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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Di 31. Mär 2009, 15:44 
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Irrlicht
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Die Arbeit verlief ruhig. Ab und zu kommentierte McKay etwas, aber da es sich meist um technische Dinge handelte, die mich ohnehin interessierten, fühlte ich mich durch sein Mitteilungsbedürfnis nicht gestört. Ganz im Gegenteil empfand ich es jetzt, wo es um den Datendownload, die Kontrollsysteme und die Energieversorgung der Stasiskammer ging, bei der wir beide von einem hier befindlichen, aber noch unentdeckten ZPM ausgingen, sogar als ziemlich angenehm, mich mit ihm zu unterhalten. Denn immer wieder stellte er unter Beweis, wie viel Wissen und technisches Verständnis doch in ihm steckte. Da verzieh ich ihm sogar seine Selbstverliebtheit, die er auch jetzt immer wieder durchblicken ließ.

Beckett untersuchte derweil die medizinischen Apparaturen, von denen es seiner Aussage nach mehrere Zwillinge in Atlantis gab. Einige wenige jedoch waren wohl auch für den Arzt neu. Gerade als er sich in halblauten Spekulationen darüber erging, wozu wohl ein kleines, bläulich schimmerndes Gerät dienen könnte, das das Aussehen eines faustgroßen Würfels hatte, kam Lieutenant Riggs plötzlich herein gestürmt und forderte uns mit hektischen Flecken auf den Wangen auf: „Los! Sofort zum Jumper!“
Irritiert blinzelte ich ihn an, dann McKay, der die erstaunlich souveräne Gegenfrage stellte: „Zum Jumper? Warum denn das? Wir sind hier noch nicht einmal annähernd fertig!“
„Das ist mir egal! Ich möchte, dass Sie sich zum Jumper begeben! Wir haben den Kontakt zu Riley und Marshall verloren, und solange wir nicht wissen, was mit Ihnen ist, werden Sie sich im Jumper verbarrikadieren und auf weitere Anweisungen warten!“
Riggs hatte mit seinen Männern die Gegend gesichert, während wir drei im Inneren des Zentralgebäudes gearbeitet hatten. Und nun waren zwei verschwunden? Die waren sicher nur mal austreten.
„Was soll Ihnen hier schon großartig passiert sein?“, bezweifelte auch McKay den Ernst der Lage. „Wären Wraith hier, hätten Sie es doch draußen mitbekommen. Die gehören nicht zu der Art von Feinden, die sich heimlich anschleichen. Und wilde Tiere oder dergleichen hätten doch unsere Detektoren angezeigt. Bis auf das Lebenszeichen dieses Chase jedoch haben wir kein Signal erhalten.“
„Das mag vielleicht auf Ihren ersten Flug hierher zutreffen, Doktor. Jetzt sieht die Sache anders aus.“ Riggs machte ein finsteres Gesicht, als er das sagte.
„Was soll das heißen?“, wollte ich stirnrunzelnd wissen. „Soll das bedeuten, wir sind nicht alleine auf diesem Planeten?“
„Das soll heißen, dass wir nach der Landung keine Lebenszeichen entdecken konnten, dann zwei meiner Männer verschwunden sind und es jetzt auf den Detektoren nur so wimmelt von aktiven Punkten.“
„Vielleicht Riley und Marshall?“, mutmaßte Beckett.
„Machen Sie Witze, Doc? Dann dürfte es nur zwei Signaturen geben. Die Detektoren zeigen aber eine Menge mehr an.“
„Wie viel mehr?“, wollte McKay mit zusammengekniffenen Augen wissen. Genau wie ich hatte er wenig Lust, unsere Tätigkeit einfach abzubrechen und sich aus dem Staub zu machen. Wir hatten gerade erst einmal die Hälfte der Daten sichergestellt und würden noch gut ein, zwei Stunden mehr brauchen.
„Um die fünfzig?“ Riggs’ Stimme war eine Mischung aus Sarkasmus und unterdrückter Gereiztheit. „Und jetzt LOS! Oder wollen Sie hier bleiben und abwarten, wer da in so großer Zahl angerückt kommt?“
Fünfzig???
McKay, Beckett und ich starrten uns alarmiert an. Dann begannen wir eilig unser Zeug zusammenzuraffen. Riggs war bereits wieder an der Tür, sein PK90 im Anschlag und spähte in die große Halle hinein, als ob wer auch immer jeden Moment dort auftauchen würde.
„Beeilung!!“
„Ja, ja, ja …“
McKay riss das Laptop von der Computerschnittstelle, ich schob mit einer ausladenden Handbewegung die Datenträger vom Tisch direkt in meine Tasche, als wären es Chips, die ich beim Roulette gewonnen hätte. Beckett hatte den Raum schon verlassen und war zum Ausgang des Gebäudes geeilt, wo wir ihn, als wir ebenfalls in die Halle traten, neben der Tür stehen und ins Freie schielen sahen. Riggs lief neben uns her und trieb uns zur Eile an.
