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Verfasst: So 7. Okt 2007, 13:51 
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Irrlicht
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Plötzlich hörte ich Fußgetrappel und wusste, wir waren den Cops in die Falle gegangen!
"Die Bullen!!!", konnte ich Walsh gerade noch warnend zuzischen, als die Mistkerle auch schon im Halbdunkel des Korridors auftauchten und mit ihren Waffen auf uns zielten.
"STEHENBLEIBEN!! UND LASSEN SIE DIE FRAU LOS!!! - SOFORT!!"
Ich tat dem Cop den Gefallen und ließ die Kleine in meinem Arm wirklich auf den Boden runter. Und am liebsten hätte ich sie ihm entgegen geschubst, damit John und ich uns in Ruhe hätten dadurch tun können. Aber sie hatte das Bild, und darum tat ich es dann doch nicht. Stattdessen packte ich sie an der Hand und rannte los, von den Cops weg ... anderen Cops entgegen, die versuchten, auch diese Fluchtrichtung dicht zu machen. Fluchend bog ich quer ab und rannte auf das Geländer zu - wir befanden uns auf einer Art Galerie hoch über der Eingangshalle, und ein Stück hinter den Bullen führte eine breite Treppe in die Tiefe. Aber die war für uns nicht mehr erreichbar, weil die Cops sich dazwischen befanden und mit ihren Knarren herumfuchtelten.
Verdammter Dreck!
Ich prallte gegen das Geländer und starrte schweratmend in die Tiefe, die Kleine ebenso und neben ihr John. Aber ich hatte noch nicht einmal angefangen, darüber nachzudenken, wie wir ohne Knochenbrüche dort hinunter kommen sollten, als die Kleine mir auf einmal ihre Hand entzog, wie ein Affe behende auf das Geländer kletterte und dann einfach sprang!
Nicht hinunter, nein, sie drückte sich ab und flog einem Werbeschild entgegen, das ein Stück entfernt von der Decke baumelte und gute drei Meter tiefer als die Galerie hing. Von dort war es bis zum Boden nicht mehr allzu tief, was die Kleine wohl einkalkuliert hatte, denn sie schwang nur kurz an dem Schild hin und her, dann ließ sie sich fallen, rollte sich auf dem glatten Boden der Halle ab und rannte in Richtung Keller davon.
"SIE DA! STEHENBLEIBEN!"
Ein Warnschuss wurde abgefeuert - zum Glück waren wir 'nur' Kunstdiebe und keine Entführer oder Bankräuber, denn in dem Fall hätte man den Warnschuss auf unsere Köpfe abgegeben. John und ich starrten uns nur einen kurzen, atemlosen Moment lang an, dann waren auch wir beide auf dem Geländer und sprangen auf das Werbeschild zu. Und dabei stieß ich im Stillen ein Gebet gen Himmel, dass die Deckenverankerung auch halten möge. Ansonsten würden wir das nächste Frühstück im Krankenhaus einnehmen können - durch einen Strohhalm.

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Verfasst: So 7. Okt 2007, 14:25 
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Diebische Elster
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Ich gab die Gegenwehr für den Moment auf, weil es mein eigener Untergang gewesen wäre, wenn ich Walsh jetzt Schwierigkeiten gemacht hätte. Er rannte ja auch sowieso in die Richtung, in die ich wollte.

