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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 21:10 
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Irrlicht
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Die Höhle mit ihren Glitzersteinen hatte Gimli äußerst beeindruckt, und schnell war in ihm der Plan gereift, nach seiner Rückkehr zu seinem Volk seinem König Gundar Thorinsson von diesem Ort zu erzählen, auf dass sie sich aufmachen konnten, um die Steine zu bergen. Der Anblick des großen blauen eouls aber hatte jeden Gedanken an die Rubine schnell verblassen lassen, und Gimli hatte sich energisch daran erinnern müssen, dass dieser Stein nicht der seine war und auch niemals werden konnte. Er gehörte dem Inthulavari - was vielleicht auch ganz gut so war, denn er war behaftet mit Magie, und so sehr die Zwerge ja auch alles, was glitzerte, liebten, Zauberkunst jedoch war ihnen aufs Höchste zuwider, so dass schließlich auch die Begeisterung für diesen Stein bei Gimli abflaute.

Er beschloss, sich nützlich zu machen und Gandalf bei der Suche nach einem Ausgang zu helfen. Mit Ausgängen aus Höhlen kannte er sich aus, mit versteckten Türen ebenso, und außerdem sahen vier Augen ja bekanntlich mehr als zwei. So wickelte Gimli sich also seinen langen Bart um seinen Hals - die einzige Maßnahme, die er gegen die plötzlich eingetretene Kälte ergriff - dann schickte er sich an, jeden Winkel der Halle auf eine Möglichkeit des Verlassens zu untersuchen. Und dabei schnaubte er verächtlich vor sich her, dass die Erbauer derselben wohl vom Volke Dummbart gewesen sein mussten, dass sie die darin versteckte Kostbarkeit in keiner Weise durch Fallen oder irgendwelche magischen Maßnahmen geschützt hätten.
"Das wäre einem Zwerg nie passiert", war das letzte, was man ihn brummen hören konnte, ehe er im entlegendsten Winkel der Halle verschwand.


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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 21:50 
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Irrlicht
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Schweigend hatte Celethil den Vorgängen in dieser Halle zugesehen, die sie viel mehr hätten überraschen müssen, als sie es letztlich taten.
Warum war das alles plötzlich so?
Wieso hatte sie eben diese Vorahnung gehabt und wieso erschien es ihr hier, als hätte sie das Ganze schon einmal erlebt?
Celethil fühlte sich eigenartig und fremd. Sie kannte sich selbst nicht mehr wieder und sehnte den Moment, wo es weitergehen würde, bereits förmlich herbei, nur um wieder mit sich und ihren Gedanken alleine sein zu können. Denn irgendwie hatte sie das Gefühl, dass die Antwort auf ihre Fragen tief in ihr vergraben lagen. Sie musste möglicherweise nur ein wenig Ruhe haben, um in sich selbst abtauchen zu können.

Doch diese Ruhe war ihr nicht vergönnt. Es ging in der Tat weiter, aber anders, als sie gedacht hatte, denn Legolas kam zu ihr zurück und forderte sie nicht nur mit aufmunternden Worten auf, mit ihm zu kommen, er hielt ihr sogar seine Hand hin.
Verwirrt sah Celethil darauf, dann blickte sie Thranduils Sohn stirnrunzelnd ins Gesicht. - Waren auf einmal alle darauf aus, sie zu trösten und zu umsorgen? Was für ein Bild gab sie ab, dass sie so viel Mitleid erregte?
Doch als sie in Legolas' Augen forschte, erkannte sie kein Mitleid. Nur Freundlichkeit und Freundschaft, die er ihr anbot. Celethils Unwillen verflüchtigte sich, was jedoch noch nicht hieß, dass sie jetzt gewillt war, sich auf die vermutlich länger andauernde Gesellschaft des Prinzen einzulassen. Sie würde nicht zu sich selbst finden, wenn sie das jetzt tat. Und das Unwissen und die Zweifel würden weiter an ihr nagen. Auf der anderen Seite würde sie ihn beleidigen, wenn sie seine Hand jetzt zurück wies.
Sie haderte noch einen Augenblick mit sich. Aber dann gab sie nach und legte ihre Hand in Legolas'. Und als sie die tröstende Wärme seiner Finger spürte, lächelte sie sogar entschuldigend.
"Verzeiht. Ich bin heute nicht ich selbst."
Was im Grunde noch eine Untertreibung war.

