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Verfasst: Di 29. Aug 2006, 16:38 
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Seit einem halben Jahr lebt sie jetzt in diesem kleinen, verschlafenen Nest, fernab von ihrer Familie und ihren Freunden, und in diesem gesamten halben Jahr ist sie nur selten ausgegangen. Eine Handvoll Abende vielleicht hat sie in kleineren Kneipen und Restaurants verbracht, mit einigen Bekannten und einmal mit einer Kommilitonin, die für ein Wochenende bei ihr zu Besuch gewesen ist. Aber ansonsten hat Carmen sich für sich gehalten, ist ihren Gelegenheitsjobs nachgegangen und abends ihrer Leidenschaft, der Malerei.

Nur heute abend .. heute hat sie es einfach nicht mehr länger in ihren vier Wänden ausgehalten. An dem wohl heißesten Tag dieses Sommers, der ihre Wohnung dank der großflächigen Dachfenster ordentlich aufgeheizt hat, ist ihr vor lauter Abgeschiedenheit die sprichwörtliche Decke auf den Kopf gefallen, und sie hat sich kurzerhand mit einer chica verabredet, die sie vor ein paar Wochen im Supermarkt um die Ecke kennengelernt hat und mit der sie sich manchmal auf einen Kaffee trifft. Ob sie die Tarasco Bar kennen würde, hat die erfreute Lupe sie am Telefon sogleich gefragt, hat dann gar nicht erst abgewartet, was Carmen darauf antwortet, sondern direkt eine Wegbeschreibung in den Apparat gezwitschert und noch hinterher geschoben, sie, Carmen, solle um sieben Uhr da sein. Dann können man da einen netten Abend verbringen. In Gesellschaft eines supersüßen Kellners. Dann hat sie wieder aufgelegt.
Den „supersüßen Kellner“ hat Carmen mit einem ironischen Schmunzeln quittiert – nach nichts steht ihr gerade weniger der Sinn als nach chicos – aber letztlich hat sie Lupes Entschlussfreudigkeit gedanklich abgenickt, ebenfalls aufgelegt und sich umgezogen.
Und verlässt jetzt, wenig später, das schäbige Mietshaus, das nun schon seit geraumer Zeit ihr neues Heim darstellt.
Seit …

Gedanken wollen aufkommen. Ungewollte. Aber Carmen schiebt sie beiseite. No, nicht jetzt! Entschlossen leert sie ihren Kopf und strafft ihre Schultern. Und ignoriert, während sie auf ihren hohen Sandalen den Bürgersteig entlang klackert, die zweideutige Rufe und das eindeutige Pfeifen diverser heruntergekommener chicos, die es in diesem ebenso heruntergekommenen Viertel der Stadt an allen Ecken und Enden gibt. Vielleicht ein Grund für eine alleinstehende, junge Frau, abends nicht unbedingt in einem luftigen, gelben Sommerkleidchen mit Spaghettiträgern durch die Gegend zu spazieren. Aber ein Taxi kann Carmen sich nicht leisten, außerdem ist es nicht weit bis zur Bar. Und da sie sonst sowieso jeden Tag in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen herum läuft, möchte sie sich wenigstens zu den wenigen Gelegenheiten, bei denen sie mal ausgeht, wie eine Frau fühlen. Die Zeit, da ihr jemand anderes dieses Gefühl gegeben hat, ist ohnehin schon länger vorbei …