„Zu spät!“
„Wie? Was meinen Sie mit zu spät, Beckett?“ McKay klang alarmiert, und mir ging der Hintern auf Grundeis.
Riggs löste sich von uns und lief zu unserem Arzt, McKay und ich flogen ihm hinterher. An der offenen Tür blieben wir stehen und starrten fassungslos ins Freie … auf die Horde Braveheart-Darsteller, die sich uns mit wild rollenden Augen in ihren zottelbärtigen Gesichtern schreiend näherten – abgeschlagene Köpfe auf lange Stangen gespießt, und ich musste meine Phantasie und mein Erinerungsvermögen nun wirklich nicht anstrengen, um zu schlussfolgern, wem diese Köpfe einst gehört hatten!
„REIN! – ZURÜCK!!“, kommandierte Riggs hektisch, zerrte uns vom Eingang weg und trieb uns mit seinem Gewehr in die Richtung, aus der wir eben noch gekommen waren – dem fensterlosen Labor.
„Aber da sitzen wir in der Falle!“, protestierte McKay im Laufen.
„Ja, aber dort gibt es eine Tür, die wir verschließen können! Hier gibt es nichts!“
Mir war in diesem Fall die Kammer mit der Tür auch lieber, und darum rannte ich darauf zu, dass meine Beine und Zöpfe nur so flogen. In dem Moment, in dem wir in unsere Zuflucht stürmten, stürmten hinter uns die Wilden ins Gebäude. Kaum waren wir vier im Labor, knallte Riggs hinter uns die Tür zu und verriegelte sie elektronisch. Mit flatterndem Herzen und einem so schweren Magen, als hätte ich einen Berg voller Steine zum Mittagessen gehabt, lehnte ich mich gegen die Rückwand des Labors und starrte mit aufgerissenen Augen auf den Ausgang. Würden sie hindurch kommen? Würden sie es irgendwie schaffen, hier herein zu kommen? Und wenn ja, würden sie uns dann auch die Köpfe abschlagen und auf Stangen spießen? Oder uns noch was Schlimmeres antun? Ich war nicht naiv und wusste sehr genau, dass man Dinge mit Menschen tun konnten, die noch grauenhafter waren als ein schneller Tod durch Köpfen.
„Riggs an Atlantis …! Atlantis, bitte kommen …!“
Über das Rauschen meines Blutes in meinen Ohren hörte ich, wie der Lieutenant unsere Basis rief. Immer wieder, was nicht dafür sprach, dass wir noch Kontakt aufbauen konnten.
„Verdammt! Irgendetwas stört die Übertragung.“
„Möglicherweise die Energiequelle dieses Labors?“ Ich wunderte mich über McKay, der mir für die furchtbaren Umstände gerade sehr ruhig erschien. Sagte man nicht über ihn, er wäre zwar ein Genie, aber ein mindestens ebenso großer Feigling? Der einzige Feigling, den ich hier sah, war ich selbst. Meine Knie zitterten, der Schweiß brach mir aus, und am liebsten hätte ich mich jetzt hier vor allen aus lauter Angst übergeben. Ich hab keine Ahnung, welchem Umstand ich es verdankte, dass ich es doch nicht tat.
„Gott! Sie ist ja weiß wie die Wand!“
Ich hatte nicht mitbekommen, dass McKay seine Frage bezüglich der Energiequelle an mich gerichtet hatte. Erst, als er mich bestürzt ansah, begriff ich, dass er mit mir geredet hatte. Aber ehe ich antworten konnte, rumste es von draußen plötzlich fürchterlich gegen die Tür. Ein Schrei entfuhr mir. Darüber mindestens genauso erschrocken schlug ich meine Hand vor den Mund und presste sie fest davor. McKay kam eilig an meine Seite und legte beschützend seinen Arm um mich. So wenig begeistert ich davon im Normalfall gewesen wäre, aber jetzt war ich wirklich dankbar dafür.
„Können Sie hier herein kommen?“
Das war Becketts besorgt klingende Stimme.
„Wenn Sie es versuchen, verpass ich ihnen eine fette Ladung!“ Drohend hob Riggs sein PK90 noch ein Stück höher und zielte auf die Tür. Ich fragte mich in diesem Moment, ob Riley und Marshall und die anderen drei Soldaten, die uns begleiten hatten, deren Namen ich aber nicht kannte, etwas ähnlich heldenhaftes von sich gegeben hatten, ehe sie ins Gras gebissen hatten.
