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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Sa 7. Jun 2014, 21:26 
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Wichtel
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Die Fahrt dauerte nicht sehr lange. Ich hatte nicht noch einmal nach oben gehen müssen, um meine Waffen zu holen, denn ich trug sie immer bei mir, sobald ich mein Zimmer verließ. Egal wohin ich auch ging. Das war eine Angewohnheit, die mir allerdings auch schon das eine oder andere Mal hilfreich gewesen war. Wenn man diesen Job machte, hatte man irgendwie niemals Freizeit. Ein Privatleben war fast unmöglich, aber das wusste man, wenn man sich dafür entschied, für die CIA zu arbeiten. Die Fahrt verlief still. Niemand sagte ein Wort. Der Taxifahrer war Gott sei Dank auch einer der schweigsamen Sorte. Nur einmal sah ich Warren von der Seite her an und zwar, als wir das Ziel erreichten und ich ausstieg und ihm das bezahlen überließ. Strafe musste sein. Und wenn ich ihm halt so eins auswischen konnte. Dieser Gedanke entlockte mir ein Grinsen, als er ausstieg und mich ansah.
„Was?“ fragte ich mit unschuldigem Blick und ging an ihm vorbei in Richtung Nachtclub. Allerdings endete der Weg nicht vor dem Club, sondern in einer Seitengasse. Wir wollten ja nicht offiziell anklopfen, sondern durch die Hintertür reingehen. Ich hoffte, dass wir heute wenigstens einen kleinen Erfolg verbuchen konnten, denn zwei Besuche ohne auch nur etwas erreicht zu haben, passte mir überhaupt nicht. Es war so schon frustrierend, dass ich abends hier eher auf der Speisekarte stand, als auf der Seite, die das Heft in die Hand nahm. Aber jetzt bewegten wir uns in meinem Terrain. Es war hell, die Freaks schliefen und gegen alles andere konnte ich mich wehren. Ich wartete schon förmlich darauf, dass etwas passieren würde.
Wir erreichten das Ende des Gebäudes und es gab tatsächlich einen separaten Eingang. Eine Eisentür, welche natürlich verschlossen war. Ich griff in meine Jackentasche und holte eine kleine Ledermappe hervor und suchte nach einem passenden Dietrich. Mit einem Augenzwinkern blickte ich Warren an.
„Sowas lernt man nicht bei der CIA.“
Ich schmunzelte und machte mich daran, das Schloss zu knacken und nach ein paar Sekunden klappte es auch und wir konnten in den Club hinein. Ich zog meine Waffe und sicherte den Eingang, sah vorsichtig hinein und nickte, als die Luft rein war. Und schon waren wir drinnen und als die Tür sich wieder hinter uns schloss, war es für einen Augenblick so, als hätte man die Tür zu einer Gefängniszelle geschlossen. Ein mulmiges Gefühl wollte sich in meinem Inneren ausbreiten, aber ich verdrängte es schnell wieder. Ich rief mir in Erinnerung, dass diese Freaks jetzt schliefen und alles, was jetzt hier auf zwei Beinen unterwegs war, war jetzt „meine“ Beute.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Sa 7. Jun 2014, 22:03 
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Zwerg
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Wir kamen ohne Schwierigkeiten in den Club, und allein das machte mich schon mega misstrauisch. Ich meine, noch misstrauischer als ich sowieso schon war. Und das wollte was heißen!
Stiller Alarm etwa?
Cole warf eine kleine mitgebrachte Maglite-Taschenlampe an und sah sich um. Ich tat das ebenfalls und sah auch in die Ecken, die sie nicht beleuchtete. Dennoch erkannte ich dort jedes Detail, so als hätte jemand den Lichtschalter betätigt. Aus diesem Grund bemerkte ich auch die runde, in die Decke eingelassene Kamera, durch die uns zweifellos ein unbekanntes Auge beobachtete. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es hier rund ginge.
"Wo willst du zuerst nachsehen?", fragte ich meine Partnerin, die mir mit einem Mal sehr routiniert vorkam. Verständlich, denn genau das hier war ihr Ding. Beruflich gesehen. "Oben? Im Büro von diesem Gabriel? Oder hier unten in den hinteren Räumen?"
Vor denen hatten immer ein paar Gorillas gestanden Wache gehalten. Es schien dort also etwas zu geben, das verhältnismäßig wichtig war. Ein Drogenlabor vielleicht? Ich bezweifelte, dass Gabriel das Zeug da oben in seinem piekfeinen Etablissement zusammenbraute. Wenn er es denn überhaupt selbst tat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Sa 7. Jun 2014, 22:21 
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Wichtel
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Ich hatte die Kamera auch bemerkt und wusste, dass wir uns beeilen mussten, denn es konnte gut möglich sein, dass es auch hier bei Tag jemanden gab, der alles kontrollierte. Wenn hier Drogen hergestellt wurden, dann war das sogar ganz sicher der Fall. Warrens Frage ließ mich kurz einhalten und ich musste schmunzeln.