Carajo, sie denkt ja schon wieder!
Unwillig stellt Carmen fest, dass ihr Kopf doch noch nicht so leer ist, wie sie es gerne hätte und heftet darum ihre dunklen Augen jetzt bewusst auf die Häuserfassade, an der sie gerade vorbei geht. Nicht, dass es hier etwas neues zu sehen gäbe. Sie kennt die kleinen Geschäfte – den Schneider, den Metzger, die Bäckerei, bei der sie gelegentlich morgens Brötchen holt. Sie kennt auch den kleinen chinesischen Imbiss an der Kreuzung, und sie kennt naturalmente auch die Straße, die Calle des Ingleses, in die sie jetzt gerade einbiegt und an der die Tarasco Bar liegt. Die Bar selbst kennt sie jedoch noch nicht. Zumindest nicht von innen. Und eigentlich wäre sie auch nicht unbedingt auf den Gedanken gekommen, ausgerechnet dort heute ihren Abend zu verbringen, denn besonders einladend sieht der Laden von außen nun wirklich nicht aus. Die Scheiben staubig, das Schild mit dem Namenszug über der Tür schief, die Holztür abgeschrabbt, die Scheiben darin schon fast blind – aber was heißt das schon. Wenn Lupe meint, dass die Bar in Ordnung ist, dann wird das wohl auch so sein. Und wenn Lupe dann auch noch der Kellner gefällt, dann ist das noch ein Grund mehr, ihrer netten Bekannten den Willen zu tun und sich gerade hier zu treffen. Zumal diese Bar ja auch noch den Vorteil hat, dass sie quasi um die Ecke liegt und Carmens Weg damit recht kurz ausfällt.

Und schon erreicht sie die unscheinbare Wirtschaft, hört gedämpfte Musik, atmet noch einmal tief durch, dann drückt sie die Tür auf und betritt die Kneipe mit aufmerksamem Blick. Ein Blick, der sich schnell ändert und überrascht umherzuschweifen beginnt, als Carmen feststellt, dass das schäbige Äußere der Bar dem Innenleben in keiner Weise gerecht wird!

Sauber gewischte Tische und Stühle auf einem ebenso sauberen Holzboden, eine lange, glatt polierte Theke, dahinter Regale voller funkelnder Gläser und Flaschen, sanfte, indirekte Beleuchtung, ein paar Grünpflanzen, Kerzen ..

So gemütlich und einladend hätte Carmen sich diese Bar gar nicht vorgestellt! Und jetzt kann sie Lupes Entscheidung naturalmente nachvollziehen – um so mehr, als dass der chico hinter dem Tresen wirklich ein ausgesprochen attraktiver ist, mit seinen langen, braunen Haaren, seinen ausdrucksvollen Augen, die gerade in ihre Richtung blicken, seinem verschmitzten Lächeln und seinem – zumindest soweit Carmen das von der Tür aus beurteilen kann – gut gebauten Körper.
Das Lächeln ist ansteckend, also erwidert Carmen es. Und lässt dabei die Tür hinter sich zufallen, geht auf den Tresen zu und nimmt dort schließlich Platz, nicht ganz so unangenehm berührt von dem Umstand, dass Lupe sich offensichtlich verspätet hat, wie sie es wohl sicher wäre, wäre das Innere der Bar nicht so ansprechend.
iHola!“, grüßt sie den Barmann schmunzelnd, denn anhand seines immer intensiver gewordenen Lächelns und der Art, wie er sie ansieht, wird ihr nur allzu schnell klar, dass dieser chico ein kleiner Don Juan ist, dem es ganz offensichtlich Spaß macht, mit seinen weiblichen Gästen zu flirten. „iUn vino tinto, porfavor! Rioja, si posible. – Einen Rotwein, bitte! Rioja, wenn möglich.“
Bueno, das Flirten kann er dann ja mit Lupe tun, sobald sie kommt. Weil Carmen ganz sicher auf eines nicht aus ist: auf Männerfang.

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"Die Moral der Kunst besteht in vollendeter Anwendung unvollkommener Mittel." ~ Oscar Wilde

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Verfasst: Mi 30. Aug 2006, 16:30 
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Si, sie hat diesen chico richtig eingeschätzt – wirklich ein kleiner Don Juan. Und ein sehr charmanter, gut aussehender dazu. Doch sein Charme prallt an Carmens unverbindlichem Lächeln ab, mit dem sie Annäherungsversuche dieser Art in der Regel quittiert.
Gracias.“
Das Licht der Theke bricht sich im tiefroten Wein und malt ein leuchtendes Muster auf die polierte Theke, auf das sie ihren Blick stattdessen dankbar richtet, während sie nach dem Glas greift. Nicht, dass sie derart schüchtern wäre, dass sie dem Barkeeper nun dringend ausweichen müsste. Aber ein längerer Blickkontakt würde falsche Signale senden, auch wenn der chico ihr unter anderen Umständen gefallen würde und sie einem Flirt dann sicher nicht abgeneigt wäre. Außerdem hat sie nicht vor, in einem Revier zu wildern, das Lupe anscheinend schon für sich abgesteckt hat.
Entschlossen, auch weiterhin Desinteresse zu demonstrieren, dreht Carmen sich darum auch noch ein Stück vom Barmann weg, während sie das Glas an ihre Lippen führt, nimmt einen Schluck und sieht sich eingehend in der kleinen Wirtschaft um. Und erst jetzt, wo sie genauer hinsieht, bemerkt sie liebevolle Details, die ihr eingangs entgangen sind und die offenbaren, dass diese Bar nicht nur funktional betrieben wird, sondern man Wert auf eine stimmungsvolle Atmosphäre legt.