„Solange sie uns nicht den Strom abstellen, dürfte die Tür halten. Sie ist aus massivem Stahl und mit Hieb- und Stichwaffen nicht aufzubringen.“
McKays sachliche Ausführung wurde rhythmisch von lauten Schlägen gegen besagte massive Tür untermalt. Der Lärm zerrte beinahe noch mehr an meinen Nerven als der vorherige Anblick der Köpfe oder das Wissen darum, wie ein Tier in der Falle zu sitzen.
„Aber wir können doch nicht ewig hier bleiben …!“
War das wirklich meine Stimme, die ich da gerade hatte sprechen hören? Piepsig und zittrig? War ich ein Jammerlappen!
„Nein, das können wir nicht. Aber keine Sorge, Nicole … Nick. Wenn wir nicht zu angemessener Zeit nach Atlantis zurückkehren, wird man einen Suchtrupp ausschicken und uns holen.“
Einen Suchtrupp? Ich hoffte, dass der sich geschickter anstellen würde als Riggs’ Leute, die es trotz schwerer Bewaffnung geschafft hatten, sich abschlachten zu lassen.
Und weiter ging das Gerumse und Gekönge gegen die Stahltür. Ich hielt mir die Ohren zu und machte mich klein in McKays Arm. Es war eine Scheißidee gewesen, New York gegen die Pegasus-Galaxie einzutauschen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Di 31. Mär 2009, 19:47 
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Irrlicht
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Stirnrunzelnd betrachtete ich das unbekannte Flugobjekt vor uns. Nein, dieser Raumer war dem Computer ganz sicher nicht bekannt, denn ich kannte es auch nicht, und es gab kein Schiff, welches ich nicht auf Anhieb hätte identifizieren können - so ist das nun mal, wenn man in der Armee dient und selbst Pilot ist. Da hat man einen Blick für solche Dinge.
"Seh ich jetzt zum ersten Mal. Ronon?"
Ohne den Blick von dem vor uns im All befindlichen Raumschiff zu nehmen, dessen Geschwindigkeit und Flugrichtung wir angenommen hatten, um weiter auf gleicher Höhe mit ihm zu bleiben - sofern man im Weltall von Höhe sprechen kann - sprach ich Dex über die Schulter an.
"Nein. Kenn ich nicht."
Hatte ich auch nicht erwartet. Ich scannte die Kiste, und mein Stirnrunzeln vertiefte sich.
"Es hat keinen Schutzschild ... und offenbar auch keine Crew." Denn die Lebenszeichen waren gleich Null. Alle tot? Wenn ja, warum? Ich fand, dass wir das herausfinden sollten. Und das Schiff in irgendeiner Weise bergen sollten, denn es war ziemlich groß und barg wahrscheinlich einen Haufen interessanter Technik. Das Problem war nur, dass unser Jumper weder über einen Traktorstrahl verfügte noch über die Asgard-Beamtechnologie. Wir würden schon aussteigen und einen kleinen Weltraumspaziergang machen müssen, wenn wir es "entern" wollten. Das wiederum war aber ziemlich riskant und schwierig, denn es bedeutete, dass wir das Schiffsschott von außen würden öffnen müssen. Was für einen Techniker wie McKay wahrscheinlich kein Thema gewesen wäre, obwohl er die Gelegenheit, uns wegen des Ausstiegs ins All die Ohren vollzujammern, ganz gewiss nicht ungenutzt hätte verstreichen lassen. Doch Rodney war nicht hier, leider. Und wir nicht einmal sicher, ob wir mit diesem Schiff überhaupt allein waren. Die Langstreckensensoren wiesen zwar keine weiteren Schiffe aus, aber das musste nichts heißen. Getarnt konnte sich uns jeder unbemerkt nähern, und offen gesagt war die Vorstellung, dort draußen herumzutorkeln, während irgendwelche Feinde ihre Waffenphalanxen an uns ausprobierten, keine wirklich verlockende. Darüber hinaus kam die Sache mit dem Ausstieg schon allein deshalb nicht in Frage, weil wir ziemlich flott unterwegs waren und die unbekannte Kiste wegzischen würde, sobald wir den Antrieb des Jumpers drosselten.
Ich seufzte leise auf - ich war kein Fan von unlösbaren Problemen.
"Irgendjemand ne Idee, wie wir die Gurke zum Stillstand bringen?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Di 31. Mär 2009, 20:03 
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Irrlicht
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Es kostete mich einiges an Anstrengung, vor Nicole die Nerven nicht zu verlieren, denn auch mir setzte der Heidenlärm, den diese mordlustigen Verrückten an der Tür verursachten, erheblich zu. Allein das Wissen darum, dass sie jetzt einen starken Arm brauchte, der ihr Halt und Schutz gab, ließ mich die Fassade mutiger Entschlossenheit aufrecht erhalten ... bis auf einmal das Licht ausging und wir im Dunkeln saßen.