„Wenn ich eines gelernt habe, dann, dass das wichtige stets im Keller aufbewahrt wird. Besonders wenn es um Drogen geht.“
Ich deutete nach vorne, wo es noch ein Stück weiter ging und öffnete vorsichtig eine Tür nach der anderen, um einen Weg nach unten zu finden. Warren war offensichtlich derselben Meinung und folgte mir und die dritte Tür war ein Treffer. Sie war nicht mal verschlossen und das machte mich jetzt doch ein wenig misstrauisch. Entweder war man sich seiner Sache so sicher, dass sich keiner hier herein traute, oder es war eine Falle und man wartete, bis wir unten waren. Ich stockte im Schritt und sah Warren fragend an.
„Ok, Falle oder Dummheit?“ fragte ich leise. Jedoch war dies von meiner Seite eigentlich keine ernst gemeinte Frage gewesen, denn ich war mir schon sicher, dass ich da hinunter gehen würde. Zur Not würde ich mich hier heraus schießen. Ich wollte endlich weiterkommen. Warren schien das ähnlich zu sehen und nickte in Richtung Treppe, welche nach unten führte und ich musste kurz grinsen.
„Dachte ich mir doch!“
Ich ging voran, die Waffe im Anschlag und vorsichtig nahmen wir Stufe um Stufe, um immer weiter nach unten zu gelangen. Die Treppe war sehr breit, so dass wir nebeneinander gehen konnten. Für den Fall, dass wir abhauen mussten, wäre das schon mal nicht das schlechteste, denn so würden wir uns nicht gegenseitig behindern. Unten angekommen wurde es heller und komfortabler. Ein ungefähr fünfzig Meter langer Gang lag vor uns und von diesem gingen drei Türen ab. Der Gang war gut ausgeleuchtet und vorsichtig näherten wir uns der ersten Tür. Ich atmete tief durch, dann drückte ich vorsichtig die Klinke herunter. Ebenfalls nicht verschlossen. Das Drücken in meinem Magen wurde stärker und ich schob die Tür ein Stück weiter auf. Auf den ersten Blick war niemand zu sehen. Niemand, der lebte, denn in der Mitte des Raumes stand so etwas wie ein Behandlungstisch. Eher ein OP-Tisch, auf dem eine Gestalt zu sehen war. Eine Frau lag dort angeschnallt und offensichtlich bewusstlos. Ich runzelte die Stirn und näherte mich diesem Tisch. Um ihn herum standen lauter Gerätschaften, die aber nichts mit einem Operationssaal zu tun hatten. Das, was wirklich makaber war, waren die Schläuche, die vom Hals dieser Frau in eine Maschine liefen und diese Schläuche waren voller Blut. Ich holte hörbar tief Luft und drehte mich zu Warren herum.
„Angel Blood, hm?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mo 9. Jun 2014, 13:46 
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Hier bekam die Redewendung, dass manche Leute eine Leiche im Keller hatten, doch gleich eine ganz neue Bedeutung. Ganz definitiv war die Frau tot - zumindest, was ihr Menschsein betraf.
Ich trat an den OP-Tisch heran und schob mit meinem Zeigefinger ihre Oberlippe in die Höhe. Scharfe Fangzähne blitzten mir entgegen und bestätigten meine Vermutung. Eine Vampirin, die man ausbluten ließ und deren Blut man auffing, um es als Droge zu verhökern. Ich wusste, dass der Konsum von Vampirblut Menschen einen Kick verschaffen konnte. Es gab eine Reihe wissenschaftlicher Tests darüber, die aus gutem Grund jedoch nie veröffentlicht worden waren. Die Wirkung jedoch, die das Blut auf Cole gehabt hatte, war überproportional hoch gewesen. Ich vermutete, dass das Vampirblut nur den Grundstoff für die Droge lieferte. Irgendetwas mussten sie hier noch hinein mixen, und das wollte ich herausfinden.
Ich nahm mir zwei der Blutampullen und sah mich um. Das Labor war nicht sonderlich groß, und außer dem OP-Tisch und der Abpumpvorrichtung gab es nichts Interessantes darin. Hier wurde nur abgezapft und nicht veredelt. Wir mussten uns hier unten also noch ein bisschen weiter umsehen.
"Okay, lass uns noch einen Blick in die übrigen Räume werfen und dann nichts wie raus hier!" Ich schob die zwei Ampullen in die Innentasche meiner Lederjacke. "Ich trau der verdammten Ruhe nicht. Der Raum hier war nicht abgeschlossen, und das ist schon seltsam genug." Die Kamera am Eingang ging mir wieder durch den Kopf. "Ich tippe mal auf stillen Alarm. Wir müssen uns beeilen."
Cole nickte und wandte sich wieder der Tür zu. Ich schob mich am OP-Tisch vorbei und wollte ihm folgen, als sich plötzlich eine Hand in meine Jacke krallte. Ich hielt ruckartig an und starrte auf die Vampirin. Fluoreszierend leuchtende Augen starrten zurück, mit einem Ausdruck darin, wie ich ihn noch nie bei einem Untoten gesehen hatte.
"Bitte ...", flüsterte sie flehend, "... tötet mich."
Unter anderen Umständen hätte ich ihr diesen Wunsch sofort erfüllt. Doch ich wollte keine Spuren hinterlassen, die verraten würden, dass wir hier geschnüffelt hatten. "Ein andermal", murmelte ich und streifte ihre ohnehin schwache Hand ab. Cole sah mich über ihre Schulter hinweg kurz an, dann öffnete sie die Tür und wollte den Raum wieder verlassen. Ich packte sie an der Schulter und hielt sie zurück, denn ich hatte Geräusche gehört.