Wenig später befanden wir uns wieder im dunklen Keller, dann fühlte ich mich plötzlich auf die Füße gestellt. Der schwache Schein einer Stablampe beleuchtete den Ausgang in die Kanalisation, und ein wenig beleuchtete er auch die Gesicher zweier maskierter Männer, von denen einer Walsh war und der andere sicherlich Roux Irgendwie, der Typ, der Walsh zu unserem Empfang begleitet hatte und den ich meinte, jetzt am dunklen Bart zu erkennen. Viel Zeit für eine Musterung blieb mir allerdings nicht, und Lust dazu hatte ich noch viel weniger. Schon hörte man, wie die Cops die Kellertreppe hinabgelaufen kamen. Ich wirbelte herum, gerade in dem Moment, in dem Walsh seine Hand wieder nach mir ausstreckte, sprang förmlich auf das dunkle Loch zu, hinter dem die Kanalisation gähnte und flutschte hindurch ins Freie wie ein Fohlen aus dem Bauch seiner Mutter. Zum Glück war der Schacht dahinter weder tief noch voller Wasser oder noch Schlimmerem. Ich kam in einer Flugrolle auf meinen Händen auf, knallte dann aber mit all meinem Schwung mit meinen Beinen gegen die gegenüberliegende Wand, krachte schmerzhaft auf meine Schulterblätter und kippte zur Seite - was alles ziemlich weh getan hatte, weshalb ich für ein, zwei Sekunden keuchend liegen blieb. Aber das Bewusstsein, wer mir alles folgte, machte mich gleich wieder flott. So schnell es ging, drehte ich mich auf den Bauch und drückte mich wieder in die Höhe - und dachte einen Moment lang bei mir, dass dieser Stunt dem Bild sicher auch nicht gut getan haben mochte. Aber das war jetzt zweitrangig. Wichtiger war, dass ich von hier wegkam. Ich hatte nämlich keine Lust, die nächsten fünfzehn, zwanzig Jahre hinter Gittern zu verbringen.

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Verfasst: So 7. Okt 2007, 14:52 
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Diebische Elster
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Carajo, in die Richtung wollte ich doch gar nicht! Schon gar nicht mit ihm, diesem pendejo - Arschloch!!
Ich versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien, und dabei deckte ich ihn mit den wüstesten, spanischen Schimpfworten ein, die mir in den Sinn kamen, aber es nutzte alles nichts. Genau wie sein Kumpel vorhin, so klemmte auch Walsh mich jetzt einfach unter den Arm und rannte weiter mit mir. In die falsche Richtung, wie gesagt, was mich gerade wahnsinnig machte.
Aber ich war machtlos und gezwungen, mich zu fügen. Hinter Walsh - dicht vor meiner Nase - rannte Roux, ein ganzes Stück dahinter offenbar die Cops, wie ich am Fußgetrappel gut ausmachen konnte, das sich hier unten gleich mehrfach brach. Und plötzlich brach Walsh seinen Lauf abrupt ab, packte mich und schob mich mit dem Gesicht dicht vor eine Metallleiter, dann forderte er mich unglaublich freundlich auf: "RAUF da!"
Ich zögerte diesmal nicht, sondern machte, dass ich in die Höhe kam. Wenn ich nur erst oben war, an der frischen Luft, dann würde ich schon noch eine Gelegenheit bekommen, um zu verschwinden!
In Windeseile erreichte ich den Kanaldeckel und stellte zu meiner Überraschung fest, dass der den Ausgang gar nicht verschloss. Offenbar hatten Walsh und sein Kumpel es nicht für nötig befunden, ihren Einstieg zu verbergen - und als ich ins Freie kletterte, war mir auch klar, warum. Wir befanden uns in einem dunklen Hinterhof, an dem niemand zufällig vorbei kam - warum war ICH nur nicht darauf gekommen, hier runterzusteigen? Ich bemerkte einen Wagen, der in der Nähe abgestellt war und von dem ich annahm, dass er Walsh gehörte. Eigentlich sollte ich jetzt darauf zugehen, das wäre wohl das Vernünftigste. Und wahrscheinlich auch das, was Walsh und Co. wollten, es sei denn, sie bevorzugten es, mir hier noch mal eins über den Schädel zu geben und mir einfach das Bild zu klauen. Ich beschloss, es nicht darauf ankommen zu lassen und rannte los, auf den Ausgang des Hinterhofs zu. Sollten die Cops Walsh und seinen Kumpel verfolgen, dann würde ich mich wenigstens unbehelligt aus dem Staub machen können.

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Verfasst: So 7. Okt 2007, 19:38 
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Diebische Elster
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Ich wusste, wann ich nachgeben musste und akzeptierte es. Das Bild war mir nie wichtig gewesen, sondern immer nur Mittel zum Zweck. Ich hatte es als erste haben wollen, ich hatte es aus dem Museum gebracht. Das einzige, was jetzt noch zählte, war, nach Hause zu kommen, ehe Winter dort auftauchte und voller Selbstzufriedenheit feststellte, dass Mistress Brunauld gar nicht zu Hause war und demzufolge kein Alibi für die Nacht hatte.
"Hier ..", keuchte ich atemlos, zog den Rucksack wieder an mich, zerrte den Reißverschluss auf und holte das ein wenig mitgenommen aussehende Bild heraus. Das drückte ich Walsh dann gegen die Brust.
"Nimm es und werd glücklich damit! Ich scheiß darauf! Bring mich nur zu meinem Wagen in der 52.!"
Immer noch heftig atmend zog ich mir die Skimaske vom Gesicht, unter der ich jetzt ordentlich schwitzte und schüttelte mir mein Haar aus. Dann lehnte ich meinen Kopf kurz gegen die Seitenwand des Lieferwagens und schloss erschöpft die Augen .. so eine Flucht hatte ich schon lange nicht mehr erlebt!