… kleine Aquarelle mit Landschaftsmotiven an den Wänden, eine Schiefertafel ebenso, auf die man mit Kreide die Preise einiger Drinks geschrieben hat, ein dunkel angelaufenes Messingkreuz über einer zweiten Tür, welche in den hinteren Bereich des Hauses führt, blühende Minikakteen auf den hier innen überraschend sauberen Fensterbänken …

Überhaupt erstaunlich, wie reinlich und liebevoll hier alles ist und wie schäbig und schmutzig die Bar von außen erscheint. Es will Carmen fast so vorkommen, als wolle der Eigentümer gar nicht, dass Gäste sich hierher verirren. Dass sie sein Refugium betreten, in dem er selbst es sich so gemütlich wie nur möglich gemacht hat. Eine seltsame Einstellung für einen Geschäftsmann. Eine, die anscheinend Wirkung zeigt, denn voll ist es mit den drei anderen Gästen wirklich nicht. Aber das soll nicht Carmens Angelegenheit sein. Ihr hat sich diese Bar nun erschlossen, und so wohl, wie sie sich hier fühlt, könnte sie sich durchaus vorstellen, dass sie sich ab jetzt noch öfter hierher verirrt – dann aber naturalmente nur in Begleitung, nicht dass der chico hinter der Theke demnächst noch auf den falschen Trichter kommt und glaubt, sie würde nur wegen ihm ständig hier aufkreuzen!

„Und?“
Als hätte besagter chico es geahnt, dass Carmen gerade an ihn gedacht hat, spricht er sie noch einmal an und hakt nach, ob ihr der Wein schmeckt.
„Gut!“, bestätigt sie mit einem Nicken und einem Lächeln, lächelt unwillkürlich etwas mehr, als sie das Funkeln in den braunen Augen des Barmanns bemerkt und schüttelt gedanklich über sich selbst den Kopf – auch wenn sie sich vorgenommen hat, bei den chicos auf Abstand zu bleiben, so ganz verschließen kann sie sich ihnen gegenüber aber offenbar auch nicht.
„Hier ist nicht gerade viel los“, spricht Carmen ihre Gedanken von vorhin aus und gibt ihre demonstrative Reserviertheit ein Stückweit auf. "Warum? Ist doch eine gemütliche Bar. Schlechte Promotion, hm?“

Caramba, hoffentlich kommt Lupe bald. Ehe sich ihr Gegenüber als zu nett entpuppt!!

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Verfasst: Mi 30. Aug 2006, 17:09 
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Er drückt die Tür auf, aber ehe er die Bar ganz betritt, bleibt er erst einmal einen Moment im Rahmen stehen und lässt seinen scharfen, forschenden Blick über die wenigen anwesenden Gäste schweifen.

Drei Männer an verschiedenen Tischen, zwei unauffällig und mittleren Alters, einer abgerissen und suspekter erscheinend, dazu eine chica an der Theke, eine schlanke chica mit langen, schwarzen Locken – icarajo! – von der er aus gutem Grund sofort den Blick nimmt …

