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 Betreff des Beitrags: Re: Reunion
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 21:50 
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Irrlicht
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Registriert: Mo 14. Nov 2011, 21:29
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Nachdem ich ein paar Stunden auf dem Schiff verbracht hatte, hatte sich auch die Besatzung an mich gewöhnt. Ich wurde angesprochen und respektiert, wie es auch Menschen wurden. Sogar Mic brachte ein Lächeln zustande, als ich die Brücke betrat. Captain Takahashi saß auf ihrem Kommandothron und drehte sich leicht. Wie Menschen es ausdrücken würden: "Sie hat Langeweile!"
"Wohin werden wir jetzzzt fliegen?", fragte ich. Der Captain fiel vor Schreck dabei fast von ihrem Sitz. Anscheinend hatte sie gar nicht mitbekommen, dass ich direkt neben ihr stand. Sie schaute mich schief an, begriff dann aber, dass ich noch nicht über die Flugroute informiert wurde.
"Wir steuern zuerst unseren Nachbarplaneten an", sagte sie und zeigte auf ein Holofeld an der Wand, welches einen Wüstenplaneten anzeigte. "Die La Esperanza wird zum braunen Zwerg Gordon fliegen und die äußeren Planeten des Sonnensystems absuchen. Wir beschäftigen uns mit den inneren Planeten."
Es war eine gute Idee die Sunrise mit einzubeziehen. So dauerte die Suche nicht so lange. Leider bekamen wir keine weiteren Schiffe zur Verfügung, aber die Hilfe des Gouverneurs war trotzdem sehr hilfreich.
Wir flogen genau so, wie es Takahashi befohlen hatte. Aber bevor wir uns um den Planeten kümmerten, drehten wir zu einem der beiden Monde von Armstrong ab, um diese zu scannen. Aber beide Monde waren weder bewohnbar noch bewohnt. Es gab auch keine Anzeichen von Leben oder Wracks an der Oberfläche. Dasselbe war auch beim zweiten Mond.
Wir umkreisten auch den Wüstenplaneten mehrmals, doch ohne Erfolge. Nur zwei Asteroiden umkreisten den völlig tot erscheinenden Planeten.
Nachdem wir die Umlaufbahn verließen, um zum Gasriesen Conrad weiterzufliegen, fiel Mic etwas auf. Er sprang auf und eilte zu einem Computerterminal.
"Was ist los, Mic?", fragte Captain Takahashi und stellte sich neben den Techniker.
"Mir ist beim letzten Scan etwas aufgefallen. Ich dachte mir erst nichts dabei, aber jetzt kriege ich davon Kopfschmerzen. Sieh hier!", sagte er und zeigte auf den Bildschirm. Es war die Oberfläche des Wüstenplaneten zu sehen und ... ein gewaltiger, rauchender Krater. "Ich dachte, es würde sich um einen Fleck aus Asche handeln. Das ist auf diesem Planeten übleich, dass die Einwohner gerne ihre alten und verlassenen Dörfer in Brand setzen. Allerdings erkennt man erst jetzt, nachdem der Computer die Auflösung verbessert hat, dass es ein Krater ist."
"Könnte diessser Krater von der Fähre verursssacht worden sein?", zischelte ich.
"Auf keinen Fall! Eine Fähre diesen Typs könnte niemals ein solches Disaster anrichten. Der Krater ist mehrere Kilometer breit. Und wenn das Schiff mit einem Sprungantrieb ausgestattet wäre, könnte es bei seiner Zerstörung den gesamten Planeten ausradieren. Das muss etws anderes gewesen sein", sagte Mic und zeigte auf einen der Blips auf dem Gravidarbildschirm, der den Planeten umkreiste.
"Ein Asteroid?", spekulierte Takahashi.
"Nein ... Dieser hier ist viel zu symetrisch, um ein Asteroid zu sein. Wir sollten ihn uns mal näher ansehen", sagte er.
"Gute Idee! Setzen Sie Gegenkurs!", sagte sie an den Piloten gewandt. Das Schiff wendete und flog wieder in Richtung des toten Planeten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reunion
Verfasst: Di 2. Okt 2012, 15:17 
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Troll
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10. Rettungsaktion, Teil 1

"Es ist aussichtslos! Wenn nicht bald jemand uns und das Schiff hier oben rettet, werden nicht nur wir, sondern auch zahlreiche Menschen auf der Erde sterben. Aber vielleicht verzichtet man auch auf unser Leben, um die Erdlinge zu schützen. Wir haben bemerkt, dass sich schon mehrere Raketensilos auf der Oberfläche geöffnet haben" - aus dem Logbuch der USC Artemis, die antriebslos in einer instabilen Umlaufbahn der Erde trieb, 2061