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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 21:59 
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Irrlicht
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Diese Hallen hier, die Entdeckung des Steins und die Magie, die ihm auf einmal zur Verfügung stand, mussten Ayagis' Feingefühl - welches er auch als Krieger durchaus besaß - empfindlich aus dem Gleichgewicht gebracht haben, denn erst jetzt wurde er sich bewusst, dass She'Nala ihm diese Frage schon einmal gestellt und er sie noch nicht beantwortet hatte. Und ebenso erkannte er erst jetzt, dass sie erbärmlich fror.
Er schob den Stein in die Tasche seiner Tunika, dann legte er ohne zu überlegen seinen Arm um ihre Schultern und drückte sie an sich - das war die Art der Inthulavari, sich in schlimmen Wintern zu wärmen.
"Nein, ich werde nicht in meine Heimat zurück kehren. Ich werde dir helfen, deinen Stein zurückzubekommen, so wie du mir geholfen hast, diesen hier zu finden. Erst, wenn auch du Erfolg gehabt hast, werde ich nach Undraeth zurück kehren. Gemeinsam mit dir."


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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 22:25 
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Irrlicht
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Legolas überraschte sie erneut, denn er war unvermittelt zum sehr viel vertrauteren 'Du' übergegangen.
Hatte er vergessen, wie viel höher als sie er stand? Er war ein Prinz, sie war nur eine einfache Elbin. Scherte er sich wirklich so wenig um Konventionen und Etikette? Das hatte Celethil noch bei keinem der Edlen ihres Volkes erlebt.
Sie brauchte eine kleine Weile, um ihre Verwunderung zu überwinden. Und eine weitere kleine Weile, um über die Worte des Prinzen nachzudenken. Erst, als sie beide Gandalf aus der eiskalten Halle hinaus und in einen sehr viel wärmeren Gang hinein gefolgt waren, ein Gang, der nicht mehr glitzerte und leuchtete, sondern schwarz wie Kohle war und modrig roch, fühlte sie sich in der Lage, Legolas zu antworten.
"Es mag sein, dass du Recht hast."
Das 'Du' wollte ihr nur schwer über die Lippen.
"Und ich möchte wirklich nicht auf der Stelle verharren. Aber ... ich bin verwirrt und glaube, dass ich erst selbst verstehen muss, was in mir vorgeht. Oder mit Gandalf sprechen sollte. Ich glaube, dass er es versteht."
Es war irgendwie rührend, dass Legolas sich Sorgen um sie machte. Jetzt, wo sie sich an den Gedanken gewöhnt hatte und es nicht mehr ärgerlich fand. Doch seine Sorge erinnerte sie an jemanden anderen, der sich ebenfalls um sie Gedanken machte. Mit Gewissensbissen sah sie sich nach F'ryan um und erblickte ihn mit verschlossenem Gesicht unmittelbar hinter sich. Kaum bemerkte er, dass sie ihn ansah, blickte er weg, und der Zug um seinen Mund verhärtete sich.
Celethil sah wieder nach vorne und seufzte leise auf. Im Moment war aber auch gar nichts einfach.