Tief durchatmend löst El sich vom Eingang und tritt ein. Die kleinen Glöckchen an seinen Hosennähten klingeln bei jedem seiner langsamen, festen Schritte rhythmisch, mit denen er auf einen leeren, etwas abseitigen Tisch zuhält. Dort angekommen, lehnt er seinen Gitarrenkoffer an die Wand, zieht sich einen Stuhl zurecht, dann entledigt er sich seiner kurzen, schwarzen Jacke, hängt sie über die Lehne und setzt sich. Wenig später hat ihn der Rauch eines angezündeten Zigarillos eingehüllt, so dass seine Züge undeutlich geworden sind, das scharfe Funkeln seiner dunklen Augen jedoch nicht. Ein weiteres Mal lässt El seinen Blick durch die Bar schweifen, zuerst zu José, seinem Barmann, den er mit einem knappen Nicken grüßt, dann wieder zu den anwesenden hombres, besonders zu dem vagabundo, den er noch einmal eingehend betrachtet. Die schwarzhaarige chica jedoch hat El bei seiner zweiten Inspektion bewusst ausgelassen – und wird auch so schnell nicht wieder in ihre Richtung sehen.

Es tut immer noch weh.

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Blicklos sieht er durch den Rauch seines Zigarillos ins Leere, die Beine unter dem leeren Holztisch langgemacht, die freie Hand in die Hosentasche geschoben. Seine Gedanken schweifen umher. Beschäftigen sich mit vielerlei, nur nicht mit dem, was der kurzzeitige Anblick der schwarzhaarigen chica an der Theke in ihm auslösen will – wieder einmal.

Schritte nähern sich dumpf, und ohne aufzusehen weiß El, dass es José ist, der ihn gleich fragen wird, was er trinken möchte. So ist es immer. Jeden Tag. So wird es bis ans Ende seines gottverdammten Lebens sein.

"Hola, jefe, ¿Qué desea beber? Café, Rioja, cerveza, limonada? – Was möchtest du trinken? Kaffee, Rioja, Bier, Limonade?"

Es ist auch immer dieselbe Frage, die José ihm stellt. Was El ihm zugute hält, denn der chico weiß genau, dass sein jefe hier in der Bar niemals Alkohol trinken würde, weshalb er eigentlich nicht fragen müsste. Dass er es dennoch tut und ihm nicht einfach ein Glas Limonade vor die Nase stellt, zeugt davon, dass José El nach wie vor die Möglichkeit zur Änderung seiner Meinung zugesteht unf ihn damit wohl noch nicht ganz abgehakt hat, auch wenn El schon fast froh wäre, sein Barmann täte es endlich. Es würde ihn zumindest von der Verpflichtung entbinden, noch in irgendeiner Weise reagieren zu müssen.

El sieht auf zu José, fixiert ihn einen Moment lang mit leicht verengten Augen durch den aufsteigenden Rauch seines Zigarillos hindurch, dann antwortet er mit seiner tiefen, leicht heiser klingenden Stimme: „Limo ..“.
Nicht, dass er aussähe wie Limo. Er sieht eher aus wie Tequila, wie tiefroter Wein. Aber er ordert Limo, wie gewöhnlich. Und ignoriert dabei den verwunderten Blick des abgerissenen vagabundo in seiner Nähe, der ihn, wie El fühlt, in offenkundiger Überraschung anstarrt. Solange der chico clever genug ist, seinen Mund zu halten, wird ihm nichts passieren.

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Sie tut, was der Barkeeper ihr gesagt hat – ausnahmsweise, denn Carmen ist nicht immer eine so folgsame chica – und dreht sich auf ihrem Hocker herum, um den neuen Gast prüfend zu betrachten, der offenbar nach ihr die Bar betreten hat.

Wow! iQue bonito! - Was für ein hübscher Kerl!
Eine ihrer Augenbrauen wölbt sich aufmerksam und Carmens zuvor forschender Blick gerät interessierter. Beeindruckend, dieser hombre, mit seiner großen Gestalt, seinen breiten Schultern und seinem klassisch schönen Gesicht, das Carmen unwillkürlich an die Züge römischer Statuen erinnert – mit ausdrucksvollen Augen unter geschwungenen, ausgeprägten, dunklen Brauen, hohen Wangenknochen, einer geraden Nase und einem sinnlichen Mund. Ein Gesicht, umrahmt von dunkelbraunem, schulterlangem Haar, das Carmen am liebsten sofort zeichnen würde, hätte sie nur einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand. Doch wird dieses Gesicht, so makellos und schön es ist, überschattet von einem finsteren, angespannten Ausdruck, der zwei kleine, senkrechte Kerben über der Nasenwurzel des chicos hervortreten und seinen sinnlichen Mund hart erscheinen lässt. Was Carmen eine ungefähre Vorstellung davon gibt, was der Barkeeper mit seinem "Wenn du wissen willst, warum, brauchst du dich nur kurz umzudrehen, chica" gemeint haben könnte.