Wir waren Treibholz des Weltalls. Obwohl die Yaki auf dem Planeten ihrem Schöpfer gegenübergetreten waren, fühlte ich mich trudelnd, ohne Antrieb und Schilde, wie eine Zielscheibe. Leider reichte die Energie nicht, um uns zu Lebzeiten nach Aldrin zu bringen. Und ein Versuch ein Landemanöver auf den Wüstenplaneten hinzulegen war erst recht sinnlos, denn wir würden vorher verglühen. Deshalb umkreisten wir ihn, bis uns jemand retten sollte ... falls vorher uns nicht die Luft ausgehen wird. Durch die Explosion bekam die Hülle einen kleinen Mikroriss; das teilte uns der Bordcomputer mit, bevor auch dieser den Geist aufgab. Aber wo sich der Riss befand, hatte er nicht erwähnt. Aber bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir das Bewusstsein wegen Sauerstoffmangel sterben würden, war noch genügend Zeit und Hoffnung - etwa drei Stunden.
Laut der terranischen Standardzeit, dürfte es ...


23. September 2937

System: Solara
Ort: Orbit von Armstrong, Weltraum

... jetzt Mitternacht sein. Da auch das Kommunikationssystem und der Sender völlig zersört waren, dürfte es sehr schwierig sein ein Notsignal auszusenden. Aber es bestand ja noch immer Hoffnung.
Viel konnten wir nicht tun, außer abzuwarten. Leise ärgerte sich Jamila, dass sie ihr Kopftuch beim Absturz verloren hatte. Ich hatte den Eindruck, dass sie das erst kürzlich mitbekommen hatte. Aber dafür waren die letzten Stunden so krass, dass mir der Schmerz entfallen war, der durch meinen linken Arm floss. Leider tauchte dieser sofort wieder auf, als ich daran dachte.
Es war schon einige Zeit her, dass ich das letzte Mal richtig geschlafen hatte. Ich machte es mir also auf dem Pilotensitz bequem und schloss langsam die Augen. Noch bekam ich mit, wie sich Jamila auf den Kopilotensitz setzte und ebenfalls einschlief.

Es war ein tiefer und traumloser Schlaf. Mal glaubte ich, Umrisse zu erkennen. Aber bevor ich diesen Gedanken zuende denken konnte, verfiel ich wieder dem Tiefschlaf.
Doch ein Ruckeln lies mich aufschrecken. Ich fiel fast vom Sitz, als ich aus der Frontscheibe guckte. Ich hatte mich überhaupt nicht getäuscht! Die Umrisse waren wirklich da! Ich erkannte auch, um welche Umrisse es sich handelte. Es war die La Esperanza! War das möglich? Oder war das nur ein Traum? Wenn ja, dann hätte ich mir gewünscht, dass er Wirklichkeit wäre. Plötzlich regte sich das Kommunikationssystem, von dem ich dachte, dass es tot sei.
"Colonel Lopéra?", fragte eine weibliche Stimme.
"Maria?! ... Lieutenant López? Sind Sie das?", fragte ich neugierig.
"Negativ! Hier spricht Captain Aileen Takahashi vom aldrianischen Frachtschiff Sunrise. Geht es Ihnen gut?"
Mein Lächeln verschwand sofort. Da hatte man ganz kurz die Hoffnung gehabt, dass die La Esperanza einen findet ... aber so weit sollte es ja nicht kommen! Aber wenigstens war es etwas. Wir konnten dann ja von Aldrin aus mein Schiff besser suchen.
"Ja, uns geht es gut", antwortete ich und stand auf, um ein Landemanöver im Frachtraum des aldrianischen Frachters durchzuführen. Weshalb der Captain meinen Namen kannte, wusste ich nicht. Aber darüber machte ich mir in diesem Moment keine Gedanken. Viel wichtiger war die Landung auf dem Schiff.
"O Colonel Lopéra, ich bin sssehr froh, dassss esss Ihnen gut geht!", zischelte eine uns bekannte Stimme.
"Adonas?" Während ich das sagte, schreckte Jamila hoch. Und wunderte sich ebenfalls über das plötzliche Auftauchen eines Schiffes der Springblossom-Klasse.
"Ja, o Colonel Lopéra! Ich werde Ihnen allesss erklären, sssobald Sssie an Bord sssind. Wir haben bereitsss eine Nachricht an die La Esperanzzza geschickt. Sssie wird in einem Tag hier sssein", sagte Adonas und beendete somit das Gespräch.