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Diebische Elster
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Er überraschte mich. Das Bild war es doch gewesen, weshalb er all das hier auf sich genommen hatte. Und jetzt wollte er es nicht mehr?
Ich kniff die Augen zusammen und sah ihn forschend an. Dabei versuchte ich, seine Beweggründe zu verstehen und kam nur zu dem einen Schluss - nämlich dass es auch ihm nur um den Spaß ging und nicht eigentlich ums Geld. Natürlich, warum sollte es ihm auch um die Finanzen gehen? Er hatte ja genug davon.
Walshs letzte Bemerkung brachte meine Überlegungen zu einem abrupten Ende. Ich nickte matt und bestätigte es mit immer noch verhältnismä8ig atemloser Stimme.
"Si, hat er. Er ist schon seit einem Jahr hinter mir her. Und deshalb muss ich zu meinem Wagen und nicht nach Hause. Comprende? Ich hab ihn bei uns um die Ecke gestohlen, und wenn er jetzt hier gefunden wird, belastet er mich. - Die 52., muchacho!", rief ich über die Schulter in Richtung Fahrer, dann sah ich Walsh wieder an. Und versuchte, den Mann vor mir zu ergründen, der sich so völlig untypisch verhielt.

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Irrlicht
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Sie hatten es aus dem Museum hinaus geschafft, unterirdisch, wie ich es vermutet hatte. Und wie einer meiner Männer, die ich an allen möglichen Ausstiegen der Kanalisation postiert hatte, mir berichtete, waren sie in einem weißen Lieferwagen unterwegs, der leicht zu verfolgen wäre. Während ich das Museum im Laufschritt durch die Fronttür verließ, gab ich dem Hubschrauber, der auf einem der benachbarten Hochhäuser in Wartestellung verharrte, den Befehl, nach einem weißen Lieferwagen Ausschau zu halten und uns über die Richtung desselben auf dem Laufenden zu halten. Ich erhielt die Bestätigung des Befehls in dem Moment, in dem ich in meinen Wagen sprang und ihn startete. Ich beendete das Gespräch, wählte jedoch sogleich eine neue Nummer und rief im Revier an, um einige Streifen zur Villa der Brunaulds zu beordern, damit festgestellt werden konnte, ob Mistress Brunauld wirklich dort war, wo sie um diese Uhrzeit sein sollte - in ihrem Bett nämlich. Ich glaubte es nicht, dass dem so war. Ich war mir sogar ziemlich sicher, dass Madame gerade mit wertvoller Last auf dem Rücken durch die Straßen von Manhatten düste, freiwillig oder unfreiwillig. Ich verzichtete darauf, mich an der Jagd zu beteiligen und lenkte meinen Wagen auf die 5th Avenue, um ebenfalls zu ihrer Villa hinauszufahren. Ich brauchte langsam dringend einen Fahndungserfolg, und wenn sie nicht zu Hause sein würde, dann hätte ich endlich einen, denn dann würde ich sie wegen Verdacht auf schweren Raub verhaften, sobald sie dort wieder eintreffen würde. Und dass sie dort wieder auftauchen würde, das bezweifelte ich nicht im geringsten. Selbst wenn sie sich gerade in Schwierigkeiten befand, weil sich eine gegnerische Partei eingemischt hatte, die ebenfalls Interesse an dem Turner hatte - sie war nicht der Typ Frau, der sich Konkurrenten in den eigenen Reihen unterbuttern ließ. Eigentlich, so nahm ich an, würde es wohl eher anders herum sein. Mir taten die Kerle jetzt schon leid, die sich an ihr vergriffen hatten.