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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 22:36 
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Irrlicht
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Ayagis lachte auf.
"Ich werde dich in alle Felle einwickeln, die sich in meinen Truhen befinden. - Und das sind nicht wenige!", fügte er lächelnd hinzu. Dabei sah er She'Nala in die nahen Augen, die den seinen so ähnlich waren, darüberhinaus aber so schön waren, dass es ihm den Atem nahm.
Sein Lächeln verlor sich, je länger er hinein sah. Plötzlich wurde er sich der Nähe ihres Körpers mehr als bewusst. Sein Blick glitt langsam zu ihren vollen, weichen Lippen hinab, an denen sich ihr Atem in Form von kleinen Eiskristallen abgesetzt hatte. Ayagis konnte nicht anders, er gab der Versuchung nach, die ihm gerade größer erschien als je zuvor und küsste She'Nala sanft und voller Gefühl. Und was dieser Kuss in ihm auslöste, war einfach unbeschreiblich.


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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 22:45 
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Irrlicht
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Wieder wunderte Celethil sich über Legolas' unbekümmerte Art. Dagegen kam sie sich geradezu schwermütig vor. Aber sie ließ sich mitreißen von seinem Übermut, denn ihre Vernunft sagte ihr, dass Legolas Recht hatte. Sie sollte sich zu viele Probleme wälzen und damit nur noch neu schaffen. Und darum vermied sie es auch, als sie mit dem Prinzen davon lief, noch einmal zu F'ryan zurückzublicken, denn sie hatte gerade jetzt keine Lust, sich von dessen sauertöpfischem Anblick wieder ins nächste Tief ziehen zu lassen.

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Verfasst: Mi 21. Nov 2007, 22:58 
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Irrlicht
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"Es war mehr als das", murmelte Ayagis leise und war She'Nalas Lippen immer noch so nah, dass er sie beim Sprechen gestreift hätte, hätte er sich nur um ein Weniges weiter vorgebeugt. Doch er tat es nicht. Er verschloss das unglaubliche Gefühl dieses einen Kusses in seinem Herzen und würde ihn dort auf ewig wie einen Schatz hüten. Und vielleicht, wenn sie es gestatten würde, noch weitere Schätze hinzufügen. Doch nicht im Moment. Es war nicht der rechte Zeitpunkt, und Ayagis wollte sein Glück auch nicht herausfordern. Zudem hatte er durchaus mitbekommen, das die anderen bereits aufgebrochen waren und die eisige Halle verlassen hatten.
"Komm", flüsterte er leise, nahm She'Nalas Hand in seine und zog die Frau, die er liebte, mit sich zu dem Ausgang, den Gandalf gefunden hatte. Wenig später ließen sie die beißende Kälte hinter sich, leider jedoch auch die Weite der Halle, denn der Gang, durch den sie nun gingen, war bereits für zwei nebeneinander gehende Personen recht eng. Dennoch ließ Ayagis She'Nala nicht los. Und eigentlich hatte er auch nicht vor, das je wieder zu tun.