"Da kommt jemand", raunte ich. Das war dann wohl die Kavallerie, die da die Treppe herunter kam - eigentlich auf leisen Sohlen, aber immer noch laut genug, dass ich es hören konnte. "Menschen", fügte ich murmelnd hinzu. Vampire hätte ich ganz sicher nicht gehört.
Ich drückte die Tür vorsichtig wieder zu und sah mich im Raum um. Es gab nicht viele Versteckmöglichkeiten. Der OP-Tisch war im Grunde genommen die einzige. Ich zog meine SIG und bedeutete Cole mit dem Kopf, mir zu folgen. Sie runzelte kurz die Stirn - offenbar gefiehl ihr der Gedanke nicht, sich zu verkriechen - aber wenig später hockte sie neben mir unter der leise stöhnenden Vampirin. Vermutlich war es der Schlag unserer Herzen, das Rauschen unseres Blutes, das die Blutsaugerin über uns vorhin aus der Bewusstlosigkeit hatte aufwachen lassen und das sie jetzt unruhig machte. Ich überlegte kurz, dann öffnete ich von unten ihre Hand- und Fußschellen. Ein ausgehungerter Vampir würde uns möglicherweise von Nutzen sein können, je nachdem, wie sich das hier entwickelte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mo 9. Jun 2014, 15:09 
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Wichtel
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Ich realisiert gerade, dass das, was man mir am Abend vorher verabreicht hatte, Vampirblut gewesen war. Zumindest zum Teil. Ich bezweifelte, dass man die Droge pur verabreichte, sondern sehr wahrscheinlich mit chemischen Zusätzen versetzte, um die Wirkung zu verstärken. Ich konnte mir sonst nicht erklären, wieso ich so schnell so heftig darauf reagiert hatte. Mein Magen drehte sich im Kreis und ich musste tief durchatmen, damit ich mich nicht hier im Labor schon übergeben musste. Es klappte, aber das lag nicht an meiner Selbstbeherrschung, sondern daran, dass Warren Alarm schlug. Er hatte was gehört. Ich hatte noch gar nichts gehört. War wohl auch so eine genetische Sache. Mir wurde langsam klar, dass hinter Warrens genetischer Sache ein ziemlich dickes Ding steckte und dass wenn ich erfahren würde, was es genau war, dann würde es mich mit ziemlicher Sicherheit umhauen. Aber jetzt war nicht die Zeit dafür. Warren beschloss, dass wir uns verstecken sollten. Widerwillig folgte ich ihm. Ich hätte lieber die offene Konfrontation gehabt, aber wir konnten nicht wissen, mit wie viel Gegnern wir es hier zu tun hatten. Von daher war seine Entscheidung die richtige. Aber was er dann tat, ließ mich doch an seinem Verstand zweifeln. Er begann die Fesseln der Vampirin zu lösen und ich hielt vor der letzten Fessel seine Hand fest und sah ihn an, als würde ich ihm sagen wollen. Spinnst du?
Warren deutet zur Tür und auf die Vampirin und ich verstand, was er vorhatte. Er wollte das ausgehungerte Etwas auf die los lassen, die da gleich zur Tür herein kommen würden.
Klasse und was war, wenn sie beschloss lieber auf uns los zu gehen? Immerhin waren wir bereits in Reichweite. Die anderen waren nicht mal da.
Was nicht mehr lange dauern sollte. Im selben Moment, wo sich die Vampirin auf dem OP-Tisch aufrappelte, wurde auch die Tür aufgestoßen und unter dem Tisch hindurch konnte ich sehen, dass es mindestens zwei Paar Füße waren, die herein kamen. Die zwei Paar Füße wurden jedoch ziemlich hektisch, als deren Köpfe realisierten, was da gerade vor ihnen passierte. Ein lautes Fauchen war zu hören und mit einem Schrei stürzte sich die Vampirin auf den ersten Kerl, der da durch die Tür herein gekommen war. Jetzt war nicht nur das Fauchen der Bluttrinkerin zu hören, sondern auch die beiden Kerle palaverten auf französisch herum. Eine dritte Stimme war zu hören, dass man sie wieder betäuben sollte, aber anscheinend war man nicht wegen ihr hierher gekommen, sondern wegen uns. War ja so was von klar. Und dann gab es auch schon kein Halten mehr, denn während einer von denen sich mit der Frau herum schlug, stürmten die anderen beiden ins Labor. Ich hatte nicht vor, zu warten und wenn ich mir den kompletten Weg freischießen musste. Wir hockten hier eh auf dem Serviertablett.
Die Chancen, dass wir hier heraus kommen würde, schrumpften eh von Sekunde zu Sekunde. Ich packte Warren an seinem Arm und hob meine Waffe ein Stück an und schmunzelte kurz, als er mich mit einem zuerst sparsamen aber dann zustimmenden Blick ansah. Er wusste doch selbst genau, was hier passieren würde.