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Ich verfolgte Walshs Tun ungeniert und ließ meinen Blick prüfend über seinen so gut wie nackten Körper gleiten. Es war verhältnismäßig dunkel im Fond des Lieferwagen, und dennoch erkannte ich, dass er unglaublich gut gebaut war. Breite Schultern, durchtrainierte Arme, eine muskulöse Brust und ein nettes Sixpack anstelle des Bauchs - dazu eine so glatte Haut, dass manch eine muchacha wohl grün würde vor Neid. Ich genoss den Anblick, solange John Walsh gewillt war, ihn mir zu bieten, dann sah ich Walsh wieder in die Augen.
"Du vergisst etwas, mein Lieber - ich bin eine verheiratete Frau, und so ein Alibi wäre bei mir nur die Reißleine für den Notfallschirm. Comprende? - Meinst du, ich hab Lust, morgen meine Scheidungspapiere zu unterschreiben? .. Dein Freund soll zusehen, dass er mich zu meinem Wagen bringt, den Rest erledige ich schon selbst. Kein Grund, sich um mich Sorgen zu machen."
Ich schmunzelte süffisant, während ich den letzten Satz betonte. Ich hatte ganz gewiss nicht vor, mich ihm so weit in die Hand zu geben, dass ich mich von einem Alibi abhängig machte, das ER mir gab. Das fehlte ja noch!

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Diebische Elster
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"Mierda - Scheiße!", fluchte ich ungehalten und schlug gegen meinen Rucksack - in Ermangelung eines besseren Punching Balls. Ich wollte nicht mit zu Walsh. Ich wollte ihn aber genauso wenig mit zu mir nach Hause nehmen - wenn er Recht hatte, dann wimmelte es dort bereits vor Bullen, und es gäbe keine Gelegenheit, ihn ungesehen in die Villa zu lotsen.
Mir wurde etwas anderes einfallen. Etwas besseres.
"Bueno, dann werde ich eben im Fahren aussteigen", gab ich schließlich zur Antwort. "Sie sind hinter deinem Lieferwagen her, der ist ja auch auffällig genug - ich werde mich für die Nacht in irgendeinem Hotel einquartieren und mir für morgen früh eine Ausrede einfallen lassen."
Der Heli würde der Karre hier folgen und es nicht unbedingt mitbekommen, wenn ich mich zwischendurch hinten hinausfallen lassen würde. Ich war klein, wendig und schwarz gekleidet, man würde meine Flucht nicht bemerken. Außerdem parkte 'mein' Wagen nicht weit von hier. Ich hatte eine bessere Chance zu entkommen, wenn ich mich von Walsh trennte, als wenn ich bei ihm blieb. Außerdem stand ich nicht auf Partner in Crime.

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Diebische Elster
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Ich hatte nicht vor, das hier zu einer Endlosdiskussionsrunde werden zu lassen. Ich musst jetzt gehen oder es ganz bleiben lassen - mit jedem Meter, den der Lieferwagen zurück legte, entfernte er sich mehr von meinem Leihwagen.

Schneller als Walsh reagieren konnte, schob ich meinen Arm durch eine der Rucksackschlaufen, öffnete mit der anderen Hand die Hecktür und stürzte mich mit einem "Adios, muchacho" auf die Straße.
Ich rollte mich auf Händen und Knien ab, und dennoch überschlug ich mich ein paarmal, nachdem ich Bodenkontakt hatte. Und tat mir ordentlich weh dabei. Allerdings vergeudete ich keine Zeit mit Jammern. Ich war bereits als Kind im Zirkus oft genug bös gestürzt und dementsprechend nicht empfindlich. Und hatte es außerdem nicht verlernt, richtig zu fallen. Und so rappelte ich mich sogleich wieder auf, zerrte meinen Rucksack in die Höhe und rannte in den Schatten des nächsten Gebäudes - und atmete erleichtert auf, als ich sah, wie der Heli damit fortfuhr, Walshs Lieferwagen zu verfolgen.
In Sicherheit! Für den Moment.