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Verfasst: Do 22. Nov 2007, 10:05 
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Irrlicht
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Es war Ayagis nicht wohl beim Anblick der schmalen, geländerlosen Brücke in dieser schwindelerregenden Höhe. Man konnte sie kaum erkennen, trotz des Staubes, den der Zauberer immer wieder darauf rieseln ließ. Es war einfach nicht genug, um den Weg deutlich von der Finsternis des Abgrundes abzuheben, und auch das Licht des Zauberstabes, das sich hier irgendwie verlor, vermochte das nicht zu ändern.
Der Eisfalke beschloss, voranzugehen, weil er die Brücke lieber mit seinem eigenen Gewicht austestete als mit dem Dalharils. Wenn es ihn trug, trug es auch sie.
So hatte er zumindest gedacht.
Doch er hatte gerade die Hälfte des Weges zurück gelegt, als ein Beben die Brücke plötzlich erschütterte und Steinblöcke sich aus ihr lösten und in den Abgrund sausten. Ayagis wirbelte herum und wollte She'Nala, die hinter ihm ging, auffordern, sich zu beeilen, als er mit Schrecken sah, wie ein Riss durch den Staub zu seinen Füßen zu laufen begann. Erstarrt blickte er darauf ... und in diesem Moment brach She'Nala der Boden unter den Füßen weg, und sie stürzte in die Tiefe!
"NEIN!"
Auf der Stelle ließ Ayagis sich zu Boden fallen. Wie ein Pfeil, der von einer Bogensehne schnellte, schoss sein Arm vor, und seine Finger schlossen sich im letzten Moment fest um She'Nalas Handgelenk. Aber der Ruck, der durch ihn hindurch ging, als er ihren Fall stoppte, war so gewaltig, dass es ihn dennoch beinahe ebenfalls in die Tiefe gezogen hätte. Mit zusammengebissenen Zähnen ertrug er den Schmerz, der nicht hätte schlimmer sein können, hätte man ihm den Arm ausgerissen. Dann nahm er alle Kraft zusammen und zog She'Nala zu sich in die Höhe. Dabei hörte er sehr wohl das Knirschen des Steines unter sich, und er wusste, sie mussten sich beeilen. Kaum hatte She'Nala wieder festen Boden unter ihren Füßen, zog er sie mit sich und lief, so schnell er konnte, auf die wartenden Gefährten zu, die es nicht hatten wagen können, zu ihnen zurückzueilen, um ihnen zur Hilfe zu kommen, denn die Brücke hätte auf keinen Fall noch mehr Personen getragen. Und mit jedem Laufschritt, den Ayagis und She'Nala sich ihnen näherten, brach der Boden weiter unter ihnen weg. Mit einem beherzten Sprung retteten sie sich schließlich auf die andere Seite und atmeten ein paarmal tief durch. Doch als Ayagis sich umdrehte, erkannte er, dass beileibe noch nicht alles in Ordnung war, denn Legolas und Celethil waren noch auf der anderen Seite, und nun, da keine Brücke mehr da war, sah er nicht, wie sie noch zu ihnen würden aufschließen können.
Er war nicht der einzige, in dem diese Erkenntnis gereift war.
"NEIN!! CELETHIL!", rief der junge Rohirrim plötzlich neben ihm verzweifelt aus. Verwundert musterte der Eisfalke ihn, denn bislang war Coblebay der Elbin nicht von der Seite gewichen, nun aber hatte er sich von ihr abgesetzt, und Ayagis konnte sich nicht erklären, warum. War ihm über die letzten Vorkommnisse vielleicht etwas entgangen?


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Verfasst: Do 22. Nov 2007, 10:22 
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Irrlicht
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Celethil erstarrte vor Schreck, als sie sah, wie die Brücke unter Dalharil wegbrach und sie in die Tiefe stürzte. Auch Legolas versteifte sich vor Anspannung. Doch Ayagis konnte das Schlimmste verhindern und rettete die Kriegerin beherzt. Und dennoch war es knapp. In letzter Sekunde erreichten die beiden die andere Seite, und erst, als sie drüben festen Boden unter den Füßen hatten, atmete Celethil auf und löste ihre verkrampften Hände aus den Falten ihres Umhanges.
Auch Legolas atmete auf.
Doch dann erkannten beide, was diese neue Situation für sie bedeutete. Sie waren getrennt von ihren Gefährten, und die Brücke, die der einzige Weg über diesen Abgrund darstellte, gab es nicht mehr.
"NEIN!! CELETHIL!!!"
F'ryans verzweifelte Stimme brach sich an den Felswänden und kehrte als Echo unzählige Male zurück. Celethil sah verzweifelt zu ihm hinüber, und dabei überlegte sie fieberhaft. Ob vielleicht ...?