Ich sprang auf und gerade noch rechtzeitig, denn einer der Kerle hatte sich dem OP-Tisch genähert und starrte kurz darauf in die Mündung meiner Waffe.
„STEHEN BLEIBEN!!“
Er reagierte sofort, was mit Sicherheit an der Mündung lag, in die er gerade starrte. Aber sein Kumpel hatte damit offensichtlich gar kein Problem, denn der zögerte nur eine halbe Sekunde, und richtete seine Waffe auf mich und schoss. Aber da hatte er die Rechnung ohne die Vampirin gemacht. Die war gerade mit Nummer eins fertig und sprang den zweiten Kerl von der Seite an, so dass die Kugel mich verfehlte. Nummer drei nutzte aus, dass ich ebenfalls für einen kurzen Augenblick abgelenkt war, bekam es dann jedoch mit Warren zu tun, der ihm mit seiner Waffe so einen richtigen Knockout verschaffte.
„Wir müssen hier raus!“
Warren hatte so sowas von recht. Denn mittlerweile wurde Kerl Nummer zwei verspeist und ich hatte keine Lust mit dieser Vampirin …
Ich kam nicht dazu den Gedanken zu Ende zu bringen, denn da war sie auch schon fertig, richtete sich mit einer wahnwitzigen Geschwindigkeit auf und stürmte auf uns zu. Ich war kaum fähig zu reagieren, dafür war sie einfach zu schnell. Dafür reagiert Warren und schon hüllte die Frau ein Strahl heißen Feuers ein. Ihre Schreie waren unglaublich und ich hatte das Gefühl, dass mir das Trommelfell platzen würde. Ich stöhnte auf und presste meine Hände gegen die Ohren, aber das war unnütz, denn es war, als würden diese Schreie direkt in mein Gehirn dringen. Ich wurde am Arm gepackt und zur Tür hinaus gezogen. Sofort liefen wir in Richtung Treppe davon. Hinter uns die schreiende Frau und plötzlich eine weitere Tür, die aufflog und das bekam ich dann endlich wieder mit, denn so wirbelte ich herum, die Waffe im Anschlag und dieses Mal gab es keine Aufforderung, stehen zu bleiben. Ich feuerte sofort und erledigte zwei muskelbepackte Kerle. Erneut drehte ich mich herum und lief mit Warren weiter, als unser Lauf gestoppt wurde. Denn es kamen Männer die Treppe hinunter. Schwer bewaffnet und schon fauchte das typische Geräusch von Uzifeuer uns hinweg. Offensichtlich wollte man uns lebend. Ich schoss nicht und Warren auch nicht, denn wir waren nicht blöde. Wir würden hier nicht mehr heil heraus kommen, wenn wir uns jetzt auf ein Feuergefecht einlassen würde. Wir saßen hier unten fest und von oben konnte ständig Nachschub kommen. So hob ich also meine Hände mit meiner Waffe hoch, zum Zeichen dafür, dass wir aufgeben würden. Warren tat es mir mit mahlenden Kiefern gleich. Vier Männer kamen die Treppe hinunter. Die Schnellfeuerwaffen auf uns gerichtet und bedeuteten uns, unsere Waffen fallen zu lassen.
„Die Waffen weg, SOFORT!!“
Wir gehorchten und legten vorsichtig unsere Waffen auf den Boden und schoben sie zu den Männern rüber.
„ALLE WAFFEN!!“
Woher wussten die bösen Kerle eigentlich immer, dass man mehr als eine Waffe dabei hatte?
Ich holte meine zweite Waffe aus dem zweiten Holster unter meiner Jacke hervor. Die mit den Silberkugeln und schob sie ebenfalls rüber zu den Kerlen. Auch Warren hatte noch eine weitere Waffe und tat es mir gleich.
„Umdrehen und keine Dummheiten machen.“
Ich verdrehte die Augen und tat, was man mir sagte. Schon spürte ich die Mündung der Uzi in meinem Rücken und so wurden wir bis ans Ende des Ganges gedrängt. Dort öffnete einer der Kerle eine Tür, welche in einen leeren Raum führte, in dem zwei Stühle an einem metallenen Tisch standen. Sonst gab es hier gar nichts. Nicht mal einen Tisch, denn die Stühle standen sich direkt gegenüber. Sah ganz nach Verhörraum aus. Da war man wohl auf alles vorbereitet.
Einer schob den zweiten Stuhl neben den ersten und wir wurden unsanft aufgefordert, uns niederzulassen. Wir saßen kaum, da wurden unsere Hände und unsere Füße mit Kabelbinder an die Stühle gefesselt.
„Na, wenn das kein Erfolg ist“ entfuhr es mir. Ich kassierte einen Schlag in mein Gesicht.
„HALT DIE KLAPPE, BULLENSCHLAMPE!“
Ich keuchte leise auf und schüttelte meinen Kopf. Der Schlag war nicht zu hart gewesen, aber es reichte auch so. Warren neben mir ruckte auf seinem Stuhl hoch, zumindest versuchte er es und auch er wurde sofort mit einem Faustschlag dafür belohnt.
„Der Boss wird zufrieden sein. Wenn das mal kein guter Fang ist. Gerard, geh zu ihm und sag ihm Bescheid, dass wir ungebetenen Besuch haben und wer es ist.“
Einer der Kerle verließ als erstes den Raum und die anderen drei ebenfalls. Mit einem Krachen flog die Metalltür ins Schloss und wir blieben alleine zurück.
