wunden, die seine Frau ihm immer wieder zufügte.

"Ich bin froh, dass es dir gefällt", antwortete ich ihm lächelnd und sah nach einem kurzen, verschmitzten Blick in seine wunderhübschen Augen verlegen auf sein Hemd. Aber nur kurz - dann wanderten meine wieder in die Höhe und versanken in seinen. Wie so oft ging etwas hypnotisches von ihnen aus, dem ich nicht widerstehen konnte.
"Aber", fuhr ich fort und wandte mich entschlossen von ihm ab, um wieder Herr über meine Sinne zu werden, "das ist ja noch nicht alles. Ich hab dir auch eine Überraschung versprochen, vergessen?"
Lächelnd blickte ich über meine Schulter zu Frank zurück, dessen weiß aufblitzendes Grinsen mir weiche Knie bescherte. "Doch die musst du dir erst noch erarbeiten!"
"Wie, erarbeiten? Ich hab zufällig längst Feierabend", kam es in gespieltem Protest von ihm. Ich musste lachen.
"Ein paar Langfinger am Tag einbuchten und Berichte schreiben nennst du Arbeit?", stichelte ich zurück. "Pfft! Da ist mein Job ja noch anstrengender!"
Ich betrat den Leuchtturm, der mich mit muffiger Dunkelheit empfing. Nichts gab es dort zu sehen außer einer steilen Treppe, die an der Innenseite des Turms gewunden in die Höhe führte, dabei zwei schmale Fenster passierte und schließlich in dem einzigen Stockwerk des Leuchtturms direkt unter dem Dach endete.
"Wenn du wissen willst, was für eine Überraschung ich für dich habe, dann musst du mit mir da hoch!" Ich deutete mit meinem Zeigefinger in die Höhe und grinste Frank dabei breit an. Oben auf dem Balkon des Turms - dort, wo Frank mich in der Vergangenheit zum ersten Mal geküsst hatte - stand ein gut gefüllter Picknick-Korb mit Hühnchen, Käse, Brot, Weintrauben, Erdbeeren, Champagner und einem dicken, runden Schokoladenkuchen. Und ich wusste ganz genau, dass Frank sich vor allen Dingen über letzteren freuen würde wie ein Schneekönig. Es gab nämlich nichts auf der Welt, das er so gerne aß wie Schokokuchen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Space Pirates Teil III
Verfasst: Di 20. Sep 2011, 16:57 
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Söldnerin
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Registriert: Di 4. Okt 2005, 07:53
Beiträge: 292
Ja, der Kerl würde das tun, dafür kannte Schakal ihn viel zu gut. Es war ja nicht so, dass die Erinnerungen des einen dem anderen verborgen blieben. Im Gegenteil, jede Persönlichkeit wusste genau, wer wann was getan hatte. Natürlich war Schakal nicht bereit, mir wieder Oberwasser zu geben. Sie wollte nur Will aus dem Weg haben und dann untertauchen und weiter mit ihrem Job machen. Ich wollte das nicht, aber ich war irgendwie ausgebremst und wusste nicht, was ich tun sollte, damit ich das Handeln bestimmen konnte. Aber plötzlich fiel mir was auf. Für den Bruchteil einer Sekunde blickte Schakal in den kleinen Spiegel schräg hinter Will. Wir konnten uns deutlich darin sehen, das heißt, ICH konnte mich darin sehen. Es war, als würde der Spiegel meine wahre Persönlichkeit freigeben, oder immer die, die gerade unterdrückt wurde. Ich wusste es nicht genau, aber ich hatte es deutlich erkennen können. Schakal natürlich auch, aber sie konnte das jetzt nicht nutzen, geschweige denn verraten. Sie fixierte Will mit ihrem Blick und rührte sich nicht.
„Ach, wirst du das tun, ja? Also gut … du kannst sie für zwei Minuten haben.“ provozierte sie ihn weiter, aber dann ließ sie plötzlich die Schultern ein Stück hängen und ihr Blick wurde melancholisch. Sie keuchte leise auf und ich fragte mich, was das sollte. Gleichzeitig wusste ich es aber auch schon. Sie wollte Will auf die falsche Fährte führen und sie wusste sehr genau, wie sie das anstellen musste. Ihre Stimme klang schwächer, als sie Will erneut ansprach und ihr Blick voller Reue und auch ein wenig Angst war.
„Will … ich ... weiß nicht wie …“ begann sie mit erstickter Stimme und fuhr sich mit einer Hand durch ihre Haare. Langsam streckte sie ihre Hand nach Will aus und ich konnte sehen, wie Will für einen Augenblick ins Zögern geriet. Genau das war es, was Schakal hatte erreichen wollen. Sie ging einen Schritt auf Will zu und legte ihre Hand an seine Wange. Er schoss nicht und so musste das passieren, was dann geschah. Schakal schlug mit voller Wucht und verdammt schnell auf Wills Waffenhand. Er verlor den Phaser und noch bevor er sich wehren konnte, trat ihm Schakal mit großer Kraft in die Seite, so dass er zur Seite kippte. Der Augenblick reichte ihr, um zur Tür zu laufen, den Öffner zu betätigen und aus dem Quartier zu verschwinden. Ich hatte nichts tun können, um das zu verhindern und ich konnte auch nicht verhindern, dass Schakal im Laufen ihren Emitter zog und sich entmaterialisierte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Space Pirates Teil III
Verfasst: Di 20. Sep 2011, 17:09 
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Registriert: So 14. Dez 2008, 20:55
Beiträge: 34
Tja, um an die Überraschung zu gelangen, mussten wir also die ziemlich steile und schmale Wendeltreppe hinauf steigen. Ich seufzte theatralisch laut auf, als ich begann die ersten Stufen zu erklimmen. Ziemlich langsam, als wäre ich ein alter Mann, dessen Knochen nicht mehr mitmachen wollten. Gilly begann zu lachen und mich hinauf zu schieben.
„Du bist nix mehr gewöhnt, alter Mann.“
Ich lachte und machte auf einmal Halt, dass sie in mich rein lief und dann begann ich in einem Affentempo die Treppen nach oben zu laufen. Laut lachend, aber auch etwas außer Atem kam ich oben an und schnaufte erst einmal tief durch. Dann drehte ich mich herum und sah Gilly entgegen, die Mühe gehabt hatte, mit mir mitzuhalten.
„Tja, wärest du bei der Sicherheit, wärest du jetzt besser im Training, Counselor.“
Ich wich ihrem gespielten Schlag aus und sah mich um. Sofort fiel mein Blick auf den Picknickkorb und die Decke, die ausgebreitet auf dem Boden lag. Mein Lächeln geriet zärtlich und warm, als ich Gilly wieder ansah und streichelte kurz ihre Wange.
„Hey, das ist eine ganz tolle Überraschung. Danke für alles Gilly. Ich hab’s bislang nicht oft gesagt, aber ich bin froh, dass du die letzten Wochen über, für mich da gewesen bist. Es hat mir sehr geholfen.“
Ich wartete ihre Antwort nicht ab, sondern zog sie direkt zur Decke, kniete mich darauf und spähte in den Korb hinein.
„Yaaahooooo!!! Ein Schokoladenkuchen. Du bist die Größte Gilly!“
Ich lachte und holte den Kuchen hervor und schnupperte mit genießerischem Blick daran.
„Ganz schön lange her, dass ich so einen gegessen habe. Viel zu lange. Das ist endlich mal wieder ein richtig toller Tag. Wir beide hier und Carmen und ich haben uns ausgesprochen und jetzt läuft es mit Sicherheit wesentlich besser zwischen uns, als in den letzten Wochen.“

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