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 Betreff des Beitrags: Teil 1
Verfasst: Fr 4. Apr 2008, 17:02 
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Irrlicht
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Das Flugzeug war planmäßig in Washington D.C. gestartet und genauso planmäßig in Wichita gelandet. Bei Dauerregen und niedrigen Temperaturen, denn es war November.
Der Mann, der die Maschine der American Airlines mit einer Reisetasche in der Hand verließ, war dem Wetter gemäß gekleidet - schwarzer Mantel, schwarze Hose, schwarze Schuhe. Sogar seine kleine Reisetasche, die er in der Rechten trug, war schwarz, und man wollte bei seinem Anblick schon fast sicher sein, dass das Jackett, das er vermutlich unter dem Mantel trug, ebenfalls schwarz war. Aber damit hätte man falsch gelegen, denn es war dunkelgrau. Der Hemdkragen, wie auch immer, blitzte auffallend weiß zwischen all dem dunklen Stoff hervor und ebenso blitzte es hin und wieder in den Augen des Mannes auf, wozu man allerdings genau hinsehen musste. Auch wenn er in der Regel so gekleidet war, war Fox Mulder keineswegs von dunkler Natur. Aber er musste seinem Beruf Rechnung tragen und auch den meisten seiner Fälle. Wie diesem, der ihn in den Sonnenblumen-Staat Kansas führte. Genauer gesagt, nach Fredonia, das noch gute hundert Meilen östlich von Wichita lag - eine lange Fahrt auf dem nicht gerade belebten, schnurgeraden Highway 400, die ihm bevorstand, nur mit dem Autoradio als Unterhaltung, da Scully zur Zeit an einer Tagung in San Francisco teilnahm. Nichts, worauf man sich freuen konnte.