"Was ist das???" Meine Stimme überschlug sich vor Panik. Nur einen Sekundenbruchteil später hörte ich ein Würgen und spürte, wie Nicole in meinem Arm sich nach vorne beugte, um sich zu übergeben. Am liebsten hätte ich es ihr gleich getan.
"Sie haben die Energiezufuhr gekappt!", beantwortete Beckett meine rhetorische Frage überflüssigerweise.
"Ja, das seh ich auch!", gab ich grantig zurück, dabei tätschelte ich Nicole beruhigend die Schulter und arbeitete an der Unterdrückung aufsteigender Panik. "Aber wie konnten sie das? Ich meine, sie haben so ausgesehen, als könnten sie nicht mal bis drei zählen! Woher wussten sie, dass die Energie die Tür geschlossen hielt? Und woher wussten sie, wie und wo man sie abstellen musste?"
"Das ist doch jetzt völlig egal!", mischte der Lieutenant sich ein - und knickte einen Leuchtstab, der ein akzeptabel helles Licht spendete. "Wenn wir nichts unternehmen, sind sie gleich hier, und dann können Sie sie selbst fragen, Doktor!"
Nun, das lag nicht in meiner Absicht.
"Es muss die Möglichkeit bestehen, dem System Hilfsenergie zuzuführen. Und zwar von hier aus! Dieses Labor war wichtig gewesen, und die Antiker ergriffen stets Maßnahmen, um alles Wichtige so gut es geht zu schützen. - Nicole ... Nick, ich brauche Ihre Hilfe!"
Arbeit war stets das beste Mittel gegen Angst, das wusste ich aus Erfahrung. Forschend sah ich der jungen Frau in meinem Arm in die Augen und war erleichtert, als sie zögernd nickte.
"Also gut. Wir beide werden jetzt dafür sorgen, dass die Tür geschlossen bleibt!" Ja, und das sollten wir ziemlich schnell tun, denn die blutrünstige Horde draußen begann bereits, irgendwelche Dinge - Messer, Speere und dergleichen vermutlich - in den Spalt der Tür zu schieben, um sie auseinander zu drücken. "Lieutenant, wenn ich Sie bitten dürfte, auf jeden zu schießen, der diese Tür passieren wird!?"
"Versteht sich von selbst, Doktor!" Riggs hob seine Waffe ans Auge und zielte auf den Eingang. Ich schob Nicole um die Pfütze Erbrochenes herum und auf den Computer zu, von dem ich inzwischen zum Glück wusste, dass er ziemlich genauso funktionierte wie das System in Atlantis.
"Dann mal los! Zeigen wir denen, dass sie es mit uns nicht aufnehmen können!"
Wem redete ich da eigentlich gerade Mut zu? Der bibbernden Nicole neben mir oder mir selbst?


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Di 31. Mär 2009, 20:28 
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Irrlicht
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Ja, für McKays Anwesenheit wäre ich jetzt auch äußerst dankbar gewesen. Oder für Zelenkas. Oder wenigstens für die der neuen technischen Mitarbeiterin Serrano. Leider jedoch waren wir nicht auf den Gedanken gekommen, einen unserer Techniker mitzunehmen. Erstaunlich eigentlich, wo unsere Ausflüge in der Vergangenheit oft genug in der Form geendet hatten, dass uns nur ein Technikgenie aus der Kacke hatte helfen können.
Mit konzentriertem Blick starrte ich auf den Flieger und dachte nach. Schließlich scannte ich den Raum um uns herum und wartete auf eine Eingebung.
Sie kam - erstaunlicherweise.
In nicht allzu weiter Entfernung machten die Sensoren einen elektromagnetischen Nebel aus. Als ich das entdeckte, machte es "Klick!" in meinem Kopf.
"Okay, folgendes: Ungefähr fünfzehn Flugminuten von hier ...", ich sprach von Sublight-Geschwindigkeit, "... gibt es eine elektromagnetische Wolke. Die wird dem Flieger den Saft entziehen. Wir müssen ihn nur irgendwie dorthin bringen." Ja, und zusehen, dass wir nicht selbst in diese Wolke gerieten, sonst wäre es bald auch mit unserem eigenen Antrieb Essig.
"Festhalten!"
Ich gab Schub und näherte mich dem Flieger. Ziemlich flott, wie ich hinzufügen muss, aber das war durchaus beabsichtigt, denn ich war auf Kollisionskurs. Gibbs griff mit einem überrascht-scharfen Einatmen nach ihren Sessellehnen, Ronon hinter mir räusperte sich warnend. Ich überging das alles und aktivierte stattdessen den Schild des Jumpers - gerade noch rechtzeitig, ehe ich mit der Nase desselben dem Heck des fremden Schiffes einen ordentlichen Schubser verpasste! Wir flogen dank des harten Rucks, der beim Aufprall durch den Jumper ging, in unsere Gurte, was kein angenehmes Gefühl war, denn der Rums war ein kräftiger gewesen. Aber es hatte was gebracht, denn der Flieger vor uns änderte seine Flugbahn. Allerdings nicht genug für meinen Geschmack.