„Ein starker Plan!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Di 10. Jun 2014, 19:19 
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Irrlicht
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Ich saß in meinem Büro, als der stumme Alarm ausgelöst wurde. Sofort hatte ich die Monitore aktiviert und mir ein Bild vom Club und vor allem vom Keller zeigen lassen. Ich hatte Sean weggeschickt und ihn angewiesen, die Männer bereit zu halten, aber nicht eher etwas zu unternehmen, bis ich es ihnen sagen würde. Ich wollte wissen, wer da ungebeten zu Besuch gekommen war. Der letzte Abend war unbefriedigend gewesen. Marie hatte nicht die erwartete Wirkung auf diesen Warren gehabt und auch das Angel Blood hatte nicht gewirkt. Dafür bei „ihr“ umso mehr. Ich hatte noch sehen können, wie es Miss Cole beeinflusst hatte, so dass sie den Club hatte verlassen müssen. Ich hätte sie lieber hier behalten und mich mit ihr persönlich beschäftigt, aber da hatte mir Warren einen Strich durch die Rechnung gemacht, was meine Laune beträchtlich in den Keller hatte sinken lassen und was einer der weiblichen Gäste hatte ausbaden müssen. Aber auch sie hatte mir nicht die nötige Befriedigung verschaffen können und so war ich entsprechend schlecht gelaunt heute Morgen aufgestanden, nur um jetzt festzustellen, dass es erneut Ärger geben würde. Ich blickte auf den Monitor und in meinen Augen blitzte es auf, als ich sah „wer“ da zu Besuch gekommen war. So schnell sah man sich wieder und so schnell bekam ich endlich die Gelegenheit, mich mit Miss Cole auseinander zu setzen. Sie war also ein Cop, oder noch viel mehr, denn da sie Amerikanerin war, war ich sicher, dass sie entweder zum FBI oder zur CIA gehörte. Welch ein wundervoller Fang würde mir da ins Netz gehen. Eine Agent gehörte noch nicht zu den Personen, die ich kontrollierte und vor allem gehörte noch keine solche Frau zu den Dingen, mit denen ich mich gerne näher … viel näher … beschäftig hatte. Zudem war sie noch eine Schönheit und ich fragte mich, wie ihr Temperament explodierte, würde sie erst einmal die richtige Stimulierung erhalten. Ich beobachtete, wie die beiden in den Keller gingen und genau den Raum betraten, in welchem sich unsere gestrige Beute aufhielt. Gefesselt und fast ausgeblutet garantierte sie die nächste Lieferung Angel Blood und da sich hier in Paris genügend Beute aufhielt, würde der Nachschub niemals weniger werden. Auch dafür garantierte unser Wohltäter, denn auf geheimnisvolle Weise kamen immer wieder neue Vampire in unseren Club und somit war der Nachschub garantiert.
Ich informierte Sean über das Handy, dass jetzt der Zeitpunkt für den Zugriff gekommen wäre und ich beobachtete sehr genau, was im Keller passierte. Ich sah, dass zwei meiner Männer der befreiten Bluttrinkerin zum Opfer fielen, die anderen aber den Rückzug der Eindringlinge unterbanden und sie gefangen nahmen. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck lehnte ich mich in meinem Sessel zurück und überlegte, was ich genau mit den beiden anstellen würde. Dieser Warren war ein Phänomen, denn er war anscheinend immun gegen Vampirblut und den Einflüssen ihrer Gedankenkontrolle, denn sonst hätte Marie am gestrigen Abend leichtes Spiel gehabt. Also konnte er noch sehr nützlich sein. Erst einmal würde sich Dr. Renot über diesen Fang freuen, denn ich würde ihm gerne Warren zur Verfügung stellen, damit er ihn gründlich untersuchen konnte.
Miss Cole allerdings würde ganz alleine mir gehören und mit ihr hatte ich ganz besondere Pläne. Ich hatte schon lange kein persönliches Spielzeug gehabt, welches auch noch extrem nützlich sein konnte.
Mein Handy klingelte und Sean erklärte mir, dass die beiden Gefangenen gefesselt und im Verhörraum untergebracht waren. Ich sagte ihm, dass ich gleich bei ihnen wäre und er sich bereit halten sollte, weil ich ihn brauchte.
Nur wenig später verließ ich das Büro und begab mich in den Keller meines Clubs. Unten angekommen sah ich Sean und zwei meiner Männer vor dem Verhörraum warten. Als ich sie erreichte erklärte mir Sean, welch ungewöhnliche Waffe Warren bei sich gehabt hatte und wie er die Vampirin umgebracht hatte. So war das also. Unser Gast war ein Jäger und beschäftigte sich damit, meine Quellen zu vernichten. Miss Cole war natürlich auch bewaffnet gewesen und hatte ein paar meiner Männer getötet. Das war nicht weiter wichtig. Es waren genügend davon da und sie bedeuteten mir überhaupt nichts. Sie waren nur nützliche Helfer in diesem Spiel. Sean öffnete die Tür, damit ich den Raum betreten konnte. Unsere beiden Gäste saßen immer noch gefesselt auf ihren Stühlen und starrten mich mit finsteren Blicken an, als ich den Raum betrat. Sean begleitete mich, einer der beiden anderen holte einen Stuhl herbei und stellte diesen in angemessener Entfernung zu den beiden anderen in den Raum. Dann verließ er uns wieder. Ich war vorsichtig, denn ich wusste nicht zu was Warren noch alles fähig war. Wenn er nicht nur immun gegen die Vampire war, sondern vielleicht auch entsprechende Fähigkeiten hatte, dann musste ich aufpassen. Wobei er ja bei Tageslicht draußen herum laufen konnte. Ein Vampir war er damit schon einmal nicht.