Die Heckluke der Sunrise öffnete sich, damit wir hinein schweben konnten. Nach einer kurzen Vorstellung folgte erstmal ein besuch auf der Krankenstation und ein Briefing, in dem wir vollständig über alles aufgeklärt wurden: Die Geschichte der Aldrianer, das CPU-Schiff #deca, die anderen Kolonienund die Restaurierung der La Esperanza. Natürlich berichteten wir auch von den Yaki und der Zerstörung ihres Stützpunktes.
"Aber wir müssten davon doch eigentlich etwas mitbekommen haben. So ein Hangar baut sich in einer menschenleeren Wüste nicht von selbst", sagte Takahashi verwirrt.
Die einzige Antwort, die ich dafür hatte, war ein Schulterzucken. Das war mir auch ein sehr großes Rätsel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Reunion
Verfasst: So 7. Okt 2012, 01:05 
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Wichtel
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24. September 2937

System: Solara
Ort: Orbit von Armstrong, Weltraum

Ich hätte mit meiner Reaktion fast Doktor Porksons Tablettrechner gegen seinen Kopf geschleudert, als mir Zak eine sehr gute Nachricht überbrachte: "Captain Takahashi hat Ihren Bruder und Miss Selek gefunden!"
Natürlich hatte ich den Befehl gegeben zur Sunrise zu fliegen. Es hatte etwas länger als einen Tag gedauert, bis wir endlich in den Orbit von Armstrong, dem ersten Planeten des Systems, erreicht hatten.
Ungeduldig wartete ich an der Luftschleuse, bis der Tunnel aus Metallglas endlich eine Verbindung zum anderen Schiff hergestellt hatte. Als das schließlich der Fall war stürmte ich in Richtung des aldrianischen Frachters. Und wer stand mir strahlend gegenüber? Es war Adonas, der mich empfing.
"Wo sind die beiden?", fragte ich den kleinen Teladi.
"Wieder auf der Krankenstation", antwortete die Echse und watschelte voraus.
'Auf der Krankenstation?', dachte ich verwirrt und versuchte mir nicht vorszustellen, wie sie jetzt aussahen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reunion
Verfasst: Mo 15. Okt 2012, 21:08 
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Troll
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Es ziepte kurz, und nach fünf Minuten war der Schmerz völlig verschwunden. Der linke Arm sah aus, als hätte niemals einige Minuten vorher eine Wunde geklafft. Bloß war das Hemd im Eimer, aber das war bei der ATF Standard, weshalb man immer wieder eins beantragen konnte, sobald es nur einen Fleck hatte.
"Sie sind nun entlassen", sagte Doktor Takeshita, die Chefärztin auf dem Schiff, welches den Namen Sunrise trug.
Wir bedankten uns bei der Frau und wollten gerade die Krankenstation verlassen, die übrigens fast genau so aussah wie die auf der La Esperanza, da fuhr die Tür auf und eine kleine Delegation Menschen trat herein. Aber wer war die Person in der Mitte?
"Antonio!!!", rief ich und sprang auf meinen großen Bruder zu. Dieser schien mich gar nicht bemerkt zu haben, als er eintrat, weshalb er etwas erschrocken über meinen Angriff war.
"Fernando!!!", kam es von ihm zurück. Er schloss mich tief in seine Arme. Auch ich drückte ihn kräftig. Ich hatte ihn sehr vermisst. Ungewöhnlicherweise noch mehr als vor dem Abenteuer, wo wir uns ein halbes Jahr nicht gesehen hatten. Nach einer halben Minute ließ er endlich locker und wir konnten wieder atmen.
"Jamila, schön, dass es dir auch gut geht", sagte Antonio und nahm auch sie in die Arme.
Es tat sehr gut ihn wiederzusehen, und es würde noch besser werden, wenn ich erst einmal den Rest der Truppe wiedersehen dürfte. Doktor Porkson, Lieutenant López, Zak, Major McCallister, Captain O'Connell und natürlich General McLean, sobald wir wieder auf der Erde wären.
Jetzt war es erst einmal daran die Informationen, die wir auf diesem öden Planeten gesammelt hatten, zur Erde zu bringen. Wir hatten den Yaki gehörig in den Hintern getreten. Aber das sollte natürlich nicht ungestraft bleiben. Sie würden erneut angreifen, vermutlich noch viel härter als beim letzten Mal, denn jetzt wussten sie, dass man die Terraner nicht so leicht unterschätzen sollte.
Es musste sehr schnell gehen, denn vermutlich schmiedeten die Yaki gerade einen neuen Plan die Erde zu überfallen, sofern es irgendein Raumschiff geschafft hätte zu fliehen.
Mit diesen Informationen sollte der Konflikt zwischen der Erde und Argon Prime endlich aufhören. Aber bis zu dem Tag, an dem der Friedensvertrag endlich unterschrieben wird, dürfte es eine lange Weile dauern. Immerhin muss man wirklich jeden Argonen und jeden Terraner davon überzeugen, dass dieser Konflikt völlig sinnlos und energieverschwendend ist. Ob uns jemand wohl glaubt? Immerhin haben wir nur sehr wenig Beweise. Wie ich festgestellt hatte, ein Foto von dem Explosionskrater auf dem Wüstenplaneten und das havarierte Raumschiff der Yaki, welches Informationen enthalten könnte.
Zum Schluss bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen:

"Wenn man mit dem Erfinden von Zitaten Geld machen könnte, säße ich jetzt auf einem Haufen Kohle" - Helge Thorsten Kautz, Autor der X-Serie



Ende - Final - Finale - Fin - End - Son - 終わり

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