Es war schon dunkel, als er am Hotel ankam, das ihm Skinners Büro für seinen Aufenthalt gebucht hatte. Nichts großes, teures, sowas gab es in Fredonia sowieso nicht, dessen Einwohnerzahl irgendwo bei 5.000 lag - die genaue Angabe hatte Mulder vergessen. Von der Größe her eher an eine Pension erinnernd, aber das war völlig in Ordnung. Er hatte schon in bedeutend schlechteren Unterkünften übernachtet. Zufrieden damit, dass die lange Reise nun ein Ende hatte, checkte Mulder ein, fuhr danach in den zweiten Stock und nahm kurz darauf sein Domizil für die nächsten Tage in Besitz.
"Endlich!"
Mit dem Fuß drückte er die Tür hinter sich zu, dann warf er seine Reisetasche aufs Bett, zog sich seinen Mantel aus und entledigte sich auch gleich seines Jacketts. Krawatte lockern, Ärmel hoch krempeln, Mini-Bar öffnen - das war das nächste, was auf Mulders Programm stand. Aber er hatte letztere noch nicht mal berührt, als sein Handy klingelte. Er zog es aus seiner Manteltasche, warf einen Blick darauf, dann nahm er den Ruf schmunzelnd entgegen.
"Sagen Sie mir nicht, dass das jetzt der Kontrollanruf ist, Scully. Oder wollen Sie mir ein Schlafliedchen singen?"
"Ich wollte nur hören, ob Sie gut angekommen sind, Mulder."
"Bin ich. Ein bisschen nass, ein bisschen gelangweilt, aber ich bin da. Wie läuft's bei Ihnen? Lassen Sie mich raten, Sie haben heute spannende Vorträge über verengte Nasenscheidewände und neue Behandlungsmethoden bei Hämorrhoiden verschlungen. Waren auch attraktive Anschauungsobjekte dabei?"
"Nein, aber der Dozent war ganz passabel."
"Na wie schön für Sie, Scully. Ich werde mich morgen früh unter den hiesigen Landschönheiten umsehen. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht den einen oder anderen guten Grund finden würde, meinen Urlaub hier im aufregendsten Teil der USA noch um ein paar Tage zu verlängern."
"Viel Erfolg, Mulder. Ich rufe Sie morgen wieder an."
"Aber nicht zu früh! Sie wissen doch, wenn ich ohne Sie unterwegs bin, stehe ich nicht vor zehn Uhr auf."
"Bis morgen früh um sieben, Mulder."
Es klickte in der Leitung, als Scully auflegte. Mulder grinste sein Handy an.
"Ich liebe Sie auch, Scully."
Dann drückte er das Gespräch auf seiner Seite ebenfalls weg und warf das Handy achtlos aufs Kopfkissen.
Wo war er gerade stehen geblieben? Ah ja, bei der Mini-Bar.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 6. Mai 2008, 17:08 
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Irrlicht
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Die Frau lief ziel- und planlos durch die dunklen Straßen. Lediglich mit einem langen, weißen, an einigen Stellen blutverschmierten Hemd und einem Slip bekleidet. Barfuß, ohne jegliche Orientierung und klatschnass lief sie immer weiter. An ihren Unterarmen waren jeweils sechs Punkte zu sehen, aus denen es blutete. Diese Punkte hatten eine symmetrische Form und waren exakt identisch angeordnet.
Es war, als würde die Frau etwas antreiben und nicht wollen, dass sie stehen blieb. Ihr Blick war verwirrt und flackerte. Sie blieb schließlich doch kurz stehen und ließ ihren Blick an einem Gebäude entlang wandern. Es war, als würde ihr jemand sagen, was sie jetzt zu tun hatte.
Wie an Fäden gezogen drehte sie sich herum und ging auf das Gebäude zu. Sie kannte es nicht, war noch niemals hier gewesen. Sie war sogar noch nie hier in dieser Stadt gewesen. Alle Erinnerungen waren lückenhaft und verschleiert, so als hätte jemand einen Vorhang vor ihr Bewusstsein geschoben und dennoch wusste sie genau, wohin sie gehen musste. Es war, als würde man sie wie eine Marionette leiten.
Sie durchschritt die Eingangshalle des Gebäudes und achtete nicht darauf, als ein fremder Mann sie ansprach. Sie wandte sich der nächsten Treppe zu und ging nach oben. Der Mann lief ihr nach und berührte sie an ihrem Arm, doch sie entzog sich ihm, drehte ihm das Gesicht zu und dann schoss ihr rechter Arm vor, und sie stieß ihn von sich weg. Der Mann flog die Stufen hinunter und so weit nach hinten, als hätte ihn ein Bus gerammt.
Die Frau wusste nicht, woher sie diese Kraft hatte, aber das war auch egal, denn jemand anderer war jetzt wichtiger. Jemand, zu dem sie gehen musste, weil er wichtig war. Das hatten sie ihr gesagt.
Wer hatte ihr das gesagt??
Sie runzelte die Stirn und ging dennoch weiter. Von einer inneren Macht angetrieben, stieg sie die Stufen hinauf und blieb schließlich vor einer Tür stehen. Sie sah auf die Nummer und nickte leicht. Genau hier war es. Mechanisch hob sie die Hand und klopfte immer wieder, bis eine verschlafene Stimme aus dem Inneren des Zimmers sie einhalten ließ. Gleich war sie dort, wo sie hin musste. Sie hatten ihr gesagt, dass er ihnen helfen würde, weil er mehr über sie wissen wollte. Dass er ihr nicht schaden würde, sondern sie sogar beschützen würde.
Rachel, ja ... das war ihr Name. Sie erinnerte sich wieder an ihren Namen und jetzt auf einmal nannten sie ihr auch seinen Namen.
Fox Mulder, ein FBI-Agent.
Sie klopfte noch einmal, bis endlich die Tür geöffnet wurde und sie den Mann ansah. Sie sagten ihr, dass es der richtige wäre.
" .... M .. Mulder?"
Der Mann nickte, und das war alles, was sie wissen musste.
"Sie .... sie .... schicken .... mich ...."
Es wurde dunkel um sie herum, als sie in ihren Beinen einknickte und ohnmächtig wurde.

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Verfasst: Do 8. Mai 2008, 09:11 
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Irrlicht
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Die Mini-Bar hatte mit nichts besonderem aufgewartet. Eine kleine Flasche billiger Schampus, eine Flasche Coke, eine Flasche Mineralwasser und eine Dose Bier. Er hatte sich für das Bier entschieden, obwohl es genau wie der Rest warm gewesen war. Es daraufhin getrunken, während er auf dem Bett gesessen und sich gelangweilt durch die Kanäle des Fernsehens gezappt hatte. Aber irgendwann war ihm der Gedanke an Schlaf spannender vorgekommen als alles andere. Und so hatte er die leere Bierdose mit einem gezielten Wurf in den Papierkorb befördert, war, nur noch in Shorts und Unterhemd bekleidet, unter die Bettdecke gerutscht und hatte das Licht gelöscht. In der Hoffnung, dass es in seinem Traum mehr Action geben würde als auf ABC, PBS, WNBC, WCBS oder dem Playboy TV.