„Bonjour, Madame Cole et Monsieur Warren. Ich freue mich, sie beide erneut hier begrüßen zu können. Wobei es mich bei Ihnen, Madame Cole, besonders freut.“
„Sie können mich mal, Gabriel“ fauchte sie mir entgegen und in ihren Augen konnte ich erkennen, wie schwer es ihr fiel, sich zusammen zu reißen.
Quel tempérament!
Ich setzte mich auf den Stuhl und schlug die Beine übereinander.
„Oh, ich werde, Madame Cole … ich werde sogar ganz sicher!“ ließ ich sie mit einem kalten Aufblitzen in den Augen wissen.
„Ich habe bereits mit einem erneuten Besuch von Ihnen gerechnet. Aber wenn ich ehrlich bin, nicht auf diese Art und Weise. Was mich zum Grund Ihres Besuches bringt. Man hat bei Ihnen ein paar sehr interessante Waffen gefunden, Monsieur Warren. Wollen Sie mir etwas darüber erzählen. Oder darüber, wie … sagen wir mal … ihre Immunität bezüglich gewissen Einflüssen zustande kommt?“
Warren antwortete nicht, was ich auch nicht erwartet hatte. Ich sah kurz zu Sean und dieser wendete sich Warren zu, holte aus und drosch ihm die Faust direkt ins Gesicht. Warrens Kopf flog nach hinten, aber er verkraftete den Schlag sehr gut. Blut tropfte aus seiner Nase und nicht ein Laut war über seine Lippen gekommen.
„Nun, ich frage Sie noch einmal dasselbe. Wollen Sie mir jetzt antworten?“
Nein, natürlich nicht, Warren spuckte einfach nur vor sich auf den Boden und bedeutete mir damit, dass ich zur Hölle fahren sollte. Aber da war ich ja bereits und ich regierte diese Hölle, die ich für seine persönliche Nemesis gestalten würde. Ich lachte leise auf und schüttelte meinen Kopf.
„Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich mich damit aufhalten werde, sie zu foltern. Das wäre überflüssig, denn ein Mann wie sie wird nicht reden. Aber wird er das wirklich nicht?“
Ich lächelte kalt, winkte Sean zu mir und wies ihn flüsternd an, dass er mir zwei Spritzen mit Angel Blood bringen soll. Sean verließ den Raum und ich wendete mich wieder den beiden Gefangenen zu.
„Hören Sie, Gabriel …“ begann Cole zu reden.
„Sie bringen sich in ernste Schwierigkeiten, wenn Sie uns nicht sofort gehen lassen. Meine Vorgesetzten wissen, dass ich hier ermittle und sie werden sich sehr schnell fragen, wo ich bin und warum ich mich nicht bei ihnen melde.“
Ich lächelte nachsichtig und schüttelte meinen Kopf.
„Nein, das werden sie nicht, weil sie sich ganz sicher wieder bei Ihren Vorgesetzten melden werden, Madame Cole.“
Ich sah, dass ich sie irritiert hatte, auch wenn sie es sich nicht anmerken lassen wollte, aber ich sah es an dem leichten Zucken in ihren Augen. Sean kam herein und ich deutete auf Cole.
„Sean, bitte!“
Cole riss ihre Augen auf und auch Warren gab einen lauten Ton der Unmut von sich.
„Verdammt, Gabriel!“ entfuhr es der Agent.
„Monsieur Warren. Wie Sie sehen, brauche ich Sie nicht zu foltern. Das erledigen wir hier auf andere Art und Weise. Also wollen Sie uns etwas mitteilen, oder nicht?“
Ich wartete nicht mal auf eine Antwort sondern nickte einfach nur in Seans Richtung. Dieser war so schnell an Coles Seite und drückte ihr die Spritze einfach in den Hals und injizierte ihr die volle Dosis, Angel Blood.
„Und das war erst der Anfang!“

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mi 11. Jun 2014, 19:28 
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Wir hatten uns wie die Anfänger angestellt! Es war doch von vornherein klar gewesen, dass der Club gesichert war - die Kamera hatte ich doch mit meinen eigenen Augen gesehen. Hatte ich etwa geglaubt, dass man die nur zur Abschreckung angebracht hatte?
Ich nahm mir vor, das nächste Mal auf meine innere Stimme zu hören, wenn sie mich warnte. Falls es ein nächstes Mal noch geben würde.