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Diebische Elster
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Ich rannte auf direktem Weg zu dem geklauten Wagen zurück, mich immer im Schatten der Häuser haltend und mich in dieselben drückend, sobald auch nur ein Auto an mir vorbei schoss. Es dauerte darum ein wenig, bis ich endlich heftig atmend am Toyota ankam und mich in dessen zweifelhafte Sicherheit retten konnte.
Den Rucksack warf ich in den Fußraum des Beifahrersitzes, dann bückte ich mich in meinem eigenen und schloss den Wagen wieder kurz. Er brummte auf, und sogleich warf ich einen Blick rundum - Rückspiegel inklusive. Es blieb alles ruhig, und dennoch ließ ich die Scheinwerfer aus, als ich losfuhr. Erst, als ich auf die 5th Avenue einbog - ganz sicher würden die großen Straßen jetzt weniger überwacht werden als die kleinen, verschwiegenen - knipste ich das Licht an und reihte mich in den mageren Nachtverkehr ein. Dann lenkte ich meinen Wagen in Richtung Heimat - und hoffte darauf, dass mein Gefühl mich trog und Winter sich lieber mit Verfolgungsjagden beschäftigte als damit, desnachts müde Millionäre aus dem Bett zu klingeln.

Natürlich tat der Mistkerl von Cop mir den Gefallen nicht. Als ich eine gute halbe Stunde später in die breite Straße einbog, in der unser Anwesen lag, sah ich bereits vier Streifenwagen mit blinkenden Lichtern und einige Cops, die sich an unserem beleuchteten Hauseingang herumtrieben. Auch meinen Göttergatten sah ich, im gestreiften Hausmantel an der Tür stehend und wie üblich einen unglaublich intelligenten Eindruck machend. Ich erwog kurz die Möglichkeit, den Wagen etwas abseits abzustellen, zu unserem Grundstück zurückzulaufen, über den Zaun zu klettern, mich von hinten ins Haus zu schleichen, nach oben in mein Schlafzimmer zu laufen, mich dort auszuziehen, einen verschlafenen Ausdruck auf mein Gesicht zu zaubern und noch irgendwie den Turner zu verstecken - und verwarf diese Überlegung gleich wieder. So viel Zeit hatte ich einfach nicht.
Notgedrungen fuhr ich also weiter und kehrte in einem großen Bogen in die City zurück. Und dachte fieberhaft darüber nach, wie ich am nächsten Morgen mein nächtliches Verschwinden würde erklären können.

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Verfasst: Mo 8. Okt 2007, 09:48 
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Diebische Elster
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Gute drei Stunden später fuhr ich zum zweiten Mal vor unserer Villa vor, diesmal jedoch im Taxi, ohne Rucksack und Turner, dafür in einem einigermaßen passablen Kostüm und mit Pumps, die mir eine Nummer zu groß waren.

Ich war, nachdem ich die Polizei vor meinem Haus gesehen hatte, schnurstracks zurück in die City gefahren und hatte meinen Leihwagen in einer belebten Straße in Manhatten abgestellt, weit genug vom Museum of Modern Art entfernt, damit man keinen Zusammenhang herstellen konnte. Dann war ich mit der Subway zum Grand Central Terminal gefahren und hatte dort meinen Rucksack samt William Turner in ein Schließfach gesperrt - allerdings nicht, ohne vorher meinen Schlüssel und meine Geldbörse herauszunehmen. An ersteren hatte ich den Schlüssel des Schließfachs gehangen und mich mit letzterer auf die Suche nach einer muchacha meiner Größe und Figur gemacht, die gut genug gekleidet war, um mit mir die Sachen zu wechseln, jedoch nicht so gut, dass das Geld, das ich dafür bereit war springen zu lassen, sie nicht gelockt hätte.
Für 1.500 Dollar hatte ich schließlich eine gefunden - in einem grauen Durchschnittskostüm und weißer Bluse, an den Füßen schwarze Durchschnittspumps und an der Hand eine schwarze Durchschnittstasche - die mir ihr Outfit überließ. Kein Wunder, für den Betrag konnte sie sich eine Menge anderer, durchschnittlicher Sachen kaufen, Schuhe und Täschchen inklusive.
Mir war es egal gewesen. Ich hatte bekommen, was ich wollte, auch wenn ich dafür mein gesamtes Bargeld hatte hergeben müssen, das ich aus Sicherheitsgründen und um der größeren Flexibilität Willen bei meinen Streifzügen immer mit mir herumschleppte. Flugs hatte ich mich auf der Bahnhoftoilette umgezogen, mir dort vor dem Spiegel mit den Fingern das Haar gekämmt und sogar etwas Lippenstift aufgetragen, den ich in der Handtasche meiner Helferin gefunden hatte, dann hatte ich den Bahnhof verlassen, mir ein Taxi genommen und war nach Hause gefahren.