"Und noch einmal!"
Insgesamt drei "Nasenstüber" verpasste ich der Kiste, ehe sie den Kurs eingenommen hatte, der mir in den Kram passte. Ich ließ den Jumper daraufhin ein Stück zurückfallen und folgte der Mühle mit gebührendem Abstand.
"Wenn es so funktioniert, wie ich hoffe, dass es funktioniert, dann werden drüben gleich die Lichter ausgehen. Wir müssen dann nur noch um die Wolke herum fliegen, den Raumer auf der anderen Seite erwarten und abbremsen."
Ohne Widerstand würde das Schiff natürlich bis zum Mittelpunkt des Universums und darüber hinaus weiter fliegen, denn einmal in Schwung gebracht, gab es nichts, was diesen Schwung wieder zurücknahm. Aber wenn es uns gelingen würde, mit dem Jumper die Massenträgheit des Raumers auf Null zu reduzieren, hätten wir es geschafft. Ich fand, dass das alles einen Versuch wert war, selbst auf die Gefahr hin, einen weiteren Anschiss von Doktor Salt zu kassieren. Die "Beute", die die Daedalus später würde einsammeln können, wäre es wert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Di 31. Mär 2009, 20:46 
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Irrlicht
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Das, was ich befürchtet hatte, war passiert: Ich hatte dem Doktor vor die Füße gekotzt!
Peinlich war mir das allerdings erst später. Hier, unter Druck und schlotternd vor Angst hatte ich für Scham keine Zeit. Mit hektisch fliegenden Fingern versuchte ich den Computer zu aktivieren, was ohne Strom natürlich nicht funktionierte. McKay hatte sich derweil daran gemacht, die Konsole, in die der Computer eingelassen war, nach etwas abzusuchen, das die Funktion einer Batterie oder eines Aggregats oder eines Akkus hatte. Das Schaben und Knirschen an der Tür machte uns beiden zusätzlich Beine, aber zumindest bei mir nützte es nichts, denn der Computer war und blieb tot.
McKay aber rief plötzlich erfreut: "HAB es!!"
Mein Kopf flog zu ihm herum und mein Blick heftete sich auf eine kleine geöffnete Klappe an der Seite der Konsole, in welcher jetzt die Hand des Doktors steckte. Die Hand bewegte sich - gerade zur rechten Zeit, denn im selben Augenblick gelang es dem Mob draußen, die Türhälften auseinander zu schieben. Das triumphierende Brüllen der Wilden verwandelte sich in Zorn- und Schmerzensschreie, als Riggs auf sie zu feuern begann. Gleichzeitig flammte der Computer vor mir wieder auf, und ich beeilte mich, mich ins System einzuloggen.
"TÜR SCHLIESSEN!!!", schrie Riggs und schoss dabei weiter. Mit trommelndem Herzen suchte ich nach dem richtigen Menü und war heilfroh darüber, dass ich zwei Semester lang die Schriftsprache der Antiker belegt hatte, denn sonst hätte ich mich überhaupt nicht zurecht gefunden. Schon gar nicht rechtzeitig. So aber fand ich ziemlich schnell, was ich suchte und verriegelte die Tür wieder. Ein letzter Schrei drang erstickt an mein Ohr, und als ich mich mit weichen Knien umdrehte und sah, dass ich einen der Wilden mit der Tür halbiert hatte, kam es mir erneut heftig hoch. Zum Glück aber waren die Augen aller auf den Eingang gerichtet, so dass niemand mitbekam, wie ich mich ein zweites Mal hinter der Computerkonsole übergab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Sa 23. Mai 2009, 23:43 
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Irrlicht
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"Warum so ängstlich, Major?", neckte ich Gibbs. "Gibt es etwa ein paar unbezahlte Rechnungen, die Sie hier in Schwierigkeiten bringen könnten?"
Gekonnt brachte ich Jumper und fremdes Schiff zum Stehen und drehte mich daraufhin mit meinem Pilotenstuhl grinsend zu meinem Major um.
"Wie kommen Sie denn darauf", konterte sie herausfordernd. Mein Grinsen vertiefte sich, mein Blick heftete sich wieder auf meine Navigationskonsole, weil ich unseren Nachbarn gerade scannte und natürlich wissen wollte, wie das Ergebnis aussah. Atembare Atmosphäre, verhältnismäßiger Luftfeuchtigkeitsmangel, keine weiteren Lebenszeichen ... wenigstens würde mich drüben nichts Böses überraschen. Mein Blick schweifte zu Ronon.