Dieser typo, so attraktiv er ist, wirkt auf seine Art abschreckend. Beängstigend. Etwas ist an ihm, das einen vorsichtig werden lässt. Ein Hauch von Gefahr, der von ihm ausgeht und der sich in den intensiv funkelnden Augen und den angespannten Schultern widerspiegelt. Der …

iHola, guapa! – Hi, Süße!“, erklingt es plötzlich fröhlich von ihrer anderer Seite, und damit wird Carmen völlig aus ihren Betrachtungen gerissen. Sie dreht sich herum, lächelt, als sie in Lupes strahlendes Gesicht sieht und erwidert die Umarmung und die kleinen Küsschen, mit der ihre sympathische Bekannte sie überschwenglich bedenkt. „iHola, mi corazón! – Hi, mein Herz! Schön, dass du da endlich bist.“

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Verfasst: Sa 2. Sep 2006, 22:45 
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Bevor Lupe dazu kommt, Carmen zu antworten, richtet der hinter die Theke zurückgekehrte hübsche Barkeeper sein Wort an die chica, und sie antwortet ihm mit einem Leuchten in ihren Augen: „iUn vino tinto también, por favor! – Auch einen Rotwein, bitte!“

Und von da an ist Carmen abgeschrieben!
Mit einem schiefen Schmunzeln, aber auch einem innerlichen Seufzen verfolgt sie, wie ihre blondgefärbte Bekannte sich förmlich auf den typo stürzt, ihn mit Beschlag belegt, ihn in ein Gespräch verwickelt, und gleichzeitig macht Carmen sich klar, dass sie sich ab jetzt wohl wird mit sich selbst beschäftigen müssen. Tja, so hatte sie sich das eigentlich nicht vorgestellt, als sie vor einer guten Stunde bei Lupe angerufen hatte, um sich mit ihr zu verabreden. Da wären ein Buch und ein gutes Glas Wein auf ihrem Sofa heute abend sicher unterhaltsamer gewesen. Aber aufstehen und gehen kann sie jetzt auch schlecht, dann wäre die chica mit Sicherheit beleidigt. Und so eine Missstimmung will Carmen ja nun auch nicht direkt aufkommen lassen.

Sie beginnt also aus lauter Verlegenheit mit ihrem Bierdeckel zu spielen, hört der Musik zu und liest sich die Label auf den Flaschen in den Regalen durch. Eine Beschäftigung, die sie ganze zwei Minuten in Anspruch nimmt. Die Frage ist allerdings, wie sie die nächsten zwei Stunden herumkriegen soll, wenn das so weiter geht. Carmen nippt an ihrem Wein. Sieht zur Tür und hofft darauf, dass jemand hindurch kommt. Irgend jemand. Egal, wer. Hauptsache, sie könnte diesen Jemand betrachten, und es würde sie ablenken.
Sie könnte den finsteren hombre in ihrem Rücken betrachten, geht es ihr durch den Kopf. Aber dazu müsste sie sich umdrehen, weil er in ihrem Rücken sitzt. Und da das leider ziemlich bescheuert aussähe – und sie ja nun wirklich nicht hier ist, um chicos aufzureißen – lässt sie es bleiben, stützt ihren Kopf in die Hand, seufzt leise auf und trinkt ihren Wein weiter.