Und dort kam ich gerade an, bezahlte den Fahrer und verließ den Wagen - und wurde direkt von zwei Cops in Empfang genommen, die gemeinsam mit einigen anderen ihrer Kollegen ja nur auf den Moment meiner Rückkehr gewartet hatten.
"Mistress Brunauld?", fragten sie mich pro forma. Ich nickte mit gespielt irritiertem Blick.
"Was gibt es, Officer?"
"Mam, ich bedauere es sehr, aber Sie werden uns aufs Revier begleiten müssen."
Ich riss die Augen auf, dann zauberte ich eilig die arrogante Millionärsgattin aus dem Hut und gab affektiert zurück: "Oooh no! Das kommt ja überhaupt nicht in Frage! Ich wüsste auch gar nicht, wieso! - Gehen Sie mir aus dem Weg, Senor. Ich bin müde und möchte nach Hause."
Damit schob ich mich einfach an den Cops vorbei und durchschritt das Tor zu unserem Grundstück. Auf der Stelle folgten mir die beiden Männer, umrundeten mich und hielten mich wieder auf.
"Mam, bitte ... machen Sie es uns nicht noch schwerer. Sie wollen doch sicher kein Aufsehen erregen, oder? - Inspektor Winter hat uns angewiesen, Sie zu ihm zu bringen. Sie sollten sich fügen. Tun Sie das nicht, sehen wir uns leider gezwungen, Sie zu verhaften und Ihnen Handschellen anzulegen."
"Handschellen???", fauchte ich und durchbohrte das arme Schwein von Officer, das die undankbare Aufgabe hatte, eine reiche, einflussreiche Zicke zu verhaften, mit meinem Blick. "Das wagen Sie nicht!"
Wieder drückte ich mich an den beiden Männern vorbei und hatte die Eingangstür zu unsere Villa fast erreicht, als ich auf einmal von hinten gepackt wurde, man mir beide Arme auf den Rücken zog, und dann ging es "Klack! Klack!", und ich hatte neue Armbänder.
Das war der Moment, wo mein Göttergatte im Morgenmantel die Tür aufmachte und das Geschehen mit einem entsetzten Blick quittierte.
"Lassen Sie auf der Stelle meine Frau los, Officer!"
Ich pflichtete Jacques in Gedanken bei und schoss einen weiteren giftigen Blick auf den Cop ab, der mich da so ruppig behandelte - ein hübsche Cop, übrigens, vielleicht etwas älter als ich, mit stahlblauen Augen und dunkelbraunen Locken unter seiner Schirmmütze.
"Bedauere, Mister Brunauld, aber wir werden Ihre Frau jetzt mit aufs Revier nehmen. Mam, Sie sind hiermit verhaftet! Alles, was Sie von jetzt an sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht zu schweigen. Außerdem haben Sie das Recht auf einen Anwalt. Wenn Sie sich keinen leisten können, wird Ihnen einer zur Verfügung gestellt werden .."
Ich schnaubte bei den letzten Worten und musste gegen meinen Willen schmunzeln. Als ob ich mir keinen Anwalt leisten könnte ..!
"Haben Sie Ihre Rechte verstanden, Mam?"
"Ich muss protestieren, Officer! Sie können meine Frau doch nicht wie eine gewöhnliche Diebin verhaften!"
Wenn Jacques gewusst hätte, wie sehr seine Worte gerade ins Schwarze trafen, er wäre sicher auf der Stelle tot umgefallen.
"Si, naturalmente habe ich Ihre Worte verstanden, Officer."
Ich wusste, dass ich gegen diese Verhaftung nichts mehr ausrichten konnte und fügte mich in mein Schicksal. Ich machte sogar das Beste daraus, indem ich dem muchacho ein betörendes Lächeln schenkte, das diesen prompt bis unter seine Schirmmütze erröten ließ.
"Wenn ..", er räusperte sich und löste seinen Blick nur mit Mühe von meinem Gesicht, um Jacques wieder anzusehen, "... wenn Sie Einspruch gegen die Verhaftung Ihrer Gattin einlegen wollen, dann wenden Sie sich bitte an Inspektor Winter, Mister Brunauld."
"Ich werde mich an den Polizeipräsidenten wenden!", schäumte mein Mann, kam auf mich zu und umschloss mein Gesicht mit beiden Händen. "Mach dir keine Sorgen, mein Zuckerschnäuzchen! Ich werde Jeremiah sofort anrufen, und sobald du im Revier ankommst, werden Sie dich zu mir nach Hause zurück fahren müssen. Hab keine Angst, mein Engel! Du musst ganz bestimmt nicht ins Gefängnis! Ganz bestimmt nicht!!"
Und dann drückte er mir einen feuchten Kuss auf meine Lippen, den ich dank der Handschellen und der uns umstehenden Cops leider nicht verhindern konnte. Ich kniff die Augen zusammen und ließ das Geknutsche über mich ergehen, daraufhin zwang ich mich sogar zu einem Lächeln und flötete zurück: "Ich habe keine Angst, mein Schatz! Ich weiß ja, dass du mich beschützen wirst. Ich liebe dich, mi amor!"
Ein wenig Zuckerguss konnte nicht schaden, denn ich wusste, dass der Moment kommen würde, in dem ich Jacques erklären musste, wo ich in der Nacht gewesen war. Und da war es besser, ihn jetzt schon mal ein wenig gewogen zu stimmen.
"Sind Sie jetzt fertig?"
Die Stimme des hübschen Officers klang gereizt - was man durchaus verstehen konnte, immerhin hatte er sich fast die ganze Nacht vor unserem Haus wartend um die Ohren geschlagen.
"Si, sind wir", antwortete ich ihm mit einem erneuten betörenden Lächeln und konstatierte zu meiner Zufriedenheit, wie der Unwille aus seinem Gesicht wich und sein Blick einen Moment länger als nötig auf mir ruhte.
"Also dann ... gute Nacht, Mister Brunauld!"
Er griff mich am Arm und zog mich mith mit sich. Und es war sicher nur Zufall, dass mein linker Oberschenkel beim Gehen sein Bein streifte.