Ungefähr an dem Punkt war ich gedanklich angelangt, als mir die Faust ins Gesicht flog. Daraufhin dachte ich erst einmal gar nichts mehr, sondern war viel mehr damit beschäftigt, den dröhnenden Nachhall in meinem Schädel abzuschalten, der mich kurz glauben machte, mein Kopf wäre eine riesige, geschlagene Kirchenglocke, den reißenden Schmerz auszublenden und meine Sinne wieder einzusammeln. Das dauerte einen Moment, in dem ich lässig Blut spuckend so tat, als wäre ich der unglaubliche Hulk, den man mit Wattebällchen beworfen hätte. Ich war nicht traurig darüber, dass Gabriel es bei diesem einen Schlag beließ.
Was mich allerdings stinkwütend machte, war, dass seine neue Taktik Cole mit einschloss, und zwar in einer Weise, die das Mädel sofort ins Nirwana schoss.
"VERDAMMT NOCH MAL!", brauste ich auf, wobei ich diesen Gabriel mit meinem Blick durchbohrte. "Lassen Sie die Kleine in Ruhe!! Wenn Sie sich mit jemandem anlegen wollen, dann mit MIR!"
Ich war echt sauer. Aber ich legte bewusst noch eins drauf, um Gabriel und diese Typen von dem Umstand abzulenken, dass ich die Kabelbinder dehnte. Sie schnitten mir in die Handgelenke, aber es war auszuhalten. Ich fühlte, dass nur noch ein wenig mehr Kraft nötig wäre, um die Plastikstrippen zu zerreißen. Es waren nur dieser Sean und Gabriel im Raum anwesend. Ich würde den Überraschungseffekt auf meiner Seite haben, wenn ich mich plötzlich losreißen und auf Mister Schleimscheißer losgehen würde.
'Ja, und dabei würdest du platt auf die Schnauze fallen, weil deine Füße noch am Stuhl gefesselt wären. Super Strategie! Willst du Gabriel mit dem Teil im Schlepptau vielleicht wie ein Duracel-Hase anhüpfen?'
Ich beschloss, meiner inneren Stimme diesmal eine Chance zu geben. Zeit, den Verstand endlich einzuschalten und Hauruckaktionen wie diese oder den Besuch in diesem Etablissement zu lassen. Wer war eigentlich auf diese bescheuerte Idee gekommen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mi 11. Jun 2014, 19:49 
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Wichtel
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Registriert: Di 4. Okt 2005, 07:49
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Ich fasste es nicht. Dieses Schwein war so skrupellos und ließ mir einfach so eine Dosis von diesem Scheißzeug verabreichen. Dabei hatte er Warren nicht mal den Hauch einer Chance gegeben, vorher zu antworten. Ich keuchte laut auf, als ich den Einstich spürte und wartete schon förmlich auf die Wirkung. War es beim ersten Mal nicht auch sehr schnell eingetre….
Der Gedanke verschwand und die Wirkung dieser Droge entfaltete sich augenblicklich. Mir wurde schlagartig heiß, als hätte ich von einer auf die andere Sekunde hohes Fieber bekommen. Nur wie durch Watte hörte ich Warren aufbegehren und ich versuchte gegen diese Wirkung anzukämpfen. Ich drehte meinen Kopf und sah Warren mit verschleiertem Blick an. Bittend und hoffend, dass er etwas machen konnte. Er erwiderte meinen Blick für mich undeutbar. „Bitte …“ kam es mir flüsternd über meine Lippen und dann war er auch schon aus meinen Gedanken verschwunden. Ich stöhnte leise auf, als sich die Hitze in meinem kompletten Körper ausbreitete und ihn leicht werden ließ. So leicht wie eine Feder, als würde ich mitsamt dem Stuhl über dem Boden schweben. Alles, was ich noch wollte war, das zu genießen, aufzustehen und … Wieder kam ich nicht dazu, meinen Gedanken zu Ende zu bringen, denn auf einmal war Gabriel an meiner Seite, griff in meine Haare und bog meinen Kopf nach hinten. Merkwürdigerweise konnte ich seine Stimme jetzt wieder klar und deutlich hören und als ich in seine Augen sah, war da etwas absolut faszinierendes, was mich nicht mehr losließ. Ich sah in ihm dasselbe, was ich in mir spürte. Da war auf einmal grenzenlose Lust und Extase, die mein Körper dringend ausleben wollte und er wollte das auch.
„Oui, ma chère. Für dich habe ich meine eigenen Pläne und ich werde dir all deine Wünsche und Bedürfnisse erfüllen“ flüsterte er mir in mein Ohr und mein gesamter Körper erbebte unter seiner dunklen Stimme und dem, was er mir mit seinen Worten versprach. Kein Gedanke mehr an Warren, kein Gedanke mehr an meinen Job.
„Aber zuerst, werden wir dich für deinen großen Einsatz vorbereiten. Noch eine kleine Dosis und du wirst das tun, was ich von dir verlange. Dann gehörst du endgültig mir und Monsieur Warren wird sich wünschen, dich nie getroffen zu haben.“
Gabriels leises Lachen drang in meinen Körper ein und ließ mich erneut erschauern. Ich war ja jetzt schon fast bereit, alles zu tun, damit ich ihn zufrieden stellen konnte. Ich sah, wie Gabriel zurück zu seinem Stuhl ging und sich wieder setzte.