Irgendwann – nach fünfzehn, zwanzig Minuten oder so, die ihr eher wie fünfzehn oder zwanzig Stunden vorkommen – hat sie den Wein auf und endlich einen Grund, was anderes zu tun als immer deprimierter in die Regale zu starren. Sie heftet ihren Blick auf den Barmann, der sich immer noch angeregt mit Lupe unterhält – oder wohl eher sie sich mit ihm – räuspert sich und wartet darauf, dass sie seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Fehlanzeige!
Carmens geschwungene Augenbrauen ziehen sich leicht zusammen, dann nimmt sie ihr leeres Weinglas und klopft damit ein paarmal unüberhörbar auf den Tresen.
¿Hola? – Wäre es möglich, noch etwas Nachschub zu bekommen?“
Vielleicht sollte sie sich einfach die Kante geben. Nach vier, fünf Gläsern Wein wird es ihr wahrscheinlich egal sein, ob Lupe weiter flirtet oder nicht.

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Verfasst: So 3. Sep 2006, 19:18 
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Er nimmt einen Schluck von der Limo, die José ihm gebracht hat, dann greift er nach seinem Gitarrenkoffer, den er zuvor an die Wand gelehnt hatte, legt ihn vor sich auf den Tisch und streicht mit nachdenklichem Blick sachte darüber. Schließlich öffnet er ihn langsam und betrachtet für einen Moment die ehemals orange-beige lackierte Gitarre, deren abgenutztes Äußeres von Jahren des Gebrauchs spricht und die ihn auf all seinen Reisen begleitet hat – seit jenem Tag, an dem sie sie ihm geschenkt hat. An dem Tag, an dem er Carolina das erste Mal geliebt hat.

El nimmt das Musikinstrument heraus und legt es sich über den Schoß. Er stützt einen seiner mit Sporen verzierten Stiefel am leeren Nachbarstuhl ab, dreht die Wirbel und zupft dazu leise die Saiten, um die Gitarre zu stimmen. Und als sie schlussendlich so klingt, wie sie klingen soll, beginnt er eine leise, melancholische Melodie zu spielen. Eine, die zu seiner Stimmung passt.
Und von da an sieht er nichts und niemanden mehr.

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Also so hat sie das ja nun auch nicht gemeint, als sie die Aufmerksamkeit des Barkeepers eingefordert hat!

Carmen schmunzelt unwillkürlich bei der vielversprechenden, aber wahrscheinlich nichtssagenden Bemerkung des chicos und ignoriert dabei jetzt mal bewusst Lupes Blick, den sie schon fast körperlich zu spüren meint und der ihr irgendwie nichts Gutes verheißen will. Ohne dem Barmann zu antworten, nippt sie an ihrem Wein und fragt sich, wie dieser seltsame Abend wohl weitergehen soll, als sie plötzlich hinter sich hört, wie jemand auf einer Gitarre zu spielen beginnt.

Überrascht dreht Carmen sich um und wird gewahr, dass es der finstere bonito ist, der dieses Instrument über seinem Schoß liegen hat und versunken daran herumzupft. Eine hübsche, aber auch ziemlich traurige Tonfolge, die kaum gegen die Boxen der Stereoanlage ankommt, deren Melodie Carmen aber dennoch nicht verliert, weil sie sich jetzt bewusst darauf konzentriert. Und nicht nur darauf. Auch auf das schöne, selbstvergessene Gesicht des Mariachi, das, vornüber gebeugt, nun halb verdeckt wird von seinem langen, dunkelbraunen Haar.

Was für ein beeindruckender chico! Einer, der einem ebenso unter die Haut geht wie die Musik, die er spielt!

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Verfasst: Mo 11. Sep 2006, 14:27 
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Er öffnet die Tür der netten Bar, die er noch nie zuvor zur Kenntnis genommen hat. Wirklich seltsam für ihn, eine Bar oder ein anderes Etablissement, das Alkohol ausschenkt, zu übersehen, da er eigentlich immer nach einem Platz Ausschau hält, den er seiner Liste an Plätzen hinzufügen kann, an denen er sich gründlich volllaufen lassen kann.