"Okay, ich werde hinüber gehen und mich dort drüben ein wenig umsehen. Gibbs, Sie begleiten mich. Ronon, Sie werden uns den Rücken frei halten und uns zurück holen, sobald es Anzeichen von Schwierigkeiten gibt."
Ich stand auf, checkte meine Waffe und begab mich daraufhin zum Ausgang des Jumpers, der in diesem Moment am Schott des unbekannten Flugobjekts andockte - luftdicht, wie ich hoffte, ansonsten würden wir gleich ein paar ernsthafte Probleme bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: So 24. Mai 2009, 11:17 
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Irrlicht
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Okay, jetzt wussten wir, woher das ganze Blut kam. Und dass, egal, wie viele Personen sich hier an Bord befunden hatten, niemand von der Besatzung mehr am Leben war, denn unsere Scanner hatten schließlich nichts keinerlei Bioaktivitäten angezeigt. Und wir wussten noch etwas.
"Wir sollten machen, dass wir in den Jumper zurückkommen. Das Blut ist noch nass - mit anderen Worten, wer auch immer diese Sauerei hier veranstaltet hat, ist möglicherweise noch in der Nähe." Ich deutete mit einer Kopfbewegung in Richtung Schott und sah Gibbs dabei auffordernd an. "Vom Jumper aus kontaktieren wir die Daedalus, damit sie die Mühle hier mit dem Traktorstrahl bergen kann. Los geht's, Major!"
Gibbs nickte knapp, und wir machten uns gemeinsam auf den Rückweg. Ich mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, und ich hätte wetten können, dass es dem Major nicht anders erging.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: So 24. Mai 2009, 11:56 
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Irrlicht
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"Miss Serrano? ... Nicole???"
Die Stimme drang wie durch Watte in mein Bewusstsein. Eine bekannte Stimme, das schnallte ich schon, aber ich hatte in diesem Augenblick absolut keinen Plan, wem sie gehörte.
Als ich meine Augen jedoch zögernd aufmachte und mein Blick sich langsam scharf stellte, konnte ich sie einordnen: Besorgt blickte McKay mir ins Gesicht.
"Wie geht es Ihnen? Wie fühlen Sie sich?"
Ich blinzelte gegen das grelle Licht, das mich aus unerklärlichem Grund umgab, schloss die Augen wieder und murmelte: "Ich bin okay."
War ich das wirklich? Meine Stimme klang heiser und fremd, und jetzt, wo meine Augen wieder zu waren, fühlte ich auf einmal einen miesen Schwindel in meinem Kopf, der das Bedürfnis zum Kotzen in mir weckte. Ich öffnete die Augen also lieber wieder.
"Was ist passiert? Wo bin ich?"
Hinter McKay stand noch jemand ... Doktor Beckett. Befand ich mich auf der Krankenstation? Meine Gedanken begannen zu rotieren ... war ich nicht eben noch auf diesem fremden Planeten gewesen? Eingeschlossen in ein Labor, in das mordgeile Spinner einzudringen versuchten?
"Sie sind in Sicherheit, keine Sorge. Sie befinden sich auf der Krankenstation ... in Atlantis", beruhigte McKay mich lächelnd und tätschelte mir dabei die Hand.
"Aber wie ...?"
"Da die Kommunikation abgebrochen war, beschloss Doktor Salt, uns Verstärkung hinterher zu schicken. Gerade noch rechtzeitig, wie ich hinzufügen möchte, denn diese ... Wilden hatten es bereits geschafft, sich Zugang zum Labor zu verschaffen. Weiter kamen sie jedoch nicht. Ein Glück für uns, denn wir hätten wohl kaum eine Chance beim Kampf Mann gegen Mann gegen sie gehabt. Obwohl ... ich war selten so gut in Form wie jetzt und bin mir sicher, dass ich den einen oder anderen auf die Matte geschickt hätte!"
"McKaaay ...", ließ Beckett sich aus dem Hintergrund genervt vernehmen. Ich ignorierte es, weil ich mich zu erinnern versuchte.
Salt hatte also die Kavallerie hinterher geschickt? Echt? Aber wieso konnte ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern?
McKay brachte Licht ins Dunkel, als er fortfuhr: "Sie bekamen das allerdings nicht mehr mit, da Sie ohnmächtig geworden waren. Wobei Sie sich den Kopf an der Computerkonsole angeschlagen hatten. Eine Gehirnerschütterung war die Folge, die ..."
"... aber nicht so schlimm ist, wie Doktor McKays Beschreibung gerade klingt", beendete Beckett McKays Satz und schob sich jetzt resolut in den Vordergrund, wobei er meinen Vorgesetzten zur Seite drängte. "Es geht Ihnen wieder gut. Sie bedürfen allerdings noch der Ruhe. Und darum schlage ich vor, dass die Besuchszeit nun beendet ist und Sie noch ein wenig schlafen."