Leider aber sollte seine Hoffnung keine Gelegenheit auf Erfüllung bekommen, denn er war noch nicht einmal richtig eingeschlafen, als es plötzlich klopfte. Mulder ruckte mit einem verschlafenen "Was ist?" hoch und starrte einen Moment ins Dunkle. Dann knipste er das Licht wieder an. Noch einmal klopfte es. Er schlug die Decke beiseite, stand auf und ging mit zusammengekniffenen Augen zur Tür, um zu öffnen.
Eine Frau stand vor ihm, nicht besonders groß, zierlich, dunkles, halblanges Haar. Das war jedoch nicht das Bemerkenswerte. Bemerkenswert war, dass sie ein weißes, blutverschmiertes Hemd trug, barfuß war und ihn mit einem völlig verwirrten Gesichtsausdruck ansah. Als wäre sie einem Chirurg geradewegs vom OP-Tisch gesprungen und in die Nacht hinaus geflohen. In die verregnete Nacht hinaus, denn sie war vollkommen durchnässt.
".... M ... Mulder?"
Mulder nickte betroffen, einen Moment lang nicht in der Lage, weiter zu reagieren.
"Sie .... sie .... schicken .... mich ...."
Das war alles, was sie sagte, dann klappte sie zusammen.

Er hatte sie in sein Zimmer getragen und aufs Bett gelegt. Hatte dort erst einmal ihren Puls und ihre Atmung kontrolliert, ihr dann das nasse Hemd ausgezogen und sie auf Verletzungen untersucht. Er hatte keine gefunden, bis auf sechs seltsame Punkte an ihren Unterarmen, aus denen Blut sickerte. Jedoch nicht genug, um die Menge auf dem Hemd zu erklären. Die Fremde war noch immer bewusstlos, als Mulder sich aufrichtete und ins Bad ging, um etwas zu holen, mit dem er sie abtrocknen und wärmen konnte. Mit einem dicken Handtuch und einem Bademantel kehrte er zurück.
Wenig später hatte er die Frau so weit versorgt, wie es ihm möglich gewesen war. Er hatte auch ihre Wunden an den Armen verbunden, dafür hatte er mit seinem Taschenmesser zwei lange Streifen aus seinem Bettlaken getrennt - sollten sie es dem FBI auf die Rechnung setzen. Jetzt saß er in einem der Sessel im Stil der 50er Jahre - wieder vollständig angezogen, natürlich - und wartete darauf, dass seine "Patientin" wieder zu sich kam, um ihm zu erklären, wie sie an diese zwölf Punkte auf ihren Armen kam. Die gleichen zwölf Punkte, die die beiden Leichen aufgewiesen hatten, die diesen Fall zu einer X-Akte gemacht hatten.

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Verfasst: Sa 10. Mai 2008, 10:00 
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Irrlicht
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Es dauerte drei Stunden, bis Rachel wieder erwachte. Nur langsam und mühsam schaffte sie es, sich aus dem tiefen Schlaf hervor zu kämpfen. Zögerlich schlug sie die Augen auf und sah sich verwirrt um. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wo sie war, und in dem Moment, in dem sie bemerkte, dass sie in einem fremden Bett lag, fuhr sie erschrocken hoch und sah sich mit großen Augen um. Ihr Blick fiel auf einen fremden Mann im Zimmer, und es entfuhr ihr ein erschreckter Laut. Sie wich zurück bis ans Kopfende des Bettes. Dann sah sie auf die Decke hinunter und bemerkte, dass sie nur einen Bademantel trug und darunter nackt war. Was war mit ihr passiert? Sie war doch eben noch mit Jane in dieser Bar gewesen. Der neue Club, der einen geheimnisvollen Ruf hatte und den sie sich unbedingt mit ihrer Freundin hatte ansehen wollen. Rachel runzelte die Stirn und konnte sich daran kaum noch erinnern. Nur das dunkelrote Licht und die vielen Stimmen, die laute Musik und dann .... Augen ... geheimnisvoll und beängstigend glühende Augen. Ihr Kopf ruckte wieder hoch, als sie den Mann im Sessel ansah, der immer noch schwieg und anscheinend darauf wartete, dass sie etwas sagte.
"Wer ... wer sind Sie? Wie komme ich hierher? Wo bin ich hier?"
Immer hektischer fragte sie das und fragte sich vor allen Dingen, wieso sie hier war und wieso sie nur mit einem Bademantel bekleidet in diesem fremden Bett lag. Hatte er sie abgeschleppt? Mit K.o.-Tropfen gefügig gemacht und war dann über sie hergefallen? Und fand jetzt Gefallen daran, ihr Angst zu machen? Ein Psychopath vielleicht, der sich auf diese Art und Weise aufgeilte? Dann auf einmal spürte sie die Verbände an ihren Unterarmen und ihr Blick richtete sich darauf.
"WAS IST DAS?? WAS HABEN SIE MIT MIR GEMACHT???"