Wie üblich um diese Tageszeit ist er bereits sternhagelvoll und fühlt sich angenehm benebelt. Mit geröteten Augen sieht er sich um, rülpst unterdrückt und braucht einen Moment, bis sich ihm das Innere der Bar in der Schärfe präsentiert, die notwendig ist, um etwas zu erkennen.
Ein geschäftiger Barkeeper, ein abgerissener Gitarrenspieler, ein paar Gäste .. und hübsche Mädchen an der Theke, was neben dem reichhaltigen Angebot an Spirituosen in den Regalen den Ausschlag für ihn gibt, den Abend hier zu verbringen. Die Blonde ist mit Beschlag belegt, aber da sitzt noch eine leckere Schwarzhaarige herum, die den Eindruck macht, als könnte sie etwas niveauvolle Unterhaltung vetragen - der Tag hellt sich für Tavo direkt etwas auf. Und da kein anderer der chicos daran interessiert zu sein scheint, die Flossen an sie zu legen, wird er sie jetzt mal mit seiner Anwesenheit beehren. Weshalb er die Tür loslässt, die daraufhin hinter ihm geräuschvoll ins Schloss fällt, seine Sonnenbrille aus seinem fettigen Haar auf seine Nase plumpsen lässt und diese direkt ein Stück in die Tiefe zieht, um über die Ränder derselben hinwegzusehen. Denn er wird die chica ganz sicher nicht beeindrucken, wenn er auf dem Weg zu ihr gegen irgendwelche Hindernisse rennt, die er wegen der schwarzen Gläser nicht sehen kann.

Gemessenen Schrittes setzt er sich in Bewegung, hält ungefähr auf sie zu und erreicht die Süße schließlich auch – oder besser gesagt, den leeren Schemel neben ihr, auf den er sich erleichtert schnaufend fallen lässt. „Ham Sssie was dageeen, wenn’ch mich sssssu Ihn’ setz?“, lallt er undeutlich los und grinst die leckere Schwarzhaarige dabei verklärt stierend an. „Lassn Sssie mich Ihn’ ’nen ..“, - Hickser - , „.. ’nen Drink ausgemm, o- ..“, - Hickser - , „.. okay? ’Ne hüsch .. hüsch .. hübsche Ssseñorita wie Sssie sollte nich alllein ..“, - Hickser - , „.. trink’n!“
Mit einem seiner Meinung nach gewinnenden Grinsen nähert er sich der Schwarzhaarigen bei jedem Wort mehr – und steht, als er seinen Spruch endlich abgeliefert hat, kurz davor, in ihren Ausschnitt zu fallen.

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Es hat Carmen ganze zehn Minuten beschäftigt, dem attraktiven Gitarrenspieler bei seinem leisen Spiel zuzuhören und zu -sehen. Danach hat sie sich leise seufzend wieder zum Tresen umgedreht, Lupe dabei mit ihrem Blick gestreift und feststellen müssen, dass ihre Freundin inzwischen in ein angeregtes Gespräch mit einem fremden Kerl vertieft ist, dessen Hereinkommen Carmen in ihrem Tran überhaupt nicht bemerkt hat. - Es wird immer besser!
Sie sollte jetzt wirklich nach Hause gehen. Ihr Geduldsfaden ist nicht mehr weiter dehnbar, und ehe er reißt und Carmen hier laut wird, ist es besser, sie beendet den heutigen Abend und streicht ihn aus ihrer Erinnerung.

Gerade will sie nach ihrem gegen den Barhocker gelehnten kleinen Rucksack greifen, um ihre zwei Gläser Rotwein zu bezahlen, als eine Übelkeit erregende Wolke aus Alkoholdunst, Schweiß, Zwiebeln und schlechtem Atem sie narkotisierend einhüllt und sich im gleichen Augenblick neben ihr jemand schwer auf den freien Hocker fallen lässt – ein besoffener, aufgeschwemmter cabrón – Hurensohn, der sie gleich angräbt und zulallt und Carmens Entschluss, die Lokalität zu verlassen, noch verhärtet.
iCállate! – Halt die Klappe!“, lässt sie ihn gereizt abblitzen – die Tatsache, dass Lupe sie seit Anbeginn ihres Treffens sträflich vernachlässigt hat, hat doch mehr Spuren an Carmens Nervenkostüm hinterlassen, als sie gerade noch geglaubt hat – dann bückt sie sich und zieht ihren Rucksack in die Höhe, um ihr Portemonnaie hervorzuholen und das Ganze jetzt hier zu beenden.