"Ich hab schon verstanden", antwortete McKay an meiner Stelle, und er klang angepisst. "Ich geh ja schon. Ich begreife es durchaus, wenn ich unerwünscht bin."
Beckett sah mich an und verdrehte schmunzelnd die Augen. Ein Grinsen zupfte an meinen Mundwinkeln, trotzdem klang meine Stimme aufrichtig, als ich meinen Blick auf McKays Rücken heftete und antwortete: "Danke, Sir. Für alles, was Sie für mich getan haben."
McKay drehte sich noch einmal um und lächelte erfreut. Dann machte er den Mund wieder auf und ich mich schon auf die nächste Ansprache gefasst, die er offenkundig halten wollte. Aber er schien es sich von einem Moment zum anderen anders zu überlegen, denn plötzlich klappte er den Mund wieder zu und ging, ohne noch etwas gesagt zu haben. Dankbar - diesmal für sein ungewohntes Schweigen - schloss ich meine Augen wieder. Es war alles gut, ich war in Sicherheit. Jetzt wollte ich nur noch schlafen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: So 24. Mai 2009, 13:10 
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Es war ein komfortables Quartier, welches man mir zugeteilt hatte. Ich bekam sogar etwas zu essen und zu trinken gebracht. Ich fragte mich, wann ich wieder meine gesamte Erinnerung zurück erlangen würde. Ein kleiner Teil war bereits wieder da und ich wusste, wieso man mich hier eingesperrt hatte. Meine ursprüngliche Rasse, die Wraith, waren verhasst und das nicht zu Unrecht. Aber ich konnte mich auch daran erinnern, dass ich anders gewesen war. Ich hatte mich den Antikern freiwillig als Forschungsobjekt zur Verfügung gestellt. Ich hatte damals anders werden wollen. Nachdem ich durch Zufall davon erfahren hatte, dass wir vor Jahrhunderten genau so normale Menschen und sogar Nachfahren der Antiker gewesen waren, hatte ich begonnen, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Ich hatte damals einen Wissenschaftler gefunden und mich ihm angeboten. Dieser Wissenschaftler hatte mich mit zu dem Planeten genommen, auf dem ich von den Erdenmenschen gefunden worden war. Jedoch fehlte mir immer noch ein Großteil meiner Erinnerungen.
Ich wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, aber ich bekam Schmerzen. Waren das die Nachwirkungen der Stasis oder die Auswirkungen der letzten fehlenden Behandlung? Ich wusste nicht mehr genau, was der Wissenschaftler mir damals gesagt hatte. Nur noch so viel, dass es die letzte und endgültige Behandlung sein würde und danach wäre ich in der Lage ein Mensch zu bleiben, aber mit den Fähigkeiten der Wraith ausgestattet. Zumindest mit einigen dieser Fähigkeiten. Jetzt, wo ich wach war und die letzte Behandlung fehlte, würde ich wieder zu einem Wraith mutieren? Ich keuchte auf, als die Krämpfe in meinem Körper stärker wurden und als ich meine Hände ansah, erkannte ich, dass meine Hautfarbe sich langsam veränderte. Es begann also. Die Wachen vor meinem Quartier öffneten die Tür und sahen mich zusammen gekrümmt auf dem Boden sitzen.
"Doktor Beckett will Sie sehen" meinte einer von ihnen und ich nickte leicht.
"Ich will ihn auch sprechen" antwortete ich keuchend und erhob mich nur sehr mühsam. Sofort richteten sich zwei Waffen auf mich und ich hob zum Zeichen meiner Kooperation beide Hände hoch.
"Keine Sorge, ich bin freiwillig hier, schon vergessen?"
Ich folgte den beiden Wachen durch ein paar Gänge in einen medizinischen Bereich hinein. So etwas hatte es in dem Komplex auf dem Planeten auch gegeben. Die Technologie war die der Antiker. In einem der Betten lag eine Frau. Sie hatte die Augen geschlossen und ich erinnerte mich daran, dass sie Teil der Gruppe gewesen war, die mich von diesem Planeten weggebracht hatte. Sie sah mich an und es ging ihr wohl nicht sehr gut, denn ihr Blick war müde und erschöpft. Ich erwiderte ihren Blick und musterte sie eindringlich, bevor Doktor Beckett meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Im selben Augenblick kamen die Krämpfe zurück und ich krümmte mich aufkeuchend zusammen.
"Was ist los?"
Ich atmete tief durch und brauchte einen Augenblick, um antworten zu können.
"Ich habe doch gesagt, dass die letzte Behandlung fehlt. Wenn ich diese nicht erhalte, wird sich alles wieder ändern."