Sie ließ ihr Gepäck von der Schulter gleiten, bückte sich und löste das Elbenseil, das sie daran gebunden hatte. Doch im gleichen Moment fühlte sie Legolas' Hand auf ihrer Schulter.
"Es hat keinen Sinn. Wir können es hier nirgends befestigen."
Celethil sah auf zu ihm, dann blickte sie sich suchend um. Und erkannte, dass der Prinz Recht hatte - sie konnten das Seil zwar auf die andere Seite schießen, und die Gefährten würden es drüben vielleicht gemeinsam halten können, schließlich waren Legolas und sie nicht schwer. Aber da sie das andere Ende hier nirgendwo anbinden konnten, wären sie gezwungen, auf die andere Seite zu schwingen. Und da der Abgrund breit war, wäre das Schwingen ein langes und tiefes ... das damit enden würde, dass sie mit ihren Körpern gegen die gegenüberliegende Felswand schlügen.

Entmutigt stand Celethil auf und blickte wieder zu F'ryan hinüber. Dann schüttelte sie stumm den Kopf.

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Verfasst: Do 22. Nov 2007, 11:25 
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Irrlicht
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Niemand war zu Schaden gekommen, das war das Wichtigste. Und wer wusste schon, wozu es gut war, dass die Gemeinschaft wieder einmal getrennt wurde? Nichts geschah sinnlos.
"Wir werden weiter gehen. Unser Ziel ist das Gleiche. Wir werden sie wiedersehen."
Gandalf bedachte die beiden Elben mit einem letzten Blick, dann wandte er sich ab und schritt in den Tunnel hinein, der in der Felswand schwarz und wenig einladend gähnte. Gandalfs Stab änderte das im Nu, aber so schnell, wie der Gang nun lichtgeflutet wurde, so schnell senkte sich auch die Dunkelheit über die Höhle, in der sich der Abgrund befand.

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Verfasst: Do 22. Nov 2007, 11:44 
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Irrlicht
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Celethil teilte Legolas' Enthusiasmus nicht. Nicht in diesem Moment.
Sie waren getrennt worden von den anderen, und diesmal hatte Celethil es nicht einmal vorausgeahnt. Wieso hatten ihre Instinkte sie diesmal nicht davor gewarnt, dass die Brücke zusammen brechen würde? Sie verstand das alles nicht und glaubte langsam, sich ihre frühere Vorahnung nur eingebildet zu haben.

Das Licht schwand, als Gandalf und die anderen weiter zogen, und das wollte Celethil in diesem Augenblick vollends den Mut nehmen. Doch plötzlich erkannte sie, dass etwas an den Felswänden phosphoreszierte. Stirnrunzelnd streckte sie die Hand danach aus und berührte weiches Moss, welches das Licht des Zauberstabs gespeichert hatte und nun wiedergab. Schwach zwar, aber immer noch ausreichend für Elbenaugen.
"Ich dachte, es gäbe in den Emyn Muil kein Wasser", murmelte sie überrascht. Moos wuchs bekanntlich nur dort, wo es auch Feuchtigkeit gab. Doch auf ihrem gesamten, unterirdischen Marsch hatte Celethil weder einen Tropfen Wasser an den Wänden gesehen noch Feuchtigkeit gerochen. Wie konnte dieses Moos also hier wachsen?
Ihr Blick schweifte fragend zu Legolas, und im schwachen, grünlichen Schein der Felswand sah sie, dass er auch er das Moos nachdenklich musterte.
"Ich kenne diese Pflanzenart nicht, was seltsam genug ist. Und ich kann es mir auch nicht erklären, warum sie hier wächst. Allerdings glaube ich auch nicht, dass wir hier eine Antwort auf diese Frage erhalten werden. Lass uns zurück gehen, sie leuchtet hinreichend, dass wir den Weg erkennen können."
Celethil wusste, dass er Recht hatte. Sie konnten nicht hier bleiben, sie mussten sich sogar beeilen, denn sie mussten den Berg durch die Drachenhöhle verlassen, und je länger sie sich Zeit ließen, um so wahrscheinlicher wurde es, dass ihnen der Drache dort den Weg versperrte. Sie band ihr Seil wieder fest und nahm ihr Gepäck auf.
"Also gut, lass uns gehen. Ich gestehe, ich bin froh, wenn die Weite des Himmels die Decke dieser Gänge über meinem Kopf ablöst."

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