„Monsieur Warren, wenn Sie jetzt nicht kooperativ sind und reden, dann werden Sie erleben, zu was Angel Blood fähig ist. Was dieses wundervolle Elixier aus einem Menschen machen kann, denn dann werde ich Sie mit Ihrem Henker hier in diesem Raum alleine lassen. Nur wird sie dann nicht gefesselt sein, aber sie wird alles tun, was ich von ihr verlange. Also?“

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mi 11. Jun 2014, 19:58 
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Hielt dieser Kerl mich für bescheuert? Es war doch vollkommen klar, dass er mich hier nicht mehr lebend rausspazieren lassen würde. Ich spuckte noch einmal Blut auf den Boden, und zwar mit so viel Verachtung, wie ich aufbringen konnte und zischte: "Fick dich, du Arsch! Hättest du es bei der Drohung belassen, ihr diesen Scheiß noch einmal zu spritzen, hätte ich vielleicht kooperiert. Aber du hast sie bereits bis unters Dach abgefüllt und damit alle Patronen verschossen."
Nun ja, nicht alle. Offenbar hatte er vor, Cole zu manipulieren mich umzubringen. Aber davor machte ich mir in diesem Moment nicht in die Hose. Sie wirkte gerade nicht so, als könnte sie überhaupt bis drei zählen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Angel Blood
Verfasst: Mi 11. Jun 2014, 20:17 
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Irrlicht
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Registriert: Fr 20. Nov 2009, 22:39
Beiträge: 8
Ich lachte kalt auf und schüttelte meinen Kopf.
„Monsieur Warren, Sie unterschätzen mich und vor allem die Droge vollkommen. Wie mir scheint, sollten ich Sie aber noch vor ihrem Ableben von diesem Irrtum befreien und Ihnen an Ihrem eigenen Leben demonstrieren, zu WAS wir hier wirklich fähig sind. Sean!“
Das war nur ein Wort, aber Sean wusste genau, was er zu tun hatte. Er ging zu Cole und spritzte ihr die Hälfte der nächsten Ampulle wieder direkt in den Hals und ich bedeutete ihm, mir sein Messer auszuhändigen und dann den Raum zu verlassen. Cole stöhnte laut auf und ich sah es in ihren Augen, dass sie nun vollkommen auf Angel Blood war. Sie würde alles tun, was ich ihr sagen würde, weil sie bereits süchtig war. Das war das Unglaubliche an diesem Elixier. Einmal genommen war man sofort süchtig danach und würde alles tun, um noch mehr davon zu erhalten. Egal, was und egal wo. Mit dem Messer in der Hand stand ich auf und ging zu Cole. Ich schnitt ihre Fesseln durch und griff erneut in ihr volles, langes Haar. Wie seidig es sich anfühlte und ich konnte es kaum erwarten, Sie noch für ganz andere Dinge zu benutzen. Auch das würden wir heute noch erledigen. Sie würde mein sein und hervorragend in meine Sammlung passen und ich war sicher, dass sie stärker als die anderen Frauen war. Sie würde all das aushalten können und mir mit ebensolcher extremen Leidenschaft zurück geben, was ich bereit war, ihr zu geben.
Hart presste ich meinen Mund auf ihren und küsste sie leidenschaftlich und ebenso wild erwiderte sie den Kuss und biss mir sogar in meine Unterlippe. Leise lachte ich auf und näherte mich mit meinem Mund ihrem Ohr.
„Ich weiß, dass du noch mehr willst und du wirst auch noch mehr bekommen. Nur von mir, Sandra. Nur ich kann dir all das geben, was du willst. Aber er … Warren, er will es dir wieder wegnehmen. Er will dich von hier und von mir wegbringen und das musst du verhindern. Du wirst ihn umbringen, aber lass ihn leiden. Er hat es verdient, denn er wollte dich umbringen und dir all das hier wegnehmen.“
Leise und beschwörend flossen meine Worte in ihr Bewusstsein und ich spürte, wie sie sich an mich schmiegte und schwer atmete. Noch einmal küsste ich sie auf ihren nachgiebigen Mund und ich sah es in ihren Augen, dass sie absolut bereit war, alles zu tun, was ich von ihr verlangte. Diese Form von Angel Blood war mir ganz alleine vorbehalten, denn niemand anderer sollte die Macht bekommen, die wirklich in dieser Droge stecken konnte. Für alle anderen war die abgeschwächte Form ausreichend. Aber das hier, das gehörte mir alleine. Ich löste mich von Sandra Cole und legte das Messer auf meinen Stuhl. Dann ging ich zur Tür und sah noch einmal zu Warren.
„Leben Sie wohl, Monsieur Warren. Wie schade, dass Sie nicht bereit waren, mir das zu geben, was ich wollte. Aber dafür werde ich durch sie hundertfach entschädigt. Ich lasse sie beide jetzt alleine.“
Ich verließ den Raum und ging mit Sean den Gang entlang, um den Keller wieder zu verlassen. Zwei Männer blieben draußen vor der Tür stehen und ich würde alles von meinem Büro aus beobachten können. Und ich würde es mit Genuss tun und mit heißer Vorfreude auf das, was ich danach mit Sandra Cole zu tun gedachte.

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