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 Betreff des Beitrags: Re: Teil 1
Verfasst: So 17. Jul 2011, 19:03 
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Irrlicht
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Er hatte damit gerechnet, dass die Frau bei ihrem Erwachen panisch reagieren würde - was ja auch kein Wunder war, wenn man bedachte, in welchem Zustand sie vor Mulders Hoteltür zusammen geklappt war.
"HÖREN SIE ...", begann er mit beschwichtigend erhobenen Händen, die Stimme aufrüttelnd, eindringlich und dennoch beruhigend, beschwichtigend, " ... ich habe GAR nichts mit Ihnen gemacht. OKAY? ... Sie haben MICH aufgesucht, haben bei mir GEKLOPFT und sind vor MEINER Zimmertür zusammengeklappt! Ich habe Sie lediglich ins Bett gepackt ... und Sie zugegebenermaßen vorher aus Ihrem blutverschmierten Hemd geholt. ... Wieso war das überhaüpt blutverschmiert? Was ist mit Ihnen geschehen?"
Die seltsamen Male an ihrem Arm konnten die Menge an Blut nicht erkären, die das Hemd durchtränkt hatte. Doch weitere Verletzungen hatte Mulder an der fremden Frau nicht bemerkt. Weshalb sich ihm die Vermutung aufdrängte, dass das Blut an ihrer Kleidung von jemand anderem stammen musste. Doch von wem? War sie angegriffen worden? Hatte sie sich gewehrt, ehe sie ihrem Peiniger hatte entfliehen können? Oder hatte sie vielleicht jemanden getötet und war deshalb völlig besudelt gewesen? Und warum war sie zu ihm gekommen? Niemand außer Skinner und Scully wusste, dass er sich hier aufhielt. Doch es hatte den Anschein gehabt, als hätte die Frau ihn ganz bewusst aufgesucht. Sie hatte ja sogar seinen Namen gewusst. An den sie sich jetzt allerdings nicht mehr zu erinnern schien. Ebenso wenig wie an den Umstand, dass sie etwas von ihm wollte und nicht umgekehrt. Ihre nächsten Worte unterstrichen diesen Eindruck: "Lassen Sie mich IN RUHE, oder ich RUFE DIE POLIZEI!!!"
"Wow, wow, Lady ...", Mulders Stimme wurde eindringlicher, sein Blick ebenso. "Ich werde Ihnen NICHTS tun, okay? Sie sind ZU MIR gekommen. Fox Mulder ... das ist mein Name. Sie KENNEN mich ... auch wenn ich nicht die geringste Ahnung habe, woher." Er hatte bei diesen Worten ein wenig Abstand zwischen sich und die verstörte Frau gebracht, um ihr klar zu machen, dass er keine bösen Absichten hatte. Gleichzeitig bemühte er sich, noch mehr Wärme in seine Worte zu legen. Aius irgendeinem Grund war es ihm wichtig, dass die Frau ihm glaubte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Teil 1
Verfasst: So 17. Jul 2011, 19:55 
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Irrlicht
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Es war der Name, den er nannte. Mulder. Ja, sie kannte diesen Namen. Wenigstens daran konnte sie sich noch erinnern. Und an diesen Club, in den sie gegangen war. Aber vom Augenblick des Betretens bis gerade jetzt, fehlte ihr jegliche Erinnerung. Alles andere kam langsam wieder. Was längst nicht erklärte, wie sie hier in diesem Zimmer gelandet war, von dem sie annahm, dass es sich um ein Hotelzimmer handelte. Vor allen Dingen hätte sie gerne gewusst, wo ihre Kleidung abgeblieben war. Wieder schweifte ihr Blick zu dem Mann, der wohl Mulder war und in der Tat beruhigte es sie etwas, dass er sich von ihr entfernte. Irgendwie sah er nicht danach aus, ein Perverser zu sein, der sie gefügig gemacht und hierher abgeschleppt hatte.
Trotzdem waren da diese Verletzungen und wieder starrte Rachel auf die beiden Verbände und versuchte sich an etwas zu erinnern. Es tat weh. Hämmernde Kopfschmerzen begannen sie zu malträtieren und sie fasste sich mit einer Hand an den Kopf. Wieder hob sie ihren Blick zu Mulder an, als etwas in ihr hoch kam. Ein Bild. Ein dunkler Raum, viele Stimmen um sie herum und dann eine, welche sich aus den anderen heraus schälte und ihr sagte, dass sie zu Mulder gehen sollte. Dass nur er ihr helfen könnte. Dass sie weglaufen musste, jetzt sofort, sonst würde sie sterben. Mit einem kläglichen Laut auf den Lippen schloss Rachel ihre Augen und nickte leicht.
„Ja, einer hat es mir gesagt. Eine Stimme …. ich ….“ Rachel unterbrach sich selbst und richtete ihren Blick nun wieder auf diesen Mulder.
„Er hat gesagt, Sie helfen mir. Ich soll weglaufen, sonst muss ich sterben.“