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Verfasst: Mo 8. Okt 2007, 10:24 
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Irrlicht
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Ich hatte gerade mit dem siebten oder achten Kaffee versucht, meine Müdigkeit zu vertreiben, als die Tür sich öffnete und die Sergeants Riggs und Murtaugh Sara Brunauld in mein Büro führten - in Handschellen, was mich offen gesagt nicht wunderte.
Mit einer knappen Bewegung meines Kopfs gab ich ihnen zu verstehen, dass sie Brunauld die Dinger abnehmen sollten, und Riggs machte sich sofort daran. Mit einem Lächeln und einem so funkelnden Blick, dass ich fragend eine Augenbraue in die Höhe hob, dann aber begriff, was hier abging - dieses kleine, verlockende Biest!

Sara Brunauld schien es überhaupt nichts auszumachen, dass sie verhaftete worden war. Offenbar hielt sie das alles sogar für ein lustiges Spiel, denn ich hörte deutlich, wie sie Riggs zuflüsterte: "Oh, wie schade .. eigentlich steh ich ja auf Handschellen, Officer." Und dann lächelte sie Riggs sogar verführerisch an!
Ich spürte, wie meine übliche Gereiztheit zurückkehrte, die ich immer in Gesellschaft dieser Frau empfand.
"Es könnte gut sein, dass Sie sich an dieses Gefühl werden gewöhnen müssen, Mistress Brunauld. Sergeants ..!"
Mit einer erneuten knappen Kopfbewegung deutete ich Riggs und Murtaugh an, dass sie uns alleine lassen sollten. Ein Befehl, dem die beiden nachkamen - wenn auch etwas zögerlicher als sonst.
"Sara ..", flötetet Mistress Brunauld, und jetzt war ich derjenige, dem dieses Lächeln galt. "Sagen Sie doch Sara zu mir, Zack. Wir kennen uns doch jetzt schon so lange."
Ich ignorierte ihre Anbiederungsversuche.
"Mistress Brunauld .. wo waren Sie in der Zeit von null Uhr bis um vier Uhr?"
"Hmm .. normalerweise pflege ich da in meinem Bett zu schlafen, Zack. - Nackt ..."
"Ihre Schlafgewohnheiten interessieren mich nicht, Mistress Brunauld. Und es ist mir auch egal, was sie normalerweise desnachts zu tun pflegen. Ich spreche von dieser Nacht, und das wissen Sie sehr genau!"
"Oh, diese Nacht!" Sie tat überrascht und sah gespielt nachdenklich an die Decke. "Hm .. ich glaube, um diese Zeit habe ich auch geschlafen. Ebenfalls nackt."
Ich kniff die Augen zusammen, und das nicht nur vor Müdigkeit. Das hier würde wohl etwas länger dauern.
"Haben Sie um diese Zeit allein geschlafen, Mistress Brunauld?"
Mein Tonfall verriet meine Gereiztheit nicht - im Gegenteil, ich befleißigte mich gerade der größten Geduld.
Wieder sah sie gespielt nachdenklich an die Decke.
"No."
"Aha, also war jemand bei Ihnen? Zwischen null Uhr und vier Uhr dieser Nacht? Der Ihre Aussage bezeugen kann?"
"Si."