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Verfasst: Mo 11. Sep 2006, 16:05 
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Der Abend gestaltet sich wie jeder andere, den er in den letzten zwei Jahren hier verbracht hat – er spielt für sich selbst leise Gitarre, nippt ab und zu an seiner Limo und hat keinen Blick für nichts und niemanden sonst. Doch so in sein Spiel versunken er auch scheint, so gefühlvoll er auch spielt, er ist nicht wirklich mit dem Herzen bei der Sache, sondern bei ihnen, seiner Frau und seiner Tochter, die man ihm vor vier Jahren genommen hat und deren Verlust er nicht überwinden kann. Die seitdem sein Denken und sein Empfinden bestimmen, die er tagsüber in seinen Erinnerungen sieht und nachts in seinen Träumen – und nach denen er sich sehnt wie nach nichts sonst auf dieser Welt!

Die Tatsache jedoch, dass sein Herz woanders ist, bedeutet nicht, dass El unaufmerksam ist. Wie immer bekommt er mit, was um ihn herum geschieht, auch wenn er den Kopf nicht anhebt und sich scheinbar nur auf sein Instrument konzentriert. Und so entgeht ihm auch der borracho – Säufer nicht, der plötzlich schwankend in der Tür steht und mit blutunterlaufenen Augen seine neue Tankstelle sondiert.
’Was für eine Filzlaus!’, fährt es El verächtlich durch den Kopf, während er den Kerl durch sein ins Gesicht fallendes Haar examiniert. Diese Art von Tunichtguten kennt er nur allzu gut! Falls dieser typozu bleiben beabsichtigt, wird er entweder Ärger machen oder das ganze Tequila-Angebot der Bar wegsaufen. Und dann Ärger machen! Mit Sicherheit!

Als ob die Filzlaus Els Gedanken gelesen hätte, macht sie sich gleich an die schwarzhaarige chica am Tresen heran, die, deren Anblick ihn vorhin an .. – ’Ausgerechnet an sie’, unterbricht El sich selbst in Gedanken, und er spürt, wie der Ärger in ihm wächst, da es völlig klar ist, dass die Laus die chica angraben will! Offenbar mit wenig Erfolg, da sie sich mit einer Bemerkung, die sich schwer nach „iCállate! – Halt die Klappe!“ angehört hat, von ihm abwendet und nach ihrem Rucksack greift - wahrscheinlich, um zu gehen. Cleveres Mädchen!

Die leisen Töne, die El seiner Gitarre zupfend entlockt, vermengen sich weiterhin mit der Musik aus den Boxen der Stereoanlage. Doch senkt er seinen Blick nicht noch einmal, sondern hält ihn weiter auf das Geschehen am Tresen gerichtet – mit einem düsteren Glühen darin und bereit, den Mistkerl eigenhändig aus der Bar zu werfen, sollte er die pequeña nicht in Ruhe lassen!

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’Es ist eine Schande, dass diese chica so lecker aussieht, aber so einen scharfen Ton anschlägt’, geht es Tavo durch den Kopf. Aber egal, solange sie nur die Klappe hält, wenn es interessant mit ihr wird …

„Eeeeh, Sssüße!“, nuschelt er grinsend, rutscht ein wenig näher mit seinem Hocker und legt der Kleinen vertraut seine verschwitzte, schwere Pranke auf ihren nackten, gebräunten Arm. Und betrachtet fasziniert die Diskrepanz zwischen ihrer samtig schimmernden, sauberen Haut und seiner vor Dreck starrenden und von abgebrochenen, schwarzen Fingernägeln verunzierten Hand. Ihr Duft – lecker Vanille – dringt ihm betörend in die Nase, und er rutscht noch ein Stück näher zu ihr, atmet tief ein, zieht sich mit der freien Hand eine zerknautschte Packung Zigaretten aus seiner Hosentasche und grunzt: „Wweisssu, wollte nur freunnlich sein, Ss-Ssüße. Nurn Drink, claro? Issoch nich schlimm ..
Wüso’s sonne sch-schöne Frau wie du eiintlich allein unnerwechs? Hm? – Wweisssu eiintlich, dassu echt hüschhhh .. hübsche Lipp’n hass? Solltsss mit denen mehr lächeln, Sssüße .. oder mehr küssn. Sinn wie gemacht daf ..“ – Hickser - , „.. dafür!“

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