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 Betreff des Beitrags: Re: Teil 1
Verfasst: So 17. Jul 2011, 20:02 
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Irrlicht
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"Eine Stimme?", wiederholte Mulder mit erneut angefachtem Interesse, dabei beugte er sich wieder ein Stück vor und sah die Fremde aufmerksam an. "Was für eine Stimme? Wer war 'er'?"
Er ... ein Mann, der ihn kannte. Jemand vom FBI? Oder von einer der anderen Ligen, die mit dem FBI des Öfteren die Klinge kreuzten? NSA vielleicht? Wäre wirklich nicht das erste Mal!

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 Betreff des Beitrags: Re: Teil 1
Verfasst: So 17. Jul 2011, 20:18 
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Irrlicht
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Ok, vielleicht konnte Mulder ihr ja wirklich helfen. Der Gedanke, dass er ein Psychopath war, verschwand völlig aus Rachels Kopf. Viel wichtiger war es jetzt, dass sie heraus fand, was mit ihr los war. Und da sie hier gerade sowieso nicht weg konnte, versuchte sie sich eben mit dieser Situation zu arrangieren. Rachel war von jeher eine Lebenskünstlerin gewesen. Sie hatte schon viele Jobs gehabt und sich immer recht gut durch geschlagen. Das einzige was ihr immer wichtig gewesen war, war das Malen gewesen. Merkwürdig, dass sie gerade jetzt daran denken musste. Sie versuchte sich auf Mulders Frage zu konzentrieren und schüttelte ihren Kopf.
"Ich weiß nicht, ob es ein "Er" war. Die Stimme klang jedenfalls männlich."
Rachel sah sich im Zimmer um und bemerkte, dass sie Durst hatte. Fragend sah sie Mulder an.
"Könnte ich ein Glas Wasser bekommen?"
Mulder nickte und bewegte sich langsam zur Minibar, um eine kleine Flasche Wasser und ein Glas heraus zu holen. Während er das tat, beobachtete Rachel ihn und fragte sich, was an ihm so besonderes war, dass diese Stimme sie zu ihm geschickt hatte.
"Ich bin in diesen Club gegangen und von dem Augenblick an, weiß ich nichts mehr. Nur ein Bild von diesem dunklen Raum und diese Stimmen und erst auf der Straße im Regen bin ich irgendwie wach geworden. Ich wusste wohin ich laufen musste, das alles hat "Er" mir gesagt. Mehr weiß ich nicht. Und ich habe keine Ahnung, woher diese Verletzungen kommen."
Rachel starrte wieder auf ihre Arme und begann dann, einen der Verbände zu lösen. Sie wollte unbedingt wissen, was es war, das man unbedingt hatte verbinden müssen.
"Was zum Teufel ist das nur???"
Hektisch wickelte sie weiter ab und starrte dann plötzlich auf die sechs blutenden Punkte auf ihrem Unterarm.
"Was?"

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