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Sa 30. Mai 2009, 21:03 
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Hatte ich geglaubt, hier schlafen zu können? Ich war ja so was von schief gewickelt gewesen!
Kaum hatte ich die Augen zu gemacht, ging die Tür auf, und zwei Sicherheitsleute kamen herein, den "Neuen" im Schlepptau, den wir bei unserer Superaktion auf diesem abgelegenen Planten aufgegabelt hatten. Ich linste die drei an und seufzte leise in mich hinein - Erholung war wohl das Letzte, was man hier auf der Krankenstation befand.
Der Neue musterte mich interessiert. In Verbindung mit dem Wissen, dass er in Wirklichkeit ein Wraith war, fand ich das nicht besonders beruhigend. Zum Glück verlor er sein Interesse an mir aber in dem Moment, in dem ihn ein Krampf zu schütteln begann.
'Wohl Hunger, hm?'
"Was ist los?" Die Frage kam von unserem Doc.
"Ich habe doch gesagt, dass die letzte Behandlung fehlt. Wenn ich diese nicht erhalte, wird sich alles wieder ändern."
Letzte Behandlung? Alles wieder ändern?
An Schlafen war jetzt gar nicht mehr zu denken. Beckett wurde plötzlich flink wie ein Wiesel, hastete zu einem Schränkchen und holte dort irgendwas Obskures, das er dem Wraith verabreichte. Auf der Stelle entspannte der sich wieder, aber nun kam er mir auch ein wenig verändert vor.
"Ich weiß, ich weiß, das sagten Sie ja bereits", stimmte Beckett dem seltsamen Kerl zu und sah dabei ziemlich unglücklich aus der Wäsche. "Und ich arbeite ja auch an der Analyse Ihres Blutes. Doch es ist schwierig, aus dem Resultat der genetischen Veränderung Rückschlüsse auf die Behandlungsweise der Antiker zu ziehen. Zumal dieses Resultat ja im Verfall begriffen ist. Wir haben einen Teil der entsprechenden Informationen in dem Labor sicherstellen können, in dem man Sie in Stasis versetzt hatte. Doch leider nicht alles. Und die Daten, die wir haben, sind zum Teil lückenhaft. Wir arbeiten noch daran ..."
Wieso klang das alles gerade nach einer furchtbar lahmen Entschuldigung? Beckett mochte ja im medizinischen Bereich der Bringer sein, aber seine soziale Kompetenz ging meiner Ansicht nach gegen Null. Wie meine eigene übrigens auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Sa 30. Mai 2009, 21:18 
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Irrlicht
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Die Injektion des Doktors brachte mir ein wenig Erleichterung, jedoch seine Ausrede schürte Wut in mir. Begriff er denn nicht, was passieren würde? Ich packte ihn an seinem Kragen und drückte ihn gegen eines der Betten.
"WIE-SO haben Sie mich dann geweckt, wenn Sie gar nicht wissen, was zu tun ist?"
Sofort waren die beiden Sicherheitsleute zur Stelle und bedrohten mich mit ihren Waffen. Ich ließ den Doktor los und hob beide Hände hoch, zum Zeichen, dass ich ihm nichts tun würde.
"Sie haben ja keine Ahnung, was geschehen wird, wenn Sie es nicht aufhalten. Sie werden erfahren, dass ich hier bin und sie werden hierher kommen, um mich zu holen. Und dann werden Sie alle hier sterben."
Ja, so war es schon einmal passiert und ich hatte mich doch aus den Händen der Wraith damals selbst befreien können, indem ich ihnen etwas vorgemacht hatte. Doch jetzt nach so langer Zeit wusste ich nicht, wie sie waren. Schliefen sie, oder waren sie wach und nährten sich bereits wieder an den Menschen in dieser Galaxie? Ich sah zu der Frau in dem Bett und fixierte sie mit meinem Blick.
"Sie waren doch dabei, als man mich weckte, nicht wahr?"
Ich ignorierte die Wachen und ging zum Bett dieser Frau, stützte mich mit beiden Händen darauf ab und sah sie eindringlich an.
"Sie müssen es aufhalten ... bitte!"

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine neue Ära
Verfasst: Sa 30. Mai 2009, 21:25 
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Irrlicht
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Mir fluppten die Augen auf, als der Wraith mich plötzlich mit ins Spiel einbezog und sich dann auch noch über mich beugte. Nicht für lange, denn sofort waren die Sicherheitsfuzzis zur Stelle und zogen ihn von mir zurück. Ich richtete mich mit klopfendem Herzen auf und hörte mich was krächzen, das wie "I-ich? Wie soll ich das denn aufhalten?" klang.
Der Kerl hatte ja echt Nerven! Ich war doch bloß die kleine Technikmaus mit dem Hang zu Kotz- und Ohnmachtsanfällen, sobald es brenzlig wurde!

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