"Und hätten Sie jetzt auch bitte die Güte und würden mir den Namen desjenigen nennen? Damit ich Ihre Aussage überprüfen kann?"
"No."
Nein, natürlich würde sie mir keinen Namen nennen, weil es nämlich keinen Namen zu nennen gab. Zwischen null Uhr und vier Uhr hatte Sara Brunauld sich nämlich auf die Seite des Verbrechens geschlagen und ein millionenteures Gemälde aus dem Museum of Modern Art geklaut. Klar, dass sie jetzt niemanden benennen konnte, der ihr ein Alibi gab.
"Und warum weigern Sie sich, den Namen anzugeben, Mistress Brunauld? Vielleicht, weil es diese Person überhaupt nicht gibt, bei der Sie gewesen sein wollen? Vielleicht, weil sie zu dieser Uhrzeit überhaupt nicht geschlafen haben? Vielleicht, weil sie stattdessen ins Museum of Modern Art eingebrochen sind und dort die neueste Errungenschaft des Museums, den William Turner, gestohlen haben?"
"Ach, der ist gestohlen worden? Nun ja, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ich persönlich fand das Bild ziemlich hässlich."
Ich verdrehte die Augen und stand auf, um mir noch einen Kaffee zu holen. Sara Brunauld bekam keinen.
"Mam", fuhr ich fort, nachdem ich ihr gegenüber wieder Platz genommen hatte und begann, meine Hemdsärmel aufzukrempeln. "Ich weiß ja inzwischen, dass Kooperation nicht Ihre Stärke ist. Aber in diesem Fall rate ich Ihnen dringend, meine Fragen nach bestem Gewissen zu beantworten. Ich sage es Ihnen ganz offen ..", ich nahm einen Schluck vom Kaffee, dann lehnte ich mich mit der Tasse in der Hand in meinem Schreibtischstuhl zurück und musterte die vor mir sitzende Frau aus schmalen Augen, " .. Sie sind die Hauptverdächtige in diesem Fall, und wenn Sie mir für diese Nacht kein Alibi präsentieren können, werde ich Sie einbuchten. Da kann Ihr Mann dreimal der Freund des Polizeipräsidenten sein, klar?"
"Aufgrund welcher Beweise?", schoss die Kleine mit plötzlich giftig funkelndem Blick zurück - aha, ich hatte sie mit der Erwähnung des Polizeipräsidenten an einem empfindlichen Nerv getroffen. Offenbar hatte Brunauld wirklich vor, sich an ihn zu wenden und auf diese Art seine Frau aus der Kacke zu hauen. Ich würde mich in den nächsten Tagen warm anziehen können.
"Es liegen keinerlei Beweise vor", gab ich offen zu, begegnete dem wieder süffisant gewordenen Gesichtsausdruck Sara Brunaulds aber gleich mit dem Zusatz: "Allerdings gibt es eine Menge Indizien, die auf Sie hinweisen, und das reicht allemal für eine Verhaftung. Beweise müssen bekanntlich erst vor Gericht erbracht werden. Tja, und bis so eine Verhandlung erst einmal angesetzt wird, können hier in New York Wochen vergehen ... Monate! Die Sie allesamt hinter Gittern verbringen würden, Mistress Brunauld. Es sei denn ..."

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